Hilfstransport für die Streunertiere in der Slowakei!

 Vergangenen Mittwoch war es endlich wieder soweit, wir konnten erneut eine Hilfslieferung in die Slowakei starten!
 

Hier kommt ihr zu dem dazugehörigen Zeitungsartikel:

http://www.bgland24.de/freilassing/hilfe-streunertiere-ainring-bgl24-1067697.html

 

Ein befreundetes Unternehmen aus Ainring – Rumpeltes Bad und Heizung GbR http://www.rumpeltes-bad-heizung.de/index.htm wollte helfen das Leid der Streunertiere in der Westslowakei zu lindern und hat einen großen Firmenbus zu Verfügung gestellt und der Inhaber, Michael Rumpeltes, hat den Wagen auch noch sicher durch Eis und Schnee an unser Ziel und zurück gelenkt!

Die Reise stand anfangs unter keinem guten Stern... auf dem Weg zurück vom Beladen des Transporters mit Hundefutter klemmt sich Isabella einen Tag vor der Abreise den Zeigefinger im Auto ein.. um eine Stunde später im Krankenhaus zu erfahren, dass er gebrochen ist. Durch ein Loch im Fingernagel wird das angestaute Blut abgelassen und nach dem Anpassen einer Schiene geht es unvermindert weiter mit den Reisevorbereitungen :)

Am Tag darauf begrüßt uns ein nebeliger, eisigkalter Morgen, aber die Vorfreude darauf, dass wir den Tierasylen eine so riesige Menge an Hilfsgütern bringen dürfen, vertreibt die Müdigkeit und das Kälteempfinden und bringt uns ohne eine einzige Pause nach Dubnica.


Die Straßen der Slowakei sind nur dürftig geräumt, selbst in den Städten sind durchgehende Schneefahrbahnen Standart. Dass der Transporter Vorderradantrieb hat und das meiste Gewicht auf der Hinterachse liegt, wird uns bei dem Hügel, auf dem Viliams Tierasyl liegt, schmerzlich bewusst... wir stecken fest, die Räder finden einfach keinen Halt.

Wir versuchen es auf einer anderen Zufahrt, die uns weniger steil erscheint, doch auch dort scheitern wir. Geduldig lässt Michael den Transporter wieder rückwärts den Hang hinuntergleiten um es ein letztes Mal mit Anlauf zu versuchen. Doch wir stecken genau an derselben Stelle wieder fest. Plötzlich kommt die Rettung in Form von Viliams Helfern und mit vereinten Kräften schaffen wir die Hürde und können so wenigstens weniger Meter unter dem Tierheim stehen bleiben.

Wir öffnen den Laderaum und beim Anblick des vollgeräumten Busses wird klar, dass es ewig dauern würde, die Sachen das letzte Stück des Hügels ins Asyl raufzutragen. Gott sei Dank hat Viliam einen Anhänger, auf den wir die Hilfsgüter umladen und die auf diesem Wege mit viel Anlauf und Schwung von einem Pkw an ihren endgültigen Bestimmungsort gezogen werden.


Wir gehen durch die Zwingerreihen und begrüßen die fast 40 Hunde, welche mit 6 Pferden, ein paar Ziegen und einigen Katzen auf dem Gelände leben. Mit lautem Gebell werden wir empfangen, manch einer lässt sich genüsslich kraulen, andere ziehen sich schüchtern in ihre Hütten zurück.


Bei Viliam lebt, entgegen so vieler anderer Tierasyle, die wir in Ost- und Südosteuropa kennen, kein einziger Hund an der Kette. Viele laufen sogar frei auf dem und um des Gelände herum, ebenso wie die Pferde, die mit dichtem Winterfell ausgestattet übermütig auf einer nahen Wiese im Schnee herumtollen.


Ein zauberhafter Anblick... wir könnten ihnen noch lange dabei zusehen, doch wir müssen wieder fahren, es wird sehr früh dunkel und der Zustand der vereisten Straßen schreckt uns davor ab, nachts fahren zu müssen.

Am nächsten Morgen starten wir früh in Richtung Bratislava, es geht zum Katzenheim von Frau Havranova! Wir haben nicht nur Berge an Katzenfutter dabei, diesmal bekommt sie auch eine große Lieferung der so dringend benötigten Ohrmilbenmedikation ( danke liebe Karin :) ) Bei unserem letzten Besuch fiel uns auf, dass viele ihrer Schützlinge verstümmelte Ohren haben, eine Folge von schlimmen Ohrmilbenbefall.

Und da grade Weihnachten war und Frau Havranovas altes Gerät ihren Geist aufgegeben hat, bekommt sie von Michael Rumpeltes auch noch eine voll funktionstüchtige Waschmaschine geschenkt! Ein perfekter Tag, da tut der gebrochene Finger beim Entladen der vielen Hilfsgüter gar nicht mehr weh :) doch die klirrende Kälte setzt den Händen schwer zu.

Michael Rumpeltes

Im Katzenhaus tummeln sich die meisten Bewohner rund um den einzigen Ofen darin... die besten Plätze sind längst vergeben. Wir werden von den vielen Katzen begrüßt als wollten sie sich für die Hilfe bedanken, zärtlich reiben sie ihre Köpfchen an unseren Fingern und scharren sich um ihre ungewohnten Gäste.


Fast 70 Katzen leben hier, alle in Gruppen und mit großen Freigehegen, ebenso wie 8 Hunde. Frau Havranova ist am Rande ihrer Kraft, sie ist durch die Kälte ständig krank und die viele Arbeit fordert ihren Tribut. Wir sind froh, dass wir ihr helfen können ihre Schützlinge zu versorgen, ihr die Arbeit ein wenig zu erleichtern und das Leid der Streunertiere zu lindern.


Voller Eindrücke und Gedanken verlassen wir unser östliches Nachbarland wieder... aber der Abschied wird nicht für lange sein, wir freuen uns schon sehr darauf u.a. die große Futterspende von Ines http://www.hrconsulting.at/ nach Bratislava zu bringen!

Danke an dieser Stelle auch an die liebe Christine für ihre großartige Unterstützung!

Und vielen Dank an dieser Stelle noch mal an die Firma Rumpeltes Bad und Heizung

http://www.rumpeltes-bad-heizung.de/index.htm

für diese großartige Hilfe und ein Extralob an den Inhaber Michael Rumpeltes, der den Hilfstransport auch noch selber gelenkt und mit der Waschmaschine Frau Havranova eine große Sorge abgenommen hat. DANKESCHÖN!




Zurück