07.02.2008
Salzburger Fenster

1800 Nerze in Lkw gestopft

zum vergößern Bild anklicken


30.01.2008
Salzburger Fenster

Tierschützer stoppten Lkw mit 2000 Nerzen aus Polen

zum vergößern Bild anklicken


 

29.01.2008
Kronen Zeitung

Nerze in winzigen Käfigen - halb verhungert und verdurstet!

Nahezu täglich werden in Kärnten Lastwagen angehalten, die Tiere unter unvorstellbaren Bedingungen durch Europa karren. Montag war es auf der Autobahn bei Arnoldstein ein holländischer Lkw, von Polen unterwegs nach Griechenland.
Die Ladung: 1800 Nerze in winzigen Käfigen - halb verhungert und verdurstet!
Den skandalösen Transport hatte Thomas Putzgruber, Obmann des Vereins "RespekTiere", auf der Autobahn zwischen Spittal und Villach entdeckt und sofort die Polizei alarmiert.
Eine Streife eskortierte den Lkw zur "Südrast". Abteilungsinspektor Norbert Rohseano von der Verkehrsabteilung, der auch für die Tiertransporte zuständig ist: "Die Nerze wurden dort mit Wasser und Futter VON MARTIN RADINGER versorgt. Einer war schon so geschwächt und musste eingeschläfert werden." Tiertransport-Inspektor Dr. Alexander Rabitsch: "Dieses Jungtier war mit dem Parvo-Virus infiziert. So werden Seuchen quer durch Europa verschleppt. Falls die anderen Nerze nicht geimpft sind, verenden sie alle."Der holländische Lenker musste insgesamt 3400 Euro Strafe zahlen. Rohseano: "Er hatte weder eine Transportzulassung noch einen Befähigungsnachweis." Auch Tachoscheiben, der Lkw ist bereits 15 Stunden unterwegs gewesen, soll der Holländer versteckt haben. Nachdem die Tiere versorgt worden waren, durfte er die Fahrt nach Griechenland fortsetzen. Die Nerze kommen dort in eine Farm - und enden als Pelzmäntel.. Die kleinen Nerze, sie gehören zur Familie der Marder, werden wegen ihres Pelzes in riesigen Farmen gezüchtet - was in Österreich verboten ist.
Tierschützer, darunter ja auch viele Prominente, treten dafür ein, auf solche Pelze zu verzichten. Schon allein damit könnte viel Tierleid, wie dieser Transport hier, künftig verhindert werden.


29.01.2008
Kleine Zeitung

Quälerei: Nur ein Apfel für 1800 Nerze
Holländischer Sattelzug mit 1800 Nerzen auf der Südautobahn bei Arnoldstein gestoppt, Tierarzt gab Alarm um Virus. Lebendtiertransport war illegal unterwegs.

PETER KIMESWENGER

Das ist einfach kriminell!" Ein Tierschützer hält sich mit seiner Meinung über einen Lebendtiertransport, der gestern Vormittag auf der Südautobahn bei Arnoldstein gestoppt wurde, nicht zurück. Es war gegen 10 Uhr, als auf der Richtungsfahrbahn Italien in Höhe der "Südrast" den beiden Polizisten Stefan Wohlmutter und Ludwig Heber von der Autobahnpolizei Villach ein Tiertransporter mit holländischem Kennzeichen ins Auge sprang.

Die Polizisten lotsten das Schwerfahrzeug mit dem dreistöckigen Sattelauflieger auf den Parkplatz. Bei der Kontrolle des 35-jährigen Lenkers aus Deutschland und des Fahrzeuges stellte sich rasch heraus: Der Transport war illegal unterwegs. Die Beamten verständigten Abteilungsinspektor Norbert Rohseano von der Verkehrsabteilung. Dieser schaltete später auch gleich den Landeskontrollor für Tiertransporte, den Ferlacher Tierarzt Alexander
Rabitsch, ein.

Bilanz der Experten: "Für 1800 Nerze, die von Polen nach Triest und mit der Fähre weiter nach Griechenland befördert werden sollten, befand sich als Futter am ganzen Lkw nur ein Apfel", erzählt Norbert Rohseano. Auch die Tränken funktionierten nicht. Ein entkräftetes Tier musste eingeschläfert werden. Am Nachmittag schlug Veterinär Alexander Rabitsch Alarm: "Der Nerz war mit den hochansteckenden Parvo-Virus infiziert." Nachdem der Fahrer
weder eine Lizenz für den Transport noch einen persönlichen Befähigungsnachweis samt Fütterungsnachweis für Lebendtiertransporte vorweisen konnte, wurde der Lkw unter Polizeiaufsicht kurz vor der italienischen Grenze auf der Autobahn abgestellt. Die Transportfirma war bemüht, einen Ersatzfahrer nach Arnoldstein zu schicken - mit ausreichend Futter.

Alexander Rabitsch setzte alle Hebel in Bewegung, um den Empfänger des Transportes, der vermutlich in Griechenland mit den Tieren eine Nerz-Farm aufbauen will, vom Virusfall zu informieren. Zudem wurden Strafen in der Höhe von insgesamt 3400 Euro verhängt.


29.01.2008
Neue Kärntner Tageszeitung
Tiertransport: 1800 Nerzen fehlte es an Futter und Wasser

VILLACH. Schon wieder stoppte die Polizei einen Tiertransport: Ein 35-jähriger Kraftfahrer aus den Niederlanden wurde auf der Raststation Südrast angehalten. Er hatte 1800 Stück Nerze geladen. Und die Polizei notierte: Der Lenker hatte weder einen Befähigungsnachweis zum Lenken eines Tiertransporters, noch sein Arbeitgeber die Zulassung als Tiertransportunternehmen. Der Landesveterinär attestierte den Tieren kein gutes Zeugnis: Ein Tier war derart geschwächt, dass es an Ort und Stelle eingeschläfert werden musste.

Der Niederländer musste das Fahrzeug abstellen, dem Lenker wurde die Weiterfahrt untersagt. Eine Anzeige durch die Bezirkshauptmannschaft erfolgte.

 


05.09.2007
Bezirksblätter


"Das ist eine blutige Idylle"

zum vergößern Bild anklicken


04.09.2007
Salzburger Fenster

Erneut total verdreckte Kühe

zum vergößern Bild anklicken


19.05.2007
Kronenzeitung

Jetzt läuft Hilfsaktion für Hündin "Mary": Alle wollen sie retten.

zum vergößern Bild anklicken


17.05.2007
Kronenzeitung

"Grenzenlose Rettung für eine Hündin"

zum vergößern Bild anklicken


07.04.2007
Salzburger Fenster

Großes Echo auf SF Bericht über verdreckte Rinder

zum vergößern Bild anklicken


7.04.2007
Österreich

In der Getreidegasse trafen sich am Freitag radikale Tierschützer und tiefgläubige Katholiken

zum vergößern Bild anklicken


28.02.2007
Bezirksblatt


Protest gegen Schlachthof



28.02.2007
Salzburger Fenster


Irre im Bio-Land Salzburg:
Total verdreckte Rinder

zum vergößern Bild anklicken

einen ausführlichen Bericht über diese Rinderrecherche lesen Sie HIER


16.02.2007
Die Neue

Das stumme Leiden der vergessenen Hunde

zum vergößern Bild anklicken


12.02.2007
Neue Kronen Zeitung

Wie Jasna und Balu durch Spenden aus Salzburg ein schönes Zuhause bekamen:

zum vergößern Bild anklicken


30.12.2006
Salzburger Fenster


Superstar P!nk und "RespekTiere"

zum vergößern Bild anklicken


19.12.2006
Neue Kronen Zeitung


So wollen Salzburger Tierfreunde Jasna und Balu retten

zum vergößern Bild anklicken



18.12.2006
Neue Kronen Zeitung


RespekTiere trifft P!nk

zum vergößern Bild anklicken


17.10.2006 Neue Kronen-Zeitung
Salzburg: Polizei ermittelt Tiere mit Baseballschläger erschlagen? Böser Verdacht:
Sechs Katzen und Hund getötet

Zwölf Katzen, drei Hunde und einen Hasen hielt ein Salzburger in seiner Garconniere: Nachdem er eine Gefängnisstrafe verbüßte und einige der Vierbeiner beschlagnahmt wurden, kam es zur Tiertragödie. Offenbar erschlug der amtsbekannte Mann nämlich einen Hund und sechs Katzen mit einem Baseballschläger.

Salzburgs Tierschützer sind hellauf empört. Ihrer Ansicht nach wäre dieses Tierdrama an der Salzburger Röcklbrunnstraße zu verhindern gewesen...
Annelies Tschalyj, früher Tierheim-Angestellte, jetzt beim Verein "RespekTiere" engagiert: "Wir haben rechtzeitig Alarm geschlagen und auch Anzeige erstattet." Doch die Behörden hätten viel zu spät reagiert.
Es war im Sommer, als der Sozialhilfeempfänger, offenbar wegen unbezahlter Rechnungen, eine Gefängnisstrafe antrat. Zurück blieben in seiner kleinen Wohnung 12 Katzen, drei Hunde und ein Hase.

Mitleidige Tierfreunde übernahmen einige der verwahrlosten Vierbeiner und auch der Salzburger Amtstierarzt Josef Breuer wurde auf den Plan gerufen. "Die Feuerwehr hat mich verständigt." Eine der Katzen hing hilflos in einem Kippfenster fest, musste geborgen und behandelt werden.
"Ich habe danach das Amt für öffentliche Ordnung informiert" sagt der Veterinär. "Die Zustände dort waren unhaltbar", sagten nicht nur die Tierschützer.
Kaum aus der Haft entlassen, verschwand der amtsbekannte Mann (sein Name der Redaktion bekannt) plötzlich wieder mit den noch übrig gebliebenen Tieren.
Ein Zeuge gab daraufhin an: "Er hat einen Hund und sechs Katzen mit dem Baseballschläger getötet." Nur zwei der Samtpfoten hätten das Massaker überlebt. Die wurden mittlerweile im Tierheim untergebracht.

Annelies Tschalyj:" Es wurde Anzeige erstattet, die Kriminalpolizei hat sofort ermittelt." Die Aussage des mutmaßlichen Tiermörders: "Das stimmt alles nicht. Ich habe die Tiere nur zu meinem Bruder in Oberösterreich gebracht." Der wurde auch umgehend von den Beamten einvernommen, gab aber an: "Ich weiß von dieser Sache und den Tieren leider gar nichts..."
Fazit: Die Erhebungen sind ins Stocken geraten, denn der einzige Zeuge schweigt nun. Als Tatsache bleibt: Niemand weiß, wo die Tiere sind, sie sind nach wie vor verschwunden.


21.08.2006 Niederösterreichische Nachrichten


10.01.2006 Neue Kronen-Zeitung
Wirbel um Fuchsjagd in Salzburg: Scharfer Protest der Tierschützer
"Keine Notwendigkeit", sagen Gegner Das Pro und Contra

Salzburgs Jägerschaft bläst im Flachgau, Tennengau und in der Stadt Salzburg zur "Nacht des Fuchses". "Eine Notwendigkeit", sagen die Waidmänner, "es geht um eine Bestandsregulierung". "Ein sinnloses Massaker", sagen die Tierschützer und berufen sich auf wissenschaftliche Erkenntnise. Für Zündstoff ist jedenfalls gesorgt.
Es ist eine revierübergreifende Fuchsbejagung, die vom 6. bis 8. Jänner stattfand (vom 10. bis 12. Februar erfolgt sie ein weiteres Mal). "Wir brauchen klare Nächte", sagt Josef Erber von der Salzburger Jägerschaft. Anders sei Meister Reineke nicht beizukommen.Die Gründe der Jagd? "Der Fuchs hat keine natürlichen Feinde, der Jäger muss die Population regulieren", sagt Josef Erber. Von Auswüchsen könne nicht die Rede sein. Wenn herum geballert werde, schreite die Behörde ein. Tierschützer sehen das anders. "Es steht wildbiologisch fest", sagen Harald Balluch vom "Verein gegen Tierfabriken" und Thomas Putzgruber von "RespekTiere", "dass die Fuchsjagd keinen Sinn macht. Eine Bestandsregulierung ist so nämlich nicht möglich." Hubert Hirscher von "Animals Help Europe" hat die Jagd beobachtet: "Eine kontrollierte Dezimierung des Raubwildes ist akzeptabel. Bedenklich ist die mögliche Zahl der Fehlschüsse, auch werden dabei ja Marder geschossen." Einig sind sich beide Parteien in einer Hinsicht: Hobby-Jäger haben hier nichts zu suchen(Bericht von Harald Brodnig und Sabine Salzmann).


1. KW 2006 Waldviertler
Aus dem Jahresrückblick:
Februar - Krems- Kundgebung gegen Pelztier-Leid

Mit einer Kundgebung vergangene Woche am Täglichen Markt in Krems wollte die Organisation 'RespekTiere' auf das Leid von Tieren, die zu Pelzen verarbeitet werden, aufmerksam machen. "600 Millionen Tiere werden jährlich in Fangeisen gefangen, 90 % davon gehören nicht der Teirart an, für die die Eisen aufgestellt waren", erklärte die Organisation in einer Aussendung.


23.12.2005 Kurier
Mauretanien - Hilfe für zehntausende gequälte Esel
Tierschutzorganisation bietet Gratis-Versorgung an

"Natürlich wissen wir, dass auch die Menschen in Mauretanien leiden, aber da bemühen sich inzwischen namhafte Organisationen um Hilfe. Auf die Tiere wird aber vergessen", sagt Thomas Putzgruber, Obmann des österreichsichen Tierrechtsvereins RespekTiere. Der Verein ist bemüht, auf das Schicksal von zehntausenden Eseln aufmerksam zu machen, die in Nouakchott, der Hauptstadt von Mauretanien, zur Verrichtung schwerer arbeiten herangezogen werden. 60 000 Esel und einige hundert Pferde werden zur Wasserversorgung und zum Lastentransport eingesetzt. Da die Bevölkerung selbst Not leidet - im Land herrscht massive wasserknappheit - werden die Teire etwa bei der Beschaffung von Wasser aus Brunnen völlig überfordert.

Viele werde immer wieder geschlagen, unzählige Esel weisen blutige Wunden am ganzen Körper auf.

Es gibt nur eine Tierschutzorganisation. die sich um diese Esel kümmert, die britische Spana. Bei Spana kann jeder seine Tiere gratis behandeln lassen. tierärzte, die mit einem Landrover unterwegs sind, versorgen als 'mobile station' verletzte Esel. Zudem wird Kindern in einem eigenen Unterricht der würdige Umgang mit den tieren beigebracht. Mit nur 10 Mitarbeitern ist der Verein völlig überfordert. Zur Bergung verletzter Tiere wird ein weiteres Einsatzfahrzeug benötigt.
Spenden erbeten
Sbg. Sparkasse, Kto. 2345 Blz. 20404, Kennwort 'Mauretanien' www.respektiere.at


23.12.2005 Kronen-Zeitung
Warum ein Baumschneider für Vierbeiner in Afrika kämpft . Hundertausende Tiere gelten dort weniger als ein Stück Holz
Ein Salzburger ist der Dr. Dolittle für arme Esel!

Tiere haben es nicht leicht auf dieser Welt. Auch nicht zu Weihnachten. Und für Esel ist das Los ganz besonders schwer. Da nützt es wenig, dass einer der Vierbeiner einst in der Krippe von Bethlehem eine Hauptrolle spielte. Ein Baumschneider aus Salzburg kämpft nun für sie. Und das gleich für Zehntausende Kreaturen. Sie sind Last- und Nutztiere. Weltweit. Ihre Lebensbedingungen sind trist. Aiderbichl-Chef Michael Aufhauser hat, die "Krone" berichtete, gerade Dutzende geschundene Grauohren aus Kreta aufgenommen. Dort werden die "ausrangierten", all die alten Tiere, wenn sie nach den Olivenernten nutzlos geworden sind, ihrem Schicksal überlassen, an Bäume gebunden oder kurzerhand ausgesetzt. Und weit schlimmer noch steht es um die gutmütigen Vierbeiner in Afrika, etwa an der Westküste, in Mauretanien.

"Es ist dort ganz normal, dass die Tiere halb tot geprügelt werden",
sagt Thomas Putzgruber (35) aus Salzburg, gelernter Baumschneider und Obmann des Vereins "RespekTiere" (www.respektiere.at). Wenn einer hilft, dann hilft er überall, wo Hilfe gebraucht wird. "Eine englische Organisation betreut 80 000 Esel in Mauretanien", sagt Putzgruber, der für die weltweit tätigen Helfer nach Afrika fuhr. Wie das aussieht? Lehrer werden instruiert, Kindern Respekt vor den Tieren bei zu bringen, verletzte Esel werden geborgen, versorgt. Eine Sisyphus-Arbeit... Der Salzburger besuchte jetzt im Dezember die Stadt Nouakchott: "Allein dort gibt es 60 000 Esel." Von "leben" kann dabei nicht gesprochen werden. "Sie werden teils mit zerkleinertem Pappkarton gefüttert..." Ihre Kadaver landen dann in den Straßengräben. Freilich: den Kamelen, Ziegen, Hunden ergeht es nicht viel besser. Und in Marokko, Syrien oder Ägypten sieht es nicht anders aus... von Harald Brodnig


8. Juli 2005 Tiroler Tageszeitung
Heimische Zugvögel fliegen in Italien in den Tod
Singvögel leben gefährlich: Vogelforcher wollen sie fangen. Ihr Lebensraum wird mehr und mehr zerstört.

"Es ist einfach nicht zu fassen, dass die Dummheit und Borniertheit dieser Tierquäler mit Tradition entschuldigt wird", schrieb uns eine Leserin als Reaktion auf den Artikel "Tradition oder Tierquälerei: Der Vogelfänger geht um". Viele Leser taten es ihr gleich und schickten Kommentare.
Der Grundtenor: Tierschutz ist wichtiger als Brauchtum.
Die Diskussion wird in Österreich derzeit heiß geführt. Das Land Oberösterreich hat eine Novelle eingereicht, um eine Sondergenehmigung für Singvogelschauen zu bekommen. Da werden dann Vögel, die unter großem Schock und Qualen eingefangen wurden, ausgestellt. Juristisch ist das alles ganz verzwickt, denn eigentlich ist der Singvogelfang verboten. Aber rein praktisch ist das dem gemeinen Vogerl sowieso egal, warum er jetzt hinter Gittern landet.
Viele Tiere überleben die Gefangenschaft, aus der sie in der Regel nach dem Winter wieder entlassen werden, nicht. Am 22. Juli lässt Ministerin Rauch-Kallat über die Novelle entscheiden.
Die Tierschützer geben Alarm. Schreiben Pressetexte und sammeln Unterschriften. Im Kampf um das Recht für die Singvögel wird mit harten Bandagen gekämpft.
So titelt Thomas Putzgruber von Respektiere in seiner Schrift mit der Schlagzeile: "Diese Frau ist nicht gut zu Vögeln..."
Gemeint ist Ministerin Rauch-Kallat, das Wortspiel ist schlüpfrig.
Ob das der Debatte hilft? "Meiner Meinung nach wird man gar nicht mehr gehört, wenn man nicht provoziert", verteidigt der Tierschützer seine Gangart.
Was passiert, wenn man Sonderregelungen vergibt, ist in Italien zu sehen. Dort ist die Vogeljagd verboten - an sich - aber es gibt unzählige Extragenehmigungen.Das führt dazu, dass derzeit in Italien 17 Millionen Vögel geschossen werden. Die Dunkelziffer, also die Zahl der illegal geschossenen Vögel, schätzt das Komitee gegen Vogelmord sogar auf mindestens 30 Millionen Tiere.
Schlimm, aber was hat das mit Tirol zu tun? Viel! Von den 17 Millionen Vögeln, die in Italien offiziell erlegt werden, sind nur rund eine Million einheimische Tiere, der Rest sind Zugvögel aus Mittel- und Nordeuropa. Das bedeutet, dass auch unzählige unserer Tiroler Zugvögel, den Rückweg in die Heimat nicht mehr erleben.
In unserem Nachbarland geht es weniger darum, die Vögel lebend zu fangen um sie auf Schauen auszustellen. Vielmehr gelten Singvogel als Delikatesse. Wird in Italien "Polenta e usei" (Polenta und Vögel) serviert, sind es heutzutage meist Zuchttiere, aber in den Hinterzimmern wird noch gerne der Singvogel aus freier Natur verspeist.
Und Singvögel werden in Italien auch gerne gejagt, als Hobby. So quasi zum Spaß den Vogel abschießen. "Die Zahl der Hobby-Jäger ist zwar in den letzten Jahren stark zurück gegangen. Der Nachwuchs fehlt", erläutert Alexander Heyd vom Komitee gegen Vogelmord. Jedoch sei die Macht groß.
"Hinter der Jagdlobby steckt eine mächtige Industrie", gibt der südtiroler Biologe Leo Unterholzner zu bedenken. Da ginge es auch nicht darum, die kleinen Tiere später zu verspeisen, denn die werden im dichten Gebüsch oft gar nicht gefunden. Und er fügt hinzu: "Ich finde Jagen als Sport verwerflicht."

 



15. Juni 2005 Salzburger Fenster
Schöne Erfolge für die Salzburger Tierschützer
Sogar der Großkonzern Metro gab nach

Salzburgs Tierschützer sorgen dafür, dass Tierschutz öffentlich im Bewusstsein bleibt und sind oft die treibende Kraft hinter der Aufdeckung von Missständen. Die Kluft zwischen Aktionismus und Aufklärungsarbeit ist aber schmal.

Mit einer Aktion gegen die angeblich schlechte Haltung von lebenden Hummern in den Verkaufsräumen der Metro in Wals, konnten die Salzburger Tierschützer wieder einen Erfolg verbuchen: Der Großkonzern versprach Abhilfe. Auch zwei Flachgauer Bauern beschäftigen die Tierschützer laufend. Oft wird Aufmerksamkeit nur durch spektakuläre Aktionen erreicht.
Stachel im Fleisch der Behörden

Salzburger Tierschützer zwischen Aktionismus und Aufklärungsarbeit

Schweine an der kurzen Kette, Kühe, die in ihrem eigenen Mist dahin vegetieren: Zwei Flachgauer Bauern beschäftigen seit Jahren Medien und Behörden. Die treibende Kraft hinter der Aufdeckung solcher Missstände sind aber zumeist Tierschützer.

Mit einem in Salzburg bei Metro befreiten Hummer quer durch Bayern zu einem Gnadenhof zu fahren, sei natürlich eine symbolische Aktion gewesen, räumt Thomas Putzgruber ein. Doch der Erfolg der Hummer-Aktion (siehe unten) gibt dem Obmann des Salzburger Vereins "RespekTiere" recht. Die eigentliche Arbeit des Vereins gilt aber dem Schutz und der artgerechten Haltung von Nutztieren. Obmann Putzgruber war in den vergangenen Monaten vor allem mit zwei Salzburger Bauern beschäftigt, die sich konsequent über Tierschutzgesetz und behördliche Anweisungen hinwegsetzen. Bauer N., der seine Schweine trotz des seit 2002 geltenden Verbotes in Anbindehaltung an kurzen Ketten darben lässt, und Bauer Q., der seit Jahren Rinder wie Hof vernachlässigt und weder von Behörden noch von Hilfsangeboten zur Einsicht oder Aufgabe zu bewegen ist.
Trotz der kurzzeitigen Besetzung des Büros von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller im vergangenen Herbst durch "RespekTiere" und den "Verein gegen Tierfabriken" fanden die Tierschützer nun vor einigen Tagen heraus: An den Zuständen auf den beiden Höfen hat sich nichts geändert. "Wenn die Tierschützer nicht reagieren, dann macht es niemand. Die Behörden von sich aus jedenfalls nicht", kritisiert Putzgruber.

"Rache" für tote Katze
Dass der Tierschutz öffentlich im Bewusstsein bleibt, dafür sorgt Putzgruber mit rund zehn Aktivisten. "Ich schaue, dass wir jede Woche eine Kundgebung machen", so Putzgruber über seinen Alltag in teils witzigen, teils martialischen Verkleidungen. Die Tierliebe ist ihm, der beruflich für eine Baumschneidefirma arbeitet, seit Kindheit eingeprägt. Und auch der Aktionismus. Aus Wut und als "Rache" für eine auf einem Baum aufgespießte Katze hat er als Schüler einmal Straßenlaternen mit seiner Steinschleuder eingeschossen. Die Polizei kam daraufhin in die Schule, "meine Eltern mussten für mich 3000 Schilling Strafe zahlen", schmunzelt der Obmann heute. Ausreichend Erfahrungen mit den Behörden hat auch ein anderer Salzburger Tierschützer gemacht. Hubert Hirscher, ehemals Fernfahrer und heute in Frühpension, engagiert sich seit zehn Jahren gegen Tiertransporte. Sein Verein "Animals Help Europe" versucht besonders krasse Fälle von Tierquälerei aufzuzeigen. "Wenn ich anecke, weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin", fasst Hirscher seine Erfahrung zusammen. Sein Einsatz hat ihm diverse Verwaltungsstrafen und einige Morddrohungen, aber auch unvergessene Erlebnisse eingebracht. So hat "Animals Help" bereits Hilfstransporte für Mensch und Tier nach Albanien organisiert. Eine Zweigstelle des Vereins für Straßenhunde im kroatischen Sibenik befindet sich im Aufbau.
Gesetz nur auf dem Papier

Der Frühpensionist Hubert Hirscher von „Animals Help Europe“ engagiert sich für die artgerechte Haltung von Nutztieren.
In Albanien hat Hirscher Straßenhunde mit einer Ohrmarke gekennzeichnet. Der Respekt vor den Tieren sei daraufhin in der Bevölkerung gestiegen. In Österreich gebe es hingegen ein sehr gutes Tierschutzgesetz, "aber nur auf dem Papier, weil Politik und Behörden oft auslassen", meint Hirscher. Darum müsse man die Menschen hierzulande eben kontrollieren.
Die Kontrolle einzelner Tiere ist da manchmal einfacher. Dem jüngst von "RespekTiere" befreiten Hummer geht es inzwischen prächtig. Er, der eine "Sie" ist, darf in einem großen Becken auf einem bayerischen Tierhof seine Zukunft verbringen. Der brodelnd heiße Kochtopf bleibt der Hummer-Dame erspart.

Erfolg für Hummer-Kampagne
Metro: Haltung von Lebend-Hummern verbessert

Seit einigen Monaten schon führt die Salzburger Tierschutzorganisation RespekTiere (www.respektiere.at) eine Kampagne gegen das Handelsunternehmen "Metro" (Cash und Carry, 2300 MitarbeiterInnen österreichweit). In zwölf Filialen, darunter auch in Wals bei Salzburg, werden in Hummerbecken lebende Tiere gehalten, bis zu ihrem Verkauf - zumeist an die Gastronomie.
"Vor allem in Spitzenverkaufszeiten sind die Tiere in dem Becken gestapelt und liegen in Schichten von mehreren Reihen übereinander. Hummer haben ein ausgeprägtes Nervensystem und können sehr wohl Schmerz und Leid empfinden, das ist auch vom Gesetzgeber im neuen Tierschutzgesetz bereits anerkannt worden", sagt RespekTiere-Obmann Thomas Putzgruber.
Die Kampagne zeigte nun Erfolg: Mit dem Handelsriesen, der sich nach Ansicht der Salzburger Tierschützer sehr kooperativ zeigt, wurde vereinbart, dass in dem Hummerbecken in der Walser Filiale Zwischenböden eingezogen werden. Die Schalentiere würden dann zumindest nicht mehr Hummer auf Hummer liegen.
Alois Wichtl, der Vertriebschef des "Metro"-Konzerns, betont gegenüber dem SF, dass man sich bei der Lagerung der Hummer genau an die gesetzlichen Vorschriften halte, auch an die Stückzahl je Hummerbecken. "Die Tiere bewegen sich nur oft aufeinander zu und liegen dann gehäuft. Unsere Bauabteilung hat allerdings bereits den Auftrag erhalten, Zwischenböden zu konstruieren".


24. Mai 2005 Niederösterreichische Nachrichten
Blutiger Protest

Tierschützer des Vereins RespekTiere protestierten im Gewerbepark gegen das betäubungslose Schächten von Tieren.
Die Kundgebung stieß auf reges Interesse. Die Schauschlachtung, bei der viel (Kunst-)Blut floss, war das meistbeachtete Ereignis an diesem Tag.


24. Mai 2005
Fernsehbericht über Zirkusdemo

Anfang April beteiligten wir uns an einer Peta-Demo gegen den Zirkus Barelli in Passau/Bayern; damals war ja auch ein Fernsehteam des Senders PRO7 anwesend und hat mitgefilmt. Nun wurde der Beitrag in der Sendung 'Sam' ausgestrahlt; wer sich's ansehen möchte:

http://www.video.peta.de/sam_barelli.wmv



12. Februar 2005, Stadtanzeiger
Altes Brauchtum gerät unter Kritik

Beim traditionellen Metzgersprung mussten sich auch heuer wieder frisch gebackene Gesellen von ihren Lehrzeitsünden reinwaschen. Dazu sprangen die Burschen bei eisigen Temperaturen in einem mit Wasser gefüllten Bottich. Auch heuer nahm die Tierrechtsorganisation 'RespekTiere' diese Tradition zum Anlass, um die zahlreichen Zuschauer auf das vielfältige Leid der Nutztiere hinzuweisen.


26. Jänner 2004, Stadtblatt
Mit drastischen Mitteln wurde Passanten vor Augen geführt, wie Tiere beim Schächten sterben.

SALZBURG Gegen das Schächten von Tieren demonstrierten am vergangenen Wochenende Tierschutzaktivisten. Den Tieren würden ohne Betäubung mit einem scharfen Messer Luftröhre und Halsschlagader aufgeschnitten. Danach müssten sie noch minutenlang bei vollem Bewusstsein leiden, bis sie schließlich ersticken oder aufgrund des enormen Blutverlusts geschwächt zusammenbrechen würden, so ein Sprecher von RespekTiere.


24. November 2004, Stadtblatt
Aktivisten besetzten LH-Büro
Tierschützer protestierten gegen Bauern, der Schweine an Ketten hält

Salzburg. Das Büro der Landeshauptfrau bot vergangenen Donnerstag ein ungewohntes Bild: Rund ein Dutzend Tierschützer hatten den Empfangsbereich in Beschlag genommen, Transparente aufgestellt und sich auf den Boden gelegt. Mit der Bürobesetzung protestierten die Aktivisten vom Verein gegen Tierfabriken und RespekTiere gegen einen Flachgauer Züchter, der seine Schweine immer noch an kurzen Ketten hält, obwohl diese Form der Schweineanbindung in Salzburg seit Anfang 2002 verboten ist. Thomas Putzgruber (RespekTiere): "Wir fordern, dass der Bauer ein Tierhalteverbot bekommt oder dass zumindest die Ketten wegkommen." Ein Protest bei Agrarlandesrat Sepp Eisl (ÖVP) sei bislang auf taube Ohren gestoßen. "Deshalb sind wir heute bei der Landeshauptfrau!"
Anpassungsauftrag ignoriert
Aus Eisls Büro hieß es, der Bauer habe vor Jahren einen Anpassungsauftrag erhalten, die Frist aber verstreichen lassen, worauf ein #Strafverfahren wegen Nichteinhaltung des Nutztierschutzgesetzes eingeleitet worden sei. Man verwies auf die Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung. LH Gabi Burgstaller (SPÖ) nahm indes mit dem Schweinezüchter Kontakt auf. "Er hat zugesagt, die Tiere bis Weihnachten zu verkaufen - entweder an einen Schlachthof oder an einen anderen Schweinehalter." Man müsse auch verstehen, er sei schon älter, krank, und habe niemandem, der den Hof übernimmt. "Da wird er nicht in eine andere Tierhaltung investieren wollen."
Suche nach neuem Schweinezuhause
Die Aktivisten - sie räumten am späten Nachmittag zufrieden das Feld - wollen jetzt bei der suche nach artgerechten Plätzen für die Schweine helfen. Bundeslandweit wurden in den vergangenen Jahren insgesamt knapp 40 Anpassungsbescheide ausgestellt: 24 an Hühnerfarmen, elf an Rinderbauern und vier an Schweinezüchter.
Text unter dem Foto: Mit Fahrradschlössern um den Hals machten die Aktivisten bei der Bürobesetzung im Chiemseehof auf das Schicksal der angeketteten Schweine aufmerksam. Foto: Osman-Schenker


19. November 2004, Kurier
Tierschützer lagerten in Salzburger LH-Büro

Aktivisten des Vereins RespekTiere und des Vereins gegen Tierfabriken lagen am Donnerstag im Empfangsbereich des Büros von LH Gabi Burgstaller. Die Tierschützer wollten damit gegen einen Flachgauer Schweinebauern protestieren, der seine Tiere noch an kurzen Ketten halten soll, obwohl es diesbezüglich seit 2002 ein Verbot gibt. Sie forderten, dass die Schweine beschlagnahmt werden. Burgstaller selbst war auf Terminen auswärts unterwegs. Zur Klärung der Angelegenheit wurde ein Bericht der Bezirkshauptmannschaft angefordert.


19.11.2004 Kronenzeitung
Nach Protestaktion: Tierleid hat ein Ende

Da bekommen nicht nur Tierschützer die Gänsehaut Auf einem Zuchtbetrieb in Seekirchen müssen die Schweine immer noch an kurzen Ketten leben. Jetzt hat Landeshauptfrau Gabi Burgstaller nach einer Protestaktion von Tierschützern ein Ende des Tierleids bewirkt: Der Bauer verkauft seine Zuchtschweine!
Laut Salzburger Tierschutzgesetz ist die Kettenhaltung von Schweinen schon seit 1997 verboten. Der Seekirchner Bauer wurde per Bescheid schon mehrmals dazu aufgefordert, der Tierquälerei ein Ende zu setzen. Immer vergeblich - er hat überall Berufung eingelegt. Das Verfahren verzögerte sich und die schrecklichen Bedingungen blieben dieselben.
Jetzt riss Tierschützern von RespekTiere und Verein gegen Tierfabriken die Geduld: "Die Behörden haben einfach die Fristen jedes Mal auf ein Neues verlängert", ärgerte sich Sprecher Martin Balluch. Rund 20 Aktivisten belagerten Donnerstag Nachmittag das Büro von LH Gabi Burgstaller und forderten die Beschlagnahmung der Zuchtschweine. Mit unerwartet großem Erfolg - was die Behörden schon lange versuchten, konnte Burgstaller in nur einem Gespräch mit dem betroffenen Züchter bewirken: der Bauer (68), er hat gerade einen Herzinfarkt hinter sich, sicherte der Landeshauptfrau zu, dass er seine Tiere bis Weihnachten verkaufen wird. Die Tierschützer verabschiedeten sich aus dem Büro am Chiemseehof mit tosendem Applaus. Sie vermitteln jetzt neue Zuchtplätze - ein dunkles Kapitel in der Salzburger Tierhaltung hat endlich ein Ende!


(diepresse.com) 18.11.2004
Tierschützer:Büro von Burgstaller besetzt
Aktivisten des Vereins RespekTiere und des Vereins gegen Tierfabriken haben in Salzburg das Büro von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller besetzt - als Protest gegen einen Flachgauer Schweinezüchter.

Zirka ein Dutzend Aktivisten des Vereins RespekTiere und des Vereins gegen Tierfabriken haben am Donnerstagvormittag in Salzburg das Büro von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller besetzt. Sie protestieren damit gegen einen Flachgauer Schweinezüchter, der trotz Verbotes seine Schweine immer noch an kurzen Ketten hält, und die Behörden würden dies tolerieren.
Das Büro Burgstallers informiert sich derzeit über die Angelegenheit. Zuständig dürfte nämlich Landesrat Sepp Eisl (ÖVP) sein, so Burgstallers Sprecher Michael Wimmer.
Die Aktivisten liegen seit dem Vormittag auf dem Boden des Empfangsbereiches. "Das sind recht friedliche Leute", so Wimmer. Burgstaller selbst ist auf Terminen auswärts unterwegs. Ihr Büro hat inzwischen einen Bericht von der Bezirkshauptmannschaft angefordert.
Die Tierschützer weisen in einer Aussendung darauf hin, dass die Haltung an kurzen Ketten seit 2002 verboten sei. Der Schweinezüchter ignoriere alle behördlichen Bescheide, und die Behörde toleriere dieses Verhalten indem sie einfach neue Bescheide erlasse, ohne die Umsetzung durchzusetzen. Die Aktivisten wollen Burgstallers Büro erst verlassen, wenn die Schweine beschlagnahmt werden und beim Züchter eine Anbindehaltung durchgesetzt wird.


DER STANDART, WIEN 18.11.04
Salzburg: Burgstaller-Büro besetzt
Tierschützer-Protest gegen Schweinezüchter, der trotz eines Verbotes seine Schweine immer noch an kurzen Ketten hält

Salzburg - Ein Dutzend Aktivisten des Vereins RespekTiere und des Vereins gegen Tierfabriken besetzten am Donnerstagvormittag in Salzburg das Büro von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SP). Sie protestierten damit gegen einen Flachgauer Schweinezüchter, der trotz eines Verbotes seine Schweine immer noch an kurzen Ketten hält.
Das Büro Burgstallers forderte einen Bericht von der Bezirkshauptmannschaft an. Zuständig dürfte eigentlich Landesrat Sepp Eisl (VP) sein, sagte Burgstallers Sprecher Michael Wimmer.
Kettenhaltung seit 2002 verboten
Die Besetzer, die sich auf den Boden des Empfangsbereiches legten, seien "recht friedliche Leute", betonte Wimmer. Burgstaller selbst war aus Termingründen nicht anwesend. Die Tierschützer wiesen in einer Aussendung darauf hin, dass die Haltung an kurzen Ketten seit 2002 verboten sei.
Der Schweinezüchter ignoriere alle Bescheide, und die Behörde toleriere dies, indem sie einfach neue Bescheide erlasse, ohne die Umsetzung durchzusetzen. Die Aktivisten wollten Burgstallers Büro erst verlassen, wenn beim Züchter eine Ende der Anbindehaltung durchgesetzt wird. (APA)


18. November 2004 Salzburger Nachrichten
Tierschützer besetzten LH-Büro
Protest gegen Schweinezüchter und angeblich nachlässige Behörde.

SALZBURG-STADT (SN). Gut ein Dutzend Aktivisten des Vereins RespekTiere und des Vereins gegen Tierfabriken besetzten am Donnerstag in Salzburg vorübergehend das Büro von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SP). Sie protestieren damit gegen einen Flachgauer Schweinezüchter, der trotz Verbotes seine Schweine immer noch an kurzen Ketten hält. Die Behörden würden dies tolerieren. Gegen 17.00 wurde die Besetzung beendet, nachdem Gabi Burgstaller mit dem Bauern telefoniert hatte und dieser sich bereit erklärte, die Tiere zu verkaufen.
Die Aktivisten lagen seit dem Vormittag auf dem Boden des Empfangsbereiches. Burgstaller selbst war auf Terminen auswärts unterwegs. Ihr Büro forderte unterdessen einen Bericht von der Bezirkshauptmannschaft an.
Die Besetzung wurde schließlich gegen 17.00 Uhr beendet. Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SP) hatte mit dem Schweinezüchter telefoniert und ihm das Versprechen abgerungen, bis Jahresende die Schweine an andere Bauern zu verkaufen, welche die Tiere den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend halten würden. Die Tierschützer kündigten an, dem Schweinezüchter beim Verkauf behilflich sein zu wollen.
Die Tierschützer wiesen in einer Aussendung darauf hin, dass die Haltung an kurzen Ketten seit 2002 verboten sei. Der Schweinezüchter hätte alle behördlichen Bescheide ignoriert und die Behörde toleriere dieses Verhalten, indem sie einfach neue Bescheide erlasse, ohne die Umsetzung durchzusetzen.


20.10.2004, Salzburger Nachrichten
Entspannt

Geruhsam ging es am Dienstag bei der Pferdeauktion in Maishofen zu. Die alljährlichen Proteste von Tierschützern werden von den Bauern mittlerweile vornehm ignoriert. Vor einigen Jahren war es noch zu einer wüsten Schlägerei gekommen. Vorsichtshalber war auch dieses mal die Gendarmerie mit 16 Mann vor Ort. Bild: SN/Anton Kaindl


28.07.2004, Salzburger Stadtblatt
Blutige Szenen

Blutige Szenen boten sich so manchem Altstadtbesucher vergangenes Wochenende. Tierschützer warben für vegetarisches Essen. Drastisch veranschaulicht wurden Schlachtszenen von Schwein und Co. Mit dabei: Kunstblut, Metzgermesser und Sense. Nicht alle nahmen das Schauspiel gelassen, einige Passanten regten sich auf, umliegende Lokale beschwerten sich über "Geschäftsstörung". Foto: RespekTiere


13.05.2004, Salzburger Stadtblatt
Demonstration

Auf dem alten Markt veranstaltete der Verein RespekTiere eine Kundgebung gegen das betäubungslose Schlachten aus religiösen Gründen (Schächten). Ein Aktivist hatte eine Schafsmaske übergezogen und lag - überströmt mit Kunstblut - auf dem gepflasterten Platz. Die Tierschützer sprechen sich gegen das geplante Bundestierschutzgesetz aus, das ihrer Meinung nach zudem Verschlechterungen in der Schweine-, Kuh- und Hühnerhaltung bringen würde. Foto: RespekTiere.



10.04.2004, Salzburger Nachrichten
Tierretter

Aktivisten des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) und Mitglieder des Vereins RespekTiere befreiten am Freitag 37 Hühner aus der Legebatterie eines Bauern in der Salzburger Aigner Straße. Mit der Aktion protestierten die Tierschützer gegen die Legebatterien, die in Salzburg grundsätzlich seit 1997 verboten sind. Bild: SN/ROBERT RATZER


Samstag, 10. April 2004, Krone
Eier-Wirbel: Tierschützer befreiten Hühner aus einer Lege-Batterie
Legebatterien sind in Salzburg nicht mehr erlaubt. Doch bis 2008 gibt es Übergangsfristen. Wer tierfreundlich ist, kauft aber sowieso nur bio. Die AK und der Bioverband testeten nun unsere Gastronomie. Und Tierschützer befreiten 37 eingesperrte Hühner.

Osterzeit ist Eierzeit. Doch ums Federvieh und deren Produkte herrscht Wirbel. Bereits mehrmals für Aufregung hat die Tierfabrik von Gertraud und Josef Winkler in der Aignerstraße in Salzburg gesorgt: Durch Demonstrationen gegen die mittlerweile verbotenen und tierquälerischen Legebatterien. Am Karfreitag besetzten erneut 35 Aktivisten das Gelände und befreiten 37 Hühner. "Sie haben zum ersten Mal die Sonne gesehen", sagen die Tierschützer. Die Hühner wurden auf Gnadenhöfen untergebracht.
Bio oder Batterie? 105 Salzburger Betriebe antworteten auf eine Umfrage von AK und Bio-Ernte Austria. Ergebnis: Immer mehr Wirte, Cafetiers und Bäcker stellen um. Noch unter den Batterie-Abnehmern: Bazar und Glockenspiel.



Bericht in OÖNachrichten vom 24.11.2003
Tierquälerei in Stall in Kirchdorf?

KIRCHDORF. Alarm schlug gestern die Tierschutzorganisation "RespekTiere". In einem großen Schweinestall auf einem Hof im Bezirk Kirchdorf sollen skandalöse Zustände herrschen. 100 verwahrloste Schweine sollen unter fürchterlichen Bedingungen und Höllenqualen gehalten werden. Die Tiere müssen fast gänzlich ohne Einstreu auskommen und liegen zum Teil in ihren eigenen Exkrementen. "Uns wurden schreckliche Bilder aus dem betroffenen Stall zugespielt. Die Schweine leben in Anbindehaltung mit einem Gurt, der mit einer Kette am Betonboden verankert ist, einige der Tiere sind zudem verletzt", berichtet Thomas Putzgruber von "RespekTiere". Die Tierschützer werden heute, Montag, gegen den betroffenen Landwirt wegen Verdachts auf Tierquälerei Anzeige beim zuständigen Amtstierarzt erstatten. Außerdem überlegt "RespekTiere", eine Protestkundgebung abzuhalten.


Bericht vom 08.11.03 in der oberösterreichischen Kronenzeitung
20 Tierschützer besetzten Aigner Hühner-Legebatterie
In Salzburg ist die Käfighaltung von Hühnern seit 1997 per Gesetz verboten. Dennoch gibt es bei uns noch 20 Legebatterien mit rund 40.000 Tieren. Am Samstagnachmittag besetzten 20 Tierschützer an der Aignerstraße einen Betrieb.

Thomas Putzgruber vom Verein "RespekTiere", der die Besetzung organisiert hatte: "Teilweise wurden Hühnerhaltern Übergangsfristen bis 2009 eingeräumt." Darum gäbe es noch Legebatterien, würden die Tiere noch Qualen erleiden. Auf diesen Umstand wollten die Tierschützer, die am Dach des Betriebes auch Transparente entrollten, mit der Aktion aufmerksam machen. © 03-08-11 by "KRONEN ZEITUNG"


Leserbrief vom 05.11.03
Unrühmliche Tat eines Jägers

Die Salzburger Jägerschaft hat weiter an ihrem "guten" Ruf gearbeitet! Mit dem Abschuss eines (zahmen!) Rentieres sind sicher Lorbeeren zu verdienen! Die Situation ist ja geradezu vorstellbar: das Karibu steht auf den Gleisen, was ist nun zu tun? Näherkommen, damit es einfach weiterläuft? Nein, zu gefährlich, vielleicht ist ja ein Zug unterwegs, zwar unsichtbar, aber bei der Hitze können manchmal durchaus die Sinne täuschen! Dann doch schießen? Ich wünsche dem "Jäger" alles Gute bei dem Versuch, die so unrühmliche Tat vor fragenden Kinderaugen und im Angesicht von tierliebenden Personen zu rechtfertigen. Dass Leuten wie ihm der Besitz von Waffen gesetzlich erlaubt ist, halte ich nebenbei bemerkt für sehr bedenklich und ich hoffe, dass eine womögliche Erziehung von Kinder nicht in seiner Hand liegt!
Thomas Putzgruber


Bericht in Niederösterreichische Nachrichten
Protest gegen Pelze

KREMS/ Ein Aktivist des Vereines "RespekTiere" sorgte mit einer Kundgebung vor einem Pelzgeschäft in der Kremser Fußgängerzone für Aufregung. Mit einer Totenkopfmaste und Pelzimitat bekleidet, setzte er sich vor das Schaufenster und ließ sich auch von der schimpfenden Geschäftsinhaberin nicht vertreiben.
Erst die Gendarmerie konnten den Tierschützer überreden, den "Tatort" zu verlassen, und so zog der Demonstrant mahnend in der Innenstadt seine Runden.


Leserbrief vom 21.10.2003
Anbindehaltung von Schweinen

Es ist unverständlich, dass die Behörden noch immer nicht die Gesetzesverstöße durch die schwarzen Schafe unter den Schweinebauern abgestellt haben, obwohl die Anbindehaltung von Schweinen schon längst der Vergangenheit angehören sollte. Dem Bauern sei gesagt, dass niemand ihn "fertig machen will"; die Tierschützer verlangen nur, dass sich auch er an die Gesetze zu halten hat.
Gerhard Frank 1100 Wien


Bericht vom 14.10.2003 Salzburger Nachrichten
"Gestört"

Die Hubertusmesse im Schlosspark Aigen nutzen Tierschützer, um gegen die Jagd zu demonstrieren. Etwa 20 RespektTiere- und Penta-Aktivisten buhten die Weidmänner aus, als sie am Sonntag zur Kapelle marschierten. Und natürlich konnte auch eine Anspielung auf das zahme entlaufene Rentier nicht fehlen, das von Jägern vor kurzem in Köstendorf erschossen wurde. Die Jäger nahmen das alles relativ gelassen und feierten ihre Messe.


Bericht vom 14.10.2003 (SN-pab)
Kundgebung von Tierschützern bei "Hohe Jagd"SALZBURG-STADT .

Mit Tierfallen, "blutigem" Fell sowie provokanten Plakaten gegen "Lust-Töter" demonstrierte am Wochenende die Tierrechtsorganisation "RespekTiere" vor dem Eingang zur Salzburger Messe "Hohe Jagd". Die Tierschützer traten für die Ausdehnung der Waffen- und Tierschutzgesetze auch auf die Jägerschaft ein. "Jäger sind die einzigen Besitzer waffenscheinpflichtiger Waffen ohne verpflichtenden Psychotest", sagte Jürgen Faulhammer. Angeprangert wurden die zunehmenden Jagdunfälle sowie die Ausrottung der letzten Wildtierarten. Die Aktivisten konnten sich einiges an Beschimpfungen anhören, der eine oder andere Weidmann zeigte aber sogar Verständnis: "Es gibt Jäger von der und der Kategorie." © SN


Bericht vom 02.10.2003 SEEKIRCHEN (SN-inca)
"Lasst die Tiere frei!"
Der Verein RespekTiere zieht gegen Flachgauer Bauern zu Felde, der Schweine an Ketten hält. Vorwürfe gegen Amtstierärztin.

Der Verein RespekTiere spricht von "Tierquälerei in reinster Form". Seit Jahren hat die Tierrechtsorganisation einen Bauern in Seekirchen im Visier, der seine Schweine in eisernen Kastenständen ankettet. "Die Tiere haben gerade einmal genug Platz zum Stehen und Liegen", kritisiert Tierschützer Thomas Putzgruber. In den Boxen, die zugleich als Fress- und Kotplatz dienten, fehle jegliche Einstreu. Mehrere Male hätten er und seine Mitstreiter die zuständige Amtstierärztin Gertraud Wagner-Schöppl auf die Missstände aufmerksam gemacht. Bis heute sei nichts geschehen.

Diesen Vorwurf, nicht tätig geworden zu sein, weist Wagner-Schöppl zurück. "Es laufen derzeit sehr viele Verfahren. Dar-über darf keine Auskunft gegeben werden. Alle Bauern müssen gleich behandelt werden." Seit 1. Jänner 2002 verbietet das Salzburger Nutztierschutzgesetz die Anbindehaltung von Schweinen. Unter den 3500 Flachgauer Betrieben, in denen Tiere gehalten werden, sind etwa 20 bis 30 Schweinebauern. "Die uns bekannten wurden überprüft", sagt Wagner-Schöppl. All jene, die gegen das Gesetz verstoßen, erhalten Anpassungsaufträge. Ein Sachverständiger klärt dann, ob dem Landwirt ein Stallumbau finanziell zumutbar ist.

Übergangsfristen von ein bis zehn Jahren können eingeräumt werden. Statt derzeit 20 soll das Land künftig 50 Prozent der Kosten für eine Umstellung auf tierfreundliche Haltungssysteme übernehmen, fordert die Amtstierärztin. Zudem wären die Landwirte zu wenig über den Nutztierschutz informiert. So auch der betroffene Bauer. Dieser hatte sich in der Vergangenheit stets damit gerechtfertigt, dass sich die Schweine gegenseitig umbringen würden, wenn sie nicht mehr angehängt wären. "Ich habe mich schon so oft verteidigen müssen", so der Landwirt, deshalb werde er nichts mehr sagen. Nur so viel: "Die wollen uns fertig machen." © SN


18. September 2003, Bezirksblatt
Konflikt wegen Schweinen
Tierschützer prangern Anbindehaltung auf Flachgauer Bauernhof an

Seekirchen: Schwere Vorwürfe erhob eine Gruppe von Tierschützern unlängst gegen einen Seekirchner Bauern wegen dessen Schweinehaltung. Mitglieder des Vereins RespekTiere bezichtigten den Landwirt der Tierquälerei und prangerten die angeblich gesetzwidrige Haltung von dessen Schweinen an. "Die Menschen sollen wissen, wie abscheulich die Tiere gehalten werden", erklärte eine aufgebrachte Tierschützerin. Unter Aufsicht der Gendarmerie wurden schließlich fünf Aktivisten von RespekTiere zum Anwesen vorgelassen.
Bauer will aufhören
"Wir haben bereits jetzt unsere Grünlandwirtschaft um zwei Drittel verringert und wollen den Betrieb dann überhaupt einstellen. Außer Katzen und einem Hund werden keine Tiere mehr gehalten werden. Bis Ende des Jahres dürfen wir aber bescheidmäßig den Betrieb ohne bauliche Maßnahmen weiterführen", so der betroffene Landwirt. Auch Landtagsabgeordnete Resi Fletschberger bestätigte, dass Übergangsfristen für die Bauern bestünden. Nach Aussagen von RespekTiere-Sprecher Thomas Putzgruber beharren die Tierschützer auf die im Salzburger Nutztierschutzgesetz eindeutig "ohne Anbindehaltung" geregelte Schweinehaltung. "Wir werden die Angelegenheit weiter im Auge behalten und die notwendigen Schritte setzen", so Putzgruber.
Text unter dem Foto: Aufgebrachte Tierschützer des Vereins RespekTiere forderten einen Bauern auf, seine Schweinehaltung nach dem Nutztierschutzgesetz auszurichten. Der Zugang zum Hof wurde den Aktivisten mit einem Traktor versperrt.


21. August 2003, Salzburger Stadtblatt
Tierschützer kämpfen gegen Legebatterie in Aigen
Der Verein RespekTiere setzt sich für eine Schließung der Hühnerfarm ein

Salzburg (mill). "Die Tiere können in den Käfigen nicht scharren oder picken und werden entgegen jeder normalen Verhaltensweise gehalten. Sie reißen sich gegenseitig die Federn aus und hacken sich manchmal sogar zu Tode". Das sagt Thomas Putzgruber vom verein RespekTiere über eine Legebatterie im Stadtteil Aigen, in der etwa 1500 Hühner gehalten werden. In den 45 cm breiten und 40 cm tiefen Käfigen würden je vier Hühner gehalten. Gebrochene Knochen und Flügel seien an der Tagesordnung, durch das andauernde stehen auf Gittern seien die Krallen und Füße der Hühner deformiert. "Das ist Tierquälerei", sagt Putzgruber.
Lange Übergangsfristen
Der Verein RespekTiere setzt sich deshalb seit geraumer Zeit für eine Schließung der Hühnerfarm ein. Erst vor kurzem haben die Aktivisten wieder mit einer Plakataktion auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Rechtliche Handhabe gibt es derzeit keine: Die Käfighaltung ist in Salzburg zwar gesetzlich verboten, aufgrund der langen Übergangsfristen muß der Betrieb in Aigen aber erst im Jahr 2007 zusperren. Nach Angaben der Tierschützer betreiben im Bundesland S alzburg noch immer 20 bis 25 Betriebe mit 40.000 Hühnern Käfighaltung.
Keine Knochenbrüche, keine toten Tiere
Der Besitzer der Hühnerfarm in Aigen denkt vorerst nicht ans Aufgeben. "Ich bin überzeugt davon, dass Eier aus Batteriehaltung mindestens genauso gut sind wie solche aus Bodenhaltung, es wird halt immer nur das Negative gezeigt", sagt er. Der Besitzer rechtfertigt sich damit, dass die Käfiggröße in seinem Betrieb den EU-Vorschriften entspreche. Die Hühner gelangten jederzeit zu Futter und Wasser, in der Regel gebe es keine toten Tiere und Knochenbrüche kämen überhaupt nicht vor, so der Besitzer. Zudem seien bei der Batteriehaltung keine Antibiotika nötig, da es viele Krankheiten, die in der Bodenhaltung auftreten würden, nicht gebe.
Foto: Millinger, RespekTiere


Bericht vom 11.08.2003 Salzburger Nachrichten

Legebatterien für Hühner sollen endlich abgeschafft werden: Tierschützer von RespekTiere demonstrierten Samstag auf einem Bauernhof an der Aigner Straße in Salzburg. Dort werden Hennen nach wie vor in Käfigen gehalten. Das ist seit Jänner 2002 im Land Salzburg zwar verboten, den Betrieben wurden aber jahrelange Übergangsfristen eingeräumt.


Bericht vom 13.08.03 im Salzburger Fenster
Protest gegen Hühner-Legebatterie
Tierschützer besetzten Betrieb in Salzburg mit mehr als tausend Batterie-Hennen.
Längst verboten ist die Käfighaltung von Hühnern laut Gesetz in Salzburg. Trotzdem gibt es immer noch 20 Legebatterien mit rund 40.000 Hennen im Bundesland.

Tierschützer aus dem Verein RespekTiere sorgten unlängst mit ihrer Protestaktion für Aufsehen in Salzburg. Rund 20 Aktivisten besetzten einen Legebatterie-Betrieb an der Aignerstraße. Mehr als tausend Hennen werden dort in Käfigen gehalten. Rund 20 Käfighaltungsbetriebe mit 40.000 Tieren gibt es immer noch im ganzen Bundesland.

Trotz Verbot. Denn trotz Verbotes von Käfighaltung seit dem Vorjahr sorgen Übergangsfristen dafür, dass ganz legal Betriebe mit Batterien von Hennen fortgeführt werden können. Erst 2012 sollten endgültig alle Legebatterien aus Salzburg verbannt sein.
Verzicht. "Wir wollen mit unserer Aktion Konsumenten einmal mehr aufmerksam machen, dass sie hinterfragen, woher das Ei stammt, das sie kaufen. Auch bei Besuchen im Restaurant und in fertigen Produkten", sagt der stellvertretende Obmann von RespekTiere, Thomas Putzgruber. Es gebe außerdem eine Reihe von Möglichkeiten, mit denen Eier durch andere Nahrungsmittel ersetzt werden könnten (Liste und genaue Infos unter http://www.vegan.at/).


Billige Eier auf Kosten der Hühner
Auch die ehemalige Tierschutz-Aktivistin Silvia Gamper aus Grödig setzt sich für eine möglichst rasche Umstellung der Batterie-Betriebe ein (das SF berichtete). Die Mutter von zwei Kindern will, dass zumindest Eier aus Bodenhaltung und Freilandhaltung verwendet werden, vor allem in Gastronomie und Industrie.
Teurer. Nach wie vor werden in Österreich rund sieben Millionen Legehühner überwiegend (zu fast 80 Prozent) in Käfigbatterien gehalten. Ihr Lebensraum pro Huhn entspricht nicht einmal ganz der Größe eines DIN-A4-Blattes. Gertraud Winkler, im Betrieb an der Aignerstraße im Kreuzfeuer der Aktivisten, verweist darauf, dass der Betrieb bis 2007 gesetzlich Zeit zur Umstellung habe. Es bestehe aber auch die Möglichkeit, die Hühnerbatterie ganz aufzulassen. Sie sei auf den Betrieb in der Aignerstraße ohnehin nicht angewiesen. D. Strasser


Bericht vom 11.02.2002
"Lust-Töter" im Visier

Die Hubertusmesse im Schlosspark Aigen nutzen Tierschützer, um gegen die Jagd zu demonstrieren. Etwa 20 RespektTiere- und Penta-Aktivisten buhten die Weidmänner aus, als sie am Sonntag zur Kapelle marschierten. Und natürlich konnte auch eine Anspielung auf das zahme entlaufene Rentier nicht fehlen, das von Jägern vor kurzem in Köstendorf erschossen wurde. Die Jäger nahmen das alles relativ gelassen und feierten ihre Messe. ©


Bericht vom 04.02.2002
Die Tierschutzorganisation RespekTiere protestierte am Sonntag vor einem Bauernhof in Aigen (Stadt Salzburg). Laut Tierschützern sollen dort Hühner in Legebatterien gehalten werden, obwohl dies nach dem Gesetz eigentlich verboten ist. Allerdings existieren Übergangsfristen zur Umrüstung der Ställe. Ratzer. © SN

Bericht vom 03.02.01 (SN-beg)
Kontrollen rücken Tierhaltung ins Licht Manche Bauern investieren trotz Fleischkrise zum Wohl der Tiere in die Höfe. In manchen Ställen sieht es allerdings miserabel aus.

Trotz Schweine-Krise und sinkenden Preisen bleibt Josef Doll gelassen. Der Bauer aus Seekirchen hält rund 400 Schweine, davon 40 Zuchtsauen und 70 Mastschweine. Doll hat eben begonnen, die Ställe zu modernisieren und ist nach zwei Jahren Nebenerwerb wieder den ganzen Tag am Hof. "Wenn man es richtig machen will, braucht man Zeit." Doll lässt die Zuchtsauen auch ins Freie und erspart ihnen die Anbindehaltung, bei der jedes Tier auf einem Platz fixiert ist. "Ich halte nichts davon. Wenn die Schweine zunehmen, wachsen die Brustgurte oft ein." Noch erlaubt das Salzburger Nutztierschutzgesetz die von Experten heftig kritisierte Anbindehaltung. Der Pinzgauer Amtstierarzt Walter Winding spricht von "legaler Tierquälerei".

Ab Jänner nächsten Jahres ist das Anbinden ebenso verboten wie die eisernen Kastenstände, in denen Zuchtsauen gerade einmal genug Platz zum Stehen und Liegen haben und die zugleich Fress- und Kotplatz sind. "Schweine trennen diese Bereiche aber natürlicherweise", erklärt Josef Troxler vom Institut für Tierhaltung und Tierschutz an der Universität Wien. Anzeigen kommen auch von Bauern Im Zuge der Rinder- und Schweinekontrollen im Flachgau stieß jetzt auch Amtstierärztin Gertraud Wagner-Schöppl auf Bauernhöfe, in denen die Tiere unter argen Bedingungen gehalten werden. "Das ist aber die Ausnahme." Diese Woche kontrollierte Wagner-Schöppl auf Hinweis von Tierschützern einen Hof mit 20 Zuchtsauen. "Die Anzeige war berechtigt." Ein Verwaltungsstrafverfahren gegen den Landwirt wurde eingeleitet. Ein Tier war verletzt und so wund gelegen, dass es nicht mehr aufstehen konnte. Warum er die Tiere so hält, erklärt der Bauer so: "Wenn man die Schweine nicht anhängt, haben sie mehr Stress und raufen miteinander."

Das sei kein Wunder, meint Troxler. Schweine sind gesellig und müssen in der Gruppe gehalten werden, damit sie eine Rangordnung ausbilden." Können sie das nicht, kämpfen sie. Für die Bauern seien die Kastenstände bequem und platzsparend. Für die Tiere seien sie eine Qual. Wenn Schweine keinen Auslauf bekommen und sich nicht drehen und scheuern können, werden sie apathisch. Immer wieder bekommt auch Walter Winding schlecht gehaltene Tiere zu Gesicht. "Ich musste schon Höfe für verfallen erklären." Zuletzt war das im Dezember bei einem Rinderbauern in Leogang der Fall. Dass zunehmend Bauern oder die Bauernkammer auf Fälle von Tierquälerei aufmerksam machen, deutet Winding als Zeichen, dass das Bewusstsein bei den Landwirten gestiegen ist. Dennoch ist Winding überzeugt, dass regelmäßige Tierschutz-Kontrollen eingeführt werden müssen. Die Amtstier-ärzte seien damit zeitlich überfordert. Die von der Tierärzte-Kammer gegründete "Vetcontrol", eine unabhängige Kontrollorganisation, bietet allen Bundesländern ihre Zusammenarbeit an. Die Salzburger Landesregierung hat auf das Angebot bisher nicht reagiert. In Vorarlberg ist die Organisation bereits tätig. In Kärnten wird gerade verhandelt.
© SN