Protest im Hummerkostum gegen Metro

Heute setzte RespekTiere mit Unterstützung von AnimalsHelp Europa seinen Protest gegen den Handelsriesen Metro in Salzburg fort.
Der Hintergrund: Metro weicht nicht von der vielkritisierten Praktik des Lebendhummerverkaufes ab. Im Markt werden die Krebstiere, eigentlich Einzelgänger, in oft übervollen Becken gehalten. Damit es bei dieser qualvollen Prozedur nicht zu Kämpfen der Tiere untereinander kommt, werden ihnen die Scheren mit Gummibändern zusammengebunden, um dieserart ein Verletzungsrisiko zu unterbinden. Hier wird allerdings nur aus einem Grund Rücksicht auf die Gesundheit der Hummer genommen: die ‚Ware Tier‘ soll unversehrt dem Käufer feilgeboten werden!
Was die Krebse beim ‚Endverbraucher‘ erwartet, wissen wir alle nur zu gut – bei lebendigem Leibe werden sie in kochendes Wasser getaucht, was zu einem minutenlangen (immer erfolglosen) Überlebenskampf führt.
Ein Aktivist, verkleidet mit einem Hummerkostüm, mit gefesselten Händen, erwartete die KäuferInnen schon bei der Zufahrt zum Markt. Dieser Standort wurde gewählt, weil er sich auf öffentlichem Grund befindet, was einer möglichen Strafe sehr mildernd entgegen kommen könnte. Ein Transparent verkündete: ‚Wir geben dem stummen Leiden eine Stimme! Stoppen Sie die Tierquälerei!‘ Später erhielten zahlreiche Passanten aufklärende Flugblätter.
Man darf auf eine Reaktion seitens des Supermarktes gespannt sein; bisher versuchte es der Konzern mit einer Hinhaltetaktik. Das unsere Proteste allerdings den Nerv der Geschäftsführung empfindlich treffen, beweist folgende Tatsache: der Metro-Konzern verweigerte dem Obmann von RespekTiere, in seiner Funktion als unabhängiger Eierkontrollor (dabei wird mit UV-Lampen festgestellt, ob die untersuchten Eier auch tatsächlich aus der entsprechenden Haltungsform kommen – falls ja, erhalten sie das Qualitätssiegel ‚Tierschutzgeprüft‘) jüngst den Zugang! Mit derartiger Verhaltensweise empfiehlt sich Metro ganz und gar nicht den Kunden!
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