Österreichweite Metro-Proteste

Metro, ein internationaler Großhandelskonzern, ist seit gut eineinhalb Jahren im Visier der TierschützerInnen, weil das Unternehmen nicht von seiner Praktik des Lebendhummerverkaufes abweichen will. Nach Ansicht der Tierrechtsbewegung und, wie diese aus zahlreichen Gesprächen erfahren hat, auch sehr vieler Metro-KundInnen, sind die Krebstiere – eigentlich Einzelgänger – zudem in viel zu engen Becken untergebracht; auf die Leiden, welche den Tieren während des Transportes aufgebürdet werden, muss wohl nicht extra hingewiesen werden.

Zwar waren die zuständigen Stellen in der Geschäftsführung anfangs durchaus gesprächsbereit, so wurden sogar 2 der Meerestiere zur Versorgung an einen Gnadenhof abgegeben, verlief sich die Kommunikation zuletzt allerdings im Sande. Selbst das Auslegen eines Flyers, welcher mit keinem Wort schlechte Haltungsbedingungen angekreidet hätte, sonder viel mehr den mündigen Konsumenten darauf hinweisen sollte, welch wunderbare Lebewesen Hummer denn eigentlich sind, wurde nach langem hin und her letztendlich untersagt. Auch fanden die versprochenen Umbauarbeiten an den Becken keinen befriedigenden Abschluss; das Zukleben der Scheiben und das Aufbauen einer für KundInnen bestimmten Absperrung kann nicht als Maßnahme im Sinne des Tierschutzes angesehen werden.

So setzte sich RespekTiere auch heuer wieder für einen bundesweiten ‚Metro-Aktionstag’ ein. Der Tag des Geschehens sollte der 23. September sein – und tatsächlich protestierten einmal mehr TierschützerInnen verschiedenster Vereine, angefangen von ‚Respektiere’, über den ‚Verein gegen Tierfabriken’ bis zu ‚4Animals’, ‚Tierschutz aktiv Tirol’ und ‚Humanitas’, gegen den Humerverkauf. Dabei wurde kaum eine Metro-Filale ausgespart – von Dornbirn über Innsbruck, von Salzburg über Wels, Linz, St. Pölten, Simmering, Vösendorf bis nach Wiener Neustadt und Graz demonstrierten die TierschützerInnen einstimmig ihre Ablehnung gegenüber dem Lebendhummerverkauf.

 

Der Ball wurde damit an die Metro zurückgespielt; nun wartet die österreichische Tierrechtsbewegung auf eine Antwort der Geschäftsführung und hofft dabei auf positive Signale! Da ‚nur durch’s Reden die Leut zusammenkommen’, wären die Vertreter der oben angeführten Vereine über einen Neuanfang in der Kommunikation sehr dankbar.

RespekTiere sammelt weiterhin Unterschriften gegen den Lebendhummerverkauf; wer sich daran beteiligen will, Liste anfordern unter  info@respekTiere.at

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