Kleider Bauer Aktionstag

Aus terminlichen Gründen fand der Salzburger Beitrag zum KleiderBauer-Aktionstag schon am Montag statt.

Ein halbes Dutzend AktivistInnen hatten sich eingefunden, um ihre Ablehnung gegen die KleiderBauer-Geschäftspraktiken kundzutun. Dabei konnten mehrere hundert Flugzettel verteilt werden. Für kurze Aufregung sorgte einmal mehr der Geschäftsführer, als er nach Polizeiunterstützung rief. Die Beamten erschienen tatsächlich, kontrollierten sehr freundlich die Anmeldepapiere; der Grund ihres Einsatzes: der KB-Geschäftsführer hatte gemeint, das Megaphon sei zu laut. Die Polizisten sollten sich dementsprechend vergewissern, baten, ein paar Worte durch den Lautsprecher zu sagen, was wir gerne taten – ‚Wir begrüßen herzlichst unseren Freund und Helfer!’, verkündeten wir. Die Polizisten nahmen es mit einem Lächeln zur Kenntnis; die Beanstandung von Seiten der Geschäftsführung war ja eigentlich eine geistlose, drang doch von der gegenüberliegenden Baustelle, der Staatsbrückensanierung, beinahe ununterbrochener Presslufthammerlärm…

Aber welch ein Unterschied im Verhalten der Salzburger Polizei zu den Amtskollegen in Hollabrunn – da freut man sich ja, wieder ‚daheim’ zu sein J

 

Als Höhepunkt der Demo: die angekündigte Übergabe der Urkunde, welche das Unternehmen mit einem Minuspreis in Sachen Tierschutz auszeichnete – die Gründerin der Veganwerkstatt hatte sich große Mühe gegeben, die Urkunde gerahmt, dazu ein Plüschtier mit einem Sticker ‚Stop Fur’ versehen; der Preisträger wurde durch eine Umfrage in der Welttierschutzwoche ermittelt, wobei KB als eindeutiger Gewinner hervorging. Der Geschäftsführer nahm zu seiner Schande jedoch nicht an, wollte die ‚Geschenke’ an die Wiener Zentrale gesendet wissen; immer wieder beschwerte er sich im Gespräch über die Demos, fragte, warum die TierschützerInnen nicht vor den ‚richtigen Pelzhäusern stehen, wo KB doch eh nur ‚ein bisserl Verbrämungen’ hat…

 

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