Wie viel sind 8 Katzenleben wert?

Diese Frage musste sich heute ein Richter in Salzburg stellen; angeklagt war ein schwer vorbestrafter Mann, der ständig ‚Tiere in seiner Wohnung vernachlässigte. Zu eine regelrechten Wahnsinnstat war es gekommen, als die RespekTiere-Aktivistin Annemarie die Wohnung in Gefängnisabwesenheit des Angeklagten inspizierte. Dabei entdeckte sie 2 völlig verwahrloste Hunde, 12 Katzen und ein Zwergkaninchen, allesamt in schlimmsten Zustand. Es folgte eine Anzeige bei den Behörden, noch bevor der Mann das Gefängnis verlassen konnte, hatte die mutige Aktivistin bereits 4 Katzen, die zwei Hunde und das Kaninchen vermitteln können. Die Auflage der Behörde: der Tierquäler müsse die restlichen 8 Katzen allesamt tierärztlich versorgen lassen und dann zur Überprüfung vorzeigen – eine Rechtssprechung, die tödlichen Effekt haben sollte. Der arbeitslose Ex-Häftling packte einen Baseballschläger und ermordete alle seine Tiere!
Annemarie ließ die ganze Sache, die ansonst unter den Tisch gekehrt worden wäre, nicht auf sich beruhen – sie stellte die Tatwaffe sicher, brachte sie zur Polizei; dort wurde nach eingehender Untersuchung festgestellt, dass der Prügel übersät mit Katzenblut war!
Es folgte eine Anzeige, die Behörden reagierten völlig deplaziert, verrieten dem Täter Name und Anschrift der anzeigenden Person, worauf sofort ein Drohanruf folgte: ‚Wir wissen, wo Du zu Hause bist…’
Bitte höret Euch cba.fro.at , dort ist unsere diesbezügliche RespekTiere-Radiosendung zur Thematik zum Downloaden!

Heute sollte der Tag der Abrechnung sein – der Angeklagte und die Anklägerin standen vor dem Richter am Salzburger Gericht. RespekTiere veranstaltete vor dem Gebäude eine Kundgebung um die PassantInnen aufzurütteln, so lange, bis ein Wachdienstbeamter (im Foto am drohenden Gesicht hinter der Scheibe bereits erkennbar .) ) erschien und den Protest unterband.
Wie aber entschied der Richter? Er empfand eine Strafe als gerecht, die vielleicht angebracht für Diebstahl wäre, für 8-fache Tötung aber  Lächerlichkeit pur bedeutet –  3 Monate bedingt!!!!! Lassen Sie sich’s auf der Zunge zergehen – 3 Monate bedingt, kein Tag Gefängnis, keine Auflagen, nichts. Wie um Gottes Willen sollen die Tiere endlich mehr Rechte bekommen, wenn ein solch schmählicher, schändlicher Richtspruch gefällt wird – 8 tote Katzen, bestialisch mit einem Baseballschläger ermordet – 3 Monate bedingt! Wenn besagter Gesetzesvertreter morgen vor dem Spiegel steht um sich zu rasieren, er wird dabei nicht die Augen öffnen können, so schwer wird die Last der Schande auf ihm liegen! Wie hätte er wohl reagiert, wären seine Katzen die Opfer gewesen – ist Anonymität weniger strafbar? Ist der Tod von Wesen, die man persönlich nicht kennt, anders zu bewerten? Würde Herr Richter so urteilen, würde besagter Mann in seine Nachbarschaft wohnen, hätte womöglich Kontakt zu seinen Kindern? Manches mal fehlen dem Rechtsstaat die anscheinend Mittel und die Zielstrebigkeit, um Recht gewähren zu können; manches Mal muss man darauf hoffen, dass ein höher Macht letztendlich die Dinge regelt, so wie die Natur es vorsieht – Auge um Auge…

Anmerkung: nicht nur Anneliese sagte an diesem Tag aus, sondern auch ihre Schwester – die hatten den Angeklagten vor einiger Zeit für mehrere Monate ins Gefängnis gebracht, weil sie von ihm krankenhausreif geprügelt worden war und nicht davor zurückschreckte, in deshalb vor den Richter zu zerren – wahrlich, Frauenherzen sind um so viel tapferer als das ‚starke Geschlecht’! Der Katzentöter musste sich heute nicht ‚nur’ wegen Tierquälerei verantworten: im Gerichtssaal hatte auch seine Freundin Platz genommen, sie ging auf zwei Krücken – der Verdacht, der Angeklagte hätte Schuld an ihrem schrecklichen Zustand, konnte nicht bestätigt werden, weil sie die Aussage verweigerte. Ein Augenzeuge gab an, er könne sich an nichts erinnern, da er zur vermeintlichen Tatzeit zu betrunken gewesen sein…
Sollte Annemarie, der Tapferen, auch nur ein Haar gekrümmt werde, es werden sich Viele zu versammeln wissen!

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