Anzeigen gegen Metro und Pfeiffer-stoppt Lebendhummerverkauf

Seit nunmehr fast fünf Jahren kämpft RespekTiere gegen den Verkauf von Lebendhummern in Österreich. Der ‚Hauptansprechpartnern‘ ist dabei der Großhändler ‚Metro‘. Vier landesweite Aktionstage gegen den Konzern wurden ins Leben gerufen, es gab Proteste vor und in praktisch allen Filialen, und sogar der weltgrößte Tierrechtsverein, Peta, schloss sich in Deutschland der Kampagne an, verhandelt seither mit Metro-Stuttgart. In München hielt die dortige Tierrechtsgruppe eine Kundgebung vor der Filiale ab, in deren Verlaufe es zu fruchtbaren Gesprächen mit dem Filialleiter kam. RespekTiere konnten der Geschäftsleitung in Vösendorf im Zuge einer Aktion tausend Unterschriften gegen den Lebendhummerverkauf überreichen. Es gab Treffen mit den ‚Quality Assurance‘-Managern des Konzerns, worauf hin die Becken abgeändert wurden, um den Bedürfnissen der Hummer etwas mehr zu entsprechen. Hinweis-Schilder, beim Kauf von lebenden Tieren bestehe eine Verantwortung der KundInnen, wurden angebracht; ja, wir durften sogar einen Hummer mitnehmen, welchen wir als stellvertretendes Symbol für seine Artgenossen noch am selben Tage zu einem wunderbaren Gnadenhof nahe München brachten – dort war schon alles für den Geretteten vorbereitet, der leider viel zu früh verstorbene Gründer Dr. Andreas Grasmüllerhatte keine Kosten und Mühen gescheut und ein Spezial-Becken für den neuen prominenten Schützling errichtet! Es war ein wunderschönes Erlebnis, gewiss, für das eine Tier hatte sich die ganze Welt zum Guten verändert – und trotzdem: all diese Dinge, die brachten uns dem erkorenen Ziel leider nicht wirklich näher. Auf Grund mehrerer Anzeigen wegen gewerbsmäßiger Tierquälerei, in Graz und Salzburg wurde sogar die Staatsanwaltschaft bemüht, kam es aber zu Mitte letzten Jahr zu einem eigentlich bahnbrechenden Urteil des UVS (Unabhängigen Verwaltungssenates), welches die Haltung der Meerestiere in den Verkaufsbecken als ‚tierquälerisch‘ erkennt und demnach dabei sehr wohl eine Verletzung des Tierschutzgesetzes ortet! Natürlich ging die betroffene Firma dagegen in Berufung, der endgültige Bescheid steht noch aus.
So setzen wir unsere Proteste mit wachsender Hoffnung fort. Es gab Run-Ins in Salzburg, wo AktivistInnen sich im Geschäft ihrer Kleidung bis auf einen Lendenschurz entledigten, den Körper komplett in rote Farbe getaucht (‚Gekocht werden tut weh‘), um auf den Wahnsinn des Lebendkochens hinreichend aufmerksam zu machen. Die Kundgebungen wurden 2008 auf die Filialen des Pfeiffer-Konzerns ausgeweitet; auch dort herrschen selbige beanstandenswerte Bedingungen.
Nun legte die Tierschutz-Ombudsschaft eine Expertise vor, mit folgendem, brisanten Inhalt:


Das österreichische Tierschutzgesetz trägt den wissenschaftlichen Erkenntnissen bereits Rechnung, indem es auch für Krebstiere gilt. Dies wurde im August dieses Jahres durch den Unabhängigen Verwaltungssenat Wien bestätigt. Dennoch werden – verbotenerweise – immer noch Hummer mit zusammengebundenen Scheren gehältert und in manchen Gourmet Lokalen sowie im Großhandel (siehe Foto) angeboten.
 
Die Tierschutzombudsstelle rät, Hälterungen dieser Art anzuzeigen und die Krebstiere keinesfalls zu kaufen. Der Verzicht auf den zweifelhaften Genuss gequälter Tiere ist nicht nur praktizierter Tierschutz sondern auch eine moralische Verpflichtung.

Wir recherchierten nun erneut bei den Salzburger Filialen von Metro und Pfeiffer – und siehe da: wie selbstverständlich werden hier wie dort noch immer Scheren mit Gummibändern zusammengebunden. Wo kein Kläger, da kein Richter, wird die Devise der Geschäftsführungen sein – doch dem können wir abhelfen!
Die unten stehenden Fotos wurden heute aufgenommen; Bild 1 zeigt ein Becken bei Metro-Salzburg, Bild 2 ein Becken bei Pfeiffer/Wals, Bild 3 tote Krebse im Verkaufsaquarium!

 


Wir haben beide Konzerne angezeigt, bei den zuständigen Amtstierärzten, Staatsanwaltschaft und bei der Tierschutz-Ombudsstelle.
Nun möchten wir Sie bitten, helfen Sie den Hummern – besuchen Sie Metro- und Pfeiffer-Filialen in Ihrer Nähe und, falls Sie dort ebenso gefesselte Tiere vorfinden, benachrichtigen Sie die zuständigen Stellen! Fotografieren Sie den Tatbestand: gerne können Sie uns solche Beweisaufnahmen senden, wir werden die Anzeigen dann selbstverständlich einreichen!
Sie werden sehen: letztendlich wird in dieser Thematik der Tierschutz-Gedanke siegen, der Verkauf von Lebendhummern in Österreich untersagt werden! Werden Sie Teil dieser historischen Entwicklung!
Hier finden Sie die Standorte der Metro- und Pfeiffer-Filialen!


http://www.metro.at/german/pages/maerkte.cfm

http://www.ccpfeiffer.at/standorte?

 

 
 
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