5. Aktionstag vor Metro

Am Samstag fand der mittlerweile schon fünfte ‚Metro-Aktionstag‘ statt, wo Jahr für Jahr an möglichst vielen Filial-Standorten auf das Leiden der Hummer hingewiesen werden soll. Viel ist passiert in diesem halben Jahrzehnt, natürlich immer zu wenig so lange die Forderungen nicht erreicht sind, aber es gab unter anderem eine Hummerbefreiung, etliche Gespräche mit den zuständigen Personen des Konzerns, es gab eine unübersehbar große Anzahl von Kundgebungen, 1 000 Unterschriften sind gegen den Metro-Lebendhummerverkauf gesammelt und der Geschäftsleitung übergeben worden, die Becken wurden abgeändert, viele, viele Anzeigen gegen den Konzern wurden erstattet, es gibt mittlerweile richtungsweisende Gerichtsurteile und schön langsam bekommt ein Lebendhummerverkaufsverbot in Österreich ein Gesicht! Unsre Bemühungen greifen langsam aber sicher – zum Beispiel hat es in den letzten Wochen sogar einen Antrag an den Nationlrat eingebracht von Nationalrats-Abgeordneten des BZÖ, gegeben, dahin gehend gerichtet, den Krustentieren endlich tatsächlichen Schutz laut Bundestierschutzgesetz zu gewährleisten!
Und auch in Deutschland gibt es inzwischen immer mehr dahingehende Bestrebungen, was besonders schön ist – allein dorthin werden jedes Jahr 800 Tonnen Hummer importiert…
In unserem Nachbarland ist die großartige Tierrechtsorganisation Peta (www.peta.de)zur Speerspitze in diesem Kampf geworden. Wie dringend die Abschaffung des Lebendhummerverkaufes ist, beweist eine Aussage einer ehemailge Metro-Angestellte – die junge Frau musste mehrfach beobachten wie nicht verkaufte Hummer einfach in den Becken verhungern!!!!

Von Dornbirn bis Wien versammelten sich einmal mehr höchst motivierte Tierschutz-AktivistInnen vor den Metro-Geschäften und taten ihre Meinung kund. Selbst die Tatsache, dass Metro gerade an diesem Tag den Nachmittag wegen Inventur geschlossen hatte, tat der Sache keinen Abbruch. In Vösendorf, St. Pölten. Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck und Dornbirn wurde protestiert; in Graz versicherte der Geschäftsführer den AktivistInnen von For Animals sich selbst nach einer Lösung des Problems herbeizusehnen; dort werden lebende Hummer nur mehr auf Bestellung verkauft.

Auch in Salzburg fanden wir leer Hummerbecken vor. So entschlossen wir uns den Protest zum Eingang zu verlegen, während zwei AktivistInnen zur selben Zeit das Gespräch mit der Gechäftsleitung suchten. Allerdings wies der zuständige Leiter die TierschützerInnen schroff ab und erstickte jeglichen Kommunikationsversuch im Keim. Vor dem Eingang konnten inzwischen eine Menge Flugblätter verteilt werden, bis dann der Sicherheitsdienst erschien und uns zum Verlassen des Geländes aufforderte. Als auch noch die zuvor gerufene Polizei am ‚Tatort‘ auftauchte, zogen wir uns zurück.
Auf Grund der anhaltenden Polizei-Repression sind auf allen folgenden Bildern der Aktion die Gesichter der AktivistInnen zu deren Schutz verschleiert. Es ist eine wahre Schande für Österreich, dass engagierte Menschen, welche sich in ihrer Freizeit und mit allen verbundenen Mühen für usnree Mitgeschöpfe einsetzen, dann auch noch befürchten müssen für ihren Einsatz von behördlicher Seite in ein kriminelles Eck gedrängt zu werden!

In St. Pölten standen die RespekTiere-AktivistInnen vor einer ähnlich brisanten Aufgabe – zufällig oder nicht patrouillierte ein Streifenwagen über einen langen Zeitraum hinweg am Parkplatz und vor dem Eingang. Erst als sich dieser nach geduldigem Warten schließlich entfernte begannen die TierschützerInnen ihren Protest.

In Vösendorf lief alles gut, aber leider konnten dann zur fortgeschrittenen Stunde auf Grund der Inventur die beiden anderen Wiener Filialen, Langenzersdorf und Simmering, nicht mehr wie geplant besucht werden.



In Linz hatten sich die Peta- und RespekTiere-AktivistInnen etwas ganz Neues einfallen lassen – mit Kochtöpfen am Kopf, gekocht werden tut weh – gestalteten sie vor der dortigen Filiale einen besonders auffälligen Protest!

In Innsbruck, nach vielen, vielen manigfaltigen Protesten zur Stadt der gestählten Profi-TierschützerInnen geworden, verlief die Kundgebung der MegA-AktivistInnen ebenfalls problemlos und souverän!

Auch in Dornbirn sollte der Tag gut verlaufen und die so engagierten Vorarlberger TierschützerInnen des Vereins gegen Tierfabriken vertraten die Sache der Hummer mit aller Kraft!

Voll Stolz senden wir heute diesen Brief an die jeweiligen Geschäftsführer, unterschrieben von 23 nahmhaften Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen:

Sehr geehrte Damen und Herren der Metro-Zentrale in Vösendorf !
Sehr geehrter Herr Marktleiter!
2009 bedeutet im Kampf für die Hummer bzgl. der Firma Metro ein kleines, aber umso traurigeres Jubiläum.
Wir haben 5 Jahre lang versucht, Ihre Firma vom hoch quälerischen Aspekt der Haltung von lebenden Hummern zu überzeugen und in Ihnen ein bisschen Mitgefühl für die bedauernswerten Tiere zu erzeugen.
Vielleicht liegt es daran, dass Hummer über keine Mimik verfügen, dass sie ihren Schmerz nicht in die Welt schreien können, jedenfalls sind Sie auf deren Misere noch immer nicht entsprechend aufmerksam geworden…
HUMMER LEIDEN DENNOCH!
Wir übergeben Ihnen deshalb heute wieder unser Ersuchen, auf den Verkauf lebender Hummer, der Ihnen doch nur einen wohl minimalen Bruchteil Ihres jährlichen Umsatzes einbringt, zu verzichten und im Stil eines tierfreundlichen Unternehmens zu agieren.
Bitte erkennen sie die Zeichen, nach dem bahnbrechenden UVS-Urteil, immer zahlreicher werdenden Amtshandlungen von zuständigen Veterinären und dem Intervenieren im Nationalrat durch drei Grazer Abgeordnete wird es wohl nur mehr eine Frage der Zeit sein, bevor der Gesetzgeber dem Verkauf lebender Hummer eine rechtliche Schranke vorschiebt. Sollten Sie bis dahin noch immer diese armen Tiere im Sortiment führen, wird der Makel der Tierquälerei auf alle Zeiten an Ihren Fingern kleben, mit Ihrem Konzern verbunden sein – beenden Sie den Verkauf lebender Hummer aber nun gemeinsam mit der Tierrechtsbewegung, dann könnte das für ihr Unternehmen bestimmt Gegenteiliges bewirken; Sie könnten im selben Augenblick der Entscheidung das Wohlwollen der TierfreundInnen Österreichs erlangen und diese neue Voraussetzung ganz sicher für Ihre künftige Werbestrategie nützen!
Und nochmals: selbstverständlich würde die Tierrechts- und Tierschutzvereine des Landes eine richtige Entscheidung, einen Verkaufsstopp nd damit eine Abwahl von Tierquälerei, dahingehend begrüßen, dass wir in unseren Publikationen auf Ihr ethisch korrektes Verhalten hinweisen!
mit herzlichsten Grüßen

Agnihotra; Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner (Agstg); Animal Help Europe; For Animals; Humanitas; HR Consulting; IG Glücklich leben ohne Fleisch; MegA (Menschen gegen Ausbeutung); Peta.de; Pfotenhilfe; RespekTiere; Salzburger Katzenfreunde; Sternenhof; T(ierschutz)A(ktiv)T(irol); TirolerTierengel; Tiroler Tierschutzverein; Tierhoffnung International; Tierschutznews.ch; Tierschutzverein Noris – Nürnberg; Tierschutzverein Jena; Tierversuchsgegner München; Veganer Stammtisch Salzburg; Vegane Gesellschaft Österreich

Sie können weiterhin helfen – bitte nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und richten sie einen Apell an die Marktleitung in Ihrer Nähe; Sie finden deren E-Mail-Adressenauf den Homepages <www.metro.at> und <www.metro.de> , klicken Sie bitte in der Menüleiste ‚Standorte‘, dort finden Sie die Namen udn Anschriften der jeweiligen Gechäftsführer! Jeder Brief wird die zuständigen Personen einen Schritt weiter zur Überzeugung bringen, unseren Forderungen entgegen zu kommen – jeder Brief kann letztendlich entscheidend sein für die Zukunft der Hummer!

Wir haben gestern erneut mehrere Anzeigen gegen Metro (Innsbruck, Vösendorf, Salzburg, Dornbirn) eingebracht und werden von den Ergebnissen so bald als möglich berichten!

 

 

 

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