Erneute Anzeige gegen CC Pfeiffer

Erste Anzeige im Neuen Jahr – und wieder trifft es einen Konzern, der, obwohl die begangene Verletzung eine so offensichtliche ist und er auf Grund seines Verhaltens dem modernen Tierschutzgedanken jeden Tag auf’s Neue einen Schlag ins Gesicht versetzt, nicht davon Abstand nimmt, eine inzwischen auch vom Gesetz anerkannte Tierquälerei weiter fortzuführen.
Die Rede ist von der Firma Pfeiffer, ein Lebensmittelhändler, der ähnlich wie Metro nach wie vor Hummer mit gefesselten Scheren in kleinen Becken zum Verkauf anbietet. Aber nicht nur dass, während zweitgenannter zunehmen den Konsens mit dem Tierschutz sucht, erkennt ersterer die Tragweite seines Handelns noch immer nicht, hält an veralteten Strukturen eisern fest. Es gibt keinerlei Gesprächsbereitschaft von Seiten der Konzernleitung, alle Proteste sind bisher ungehört geblieben, von der dicken Haut des Gewinnstrebens ohne Rücksicht auf die Mitgeschöpfe abgeprallt. Mündige KonsumentInnen machen längst einen weiten Bogen um derartiges Geschäftsstreben, eine Tatsache, die alteingesessene Wirtschaftsbosse dennoch kalt lässt. Wie im Falle Kleider Bauer, der trotz des öffentlichen Aufschreies nicht davon ablässt Kleidungsstücke, welche unsagbares Tierleid in sich tragen, weiter zu verkaufen, hört auch C&CPfeiffer nicht auf die Zeichen der Zeit.

Dabei präsentieren sich die Becken, zumindest im Geschäft in Wals bei Salzburg, in wesentlich höherer Besatzdichte als es z. B. bei Metro der Fall ist. Vor einigen Monaten stellte die Behörde nach unserer Anzeige fest, dass in den Becken zu viele Tiere untergebracht worden waren und dass sich zudem Algen an den Scheiben festgesetzt hatten – was eine Reinigung der Aquarien zur Folge hatte – mehr nicht…
Auf unsere Anzeige aus selben Gründen bei Pfeiffer in Brunn am Gebirge reagierten die Behörden vorbildlich und rigoros – ein Verwaltungsstrafverfahren wurde eingeleitet, auf dessen Ausgang wir mit Spannung warten! Auch zur Pfeiffer-Filiale in Traun bei Linz bemühten wir vor Kurzem den Amtstierarzt, denn dort sitzen ebenfalls Hummer mit gefesselten Scheren in den Becken.
Sie sehen, in Salzburg ist das Vorgehen der Behörden bisher ein eher mildes; aus irgend welchen Gründen wird hier der Maßstab anders angelegt als zum Beispiel in Niederösterreich. Aber so kann und darf es nicht sein, zu viele Jahre haben wir gekämpft für ein bundeseinheitliches Tierschutzgesetz. Jetzt, wo dieses seit fünf Jahren in Kraft ist, wird es durch solcherlei eigenmächtiger Auslegung degradiert zu einem wertlosen Stücken Papier.

Hummer bei Pfeiffer Wals


Es gibt bei Pfeiffer Wals neben dem Hummerbecken auch ein Becken für Krebse, wo damals schon tote Tiere aufgefunden wurden. Und auch an diesem Wochenende sollte es nicht anders sein – wieder lagen einige der Krebse bereits am Rücken, höchstwahrscheinlich auf Grund von Kämpfen zwischen den Tieren säumten sogar Leichenteile den Boden des Behältnisses, zerfetzte Hälften von Tierkörpern…
Man stelle sich das vor: abgesehen von der Schrecklichkeit eigentlich einzelgängerische Wassertiere in Massen fast übereinander zu schlichten, ist der Tatbestand unserer Meinung nach zudem ein ganz furchtbarer Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz! Leichengift wird freigesetzt, verunreinigt das Wasser, Giftstoffe lagern sich in den Körpern noch lebender Tiere ab. Auch einige große Fische, wahrscheinlich Lachsforellen, drängen sich im selben Becken, welches ihnen kaum genügend Platz zum Umdrehen bieten kann; einige der Fische zeigten, wie könnte es auf Grund der Enge auch anders ein, ebenfalls Spuren von Verletzungen.

ein Massaker in den Becken; bitte beachten sie die Leichenteile linke im Bild, die meisten der Tiere liegen bereits am Rücken, einige tot, andere wohl in den letzten Zügen…


Wir fordern die Behörden auf ihrer Aufgabe nachzukommen und das Gesetz zu vertreten, genau wie die Firma Pfeiffer endlich Abstand vom Verkauf lebender Tiere zu nehmen. Deren Umsatz wird nicht mit diesem grausamen Handel stehen und fallen, ein Umdenken wird keine Arbeitsplätze gefährden – aber sehr wohl ethische Verantwortung beweisen…

Möchten Sie der Firma Pfeiffer schreiben und die Verantwortlichen bitten keine lebenden Hummer und Krebse mehr zu verkaufen? www.ccpfeiffer.at/de/ueber_ccpfeiffer/standorte

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