RespekTiere protestiert vor dem Rumänischen Konsulat

Protestieren wir gemeinsam gegen die geplanten Hundemassaker in Rumänien! Heute versammelten sich RespekTiere-AktivistInnen hierfür vor dem Generalkonsulat Rumäniens in der Salzburger Fadinger Straße, um direkt vor dem Gebäude ihren Unmut kundzutun! Dabei wurden kurzfristig die Eingangstüren zum Konsulat mit Transparenten wie ‚Death Penalty for Innocents? Stop Killing Stray Dogs!‘ verhängt! Wir werden die Proteste so lange fortsetzen, bis eine Entwarnung aus Bukarest kommt.

RespekTiere-Protest vor dem Konsulat
 
Zur Vorgeschichte:
In Rumänien leben 100 000de Straßenhunde. Mindestens 40 000 davon in Bukarest. Manche sagen sogar, dass allein die Hauptstadt 100 000 dieser Ausgestoßenen der Gesellschaft beherbergt. Die Gräueltaten gegen diese Hundeschar sind Legend. Dabei war Rumänien immer ein ‚Hundeland‘. Die ‚besten Freunde des Menschen‘ wurden erst zum Problem, als der Diktator Ceausescu in seinem Größenwahn einen gigantischen Prunkpalast für sein Ego bauen ließ und dafür die Altstadt mit ihren kleinen Häusern samt Ziergärten und Wachhunden niederwalzen ließ. Es folgte einen Zwangsumsiedlung 10 000der Menschen, in die berüchtigten Ost-Plattenbauten, wo kein Platz mehr für Hunde sein sollte. Doch auch in anderen Teilen der Stadt wurden in den Jahren der Wende durch einsetzende Not vermehrt Hunde verstoßen. Die Ausgesetzten wurden nun von ihren BesitzerInnen jedoch sehr oft auch weiter gefüttert, sie mussten nun jedoch auf der Straße (über-)leben. Und das taten sie auch – sie vermehrten sich im Betondschungel sogar massiv – und wurden somit zum Problem.
Rumänien antwortete auf die Herausforderung mit regelrechten Feldzügen, Hunde wurden von städtischem Personal gefangen, erschlagen, vergast, erhängt, erschossen, zu Tode gespritzt. So hatte das Land seine besten Freunde ein zweites Mal im Stich gelassen, hatte seine Weste mit dem Blut hunderdtausender völlig unschuldiger bespritzt…

der Tod besuchte das Konsulat in Salzburg…
 
Im Jänner 2008 verabschiedete das Parlament ein Gesetz, wonach es das Töten von Streunerhunden verbot. Eine leere Worthülse, immer wieder berichteten entsetzte TierschützerInnen von verborgenen Massakern – wie anders konnte es auch sein, wurden zwar viele klugen Worte gesprochen, jedoch nichts unternommen, um der Problematik Herr zu werden. Nicht nur, dass keines der angekündigten Kastrationsprogramme griff, nein, es fand überhaupt keines statt!
10 000 Anzeigen wegen Hundebisse soll es allein in Bukarest jedes Jahr geben, 2006 ist gar ein japanischer Geschäftsmann auf der Straße hilflos verblutet, nachdem ein Streunerhund ihn angegriffen und mit einem Biss eine Hauptschlagader geöffnet hatte. Vorfälle wie jene sind natürlich tragisch, sind das Wasser auf den Mühlen jener, die seit dem Verbot lautstark eine Wiederaufnahme der abscheulichen Hundetötungen fordern.
Fakt ist, dass so viele vor allem ältere BewohnerInnen der Wohnsilos keine Möglichkeit haben Hunde zu halten, jedoch ‚Ihre‘ Straßenhunde umsorgen und ernähren, ja sie vor dem Verhungern retten.
So wundert es nicht, dass 70 Prozent der befragten rumänischen Bürger gegen die geplanten Massentötungen sind, gar 74 Prozent sprechen sich bei Umfragen vehement gegen das ebenfalls angedachte, mit rigorosen Strafen versehene, Fütterungsverbot (!!!) aus.

Rumänien’s PolitikerInnen fordern lautstark eine massenhafte Euthanasie; ALLE Straßenhunde sollen eingefangen, aggressive sofort, alle anderen nach einer Gnadenfrist von 7 Tagen, durch die Giftspritze sterben!

Rumänien ist seit 2007 Mitglied der Europäischen Union. Dieser Zusammenschluss, einer der finanzkräftigsten Märkte auf diesem Planeten, erstickt im Kleingeist seiner Führungskräfte. Endlose Debatten über erlaubte und unerlaubte Krümmungen von Obst und Gemüse werden geführt, europa-übergreifend, jedoch der Tierschutz wird den jeweiligen Mitgliedsländern selbst überlassen. ‚Die Größe einer Nation erkennt man an deren Umgang mit den Tieren‘, wusste einst schon Mahatma Gandhi – Rumänien droht an dieser Bürde einmal mehr zu zerbrechen…

Wie Sie helfen können: bitte wenden Sie sich an die rumänische Botschaft in Wien, deponieren Sie dort Ihre Meinung! Botschaft Rumänien, Prinz-eugen-Str. 60, 1040 Wien, Tel. 0043-1-5053227, 0043-1-5038940, 0043-1-5038941, 0043-1-5051628
E-Mail: ambromviena@ambrom.at

blutbefleckter Gehweg vor dem Salzburger Rumänien-Konsulat
 
Ein zur Thematik passender wichtiger Hilferuf: am kommenden Dienstag werden wir gemeinsam mit dem Sternenhof einen so dringend benötigten Hilfstransport nach Rumänien und Bulgarien fahren. respekTIERE IN NOT, der Sternenhof und der Aktive Tierschutz Steiermark (www.archenoah.at) unterstützen dort zwei Tierasyle, welche sich in bemerkenswerter Weise um die Streunerhunde und -katzen kümmern. Auch ein Projekt für Straßenkinder werden wir besuchen, um dorthin Kleidung, Spielsachen und Süßes zu bringen.
Die Fahrt ist eine weite – dadurch, dass man mit all diesen Gütern nicht durch Serbien fahren kann, müssen wir einen hunderte Kilometer langen Umweg fahren, was die Strecke letzendlich auf weit mehr als 3 500 km ausdehnen wird; was natürlich auch die Kosten der Fahrt in die Höhe treibt, zusätzlich zu den inzwischen enorm hohen Spritpreisen sind entlang des Weges aber auch viele, viele Gebühren – z. B. für Maut – zu entrichten. Allein die Fährverbindung – es gibt keine Alternative – über die Donau von Rumänien nach Bulgarien schlägt sich mit unglaublichen 35 Euro zu Buche!!!!
Natürlich bringen wir auch wieder ca. 10 Hunde mit nach Österreich, solche, die in Rumänien und Bulgarien kaum Chancen hätten! Bitte unterstützen Sie dieses Projekt, jeder von Ihnen hierfür gespendete Cent hilft den armen Tieren auf direktestem Wege!
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