Ein dringender Notruf

Ein gaaaaanz dringender Notruf – bitte entschuldigen sie die große Anzahl von Aussendungen der letzten Wochen, aber ein Fall ist dringender wie er andere – beim Lesen der folgenden Zeilen werden Sie uns bestimmt zustimmen!
Heute geht es um jenen Schäferhund, welchen wir in Ungarn inmitten des Katastrophengebietes um Kolontar in einer Tierklinik bei Veszprem aufgefanden – der Arme hat unzählige Wunden auf den Pfoten – verursacht durch den giftigen Schlamm – welche aber Gott sei Dank langsam verheilen; die Wunden an seiner Seele hingegen wachsen ständig, denn nun will ihn sein ehemaliger ‚Besitzer‘ nicht mehr zurück. Grund: angeblich knurrt er des Öfteren, wenn er seine Ruhe haben will. Wenn ein Tierhalter sein Tier nun nicht mehr zurück haben möchte, ist das in unserem Nachbarland fast ausnahmslos ein Todesurteil – solche Tiere haben dann eine Gnadenfrist von 10 bis 14 Tagen, meldet sich niemand Adoptionswilliger- was äußerst selten geschieht – folgt die Giftspritze…

verätzte Füße, verätzter Bauch, verätzte Hoden – seine Zukunft ist eine ungewisse…


die Wunden an den Pfoten schmerzen noch immer, doch viel schlimmer sind wohl die Schmerzen in der Seele (Foto: e.denkmayr/sternenhof.eu)


Wir haben nichts bemerkt von einer Bösartigkeit in irgend einer Form, er genoss die Streicheleinheiten, konnte gar nicht genug davon kriegen. Trotzdem sollte er demnach nur in HundekennerInnen-Hände – diese bekommen dann aber ein gar wunderschönes Geschenk! Sehen Sie sich diesen großartigen Hund an, möchte man ihn nicht sofort und für immer in die Arme schließen?
Das Problem für ihn ist folgendes: der Veszpremer Tierschutzverein, jene großartige Organisation welche wir im Ungarn-Newsletter vorstellen durften, bezahlt für seine Behandlung und den Aufenthalt in der Klinik; sein ‚Herrchen‘ hätte ihn ansonst unversorgt gelassen. Dort allerdings wurde jetzt eine Rechnung gestellt – 700 000 Forint!!!! Wenn man bedenkt, dass eine Krankenschwester in Ungarn weniger als 100 000 Forint im Monat verdient, kann man ermessen wie hoch dieser Betrag ist! Und die Rechnungen laufen natürlich weiter, treiben den kleinen Verein in eine Sackgasse ohne Ausweg! Die TierschützerInnen um Gabi bitten nun auch nicht um Geld, sie wünschen viel mehr dass der Arme endlich ein zu Hause bekommt!
Also: wer ihn bei sich aufnehmen könnte, Ihr tut nicht nur dem Schäferhund unendlich Gutes, Ihr rettet damit auch einen kleinen Verein, der so unendlich wichtige Arbeit macht, indem er alle Hunde aus der städtischen Tötung holt, deren Lebenshauch ohne Hilfe wie Butter in der Sonne zerfließt…
Wer könnte den Armen bei sich aufnehmen? Wer könnte einen vorübergehenden Pflegeplatz anbieten? Wer wüßte jemanden, der/die ihn bei sich aufnehmen könnte?

Bitte fragt herum, schickt diesen Newsletter weiter, versuchen wir alles zu unternehmen um zu helfen. Dieser Schäferhund im fernen Ungarn ist ganz allein, er hat niemanden mehr, nur ein paar TieschützerInnen im Land welche für ihn an die Grenzen des finanziell Machbaren gehen – und uns, die wir alles dran setzen werden ein neues zu Hause für ihn zu finden…

holt mich hier raus, scheint er zu sagen…

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