Von Katzen und Hunden…

Wir möchten Ihnen heute von einer Begebenheit in Salzburg berichten, welche zeigt wie wichtig Zivilcourage ist – würde es nicht mutige Menschen wie die Frau H. geben, wie viel mehr Tierleid würde wohl im Verborgenen blühen?

Es geht hier um einen Geschäftsmann, welcher vor den Toren der Mozartstadt in einem schmucken Einfamilienhaus wohnt. Der gute Mann führt ein schönes, neues Restaurant und dazu ein Limousinenservice, wo Jedermann/frau strotzende Luxusautos samt Chauffeur für private Feste, Feiern und Events mieten kann.
Herr XY hat es zweifellos geschafft, ursprünglch aus dem Südosten Europas kommend hat er sich hochgearbeitet und kann nun die Früchte seiner Arbeit genießen – wozu wir herzlichst gratulieren, denn dies ist eine der wenigen guten Seiten des Kapitalismus: mit Elan, Einsatz und Wille kann fast alles geschafft werden, die gesellschaftlichen Schranken von Herkunft, Bildung und Protektion sich auflösend wie der Morgennebel im wärmenden Licht des beginnenden Tages. Die Schattenseiten des schnellen Aufstieges gibt es dennoch auch, denn die auf Egoismus und Härte aufbauende Wirtschaftsform gibt nichts ohne dafür zu nehmen; in diesem Falle sind die Leidtragenden 2 wunderschöne junge Huskyhunde, welche in besagtem Haus neben der Familie einzogen, voller Energie, voller Lebenslust. Doch deren Bedürfnis nach Bewegung deckte sich alsbald immer weniger mit der durch den Geschäftserfolg verbleibenden Freizeit ihres Halters – und so landeten die Tiere an Leinen gefesselt am Balkon – wo sie bald die meiste Zeit des Tages verbrachten.

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Nun wurden die Nachbarn, anfangs noch zögerlich, aufmerksam; zuerst gab es auch noch nachbarschaftliche Unterstützung, ging hie und da jemand aus dem Umfeld mit den Huskys spazieren, was Herr XY sehr entgegen kam; er ist ja im Grunde ein sehr freundlicher Mann. Bald jedoch spitzte sich die Situation zu, die Hunde jammerten, oft in der Hitze des Tages stundenlang auf wenigen Quadratmetern festgehängt – was nebenbei ein eindeutiger Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ist, denn dieses verbietet selbst die zeitweilige Anbindehaltung bei Hunden! – die Familie mit anderen Dingen beschäftigt als mit der Auslastung der Beiden.
Die Behörden schalteten sich ein; Reaktion: die Hunde waren nun die meiste Zeit des Tages im Haus! Langsam verstummten nun die Aufschreie – jede/r wußte zwar, das Tierleid ist nur ein verschobenes, aber dennoch: nun nicht mehr so wirklich präsent wandte man sich anderen Dingen zu. Bis auf besagte Frau H.; sie konnte nachts nicht mehr schlafen, immer das Schicksal der Hunde vor Augen, deren traurige Blicke nicht vergessen könnend – und sie intervenierte weiter. Schrieb den Behörden, rief uns an, sprach mit dem Hundehalter, obwohl da plötzlich kaum mehr Verständnis kam.

Um es kurz zu machen: irgend wie entstand nun ein Bild von Inneren der Garage, dort wo die Nachbarn immer wieder herzzerrreißendes Seufzen und Geheule hören konnten – und dass was diese Bilder enthüllten, lässt an der bloßen Überforderung und ansonstigen Gutherzigkeit des Hundehalters tiefen Zweifel aufkommen, lässt Menschen welche die Mitgeschöpfe lieben, in mehr als verständliche Wut und in Zorn geraten: die beiden Hunde, wer weiß wie oft und wie lange, sind dort in einer (!!!) Transportbox zusammen gesperrt!!!!Wäre die Unterbringung in Transportboxen schon Frevel genug, müssen sich die Tiere dann auch noch eine teilen, obwohl andere, leere, einfach daneben stehen!!!!
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Sind die Hunde nun ab und dann am Balkon, dann sind sie mit einer rund 30 cm langen Eisenfeder aneinander gebunden, sodass sie sich kaum von der Stelle bewegen können!
Allein mit der Ansetzung von Bußgeldzahlungen ist ist nun wohl nicht merh getan, jetzt ist die Behörde dazu aufgerufen SOFORT und direkt zu reagieren.

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Herr XY übrigens hat eingewilligt die Hunde an Halter, welche ein artgerechtes Leben bieten kömnnen, kostenlos abzutreten. Frau H. traut dem Frieden nicht so ganz; sie meint, es könnte erneut ein Versuch sein auf Zeit zu spielen, die Wogen zu glätten.

Jedenfalls werden wir die Angelegenheit nicht ruhen lassen, so lange bis die beiden armen Hunde ein neues zu Hause gefunden haben! Wir werden selbstverständlich vom weiteren Verlauf berichten!

Bitte zeigen Sie Herz wenn Sie Tierquälereien in der Nachbarschaft oder wo auch immer bezeugen! Bitte erstarren Sie nicht in Schweigen, die betroffenen Tiere haben keine Stimme – leihen Sie ihnen die ihre! Wegschauen ist die allgemeinste Art der Mitschuld, nur Ihre Initiative kann den Lauf von missverstandener ‚Tradition‘, von ‚das war doch schon immer so‘ und anderen althergebrachten Phrasen ändern, dem Mitgeschöpft Hoffnung und letztendlich Erlösung vom Joch unverantwortlicher Menschen bringen!

Wir müssen Sie um Mithilfe bitten, erneut hat uns ein Hilferuf aus Sofia erreicht!
Dieses Mal geht es um ein wunderhübsches Kätzchen, welche halbverhungert aus den Straßen der Stadt geborgen wurde. Unsere Mitstreiterin Rumi nahm sie zu sich, dachte zuerst, Mini (wie sie auf Grund ihrer Größe getauft wurde; Mini ist nur etwa halb so groß wie andere Katzen) sei noch sehr jung, weil recht klein, zudem schwanger. Der Tierarzt stellte später jedoch innere Verletzungen fest, welche die Schwellung des Bauches hervorgerufen hatten, zudem hat sie kaum mehr Zähne, jene verbliebenen in schlechtem Zustand. Sie dürfte um die 10 Jahre alt sein, gezeichnet von einem entbehrungsreichen Leben.
Mini hat sich inzwischen prächtig erholt, schnurrt den ganzen Tag, mag gar nicht ins Freie gehen, so sehr liebt sie es endlich Geborgenheit gefunden zu haben. Sie wurde auch gleich kastriert, geimpft und gechipt, ist natürlich mit einem EU-‚Reisepass‘ ausgestattet – und sucht ein sicheres, ruhiges zu Hause! Bitte, wenn Sie eine Idee haben, wenden Sie sich an uns! Wenn alles gut geht, dann können jene 9 Welpen, von welchen wir vor Kurzem berichtet hatten – die, die in einem alten verfallenem Schafstall aufgezogen werden, doch nun zunehmend die Gegend erkunden und dadurch immer mehr in Gefahr laufen von der Dorfbevölkerung, die nicht noch mehr ‚Streuner’tiere duldet, getötet zu werden… – Mitte Mai zu uns kommen, und Mini könnte dabei sein! Bitte helfen Sie uns helfen!

Mini am Weg zur Operation
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Mini nach der OP
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