Anti-Fiaker-Tag in Salzburg respekTIERE IN NOT im Einsatz

Moderne Sklaverei? Fiaker in Salzburg!
Es ist ein brennend heißer Tag in Salzburg. Die Sonne steht hoch am Himmel und treibt die Quecksilbersäule jenseits der 30 Grad Marke. Die Stadt ist in guter Stimmung, versprüht Charme und Atmosphäre. Die Menschen erfreuen sich am herrlichen Wetter, tummeln durch die Gassen, jede/r auf der Suche nach Abwechslung, nach Schatten und vor allem nach Flüssigkeit. Alle erfreuen sich an den hochsommerlichen Temperaturen. Wirklich alle? Am Residenzplatz stehen wie üblich die Fiaker-Gespanne in Reih und Glied. 14 Kutschen sind in der Mozartstadt behördlich gemeldet, seit etwa 80 Jahren wird dieses ‚Brauchtum‘ betreiben (andere Quelle sprechen davon, dass es bereits 1852 erste Fiaker-Fahrten in Salzburg gegeben hat).
Heute wird es für viele Pferde wieder ein langer Arbeitstag werden, offiziell bis 21 Uhr. Mit Hin- und Rückweg zu den Pferdeställen umfasst der Arbeitstag für manche Tiere somit mehr als 12 Stunden.
12 Stunden in brütender Hitze, eine schwere massive, schwere Kutsche hinter sich herziehend, beladen mit Menschen, an welchen das so offensichtliche Tierleid irgendwie abgeprallt scheint…fiaker
Wie sonst könnte man verstehen dass Menschen für das zweifelhafte Vergnügen einer Kutschenfahrt viel Geld bezahlen, vor sich den Anblick zweier Pferde, die nur durch den Einsatz von Scheuklappen und oft auch Ohrenstöpsel den Lärm und den Verkehr der Stadt überhaupt zu ertragen imstande sind. Ohne Zweifel wissen diese Menschen dann auch instinktiv, dass das lange Stehen an den Fiakersammelplätzen bei Pferden, Fluchttieren wie sie nun mal sind – im Natürlichen also ständig im Bewegung – eine große Herausforderung für deren Sehnen und Gelenke darstellt, geschweige denn das Ziehen der Last auf asphalternen Boden. So leiden sehr viele dieser Arbeitstiere an Huferkrankungen und Gelenksbeschwerden, die mit zunehmendem Alter massiv ausfallen werden.
Und selbst in der Freizeit – falls man bei Kutschenpferden, die an 365 Tagen im Jahr das Stadtbild ‚zieren‘, deren offizielle Arbeitszeit (natürlich ohne ‚Anreise‘) im Winter von 10 bis 16 Uhr (am mittlerweile 6 Wochen stattfindenden Weihnachtsmarkt sieht man sie dann oft auch bis 20 Uhr), im Sommer von 10 bis 21 Uhr dauert, überhaupt noch von ‚Freizeit‘ sprechen kann, fristen die Pferde meist ein einsames und völlig artfremdes Leben.
 
Bitte verzichten Sie auf Kutschenfahrten – denn eines ist ganz gewiss: für Fiakerpferde bedeutet dieses ‚Brauchtum‘, und nicht nur aus Sicht der TierschützerInnen, eine lebenslange Quälerei! Auf ‚Salzburg Info‘ lesen wir im Internet: „Heute dienen sie (die Fiakerpferde, Anm.) ausschließlich dem Tourismus und dem Spaß.“ Ja, wie recht die BetreiberInnen doch haben, denn ‚dienen‘ tun Sklaven; und das mit dem Spaß, das ist dann wohl eine andere Sache…
 
Am 4. Juni jährt sich wieder der weltweite ‚Aktionstag gegen die Fiaker-Industrie‘. Aus diesem Grunde veranstaltet RespekTiere eine Kundgebung direkt vor dem Fiakerstandplatz in der Salzburger Altstadt.
Wann: 4. Juni 2011, von 10 bis 12 Uhr!
Wo: Residenzplatz Salzburg


heliGestern fand einmal mehr der respekTIERE IN NOT-Sozial-Floh-markt vor der Obdachlosenver-köstigungsstelle ‚Mutterhaus‘ in Salzburg statt. Das nun mittlerweile immer schon freudig herbeigesehnte Ereignis ging eigentlich aus unserer Tiertafel, der vielleicht ersten Österreichs, hervor und ist ein fixer Programmpunkt in ca. 6-wöchigem Abstand! Natürlich vergaßen wir dann auch nicht auf die vierbeinigen BegleiterInnen der obdachlosen oder sozial benachteiligten Menschen – wieder konnten wir eine große Menge an Hunde- und Katzenfutter zur Verfügung stellen und diese so oft übersehene Lücke im sozialen Auffangnetz schließen!
Wir bedanken uns allerherzlichst für all die wunderbaren Kleiderspenden!
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