Taubenprojekt – jetzt mit voller Kraft voraus!!!! Wichtige Vorankündigungen!

RespekTiere füllte das Wochenende mit einem perfekten Programm – so stand am Samstag ein Besuch beim einmaligen Sternenhof im bayerischen Pocking am Programm, wo eine ganze Busladung voll Güter für die bevorstehende, von Passau aus startende, Rumänien-Hilfsfahrt hingebracht und die immer beeindruckender Begegnungsstätte (der Sternenhof in Pocking ist mehr als eine Reise wert – bitte streichen Sie sich einen Tag in Ihrem Notizbuch rot an, reserviert für eine Tour – Sie werden ganz bestimmt mindestens so begeistert sein wie wir es immer wieder auf ein Neues sind!) anhand einer Führung durch den großartigen Hofmanager Erwin Denkmayr begutachtet werden konnte! Falls Sie noch nie in Pocking waren – bitte unbedingt nachholen, von Salzburg aus erreichen Sie den Gnadenhof in einer Stunde (www.sternenhof.eu)!
DSC 1313Der Sonntag sollte dann für das bedrohte Taubenprojekt in Salzburg reserviert sein, wir hatten versprochen bei der Betreuung der Tiere zu helfen; schon am Weg durch den neu gestalteten Bahnhof, inmitten der Bauarbeiten, entdeckten wir mehrere Taubennester, in teils hoffnungsloser Lage – die Bahn steckt fast 300 Millionen Euro in die Neugestaltung des Zentrums, und sie wird dabei augenscheinlich nicht zulassen, dass die Vögel erneut Nischen und Plätze finden um ihre Kinder großzuziehen. Überall im Inneren des langsam Gestalt annehmenden Gebäudes sind bereits so genannten Taubenabwehsysteme montiert, meist in Form von hunderten aneinander gereihten Stahlstacheln. Kann man dieses Vorgehen als grausam bezeichnen? Wahrscheinlich nicht, denn jeder Eigner hat natürlich das Recht sein Eigentum entsprechend zu schützen, vor Beschädigung, Diebstahl, oder wie in diesem Falle vor befürchteter Verschmutzung. Dennoch, es ist ein Frage des Gewissens, eine der Verantwortung, welche eine neue Zeit mit sich bringt – aber auch eine der Vorbildwirkung, auch für die Schwächsten der Gesellschaft vorzusorgen; die Bahn hat diese Verantwortung bisher dankenswerter Weise auch bestmöglichst wahrgenommen, indem sie dem Tierschutz eben diese besagten zwei Räume am Dachboden des Hauptgebäudes zur Verfügung stellte, den Tauben damit ein anderes, sicheres zu Hause bot und gleichzeitig das Taubenproblem aus der eigenen Anlage manövrierte; man sollte meinen eine perfekte Konstellation… 

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Tauben am Hauptbahnhof; ein Leben in Nischen…                                   die ÖBB setzt auf unsanfte Taubenabwehr

DSC 1249In der Haupthalle selbst trafen wir dann auf die Taubeneltern Gabriela und Hans; während halb Österreich die frühe Stunde an diesem wunderschönen Sonntagmorgen wohl noch im Bette verbrachte, traumverloren, hatten diese Menschen bereits mehrere Leben gerettet – in der mitgebrachten großen Tasche befanden sich schon einige Jungtauben, gerade eben in letzter Sekunde von den Gleisen geklaubt und aus der Gefahrenzone gebracht oder aus anderer misslichen Lage befreit. Eines der ganz großen Probleme – Plastikfäden! Diese aus Einkaufstaschen, Schnüren, allfälligen Fasern, achtlos auf den Boden geworfen, verwicklen sich sehr oft an den Füßen der Vögel und schnüren bald die Durchblutung ab, was bis hin zur Aputation führen kann.

DSC 1300Nach Instruktionen von Gabriela und Hans starteten wir voller Elan mit der Reinigung der Taubenkobel, eine Schwerarbeit, welche ansonst tagtäglich von den Erstgenannten durchgeführt wird. Das Säubern der Nestplätze ist unumgänglich, es gibt hierfür keine Ausnahme, hat jeden Tag zu geschehen – egal ob man selbst krank, gestresst, mit Arbeit überhäuft ist; der Aufwand ist ein enormer, benötigt mehrere Stunden!
Während  also im Inneren geschrubbt und gespachtelt wurde, machte sich ein zweites Team auf um ein Taubenbaby aus einer gefährlichen Lage zu befreien – in einem Nachbargebäude sollen sämtliche Mauernischen von einer Baufirma zumacht werden, egal ob sich darin Vogelnester befinden oder nicht…

An dieser Stelle gilt ein ganz großes Lob Herrn DI Andreas Mozelt, welcher die Bauarbeiten logistisch bearbeitet und beaufsichtigt, hierfür ca. 60 verschiedene Firmen koordinieren muss. DI Mozelt erhörte die Bitten der Tierschützer und veranlasste einen Baustopp, um Zeit zu geben die Tierkinder zu bergen(möchten sie Herrn Mozelt dafür Dank sangen? Sie wissen wie unheimlich wichtig lobende Worte für zukünftiges Verhalten sein können – Sie  erreichen ihn unter der Adresse office@otte-pessl.at!).
DSC 1276So fanden wir uns alsbald an Leitern wieder, mit Taschenlampen bewaffnet, auf der Suche nach den Kleinen – und prompt fanden wir auch was wir suchten: ein Taubenbaby war durch eine Lücke in der Decke in den Raum darunter gestürzt, auf einen Berg von Gerümpel; es wurde dort zwar von den Eltern gefüttert, doch – wie eine tote Taube in unmittelbarer Nähe eindrücklich bewies – waren ihre Zukunftsaussichten in dem wasserlosen Loch düstere. Von Innen, so stellte sich schnell heraus, sollte es gar keinen Zugang geben, von außen nur über ein Roll-Rollo, welches mittels eines Schlosses fest versperrt war. Über die Decke konnten wir nicht in den Raum, so viel stand fest; zu unsicher gestaltete sich die Tragfähigkeit, noch dazu gut drei Meter tief, so wäre das Hineingleiten vielleicht gelungen, wie jedoch hätte man wieder heraus gekonnt? Der Hausmeister musste her, und nach langer Suche fanden wir diesen, in Form einer hübschen und zudem sehr hilfsbereiten jungen Frau! Deren Hauptschlüssel passte dann tatsächlich, und nicht ohne viel Mühen schafften wir es schließlich die kleine Taube aus dem Meer an Gerümpel irgendwie zu bergen ohne den armen Vogel in eine Ecke zu drängen, von welcher es vielleicht dann keinen Ausweg gegeben und der ‚Zugriff’ unmöglich gewesen wäre. Nachdem wir das Baby in die Obhut von Gabriela gebracht hatten, starteten wir mit dem Verbarrikadieren der Nischen, sodass sich sämtliche Spalten zu Wochen- und Baubeginn garantiert taubenfrei erweisen würde.

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ist man erst einmal konditioniert, entdeckt man sie überall, die oft brutal anmutenden Taubenabwehrsysteme

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inmitten eines Haufens von Sperrmüll aussichtslos gefangen                      gerettetes Leben

DSC 1268In den Taubenzimmern am Hauptbahnhof hatte unser zweites Team inzwischen bereits großartige Arbeit geleistet und die Taubennester von Kot und Schmutz befreit; gemeinsam machten wir uns nun an die Fütterung der Schützlinge, die Wasserschüsseln präsentierten sich bald aufgefüllt und auch das Krankenzimmer war bereits gereinigt und völlig relaxte Tauben begannen mit Körperpflege und ausgiebigen Bädern.
Im Bild links sehen Sie eine weitere Taubensperre, angebracht an einem Gebäude in der Nachbarschaft des Bahnhofes. Natürlich ist es so dass die Tiere Verschmutzungen anrichten, aber solche Maßnahmen zu setzen fällt schon fast unter den Begriff (vorsätzliche) Tierquälerei. Da es sich bei fast allen Stadttauben um Nachkommen ausgesetzter Haustauben handelt, ist die Rechtsfrage eine nicht unwichtige – während für Wildtiere die Stadt wohl keine Verantwortung zu  tragen hat, ist es in diesem Falle wohl etwas ganz anderes, die Situation vergleichbar sogar mit der von ausgesetzen Hunden und Katzen – für welche die jeweilige Gemeinde, Kommune oder Stadt dann zweifelsfrei aufzukommen hat! Und zwar mit humanen Mitteln, wobei die humanste Vorgehensweise in vorliegender Begebenheit ganz sicher den Bau von Taubenkobeln beinhalten würde; und die Streitfrage, ob denn nun Stadt oder ÖBB Schuld an einem allfälligen Scheitern eines Vorzeigeprojketes hätte, dann erst gar nicht aufkommen dürfte!
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DSC 1293Ihnen gilt nun unser ganz großer Dank! So zahlreich haben sie den verantwortliche Politikern und der ÖBB geschrieben, und wie aus inneren Kreisen bereits nach außen drang, stehen die Chancen nun gar nicht so schlecht, dass doch nochmals Gespräche stattfinden! Wir haben die zuständigen Damen und Herren um einen Termin gebeten, zudem bei der Bürgerliste um Unterstützung angefragt. Wie auch immer, was auch immer passiert – das Taubenprojekt darf nicht sterben! Einsätze wie dieser im Bild links am gestrigen Sonntag würden ohne der Unterstützung von Stadt und ÖBB nur mehr sehr schwer möglich sein. Noch immer sind mehr als 500 deren bedroht, unmittelbar vor dem Winter plötzlich ihrer einzige Zukunftsstätte beraubt zu werden. Was so ein Szenarium für die Betroffenen bedeuten würde, ist nur unschwer vorzustellen – wir dürfen das nicht zulassen! Deshalb dürfen wir nicht müde werden den Verantwortlichen zu schreiben! Wir bitten Sie vom Herzen, lassen Sie uns gemeinsam für die Tauben in Salzburg kämpfen! Sie wissen – wir zusammen, und alles wird möglich!!!!

 
Bitte wenden Sie sich an Bürgermeister Heinz Schaden unter buergermeister@stadt-salzburg.at!
An den für das Projekt zuständigen Vizebürgermeister Dipl. Ing. Preuner, bgmstv.preuner@stadt-salzburg.at
An den Salzburger Tierschutz-Ombudsmann Mag. Alexander Geyrhofer: alexander.geyrhofer@salzburg.gv.at
Bitte schreiben Sie an die ÖBB, unterinfra.kundenservice@oebb.at oder/und an Herrn DI Friedrich Mihatsch, Leiter Projektentwicklung OÖ, SBG., T., Stmk., K.; fritz.mihatsch@oebb.at;
Musterbrief (zum kopieren in Ihre E-mail!):
Sehr geehrte Damen und Herren der zuständigen Einrichtungen!
DSC 1323Ich bitte sie, Hr. Bürgermeister der Stadt Salzburg, H. Schaden, unterstützen sie mit all ihrer Macht ihres Amtes, das erfolgreich umgesetzte „Salzburger Stadttaubenprojekt“ am Salzburger Hauptbahnhof. Ich bitte sie, unterstützen sie die notwendigen Verhandlungen der Stadt mit der Österreichischen Bundesbahn, damit die öffentlich betreuten Taubenschläge weiterhin in den Räumlichkeiten der Salzburger-ÖBB verbleiben können! Es lohnt sich für alle Beteiligten.
Ich bitte sie, Hr. Vizebürgermeister der Stadt Salzburg, H. Preuner; geben sie nicht auf, verhandeln sie weiter mit den Entscheidungsträgern der ÖBB, für den Verbleib des Stadttaubenprojektes. Es ist ein Vorzeigemodell für ganz Österreich!
Ich bitte sie, Hr. Tierschutzombudsmann des Landes Salzburg, A. Geyrhofer, versuchen sie alles in ihrer Macht stehende, damit das Salzburger Stadttaubenprojekt, das, wie wir alle wissen, den erwünschten Erfolg gebracht hat, weil die Tiere/Tauben (ca. 500) die meiste Zeit in den Taubenschlägen verbringen, und der Kot auch dort gesammelt werden kann. Und der Bestand der Population am Salzburger Bahnhof kann, durch den Eieraustausch damit sehr gut geregelt werden.
Ich bitte sie, Hr. DI Friedrich Mihatsch, Leiter der Projektentwicklung für OÖ, SBG, T, K, Stmk ÖBB-Immobilienmanagement GmbH, überdenken sie ihre derzeitige Position, das so erfolgreiche, und damit auch für sie so gewinnbringende Stadttaubenprojekt am Salzburger Bahnhof schließen zu lassen. Bedenken sie, dass dieses Pilotprojekt vor zwei Jahren begonnen wurde, damit man die Situation mit den Stadttauben auf eine sehr ethisch bedachte Variante der Konfliktregelung lösen kann. Und dies ist bravourös gelungen: Es halten sich kaum noch Tauben auf den Plätzen um den Salzburger Bahnhof auf! Die Anrainer, Passanten, Geschäftsleute und auch die Fahrgäste der ÖBB reagieren durchwegs positiv auf diesen Erfolg. Ich bitte sie, Hr. DI Friedrich Mihatsch, führen sie die Verhandlungen mit den Verantwortlichen der Stadt Salzburg weiter, und bleiben sie bei ihrem Wort, nämlich ein begonnenes Pilotprojekt, wenn es erfolgreich ist, auch weiter zu führen!
Mit freundlichen Grüßen!
Name:
Anschrift:                                                                                                   Unterschrift:
Wer kann ab Montag, dem 7. November, bei der Bergung vieler Taubenkinder mithelfen? Dann nämlich gehen die Bauarbeiten in eine neue Phase und viele der jetzigen Nester werden hierfür zerstört werden! Wer Zeit und Lust hat, bitte dringend melden, jede Unterstützung wird gebraucht!!!!
Vorankündigung: zur Wochenmitte hin starten wir die große Rumänien- und Bulgarienhilfsfahrt! Durch Ihre Unterstützung konnten wir bereist große Mengen an Gütern sammeln und verladen, dafür sagen wir herzlichsten Dank!!!!!
Was wir noch benötigen würden: Tierheimbedarf, alles für Hunde und Katzen, Tiermedikamente. Jede finanzielle Unterstützung ist lebensnotwendig, solche Fahrten verschlingen große Summe – sind aber überlebensnotwendig! Zudem erwartet uns ein volles Programm, jeder Cent ist am direktestem Wege in den Tierschutz, zur Linderung von Not und Elend garantiert – sollte alles gelingen, Sie werden aus dem Stauen nicht heraus kommen, was alles innerhalb von wenigen Tagen möglich ist!!!

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3. RespekTiere-Weihnachtsbazar! Wer möchte mitmachen? Am Samstag, 17. Dezember, gibt es wieder den großen Bazar mit Flohmarkt, Fotoausstellung, Information, veganen Köstlichkeiten, und, und, und im Salzburger Kleingmainerhof!!!!
Wer möchte dabei sein? Sie können gerne einen Stand betreiben, für den Verein Ihres Vertrauens, können Flohmarktsachen verkaufen und den Erlös der Organisation oder dem Projekt Ihres Vertrauens zukommen lassen! Lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf und sagen Sie uns rechtzeitig Bescheid!
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