Mauretanien Feb. 2012 – erste Impressionen

DSC 0025(2)Noakchott ist keine schöne Stadt, wird vermutlich niemals eine sein; aber sie ist dennoch über die Zeit hinweg zumindest etwas ansehnlicher geworden, sauberer; nach sechs Jahren unserer Tätigkeit hierzulande versucht sich die grösste Ansiedlung in der Sahara heute langsam aber sicher zumindest im Viertel der Botschaften und des Präsidentenpalastes als echte Metropole zu präsentieren.
Ein Umstand, der aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, ist sie doch noch immer eine Stadt des Todes, ein Fakt der ebenso unübersehbar ist; säumen doch unzählige leblose Körper von Eseln, Ziegen und Schafen die Verkehrsinseln und Nebenwege, ohne dass dieses Sterben irgend jemanden auch nur auffallen würde – zu sehr steht das Überleben der Menschen selbst im primären Vordergrund.
Mauretanien ist das Land mit den wenigstens Trinkwassevorräten weltweit; dementsprechend triste zeigt sich die Umgebung, buchstäblich auf Sand gebaute Träume erhabener Größe zerfließen beim Anblick der allgegenwärtigen bitteren Armut wie Schnee in der Frühjahrssonne. Nouakchott hat keine Sekunde seiner Existenz mit den wahrscheinlich hochtrabenden Plänen seiner Erbauer mithalten können, zu sehr ist die Stadt in den natürlichen Beschränkungen gefangen.

Inmitten dem Gewühle von Menschen verschiedenster ethischen Gruppen welche ihr Auskommen untereinander dem Anschein nach bemerkenswert großartig bewerkstelligen, kämpfen zehntausende, manche Quellen sprechen von über 100 000, Arbeitsesel um ein pures Überleben (allerdings ist dieser ethische Friede einer auf äußerst wackeligen Beinen; seit den schweren Unruhen von 1989, wo das Völkergemisch plötzlich und brutal explodiert ist und einige hundert Menschen ihr Leben im Wüstensand aushauchten, teils mit Hacken und anderem Gerät niedergemetzelt, brodelt es in den verschiedenen Schichten; noch immer ist der Konflikt zwischen der maurischen Herrschaft und den schwarzafrikanischen Völkern nicht ausgestanden; der Dialog ist ein schwieriger, und so setzt man viel mehr auf Verdrängung denn auf den Dialog, wohl auch aus Angst, alte Wunden aufzureißen).
Mit teils irrwitzigen Gewichten beladen, bahnen sich die viel zu kleinen Füße der Herrschaft von Eseln einen Weg durch jenen Sand, der so viele Gräueltaten an Mensch und Tier bezeugen kann – noch immer, selbst im Zeitalter des Fortschritts, passiert über 80 % des notwendigen Transportes in der Stadt auf ihren Rücken. Bis zu 1000 kg werden den armen Tieren dabei aufgebürdet, zuallermeist befördern sie Trinkwasser aus den dutzenden Brunnen in der Stadt hin zu den Endverbrauchern. Dabei schleppen sie dann ihren schweren Eisenwagen (wir haben uns davon überzeugt, es ist nur mit vollster Kraftanstrengung möglich diesen – leer – überhaupt nur zu ziehen…) mit jeweils 2 200-Liter-Fässern und dem Gewicht des Fahrers nach sich, immer den Schlägen und den Launen ihres ‚Besitzers’ (Frauen finden sich keine welche mit den Eseln arbeiten) hilflos ausgeliefert.
 

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Mauretanien, nach einem Militärputsch von einer ‚demokratischen Diktatur‘ regiert, gilt als das Land mit dem höchsten Sklavenanteil in seiner Bevölkerung – Quellen sprechen von rund 600 000 (bei nur wenig mehr als 3 Millionen EinwohnerInnen) – über diese Zahlen entbrennt allerdings regelmäßig ein Streit; mag es sein wie auch immer, aber ganz gewiss, erhalten die Tiere jemals die ihnen ohne jede Frage zustehenden und bisher verwehrten auch nur kleinsten Rechte, all diese bis zu 100 000 Esel dürfen ohne jedes schlechte Gewissen der unumschränkten Sklaverei zugeordnet werden…
Tatsächlich arbeiten sie von früh bis spät, Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, meist an 365 Tagen ihm Jahr, ohne Unterbrechung, so lange ihre geschundenen Körper von den schmalen Beinen getragen werden. Sie sind übersäht mit Wunden, oft blutenden, mit Narben, mit zur Wiedererkennung ins Fleisch geritzten Kennzeichnungen, mit Leid und Kummer überschüttet, zu einem tränentreibenden Ausmaß. Dazu ist ihre Ernährung dann auch noch eine denkbar schlechte, der Großteil deren besteht aus zerkleinerten Kartons, der Rest aus dem Finden von Abfall, wenn sie des Abends aus ihren Fesseln gelöst werden.
Schwere Schläge zeichnen ihren ans Unerträgliche grenzenden Alltag, den permanenten Weigerungen ihrer ‚Besitzer‘ sie als leidende und fühlende Wesen zu erkennen, ohne wenn und aber hilflos ausgeliefert; Tierschutz steckt hier noch in den Kinderschuhen, ist in Fakt praktisch nicht vorhanden, Tierquälerei wird dementsprechend weder als Delikt gesehen noch als moralisch verwerflich erkannt. Allerdings, ein mahnender Zeigefinger aus Europa ist der falsche Weg um diesen Missstand zu bekämpfen, denn der Hintergrund der Misshandlungen ist ohne Zweifel ein zu subtiler, ein auf den ersten Blick vielleicht nicht erkennbarer. Das Schlagen resultiert dann, so würde es der/die PsychologIn benennen, aus einer furchtbaren Mischung von Trostlosigkeit, Zukunftsangst und Hoffnungslosigkeit; es ist ein monotones Begleiten eines an Schwere kaum zu überbietenden Daseins, Frustabbau, ein Damoklesschwert über den Köpfen der Menschen. Tatsächlich ist es so, dass der Westen all diese Länder noch immer ausbeutet, heute vielleicht noch viel stärker als jemals zuvor in der so gewaltbehangenen Geschichte afrikanischer Nationen; wie sagte doch der UN-Sonderberichterstatter Jean Ziegler in einer Rede? ‚Es kommt nicht darauf an den Menschen der dritten Welt mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen!‘. ‚Das Imperium der Schande‘, nennt er sein unglaublich ergreifendes Buch, und genau so ist es auch, ein wahrhaftiges Imperium der Schande, welches wir über den Köpfen der hungernden und leidenden Bevölkerung Afrikas errichtet haben! Und es gibt nichts zu Beschönigen, ken Umstand, der uns der Täterschaft entheben könnte, jeder Versuch hierzu entlarvt sich selbst der Lächerlichkeit.
Dabei geht es nicht nur um Rohstoffe, am Beispiel Mauretaniens vor allem von China in Beschlag genommen, mit teils irrwitzigen Verträgen, welche auf Jahre hinaus dem Roten Drachen alle Türen in die Erz- und Fischkammern des Landes öffnen, sondern auch um die systematische Zerstörung der Selbsthilfe eines Landes; wie können zum Beispiel lokale Bauern überleben, wenn die hoch geförderten Importe aus dem Ausland – hier spielt auch die EU eine wesentliche Rolle – um teilweise 2 Drittel billiger zu erstehen sind?  Beispiel Milch: während in den wenigen Supermärkten Nouakchotts europäische Milch zu einem Dumpingpreis angeboten wird, warten die Nomaden am Rande der Stadt mit ihren Kamelherden immer öfters vergeblich auf Kundschaft. Die Abhängigkeit der afrikanischen Staaten ist eine gewollte, eine prolongierte; während europäische, asiatische und amerikanische Schiffe den Ozean vor der ehemals fischreichsten Küste der Erde abgrasen, oft und meist keinerlei Rücksicht auf Arterhaltung oder Naturschutz nehmend, bleibt den einheimischen Fischern kaum mehr genug um zu überleben. Sie verkaufen ihre farbenprächtigen Boote, immer öfters an skrupellose Menschenhändler, oder werden selbst zu solchen, welche denn abertausenden Flüchtlingen einen Zugang ins Paradies Europa versprechen; und immer mehr der ihren siedeln sich in den wachsenden Elendsviertel der Städte an; abgeschnitten ihrer Ressourcen, in Küstennähe gibt es immer weniger Fische, weiter hinaus können sie sich nicht wagen, weil dort die riesigen Schlachtschiffe aus allen Teilen der Welt ihr unseliges Handwerk betreiben und keinerlei Rücksicht auf die in ihrem monströsen Schatten wie Ameisen wirkenden Boote nehmen – ein Zusammenstoß wäre immer tödlich.
So sind die Menschen Mauretaniens in einem Netz von Ausbeutung, bitterster Armut, Hunger und Zukunftslosigkeit hilflos gefangen, ihr karges Dasein bestreiten sie in einer Welt ohne Notausgang. Ihre Seele ist eine gebrochene, psychisch wie physisch, und diese Gebrochenheit wirkt sich auch auf den Umgang mit den Allerschwächsten der Gesellschaft aus – auf fatale Art und Weise, wie die Esel Mauretaniens bitter bezeugen. Die Menschen des Wüstenstaates sind schattenlose Wanderer in einer Welt die sie scheinbar nicht liebt; Zukunftsdenken ist nicht ihres, es gibt keine Planung für das Morgen, das Dasein ist auf das Hier und Jetzt beschränkt. Zu unsicher sind die Aussichten, zu ungewiss das primäre Ziel des Überlebens selbst. Hoffnung ist eine zarte Pflanze, und ein europäisches Sprichwort sagt schön und blumig, sie stirbt zuletzt. Hier allerdings harrt sie noch immer ihrer Geburt.
 
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Natürlich, Armut kann und darf niemals eine Rechtfertigung für Tierquälerei darstellen. Bevor wir uns aber in Anschuldigen zwecks des Umganges mit den Tieren verlieren, bedenken wir – durchschauen wir die bluttriefenden Schleier des gefrönten Kapitalismus, dieses Netz gesponnen aus erzeugter Abhängigkeit, so können wir erkennen, warum das alles hier passiert; überlegen Sie: wir wissen heute ganz genau dass der Kauf von was auch immer erzeugt in einem Dritten-Welt-Land den BewohnerInen dort in keinster Weise zugute kommt, denn sie sind ausgenommen einer Gewinnspannenberechnung der weltumspannenden Konzerne, welche diese Märkte kontrollieren und wie ‚Blutsauger ihre Opfer kraftlos zurücklassen. Alle Wirtschaft in der Hand der Mächtigen, multinationale Konzerne, welche jeglichen Gewinn abschöpfen, den Menschen vor Ort, ob in Afrika, Asien oder Lateinamerika, bleibt nur geschundene Erde und verwüstetes Land zurück. Ausgenommen, zumindest in den überwiegenden Fällen: wir kaufen Bio- und Fair-Trade-Produkte! Tun wir das nicht, dann, so schrecklich und unvorstellbar das nun auch klingen mag, führen wir mit jedem Einkauf von zum Beispiel Fisch aus dem Atlantik ob dieser Überlegungen die Hand des kleinen Mannes, der seinen Esel in den Straßen einer Elendshochburg Afrikas schlägt, mit, tragen zu seiner Verzweiflung, Abgestumpftheit, unseren Teil bei – jeden Tag auf ein Neues!
Bedenken Sie ebenfalls: essen wir Fleisch, so verlieren wir von selbst jedes Recht jemanden anderes der Tierquälerei zu bezichtigen; wiederum: kauft man nicht zumindest Bio – oder noch viel besser, verzichtet man nicht völlig auf tierliche Lebensmittel, so muss man davon ausgehen, dass das erstandene ‚Produkt‘ unter tierquälerischen Umständen entstanden ist; so ist es einmal mehr unsere Hand, die zur Tierquälerei führt, wir geben den Auftrag dazu, lassen nur andere die Drecksarbeit machen – aber macht uns das besser als jenen Mann, der in Afrika seinen Esel schlägt?

Wussten Sie, dass der weltweite Militärapparat rund 1000 Milliarden Dollar im Jahr verschlingt? Dass noch nie ein Krieg, von welch barmherzigen vordergründigen Zielen auch getrieben, den Hunger und die Nöte beenden konnte? Wussten Sie, dass eine wirksame Bekämpfung des Hungers auf der Welt dagegen ‚nur‘ (in Anbetracht oben genannter Zahl fast lächerliche) rund 20 Milliarden Dollar kosten würde? Dass der Zugang zu Trinkwasser für alle Menschen dieser Welt dieselbe Summe verschlingen würde?
Erkennen Sie die Heucheleien der Mächtigen? Die gewollte, geplante, rücksichtslos durchgeführte Unterdrückung des Schwachen?

Aber zurück zu ‚unseren‘ Eseln; all die beschriebenen Bürden ertragen diese wunderbaren Tiere mit der ihnen zugedachten beinahe stoischen Ruhe, einer von Gott gegebenen Würde, welche sie zu so besonderen Wesen macht.

Unsere Bemühungen für sie haben 2005 ihren Anfang genommen und sind bis zum heutigen Tage immer wieder verstärkt worden. Im Moment können wir auf die Mitarbeit von drei Ärzten bauen, wovon einer fünf Tage die Woche, der andere 2 und letzterer an einem Tag den als Sysiphus-Arbeit erscheinenden Kampf aufnimmt. Aber mit Sysiphus, dem  von den Göttern bestraften, hat der Aufwand nichts zu tun, denn die Früchte dieser Mühen sind bereits allgegewärtig sichtbar!
 

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DSC 0069Wir erreichen Nouakchott am frühen Nachmittag; es ist Winter hier, aber mit Kälte hat die Jahreszeit nichts gemein; zumindest nicht für Menschen aus dem Norden, denn das Thermometer wird im Laufe der Woche die 30-Grad-Marke wieder deutlich überschreiten.
Es weht ein allerdings ein lebhafter Wind, die Luft gespeist mit Wüstensand, der in alle Poren zu kriechen versucht. Das Land ist ausgedörrt, es hat seit Monaten keinen Tropfen geregnet, die Weltgesundheitsorganisation sowie alle Menschenhilfegruppe bereiten sich auf eine neuerliche Hungerkatastrophe epochalen Ausmaßes vor.
Die politische Situation ist, genau wie die klimatische, eine unruhige, eine besorgniserregende. Der ‚Arabische Frühling‘ hat vor den Grenzen Mauretaniens kurz Halt gemacht, zu stark ist die Präsenz der Regierungstruppen; dennoch ist der erzwungen innerstaatliche Friede ein wackeliger, ein unstabiler. Es gibt, im Schatten der Weltöffentlichkeit, seit Monaten Kundgebungen gegen die Machenschaften des Militärpräsidenten, in wenigen Tagen werden wir inmitten eines solchen Protestes landen; Tränengasgranaten werden fliegen, ohrenbetäubenden Schreie einer in ungeordnete Panik geratenen Menschenmenge, gejagt von einer Hundertschaft Militärs und Polizei in voller ‚Battle-Gear‘, wie fremde Krieger einer anderen Welt in roboterähnlicher, gummiverstärkter Einkleidung, mit Schildern und Schlagstöcken bewaffnet, immer hinter der Meute fliehender DemonstrantInnen die Straßen auf- und ablaufend, auf der Suche nach den meist jugendlichen ‚Provokateuren‘. 15 der ihren werden verhaftet werden, deren weiteres Schicksal ungewiss. Für den ungeübten europäischen Zuseher fast bürgerkriegsähnliche Umstände.

Ein energiegeladenes RespekTiere-Team ist angereist; so verstärkt der wunderbare Dr. Matthias Facharani (www.tierarzt-facharani.de) aus Bayerisch Gmain unsere Mannschaft, wird eine Woche lang mit den Ärzten vor Ort zusammenarbeiten, nach neuen Strategien suchen; als ausgebildeter Tropenarzt, mit ägyptischen Wurzeln und des Arabisch mächtig, ist er die Personifizierung all unserer Bemühungen! Sylvia Reiter ist mit dabei; sie, ebenfalls aus dem benachbarten Bayern, ist promovierte Biologin, jung und voller Elan, und sie wird hier einer enorm wichtigen Aufgaben nachkommen; Sylvia wird volle 6 Wochen bleiben und dabei Aufzeichnungen sammeln, welche für die Zukunft des Projektes von immensen Wert sein werden – die Erkennung der Krankheitsbilder, Medikamentenverbrauch, Krankheitsverläufe, Wirksamkeit eingesetzter Mittel, und, und, und; dazu ist sie ausgebildete Hufschmiedin, ein Beruf, welcher hier unbekannt ist – und wie wir bei all unseren Besuchen festgestellt haben, aber von geradezu enormer Wichtigkeit wäre!

DSC 0080Dies hier soll Ihnen als Einleitung dienen, für eine Reihe themenbezogener Newsletter, welche wir in den nächsten Wochen über unsere Mission in Nouakchott veröffentlichen werden; dabei werden Sie von großen Erfolgen erfahren, von der schier überwältigenden Arbeit unserer Ärzte vor Ort, des schlichtweg ergreifenden Einsatzes des Dr. Facharanis und der Biologin Sylvia Reiter. Für uns sind die beiden ReisebegleiterInnen in der relativ kurzen Zeit des gemeinsam Aufenthaltes zu einem Inbegriff der Menschlichkeit geworden und ihre Arbeit, ihre überwältigenden Initiativen hin zu einer Verbesserung der Ist-Situation hier an einem der ärmsten Plätze der Erde, zur Ode an Tierliebe.
Dr. Facharani (im Bild links) hat für die Reise seine Klinik in Bayerisch Gmain für eine Woche geschlossen, ein Verdienstentgang, der ihn aber in keinster Weise beschäftigt, vielmehr erfüllte ihn die wartende Aufgabe mit tiefsten Empfindungen. Wir werden demnächst auch ein Interview mit diesem so bemerkenswerten Vertreter seine Zunft führen, welches wir Ihnen selbstverständlich nicht vorenthalten werden.

Wir haben Tiere in unseren Armen sterben gesehen, haben schreckliche Wunden zu behandeln versucht, haben Aussichtslosigkeit erkennen müssen, die herzzerreißende Tragik des letzten Bewohners des ehemaligen Zoos von Nouakchott – Sie erinnern sich bestimmt an das arme Krokodil – erneut bekämpft; wir waren in einem Moment am Boden zerstört, um im anderen aufgefangen zu werden von überwältigenden Emotionen, wenn einem Esel wirklich geholfen werden konnte; wir haben die Stätte des Todes, den Eselmarkt von Nouakchott, besucht und von der Schwere der Aufgabe gezeichnet des Nachts oft kaum ein Auge zugemacht; wir haben den Ärzten vor Ort so ungemein wertvolle Anregungen hinterlassen können, die Arbeit optimiert, den Umgang mit den Tieren angeklagt und gesehen, dass unsere jahrelangen Botschaften langsam aber stetig den Nährboden für echte Fortschritte aufzuweichen beginnen. So traurig sich die Situation in der mauretanischen Hauptstadt auch immer präsentiert, so hoffnungsvoll sprießt der Funke der Menschlichkeit; wo immer der weiße Mann die Erde berührt, stirbt sie, ist ein so wahres Sprichwort vieler Indianervölker; hier aber, so vermessen das nun auch klingen mag, hat unsere Handschrift die Kraft zur Heilung und sagten wir vorhin, die Hoffnung harrt ihrer Geburt, so haben wir zumindest im Umgang mit den Eseln, mit dem Schutz der Tiere allgemein, vielleicht bereits die Wehen eingeleitet!

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