Hornbach will uns mundtot machen! Protest gegen Ikea

Die Fa. Hornbach (Baumarkt) will uns mit einer wiederholten Klagsdrohung mundtot machen.
Trotzdem werden wir nicht aufhören, solche Tierhaltungsmethoden anzuprangern.

Es ist eigentlich unfassbar – der riesige Konzern Hornbach, welcher sich in seiner Werbung so gerne so kundennah gibt, fordert uns anhand eines Anwaltschreibens nun schon zum zweiten Male auf themenbezogene Artikel aus dem Netz zu nehmen, weil er ansonsten gerichtlich gegen uns vorgehen wird! Sind wir in erstem Falle dieser Aufforderung noch nachgekommen, haben wir uns dieses Mal eindeutig dagegen entschieden – kommt das Ganze doch bei einer Befolgung einer Zensur gleich; heisst mit anderen Worten: die Meinungsfreiheit wird getreten, man dürfte nur noch verfassen, was den Wirtschaftsbossen genehm ist…

Was aber war passiert? Sie wissen, wir kämpfen schon seit vielen Jahren für bessere Bedingungen der sogenannten ‚Futtertiere‘, also Insekten, welche in winzigen PVC-Boxen gefangen den KundInnen angeboten werden, um letztendlich als lebender Nahrungsvorrat für exotische ‚Haustiere‘ zu dienen. Deren Haltung stellt unserer Meinung nach einen eindeutigen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar, und noch dazu einen eklatanten; lesen wir dort doch folgendes: der § 5 des Tierschutzgesetzes, Unterpunkt 10: ‚…gegen das Gesetz verstößt wer: ‚ein Tier Temperaturen, Witterungseinflüssen, Sauerstoffmangel oder einer Bewegungseinschränkung aussetzt und ihm dadurch Schmerzen, Leiden, Schäden oder schwere Angst zufügt‘; Punkt 13 verlautet: ‚…gegen das Gesetz verstößt, wer ‚die Unterbringung, Ernährung und Betreuung eines von ihm gehaltenen Tieres in einer Weise vernachlässigt, dass für das Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind oder es in schwere Angst versetzt wird‘; weiters lesen wir im §16, Punkt 1, dass ‚…die Bewegungsfreiheit eines Tieres nicht so eingeschränkt werden darf, dass dem Tier Leiden, Schmerzen oder Schäden zugefügt werden oder es in schwere Angst versetzt wird‘.

All diese Punkte werden augenscheinlich und wohlwissend (wir haben hier aberdutzende Anzeigen eingebracht) beim Verkauf von ‚Futtertieren‘ ignoriert!!!

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Die Bildserie belegt den Wahnsinn: eine Packung mit 10 Heuschrecken, davon fünf der Tiere – 50 % – bereits tot im Geschäft!!!

Wir werden uns der Herausforderung stellen, weil wir den Ansatz der Hornbach-AnwältInnen nicht nachvollziehen können. Warum? Man muss grundsätzlich zwischen wertenden Äußerungen ("das ist Tierquälerei") und jenen Tatsachen unterscheiden, auf denen die wertenden Äußerungen beruhen. Das heißt in unserem Fall, die Schilderung, wie die Tiere gehalten werden, müssen wahr und beweisbar, d.h. dokumentiert sein. Was natürlich zutrifft, jede/r kann sich bei einem Besuch im Geschäft davon überzeugen. Die in unseren Schreiben getätigte Bewertung unterliegt dem Recht auf freie Meinungsäußerung.

Ob, wie im Anwaltschreiben verlautet, Hornbach die EU-Verordnung einhält, spielt dabei keine Rolle, zumal unserer Ansicht nach das Tierschutzgesetz ganz eindeutig übertreten wird.

Zudem haben wir nie behauptet, Hornbach verletzt das Tierschutzgesetz, vielmehr prangern wir die Gesetzeslage an, da diese gewisse Grauzonen bietet, welche sich jenseits des eigentlichen Tierschutzgesetzes befinden.

In diesem Wissen stehen wir den kommenden Ereignissen gelassen gegenüber!

Wer Hornbach bitten möchte den ‚Futtertieren‘ bessere Bedingungen zu bieten oder/und von einer Fortführung der Klage gegen uns abzusehen, kann dies unter der Adresse info_at@hornbach.com oder international unter info@hornbach.com tun!!!

Vorankündigung: am Montag, 06.August, geht um 18 Uhr das Radio RespekTiere wieder on-air! Thema der Sendung wird eine allgemeine Betrachtung des Tierversuches sein. Zu empfangen über die Radiofabrik auf 107,50 oder 97,3, oder über Cable Link 98,6! Eine Wiederholung der Sendung wird am kommenden Samstag, 11. August, um 9 Uhr vormittags ausgestrahlt. Diese sowie alle bisherigen Sendungen sind natürlich auch im Netz auf cba.fro.at nachzuhören – einfach ins Suchfeld rechts ‚respekTiere‘ schreiben!

Vor Ikea gab es diese Woche erneut einen Protest gegen das Krebsessen 2012!
Wieder war dabei die Filiale Salzburg im Visir der TierschützerInnen. Und wieder galt die Botschaft ‚Gekocht werden tut weh‘, wobei ein Aktivist seinen Köroer in roter Farbe getaucht hatte, eine Aktivistin im Todeskostüm den düsteren Eindruck unterstrich! ‚Kultur beginn am Esstisch‘, war auf einem Transparent zu lesen, Kultur verliert sich allerdings bei einer ‚All you can eat‘-Mentalität wie sie beim Krebsessen für rund 20 Euro gegeben ist, ins Bodenlose…
Ähnlich den Protesen davor und an anderen Orten erschien nach einiger Zeit eine sehr freundliche Dame im knallgelben Ikea-Shirt und forderte uns nett aber bestimmt auf, den Platz vor dem Eingang zu verlassen. Sofort erhielt sie Unterstützung von einem männlichen Kollegen, beide waren der Meinung wir hätten den falschen Platz gewählt: Ikea Salzbureg nämlich, so viel Lob sollte an dieser Stelle Platz finden, beteiligt sich in diesem Jahr extra nicht am ‚Festessen‘, weil die Angestellten der Filiale wirklich mit tierfreundlciher Einstellung punkten!
Dennoch, eine derartige Kampagne richtet sich niemals gegen einen einzelnen Standort – soll sie doch Ikea als Konzern dazu bewegen, Abstand zu nehmen von derartigen Veranstaltungen! Ikea hat ein nettes Image, wir bitten die Verantwortlichen nochmals vom Herzen, bewahren Sie sich dieses! Allerdings wird ein derartiges Bestreben auf die Dauer nur dann möglich sein, wenn Sie von ‚Festlichkeiten‘ wie dem Krebsessen – neben der Grausamkeit des Zu-Tode-Kochens werden die Tiere auch noch tonnenweise aus China importiert und damit ein unfassbarer ökologischer Fussabdruck hinterlassen – in Zukunft absehen!!!

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