respekTIERE IN NOT im Einsatz in der Slowakei; 2 Hunde suchen ein zu Hause

 

respekTIERE IN NOT war auch zur Jahreswende unterwegs in Sachen Tierhilfe, und zwar haben wir einmal mehr ’unsere’ zwei Tierasyle in der Slowakei, Frau Havranovra und ihre Katzenherberge in Bratislava, sowie Herrn Viliam Jaros im weit entfernten Dubnica, besucht. Mit uns im Gepäck hatten wir dann natürlich auch wieder jede Menge an Tierfutter und Katzenheim-Ausstattungsgegenständen wie Kratzbäumen und dergleichen. Dass die neuerliche Hilfsfahrt so erfolgsversprechend angetreten werden konnte, verdankten wir dann zu einem großen Teil auch der so fantastischen Frau Cosma Stöger, welche für sich ganze Berge von Tiernahrung sowie Tierheimbedarf zusammengesammelt hatte und dann auch gleich selbst mit uns mitkam!

 

Ein kurzer Reisebericht: wir erreichten gegen Mittag an einem strahlend schönen Wintertag Frau Havranovras kleines Asyl am Rande der slowakischen Metropole.

Es sollte einmal mehr ein äußerst herzliches Zusammentreffen sein – und ein sehr aufschlussreiches noch dazu! War doch wie bei unserer letzten Hilfsfahrt auch dieses Mal der junge und so aktive Tierschützer Andrej anwesend, ein Fakt, der uns vieles so sehr erleichtert und uns umso hoffnungsvoller in die Zukunft blicken lässt – setzt der sich doch ein wo er nur kann und spricht noch dazu ganz ausgezeichnetes Deutsch!

Auch konnte inzwischen das durchgenagte Mauerwerk, wo – Sie erinnern sich bestimmt – noch vor kurzem Ratten in das kleine Häuschen eingedrungen waren, verbetoniert werden. Der Umstand, dass alles Essbare aus dem Raum in die Sicherheit eines weiteren gebracht wurde, tat wohl sein Übriges, um eine für den Moment mehr als zufrieden stellende Lösung zu erreichen – das Haus ist nun zumindest wieder frei von Nagern!

   
   

Fotos, erste Reihe: Frau Havranovra beim Zubereiten der Mahlzeit; die Katzen bekommen Fertignahrung und dazu wird einmal am Tag ganz allein für sie gekocht!; rechts: Katzenstube rund um den Ofen; Reihe zwei: im Wohlfühlkorb, welchen Sie gespendet hatten!; rechts: Frau Havranovra mit ihrem inzwischen 10 Jahre alten Liebling, der leider Fremde schnappt; so bleibt er wohl im Asyl, wo er seit seiner Kindheit ist.

Die direkte Verbindungstür zu den Katzengehegen, wo Ratten ebenfalls bereits eingedrungen waren und dort zur tödlichen Gefahr für die Katzen mutierten, ist nun mit einer undurchdringlichen Blechverkleidung verstärkt. Der von uns gekaufte und angeschlossene Ofen arbeitet hervorragend – wie wichtig dessen Erwerb war, zeigt eine sehr aussagekräftige  Anekdote: er erste Weg der Frau Havranovra sollte nämlich der zum Thermometer sein, wo sie uns stolze 20 Grad Innentemperatur zeigte!

Für das Jahr 2012 sind die Renovierungsarbeiten in Bratislava somit abgeschlossen; gleich Anfang Jänner muss nun mit der Behörde über die Weiterführung des Asyls gesprochen werden, bis jetzt hat die zuständige Stelle noch keinen diesbezüglichen Vertrag angeboten – auch wurde alle bisherigen Zahlungen von Stadtseite aus eingestellt. So wartet Frau Havranovra sehnsüchtig auf die Auszahlung so dringend benötigter finanzieller Mittel, wozu die Stadt eigentlich selbstverständlich verpflichtet wäre – ist Frau Havranovra’s Einsatz letztendlich doch einer für die Allgemeinheit! Leider ist es aber nun wie fast überall im Osten so, dass besonders in Krisenzeiten wie wir nun mal haben gerne und zuallererst auf alle den Tieren zugute kommenden Zahlungen vergessen wird und die Behörden nichts unternehmen, um die Situation für diejenigen, welche sich um unsere Mitgeschöpfe kümmern, halbwegs erträglich zu gestalten. 

Andrej hat inzwischen – was wunderschön ist – auch in Bratislava selbst Menschen informiert und Aufrufe gestartet; es wurden daraufhin tatsächlich viele Sachen gespendet, und auch rund 500 Euro konnten auf diesem Wege eingenommen werden – worauf wir mehr als stolz sind, denn Hilfe zur Selbsthilfe, dass ist es, was uns bei allen auswärtigen Projekten als absolute Königsdisziplin gilt! So schön zu sehen dass sich in Bratislava nun derart viel in diese Richtung tut!

Wir trinken Kaffee und unterhalten uns herzlich; diese Menschen hier sind uns fast zur Familie geworden, was gäbe es Schöneres zu sagen! Dennoch verschließen wir unsere Augen aber zu keiner Sekunde vor den Fakten, und die sind nicht immer sehr erhebend; so berichtet Frau Havranovra unter Tränen, noch während sie wie jeden Tag ein Essen für ihre Lieblinge von Hand zubereitet, von den vielen, vielen Problemen, mit welchen sie tagtäglich zu kämpfen hat.

Was 2013 geschehen soll, dass ist natürlich das Hauptpunkt unserer Unterhaltung. Und ja, es wird viel passieren, derartiges zu behaupten, dafür brauchen wir uns nicht wirklich aus dem Fenster zu lehnen. Sobald nämlich der neue Vertrag – der wie wir hoffen im Moment nur eine Verzögerung erfährt – abgeschlossen ist, werden wir gemeinsam mit Andrej mit einigen weiterführenden Renovierungsarbeiten beginnen; auch ein Treffen mit der Stadtverwaltung steht an, wo endlich sichergestellt werden muss dass Frau Havranovra den finanziellen Zuschuss – welche ihr für die so wichtige Arbeit, eine Arbeit, deren Erledigung eigentlich der Stadt selbst obliegen würde, unbedingt zusteht – auch regelmäßig erhält. Wir blicken mit Freude gemeinsamen Kundgebungen und Infoständen entgegen und auch an den Katzenfreiläufen werden wir Neuerungen gestalten – doch davon wenn es so weit ist!

 

Bitte bleiben Sie dem kleinen doch so feinen Katzenasyl inmitten einer boomenden Großstadt, wo der fortschreitende Kapitalismus alles in seiner Umgebung mit eisernen Fingern umkrallt und festhält, auch weiterhin treu – wir bitten Sie vom ganzen Herzen!

 

Die Sonne senkt sich langsam in einen eisblauen Horizont, als wir uns auf der modernen Autobahn in Richtung Dubnica wieder finden. Die Landschaft rings um uns ist gezeichnet von winterlichen Frösten, wirkt erstarrt und leer. Es gibt darin kaum Abwechslung, sturmgepeitschte Bäume zieren wie Mahnmale des ungebrochenen Geistes den Weg, Gebäude starren wie stumme Zeugen einer vergangenen Epoche dem Betrachter entgegen. Ihre Zeit ist längst abgelaufen, von den Elementen zernagt, von Wind und Wetter gebeugt, scheinen sie in Demut und mit aller Würde auf ihren endgültigen Abschied zu warten; und der wird kommen, unweigerlich, er wird den Weg freigeben für die Moderne, welche in eiligen Schritten herannaht und als Feind gekommen ist, alles Alte und Gebrechliche ausradiert, als selbstherrliches Gebot einer schnelllebigen Zeit….

Kurz vor Dubnica dann eine Schrecksekunde – ein dumpfer Schlag gegen den Autoboden lässt uns jäh und unverhofft aus den Tagträumen erwachen! Wie dramatisch die Situation ist, begreifen wir im Moment noch gar nicht; kennen Sie das Gefühl, wenn Schlimmes passiert, und man sich dennoch und im vollsten Wissen dass die Situation sich blitzschnell zu einem zu Realität geworden Albtraum auswachsen könnte, in Schönfärberei flüchtet, um nur ja nicht der bitteren Wahrheit ins Auge sehen zu müssen?! Die Konfrontation mit jener hinauszögert, wohl ahnend, sie wird zwar unweigerlich folgen, doch den Augenblick gilt es festzuhalten, ganz so als ob er dann an der Tatsache etwas zu ändern imstande wäre?

 

Foto: nur durch die so selbstlose Hilfe eines jungen Mannes konnten wir die Fahrt überhaupt fortsetzen!

Dem Himmel sei Dank befinden wir uns nun schon in der Nähe von Dubnica, die Fahrt wird inzwischen zur Tortur – jedes Bremsmanöver zieht unweigerlich einen Lärm nach sich, eine Mischung aus Donnergrollen und dem Zusammenprall von Metallgegenständen, sodass es uns Angst und bange wird. Dennoch setzen wir den Weg unbeirrt fort, was bleibt uns auch anderes übrig – es ist nun Sonntagabend, wir inmitten eines fremden Landes, nicht vertraut mit den lokalen Gegebenheiten, der Sprache; wir können wohl nicht einmal das Problem selbst artikulieren, geschweige denn überhaupt eine offene Werkstatt finden! Viliam wird uns helfen, darin besteht die Hoffnung!

Wir erreichen mit Müh und Not, fast im Schritttempo, das Asyl an den Rändern der stadtumgebenden Hügeln; queren verlassenes Fabriken, welche dort nach neuem Leben flehen, zerborstene Fenster, bröckelndes Mauerwerk; einst Stolz der Stadt, die eigene Industrie, jetzt stumme Zeugen einer vom Wind verwehten Philosophie. Denkt man darüber nach, über die eigentlichen Werte des Kommunismus, über das, was die Politik dann aus Friedrich Engels‘ und Karl Marx‘ Ideen gemacht hat, über tollwütige Herrschaft, Tyrannei, unfassbaren Verrat an den untergebenen Menschen, dann belastet sehr schnell eine fühlbare Einsamkeit das Gemüt.

Irgendwo, zwischen alten Lagerhallen und gebrochenem Asphalt, findet sich Viliam Jaros’ Asyl, der einzige Ort weit und breit wo Menschlichkeit auch auf tierliches Leben ausgeweitet wird. Seit vielen Jahren kommen wir nun schon hierher, und es ist immer wieder eine große Freude, diese Oase in stürmischer See zu erreichen. Das Asyl selbst ist gezeichnet von den Zeichen der Zeit, aber genau wie in Bratislava verweigern die örtlichen Behörden auch hier fast jegliche Unterstützung. Und dass obwohl Viliam’s Platz der einzige Hort in weiter Umgebung ist, wo alle Gestrandeten eine sichere Herberge finden, und nicht nur Vierbeiner – immer schon beherbergt er fünf und mehr Obdachlose, die Ausgestoßenen der ‚Neuen Welt’, in der ‚Gemeinschaft’ eine zunehmend sinnleere Formulierung darstellt, jeglichen Halt zu verlieren droht. Jene Bedürftigen bekommen bei ihm Mahl und Bett, im Gegenzug helfen sie bei den täglichen Arbeiten im Heim. Zurzeit beherbergt dieses nach Viliam’s Angaben rund 50 Hunde, darunter auch einige Angehörige der wohl abgestraftesten Rassen unserer Zeit, angefangen von einer augenscheinlich sehr alten Bulldogge bis hin zum Stafford-Terrier. Früher gab Viliam auch noch Dutzenden Ziegen und vielen Pferden ein zu Hause, doch diese Option hat die Behörde längst verboten – alle diese Tiere mussten weg und schweren Herzens, mit Tränen in den Augen, fand Herr Jaros für sie Plätze bei befreundeten Landwirten.

 

Foto: sogenannte ‚Kampfhunde‘ haben auch in der Slowakei einen äußerst schweren Stand, sind nahezu unvermittelbar…

Noch bevor wir uns um das Problem mit dem Auto kümmern gehen wir durch die Zwingerreihen. Traurige Augen verfolgen uns dabei, alle BewohnerInnen unfassbar freundlich gegenüber den Fremden die wir nun mal sind. Für sie alle haben wir Kauknochen mitgebracht und Minuten später sind aus den Gehegen wohlwollende Essgeräusche hörbar.

Es ist uns eine Ehre, wir können einige hundert Kilos an Hundefutter hier lassen, eine Menge, die wohl wieder für einige Zeit hungrige Bäuche zu stopfen vermag.

Nun kommt Gott sei Dank und unbeachtet der bereits fortgeschrittenen Stunde auch noch die uns inzwischen so liebgewonnene Lehrerin Frau Drahusa vorbei, welche ganz wunderbar Deutsch spricht! Sie ist uns besonders in der jetzigen Situation als Übersetzerin wieder einmal unentbehrlich, nebenbei ist es eine wahre Freude mit ihr ins Gespräch zu kommen weil sie derart interssiert an allen Vorgänbgen ist, jedermann/frau so viel von ihr lernen kann!

Wir erklären Frauz Drahusa unser Problem und nach der Übersetzung greift Viliam sofort zum Telefonhörer – schon kurz darauf beginnt ein von ihm herbeigerufener Mechaniker trotz der späten Wochenend-Stunde und den sehr ungastlichen Temperaturen sofort mit der Arbeit. Selbst der tiefe und unebene Untergrund hält ihn nicht von seinem Einsatz ab und schon kurze Zeit später hat er die Ursache des Problems gefunden – und die Aussichten sind keine guten: die Bremse hat sich völlig gelöst, der Sattel ist so gegen die Felge geschlagen; wir wären keine zwei Kilometer weit mehr gekommen, meint der Retter in Not. So sicher wie das Amen im Gebet hätte die Fahrt spätestens dann in einem fatalen Unfall geendet, welcher zumindest dem Wagen, vielleicht auch uns selbst das Leben gekostet hätte… 

Was war vorfallen: zwei Halterungschrauben hatten sich gelöst, eine davon ist verloren gegangen – was den Schlag auf der Autobahn erklärt – die zweite hing an letzter Drehung im Gewinde. Der Mechaniker meint, er müsse in seiner Werkstatt schauen ob er eine solche Schraube hätte, wenn nicht, so müssten wir in Dubnica übernachten, denn natürlich hat um jene Uhrzeit keine Werkstatt mehr offen. Fahren könnten wir unmöglich so, keinen Meter mehr. Eine Nachricht, welche uns im ersten Moment ärgert, aber bei näherer Betrachtung überwiegt dann viel mehr die Freude, die Erleichterung, im Angesichts dessen, was alles hätte passieren können!

Während er also zur Suche aufbricht, sitzen wir im kleinen Häuschen, welches viel eher einem mobilen Wohnanhänger gleicht, im Ofen brennt laut knisternd das am Tag in der Umgebung gesammelte Holz. Wir hören von den Problemen, welche hier fast genau dieselben sind wie überall anders, ob nun in Rumänien, in Bulgarien, in Ungarn oder eben an anderen Orten in der Slowakei. Finanzielle Engpässe, welche Viliam nur mit der Annahme eines Nachtwächter-Jobs irgendwie zu bewältigen schafft; dennoch, auch in Dubnica gibt es gute Nachrichten: im nächsten Frühjahr kann endlich wirklich mit dem Bau des neuen Heimes begonnen werden! Besonders aufmerksame LeserInnen erinnern sich vielleicht, schon vor zwei Jahren haben wir von dieser Option berichtet – bis jetzt hat es gedauert, sämtliche Bewilligungen einzuholen! Der Behördenweg ist ein langsamer, aber das kennen wir aus ‚Good old Austria‘ wohl selbst am besten!

   
   

Fotos: Cosma beim Ausladen der mitgebrachten Güter; allerliebster Vierbeiner in Viliams Asyl: zweite Reihe: beim Rundgang durch das Heim; rechts: Kater Tom, der ohne Augen leben muss, weil einst Kinder seine Augäpfel durchstochen hatten…

Nun gilt es natürlich den finanziellen Rückhalt zu schaffen, um Viliams Lebenswerk umzusetzen. Einige zehntausend Euro wird es kosten, aber hier wurde schon Unmögliches geschafft, vielleicht gelingt dieser Schritt einmal mehr…

Im kleinen, spartanisch aber liebevoll eingerichteten Zimmer wohnt noch immer Kater Tom. Tom ist inzwischen 8 Jahre alt, auch über ihn hatten wir schon berichtet – Kinder hatten seine Augen mit spitzen Gegenständen eingestochen, beide mussten vollständig entfernt werden. Dennoch hat der Arme nie das Vertrauen in die Menschen verloren, und es bricht das Herz wenn er sich in streichelnde Hände schmiegt, allein das Wissen, Angehörige unserer Spezies sind schuldig ein derartiges Verbrechen verübt zu haben…

Hier im Raum kennt er natürlich jeden Gegenstand, bewegt sich wie ein Sehender; und obwohl die Augäpfel fehlen, nichts liegt mir ferner als hier nicht die volle Wahrheit zu schreiben, weicht er beim Fotografieren unweigerlich zurück, sobald der Blitz auslöst – ein sechster Sinn warnt ihn wohl vor Unbekanntem! Feste Küsse auf sein wunderschönes Gesicht entschädigen schnell für den kurzen Schrecken.

Viliam, beherbergte einst auch ein Pferd mit einer schrecklichen Wunden an der Seite; auch jene blutige Narben sollten auf ‚spielende’ Kinder zurückzuführen sein; sie hatten einen Feuerwerkskörper direkt auf den Hengst gerichtet…

Plötzlich klingelt das Telefon, der schrille Ton unterbricht fast störend die durch die Wärme des Ofens angefachte Behaglichkeit – der Mechaniker kann keine passende Schraube finden; die Entwarnung folgt aber auf den Fuß: es würde ein bisschen dauern, aber er wird es schaffen, irgendwie eine passende anzufertigen!

Wir sind tief berührt von der Hilfsbereitschaft dieser Menschen, welche, obwohl sie uns nicht einmal kennen, einen Sonntagabend für uns opfern um die Nachhause-Fahrt zu retten.

Zu späterer Stunde kommt der Autospezialist zurück; tatsächlich schaffte er eine Kopie des verlorenen Teiles und dreht diese in den vorgesehenen Gewindegang. Er befestigt alle abgeschraubten Teile, setzt das Rad an die Bremsscheibe und betrachtet zufrieden sein Werk – wir können fahren! Stellen Sie sich vor, trotz der stundenlangen Arbeit mag der Mechaniker keine Entlohnung annehmen, sagt, seine Leistung wäre unser Weihnachtsgeschenk – ein Geschenk, obwohl wir uns an diesem Tag zu ersten Mal getroffen hatten! Er rührt die angebotenen Noten nicht an, so müssen wir ‚unser Weihnachtsgeschenk’ in Form von Euroscheinen in die Tasche eines anderen stecken, in der Hoffnung, dieser wird die Bezahlung weiterleiten.

Wir können tatsächlich fahren, bis zu Hause muss die Reparatur halten; dann bleibt uns aber auch dort der neuerliche Gang in die Werkstatt wohl nicht erspart – sei es wie es sei – für den Moment jedenfalls sind wir mehr als glücklich mit der Lösung!

Wirklich erleichtert fallen wir uns in die Arme, und nicht ohne Viliam auch noch 100 Euro für seine Tiere zu überreichen, brechen wir schließlich auf in Richtung Österreich.

Weit nach Mitternacht erreichen wir die Heimat und fallen todmüde aber sehr berührt von den Ereignissen der Fahrt in unsere Betten.

Abschiedsfoto: Frau Drahusa, Cosma, Viliam Jaros, Fotograf: Tom

Sie sehen, es tut sich etwas in unserem Nachbarland. Wir dürfen nun nicht locker lassen mit unserer Unterstützung, denn die andauernden Hilfsfahrten inklusive der langen Gespräche sind in ihrer Wichtigkeit für das Befinden der ansässigen TierschützerInnen von nicht zu überschätzendem Wert! Sie sind ein Zeichen der Achtung, des Respektes, sie sagen: es gibt da jemanden, der Anteil nimmt an der unfassbaren und unersetzlichen Arbeit dieser Menschen, Menschen, welche die Fahnen für uns alle hochhalten; ja, ihre Orte, sie sind Insel umgeben von einem gefräßigen Ozean, und die Wellen dieses Meeres knabbern ständig an deren Küsten; werden sie fortgespült, dann sind nicht nur ihre Werke verloren, ist den Tiere ihre einzige Chance entrissen – in Wahrheit wäre der Verlust ein nicht wieder gut zu machender: es wäre der Verlust der menschlichen Seele.

Genau darum sind all solche Projekte so enorm bedeutend, ist die Arbeit von respekTIERE IN NOT in ihrer Wertigkeit allen anderen im Tierschutz und Tierrecht anfallenden zumindest gleichwertig, wenn nicht sogar vorrangig. Genau solche Projekte aber erfordern viel Einsatz, finanziellen, zeitlichen und körperlichen, doch sind sie am Ende des Tages die wohl unbezahlbarsten.

Wir bitten Sie deshalb, unterstützen sie respekTIERE IN NOT auch weiterhin, denn Sie wissen ja: ohne Ihre Hilfe, da sind wir hilflos, sind unsere Hände gebunden! Mit ihrer Hilfe aber, da wird alles möglich, letztendlich vielleicht sogar die Anerkennung des tierlichen Lebens als gleichwertig dem des menschlichen; ein Umstand, der in einer aufgeklärten Gesellschaft eigentlich längst gesellschaftsfähig sind sollte, sein müsste…

Wir suchen ganz dringend ein zu Hause für zwei Hunde aus Bulgarien!

Heute möchten wir Ihnen Rada und Janni vorstellen, beiden haben ihr ganzes Leben auf der Straße verbracht. Kein Mensch hat sich je um sie gekümmert, bis unsere Mitarbeiterin in Sofia, die wunderbare Rumi, auf die Armen aufmerksam wurde!

Rada ist ca. 1,5 Jahre alt, sie hat eine Schulterhöhe von ca. 57 cm und ist selbstverständlich mit allen Impfungen, Pass und Chip versehen.

Janni ist ca. 35 cm hoch (Schulterhöhe) und in etwa 3 Jahre alt. Er ist voller Energie, immer in Bewegung – und leider nicht gut auf andere Rüden zu sprechen, egal deren Größe…

Janni würde also ein sehr sportliches Heim benötigen, vielleicht ohne andere Hunde, dann wäre er gewiss der glücklichste und beste Hund der Welt!

Vielleicht spielen Sie mit dem Gedanken einen Hund zu adoptieren, oder Sie kennen jemanden, der/die das gerne tun würde – Rada und Janni sind zwei ganz wunderbare VertreterInnen ihrer Art, die so gerne Ihr/e beste/r FreundIn werden würden und die in Bulgarien noch dazu keine Chance auf ein halbwegs sicheres oder gar glückliches Leben haben…

Foto links: Rada; rechts: Janni

   

 
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