Zurück aus Mauretanien – und gleich eine spektakuläre Kundgebung!

 

Wir sind wieder zurück aus Mauretanien! Der Einsatz dort war ein – wie könnte es anders sein – höchst leidenschaftlicher, einer jener, welcher Körper und Geist enorm fordert. Wir freuen uns Ihnen nächste Woche einen umfassenden Bericht über die Ereignisse und den derzeitigen Stand von ‚Esel in Mauretanien‘ präsentieren zu können!

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Fotos: der wunderbare Dr. Matthias Facharani war wieder mit beim Vor-Ort-Einsatz; rechts: Entwurmung eines Esels
 


Ausruhen gibt es aber nicht! Bereits am Samstag, in Fakt nur wenige Stunden nach der Ankunft am Münchener Flughafen, ging der Kampf für die Tierrechte schon wieder weiter, dieses Mal an einer besonders  emotionalen Front – RespekTiere veranstaltete in der Salzburger Altstadt eine spektakuläre Kundgebung gegen das unfassbare Hundetöten in Rumänien! Die Kundgebung war unser Beitrag zu einer europaweiten Serie von diesbezüglichen Protesten, wo der 8. März zum Internationalen Tag gegen Rumäniens Hundepolitik (‚Europe against killing of Romanian Stray Dogs’) auserkoren worden war!

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Der Hintergrund: Rumänien hatte ziemlich zeitgleich zum Beitritt in die EU ein sehr modernes Tierschutzgesetz verabschiedet, welches unter anderem das Töten von Straßentieren explizit verbot.
 

Dieses Gesetz wurde im letzten Jahr gekippt, und seither versinkt das Land an den Karpaten wieder in einem Meer aus Hundeblut. Sogar ‚Kopfprämien’ wurden auf den/die ‚beste/n FreundIn des Menschen’ ausgesetzt, von Horrorszenarien wird berichtet.

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RespekTiere arbeitet seit vielen Jahren in Rumänien vor Ort. Unser größter Erfolg: vor einigen Jahren konnten wir gemeinsam mit dem Sternenhof eine illegale Tötungsstation aufdecken und schließen. Wir unterstützen Tierasyle von privaten BetreiberInnen und helfen den lokalen TierschützerInnen im Kampf gegen das allgegenwärtige Tierleid.

Auch in Österreich versuchen wir das Interesse der Bevölkerung auf den Wahnsinn im Osten zu fokussieren. Dabei wurden unsere AktivistInnen sowohl in Rumänien als auch Inlands im Zuge von Protesten verhaftet und wie im November vor der Rumänischen Botschaft in Wien sogar in Gefängniszellen gesteckt – das Vergehen? Nicht angemeldete Kundgebung (wie aber sollte man einen Protest, der von der Überraschung lebt, dann anmelden?) verbunden mit der Nicht- Herausgabe persönlicher Daten…
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Das PassantInnen-Interesse in Salzburg war heute erneut ein enormes! Die ca. 30 AktionistInnen avancierten wie schon bei der letzten Kundgebung im November am selben Platz blitzschnell zum wohl begehrtesten Fotomotiv in der Stadt – eine Tatsache, welche sehr wichtig ist; denn sie stellt sicher, dass nun neben hunderten PassantInnen wohl auch tausende deren FreundInnen die gemachten Bilder betrachten und damit über die derzeitigen Geschehnisse in Rumänien nachdenken werden!
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Fotos, erste Reihe: unter den AktivistInnen an diesem Tag waren auch sehr viele tierlicher Abstammung! rechts: Gevatter Tod, knochige Finger umklammern eine Kette, woran ein Hund gebunden ist, zu seinen Füßen eine blutübergossene Aktivistin mit Hundemaske! Reihe 2: Aktivistin im Todesumhang, in der Hand ein (kunst-)blutiges kleines Hundchen, an einem Strick gebunden; zu den Füßen das genaue Gegenteil: Hündchen mit Pelzmäntelchen, dazu Swarovski-Steine auf dem Halsband…
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Auch mehrere Fotoreporter wohnten dem Protest bei – und bereuten dies wohl nicht: Gevatter Tod in mehrfacher Ausführung zog da seine mahnenden Runden, mit Schilder wie ‚Welcome to my paradise’, Sensen und Äxten ausgestattet; auf der Seite des Knochenmannes konnte eine Aktivistin in Hundemaske gesehen werden, deren Schild dann folgerichtig ‚Welcome to my hell’ verkündete. Auch ein Hundeschlächter in blutgetränkter Kleidung durfte nicht fehlen, ebenso mehrere AktivistInnen, nackt bis auf einen Lendenschurz und einer Hundemaske, auf blutigen Leinen gebettet… Transparente wie ‚Romania – stop the killing – NOW!!!’ oder ‚Death penalty for innocents? Stop killing stray dogs!’ oder ‚Alege Viata – Choose Life! Stop the killing!’ schrieen von weit her den StadtbesucherInnen entgegen; auch ‚Die Größe einer Nation kann man in deren Umgang mit den Tieren erkennen’ oder ‚Ehrfurcht vor dem Leben ist die Abscheu vor dem Töten’ konnte da gelesen werden’. Viele der TierschützerInnen hatten zudem ihre Hunde mitgebracht, wo ein großer Teil der treuen BegleiterInnen ebenfalls aus rumänischen Todeslagern stammte. Ein Herz geformt aus brennenden Kerzen gab der Szenerie nebenbei einen fast feierlichen Touch…
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