Protest am Jägerball in Wien und am Hahnenkamm in Kitzbühel!

Jägerball Wien – Demo-Muss!!!!
Ein Mal im Jahr trifft sich die jagdbegeisterte selbsternannte Society und Wirtschaftselite in der Wiener Hofburg um sich gegenseitig auf dem traditionellen Jägerball zwischen ausgestopften Trophäen zu feiern.
RespekTiere war mit vor Ort bei der direkt vor dem Eingang stattfindenden Demo, um lautstark die aus ihren Luxuslimousinen oder Taxis Herausteigenden mit Anti-Jagd-Parolen zu "begrüßen" – zusammen mit Mitgliedern des VGT, welcher wie in jedem Jahr die Kundgebung angemeldet hatte, und der Animal-Rights-Activists Wien.
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Die Reaktionen der Angesprochenen gingen von Ignorieren über Gelächter bis zu Stinkefinger zeigen, "feine Damen" nicht ausgenommen. Pelzbehangen posierten einige vor der Absperrung und streichelten mit süffisantem Lächeln ihre Mäntel und Jacken, ein Bild, das beinahe einer Gotteslästerung gleichkommt!
Es stellt sich die Frage: was für eine hässliche Seele müssen diese so rausgeputzten Menschen haben, dass sie das Leid der Tiere auf so unglaublich dumme Art und Weise auch noch verhöhnen? Hat so jemand überhaupt eine Seele? Was sie ganz gewiss haben, ist ein Herz aus Stein – denn wie sonst kann es sein, so gefühlskalt, ja sogar noch mit Stolz und Spaß, Tierleichen auf der Haut zu tragen – Tiere, die für Luxus und vermeintlicher Schönheit auf unvorstellbar qualvolle Weise getötet wurden!
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Es schien fast, dass es dieser "ehrenwerten" Gesellschaft ein Gaudium bereitete, mit Gesten und lächerlichen Posen zu provozieren, ihnen entgegengeschriene Parolen wie "Blut, Blut, Blut an euren Händen!" oder "Tiere haben Rechte!" prallten an diesen aalglatten, viel zu oft geradezu dümmlich grinsenden Unpersonen ab – hier erübrigt sich jeder Gedanke daran, den einen oder anderen doch zum Nachdenken zu bringen – es erübrigt sich jeder Gedanke an ein Appellieren an Humanität, Mitgefühl und Ehrfurcht vor dem Leben. Manche zeigten dann aber sogar auch noch offene Aggression, so musste ein Anzugträger von der Polizei zurückgehalten werden, einer anderer zielte mit einem imaginären Gewehr auf die KundgebungsteilnehmerInnen…Die zur Schau gestellte Dekadenz und Kaltherzigkeit ergab einen erschreckenden und abschreckenden Einblick in das Wesen dieser ach so elitären Bussi-Gesellschaft, der einer ziemlich dunklen parteifarben-geprägten FreunderlwirtschaftsvertreterInnen-Vereinigung. Ein abstoßender Einblick, der jeden fühlenden Menschen mit Schaudern erfüllt und auch mit – ja, Ungläubigkeit angesichts dieser Ignoranz und dem Fehlen jeglichen Unrechtsbewusstseins. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Tage dieser Lustmörder angezählt sind – wir TierrechtsaktivistInnen werden jedenfalls nicht leiser werden, sondern vielmehr nur noch lauter!

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Kundgebung am Hahnenkamm!
Lange haben wir überlegt welche Zeilen wir Ihnen heute schreiben sollten; dann sind wir zur Einsicht gelangt, eigentlich benötigt es keinen anderen Text – der vom letzten Jahr, der hat alles ausgesagt, denn eigentlich waren die Ereignisse rund um unseren Protest ein echtes Spiegelbild jener von 2014! So haben wir den folgenden Wortlaut stark an das Geschriebene von damals angelehnt, noch immer ergriffen von der Einmaligkeit einer wirklich gelungenen Kundgebung!

Super Aktion in Kitzbühel! RespekTiere-AktivistInnen bildeten am Samstag eines der Haupt-Fotomotive am Zielhang der weltberühmten Streif!

Tatsächlich konnten die TierschützerInnen riesige Aufmerksamkeit für sich verbuchen, als sie am Zugang zum Zielraum der spektakulären Kitz-Abfahrt, nur mit Lendenschurz und Tiermaske bekleidet, blutige Pelze und dementsprechende Fotoschilder einer unfassbaren Menschenmenge entgegen hielten. Fast 50 000 hatten den Rennlauf verfolgt, und ebenso viele zwängten sich danach durch das Nadelöhr des Zugangsbereiches hinein in die Altstadt – an diesem Nachmittag hätte es in ganz Österreich wohl keinen besseren Platz für einen auffälligen Protest geben können! Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten empfingen die kunstblutübergossen AktivistInnen dann die auf Grund der Gedrängtheit nur im Schleichtempo vorbeieilende Masse, Botschaften wie ‚Pelz tragen tötet!’ oder ‚Pelz – Massaker für die Eitelkeit!’ den PassantInnen entgegen streckend!
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Der Andrang war über Stunden ungebrochen, es wurde an den TierschützerInnen gezerrt, sie wurden bedrängt, in alle möglichen Körperteile gekniffen, auf fast gefrorene Haut geschlagen, gefühlte tausend Mal mit Tröten aus unmittelbarer Nähe zur beinahen Taubheit verurteilt, mit riesigen Länder- und wesentlich öfters Alkofahnen umgarnt  – aaaaaber, was das ganze Martyrium letztendlich für die Kälteerprobten mehr als erträglich gemacht hat: 1000 und mehr hoch gestreckten Daumen versüßten den Nachmittag, immer wieder sogar, trotz des Kunstblutes an nackten Körpern, setzte es feste Umarmungen, das eine oder andere Mal wurden die TierschützerInnen – wunderschön – mit offenem Applaus bedacht! Völlig ergriffen ob dieser Zustimmung sollen so die Temperaturen ausgeblendet, vereinzelnde – wohl allermeist dem allgegenwärtigen Alkoholkonsum zuzuordnende – Übergriffe vergessen, in die Nichtigkeit gedrängt werden!
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Wichtig vielmehr ist: es gab viele tausend PassantInnen aus aller Welt, mit gezückten Fotoapparaten werden sie wohl den Einsatz beim Herzeigen der geschossenen Bilder mit abertausende FreundInnen in den kommenden Tagen erneut aufleben lassen. Wie oft wir hörten ‚Ich bin seit… Wochen, Monaten, Jahren, VegetarierIn’ lässt sich wohl nur erahnen, aber bestimmt hundert Mal konnten wir dieses Statement vernehmen, welches uns mit so großer Freude erfüllte – jene Aussage übertroffen in ihrer Häufigkeit wohl nur von der Frage, ob es uns denn nicht zu kalt wäre… 🙂

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Was die Menschen zu sehen bekamen, war dann durchwegs spektakulär; zwei bis auf einen Lendenschurz nackte Aktivisten mit Tiermasken, kunstblutübergossen hielten sie der Menge Botschaften wie ‚Pelztragen tötet‘ entgegen; direkt am Durchgang zum Zielhang stand später auch noch Gevatter Tod, seine Sense mit Fuchsfellen behangen, mit einem Schild ‚Welcome to my paradise‘ bewehrt; oer ein weiterer Aktivist im kunstblutigen Overall und mit Pelztiermaske bekleidet, der ‚Welcome to my hell‘ propagierte; oder ein Pelzträger, der regungslos auf blutigem Laken lag, ein Gewehr in seinem Mund, Ströme von Blut tropften von seinem Bart, sein Testament auf die Brust geheftet, welches den Grund seines Lebensabschiedes verriet: ‚Ich konnte die Schande nicht mehr ertragen ein/E PelzträgerIn zu sein…‘ Eine kurze Anekdote zu der makaberen Szenerie: ein stark betrunkener Mann ging unsanft gegen den Aktivisten vor, offensichtlich gefiel ihm die doch drastisch dargebotene Message nicht; dies sah ein anderer aus der Menge, und sofort eilte jener herbei, drängte den Alkoholisierten zur Seite und bekräftige seinen Einsatz: ‚Lass ihn sofort in Ruhe, lies mal was auf seinem Schild steht! Das ist die Wahrheit, die einzige Wahrhiet, und jeder sollte darüber nachdenken!‘, wurde er nicht müde zu erklären!
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Foto unten: dieser tapfere junge Mann verteidigte den Aktivisten und half mit die Botschaft zu verbreiten!

Viele, viele Menschen erkundigten sich nach der RespekTiere-Homepage, fragten mit ehrlichem Interesse danach, wie sie helfen könnten, erzählten, welche Erfahrungen sie selbst mit PelzträgerInnen gemacht haben – während sich ebendiese verschämt abwandten, oft genug von anderen mit ausgestrecktem Zeigefinger und manch spitzer Bemerkung ’belohnt’. Einziges Manko: durch all den Trubel gestaltete sich das Fotografieren der Aktion ein bisschen schwierig, und die gemachten Bilder – in der ruhigeren Anfangsphase entstanden – spiegeln dann nicht unbedingt den tatsächlichen Ansturm wieder, denn immer wenn dieser größer wurde, gab es keinen Raum zwischen den AktivistInnen und dem Publikum; aber wie gesagt, ein kleines Manko, denn jedermann/frau, der/die jemals am Rennwochenende in Kitzbühel war, wird sich sehr plastisch vorstellen können, wie umringt wir dort waren! Selbst die Kälte und der einsetzende Schneefall konnten uns nichts anhaben, der Körper voll gepumpt mit Adrenalin – kurzum, der Einsatz war einer der unbedingt wiederholt werden muss, im nächsten Jahr, und dann vielleicht noch spektakulärer!

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