Zieselprojekt at it’s best – eine Erfolgsgeschichte!

Wir sind zurück aus Bulgarien (Bericht folgt in Kürze)! Ein Ausruhen nach der so anstrengenden Kampagne gab es allerdings nicht, denn kaum zu Hause angekommen, wartete bereits die nächste, umfassende Aufgabe: es galt die RespekTiere-Zieselkampagne auf die nächste Stufe zu heben!
Jetzt sind sie also endlich montiert, jene Verkehrszeichen, für welche wir so lange gekämpft haben! Entlang der ‚besonders gefährlichen‘ Verkehrswege rund um das niederösterreichische Krems, jene, welche die letzten Zieselreviere kreuzen, stehen sie nun, die roten Warnzeichen mit der Zusatztafel ‚Achtung Ziesel – die nächsten …. Meter‘.
Fotos: Markus und Tom Putzgruber, begeistert vom riesigen Erfolg der Zieselkampagne!

Zusätzlich war RespekTiere zugesagt worden eigene Tafeln zu entwerfen, um sich damit am Ende jener Strecken bei den AutofahrerInnen für das langsam fahren zu bedanken. So trafen wir uns dieser Tage mit den Straßenmeistern der zuständigen Straßenmeistereien Krems und Langenlois, um geeignete Standorte hierfür auszusuchen.

Die wirkliche Arbeit begann aber erst jetzt; da nämlich die Kosten für vorgefertigte Systeme relativ hoch gewesen wären, beschlossen wir, solche möglichst selbst zu machen. Wir kauften also entsprechende Pfosten und Bodenverankerungen im Baumarkt, dazu Nie-Roster-Bänder in Meterware, um daraus Fixierungen für die Schilder in Eigenregie herzustellen. Dann galt es diese auf richtige Längen zuzuschneiden, gerade zu klopfen, die Biegungen in genauer Länge mittels wuchtiger Hammerschläge aufzubiegen, die gebogenen Stellen erneut zuzuschneiden, dann die entstandenen Kanten abzuglätten. Das sollten jedoch nur die ersten Schritte sein, ebenso mussten Bohrlöcher gesetzt und diese danach ausgefeilt werden. Ein Spezialbohrer würde die entstandenen Löcher nochmals ausfräsen, um für die Köpfe der Schrauben Platz zu machen. Dann wurden die Schilder selbst gebohrt und mittels der Halterungen festgeschraubt. Es wurde nun bereits Abend, als wir die letzten Arbeitsschritte unternahmen – die Pfosten durchzubohren und in den Halterungen zu fixieren. Danach galt es alles Material im Bus für das am nächsten Tag folgende Aufstellen zu verlanden und wir gingen müde zu Bett, im Wissen, aus einer Investition von mindestens 1 000 Euro eine von rund 200 gemacht zu haben (was uns durchwegs unmöglich gewesen wären, wenn nicht alle Arbeiten von meinem Vater, Karl Putzgruber sen., geplant, getätigt und überwacht worden wären – ihm gilt eine feste Umarmung, für diese und alle anderen unermüdlichen Dienste für RespekTiere)!
Fotos: Karl Putzgruber sen. und Tom beim Hämmern, Schleifen, Sägen, Bohren…

Am nächsten Tag folgte dann der Einsatz selbst – in einem kleinen Team fuhren wir die Strecken ab und schlugen mit einem schweren Eisenschlägel die Befestigungen an entsprechenden Stellen in den Boden. Die Pfosten mit den Schildern waren dann schnell montiert, und endlich, endlich sind die gefährdeten Wege nun vollends nach bestem Wissen und Gewissen gekennzeichnet!


Ein so wunderbares Projekt hat somit seinen ersten Höhepunkt erreicht!
Jetzt gilt es abzuwarten was die Bemühungen letztendlich gebracht haben; die Straßenmeistereien werden genaue Statistiken über die Opferzahlen in diesem Jahr führen, und im frühen Herbst werden wir uns zusammensetzen und eine Planung für 2016 ansetzen.
Wir freuen uns riesig über den so wunderbaren Erfolg der Kampgane und bedanken uns an dieser Stelle bei all jenen, welche dazu beigetragen haben – also bei allen AktivistInnen (wie viele Demos haben wir wohl gemacht – mit Höhepunkt vor der Landesregierung, inklusive 15 überfahrener Todesopfer…), bei den lokalen Zeitungen für die so hervorragende Berichterstattung (in erster Linie jene der Niederösterreichischen Nachrichten – NÖN, der Bezirksblättern Krems, sowie der Tageszeitung Heute), bei den Straßenmeistereien, beim Naturschutzpunkt Niederösterreich und bei den ‚betroffenen‘ Gemeinden! Ohne auch nur einer diese großartigen Komponenten wäre der Erfolg im Gesamten wohl niemals möglich gewesen!!!
 
Übrigens: die angesprochenen Bezirksblätter haben dann diese Woche einen neuerlichen wundervollen Bericht über unser Krötenprojekt in Scheibenhof veröffentlicht (anzusehen unter http://www.meinbezirk.at/krems-an-der-donau/chronik/die-juengste-erfolgsgeschichte-von-respektiere-2983-kroeten-gerettet-d1328710.html )! Wir würden uns sehr darüber freuen, könnten Sie ein paar Minuten Ihrer Zeit investieren und der Zeitung einen kurzen Leserbrief senden – Sie wissen, je mehr Reaktionen auf solche Artikel kommen, desto eher werden die Zeitungen erneut über Tierschutzthematiken berichten!
krems.red@bezirksblaetter.com

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