erneute Schlachthofdemo in Bergheim!

Der Rinderschlachthof in Bergheim bei Salzburg ist der größte seiner Art in Österreich. Rund 80 000 Rinder sterben hier jedes Jahr – was bedeutet, Tag für Tag gut 200, jede Stunde 8; wohlgemerkt, bei angenommenem Dauerbetrieb an 365 Tagen im Jahr, 7 Tage die Woche, 24 Stunden täglich (rechnet man nach den tatsächlichen Arbeitsstunden, multipliziert sich der Wahnsinn sogar nochmals)!
Sind solche Zahlen nicht einfach unfassbar? Ist sich überhaupt noch irgend jemand bewusst, dass es sich bei den Opfern um Lebewesen handelt, ausgestattet mit dem selben Gefühlsspektrum über welches wir Menschen verfügen? Wissen wir nicht, dass diese Tiere Trauer, Leid, Angst, Schrecken, genau so empfinden wie wir selbst? Das vielleicht Schrecklichste daran ist die kurze, knappe, aber umso klarere Antwort: ja und nochmals ja, in Wahrheit ist uns solcherarts Faktum natürlich mehr als bewusst, sind doch alle jene Indikatoren selbst von der herzlosesten Wissenschaftlich längst belegt – aber dennoch ignorieren wir jenen Standpunkt viel zu gerne… warum? Weil es uns so am einfachsten ist. Punkt, Schluß, Aus – weiter wollen wir uns der Geisel des Nachdenkens nun aber wirklich nicht aussetzen…
Glauben wir noch an eine/n SchöpferIn? Wenn ja, wie werden wir ihm oder ihr unser Tun eines Tages erklären? Vielleicht sollten wir auch darüber ab und zu einen Gedanken verlieren!
 
Zu Wochenmitte versammelten sich einmal mehr AktivistInnen von RespekTiere an der Zufahrt zur Tötungsanstalt, um die Menschen auf möglichst eindrückliche Art und Weise zum Nachdenken über das tägliche Massaker anzuregen!
 

Ein blutüberströmter Metzger stand da, an seiner Seite der knochige Gevatter Tod, während andere in Kuhmasken und nur mit Lendenschurz bekleidet die zahllosen Opfer mimten. Transparente bemalt mit großen Lettern schrieen den hunderten PassantInnen ‚Solange es Schlachthöfe gibt wird es auch Schlachtfelder geben’ oder ‚Wir kreuzigen Jesus und seine Lehren jeden Tag auf ein neues – in unseren Schlachthöfen!’ entgegen. Auch ‚Highway to hell – Stoppt Tiertransporte!’ sowie ‚Ehrfurcht vor dem Leben ist Abscheu vor dem Töten!‘ konnte da gelesen werden!
 
   
   

Die Reaktionen an diesem so wichtigen Demo-Ort sollten dann wie immer gespalten sein – während Tiertransportfahrer sehr oft mit hochgestecktem Mittelfinger antworteten, sollten andere – dann in der überwältigenden Mehrzahl – viel lieber den Daumen verwenden, manche blieben sogar stehen und waren dann auf der Suche nach ausnahmslos sehr netten Gesprächen!
 

Wir werden unsere Schlachthofdemos über den Sommer hinweg wieder intensivieren, so viel steht fest- und nicht nur in Bergheim!

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