Hühnerrettung! Radio RespekTiere! …jetzt wird es wirklich todernst – kämpfen wir für die Ziesel beim Wiener Heeresspital!!!

Achtung, Achtung! Ganz dringender Notfall! 15 Hühner sollten am Wochenende getötet werden – nicht mit uns! Wir haben Sie frei bekommen und vorläufig untergebracht – aber jetzt brauchen wir für sie unbedingt und schnell ein zu Hause!!!
Die armen Hühner hätten allesamt am Samstag ihren letzten Tag erleben sollen; ihr Schicksal schien unabrückbar besiegelt, umschrieben mit dem so häßlichen Ausdruck ‚Suppenhuhn’… Jetzt, da sie ihren Haltern über eineinhalb Jahre hinweg jeden Tag ein Ei geliefert hatten und die Legeleistung nun ein bisschen abnahm, waren sie diesen plötzlich unrentabel geworden. Zudem, die neuen Küken sind schon bestellt und geliefert. Im letzten Moment erfuhren wir vom Geplanten und handelten dementsprechend schnell – allerdings, da wir über keinen Hof verfügen, ist die Lage nun eine besonders prikäre…
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2 der Armen konnten aber auch schon in ein neues Heim übersiedeln! Sie haben bei Janina Schwerdtfeger auf deren Reitstall eine wunderbare Bleibe gefunden, wo sie nun bis ans Ende ihrer Tage nur eines sein dürfen: glückliche Hühner!!!! Wenn Sie ein bißchen Platz haben, oder jemanden wissen, der einen solchen (Hühnr-)lebenslangen zur Verfügung stellen kann, bitte melden Sie sich sofort! Sie retten damit Leben!!!
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Fotos: sie dürfen nun eins sein, und zwar für den Rest ihres Lebens: glückliche Hühner!

Ziesel beim Wiener Heeresspital – jetzt droht die endgültige Apokalypse!!!!

Sie alle kennen sie bestimmt, die so unselige Geschichte um die kleine, völlig isolierte Zieselpopulation beim Wiener Heeresspital – und jetzt stehen die Zeichen wohl definitiv auf Eskalation!
Für den geplanten Bau von rund 950 geförderten Wohnungen sollen die Ziesel – ungeachtet der traurigen Tatsache, dass die Art unangefochten die Nummer 1 auf der Liste der gefährdeten Tierarten in Österreich einnimmt – vom Areal in Wien-Floritsdorf verschwinden. Weil ein solches Vorahben aufgrund von Natur- und Artenschutzbestimmungen dann aber doch nicht ganz so einfach ist, greift man von verantwortlicher Stelle tief in die Trickkiste – man stellt sich dann sogar gerne als besonders tierfreundlich und bestimmungskonform dar, und um das eigentlich Unvorstellbare auch noch in ein öffentlichkeitswirksames Bild zu rücken, wurden so genannte ‚Ausgleichsflächen’ zieselgerecht umgestaltet; den natürlichen Wandertrieb der Nagetiere folgend, faselte man ab diesem Zeitpunkt von einer ‚sanften Umsiedlung’ dorthin – welche aber bis heute nicht so wirklich statt fand. Man hat zwischenzeitlich sogar nachgeholfen, indem man zum Beispiel ein Mähverbot (Ziesel lieben kurzes Gras, brauchen steppenähnliche Bedingungen) für das Habitat erließ. Menschen, welche der fortgesetzten Tragödie nun nicht mehr länger zuschauen wollten und in Eigeninitiativen die Sense auspackten, bekamen den Zorn des Gesetzes zu spüren: sie wurden vom Bauträger Kabelwerk (wer die Damen und Herren dort um eine Stellungnahme bitten möchte: verwaltung@kabelwerk.at) wegen Besitzstörung und  auf Schadensfeststellung verklagt.

Alle Maßnahmen, den Zieseln das Leben am Gelände zu erschweren, zeigten jedoch wenig Wirkung – im Gegenteil, die Population wuchs zuletzt sogar an! Zählte man 2011 127 bewohnte Zieselbaue auf dem Areal, waren es 2014 bereits 289; eine eklatante Zunahme der Tunnel von 41 % war alleine zwischen 2013 und 2014 zu verzeichnen! Die ‚Ausgleichsflächen’halten derzeit bei bescheidenen 41 Bausystemen, wovon 17 dann noch als ‚eher atypisch bis unwahrscheinlich’ (für Zieselbewohnung) bezeichnet werden. Damit ist man meilenweit von einer für eine überlebensfähige Zieselpopulation erforderlichen Individuenanzahl entfernt…

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Foto: RespekTiere protestierte schon im letzten Jahr gemeinsam mit der IG Marchfeldkanal direkt am Ort des Geschehens…

Nun scheint den Bauträgern dennoch der Kragen zu platzen – ab Anfang Juli sollen tatsächlich, entgegen allen internationalen Tier- und Artenschutzbestimmungen, die Bagger anrollen, um das ehrgeizige Bauprojekt umzusetzen – ob dabei die einzigartige Zieselpopulation im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder kommt, scheint den Verantwortlichen mehr als nur nebensächlich.

Wir dürfen einen solch beschämenden Angriff auf den Tierschutz nicht zulassen. Der Stadt Wien stehen gut 2 Millionen qm an Bauland zur Verfügung, dagegen nehmen sich die gerademal 7 Hektar, welche eine vom Aussterben bedrohte Tierart für sich in Anspruch nimmt, doch geradezu lächerlich aus!
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Bitte schließen Sie sich der Facebook-Gruppe ‚Rettet die Ziesel’ an! Handeln wir nach dem Motto ‚Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht’ und lassen wir der lebensverachtenden Politik und den Konzernen wissen was wir von einem derartigen Vorgehen halten – setzen wir gemeinsam ein Zeichen, damit sich auch noch unsere Kinder über frei lebende Ziesel freuen können! Eines ist jedenfalls sicher: wir werden vor Ort sein, wenn die Maschinen auffahren! Und mit uns hoffentlich viele, viele besorgte BürgerInnen!

Die IG-Marchfeld hat zudem eine SMS-Alarmkette ins Leben gerufen, wo man über die Entwicklung beim Heeresspital und das Auftauchen von Baumaschinen genauestens informiert wird – beide Links, zur Facebook-Gruppe und zur Alarmkette, finden Sie hier: http://ziesel.org/
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Setzen wir ein Zeichen und seien wir mutig – lassen Sie uns gemeinsam für die Ziesel kämpfen, die possierlichen Nagetiere haben sonst niemanden! Wir sehen uns beim Heeresspital!

Protestieren Sie bitte auch bei der Stadt Wien, und da am besten an oberster Stelle, nämlich beim Landeshauptmann und Bürgermeister Dr. Michael Häupl; in Wien stehen im Herbst übrigens die Wahlen vor der Tür, die Prognosen für Häupls SPÖ lassen Gewitterwolken am Horizont der Sozialisten aufziehen. Vielleicht birgt diese Tatsache aber eine Chance, denn ganz sicher möchte die SPÖ davor nicht auch noch einen für das Sauberimage ganz schlechten Kampf gegen den Tierschutz fechten…
Dr. Michael Häupl, michael.haeupl@wien.gv.at

Achtung, Achtung! Am Montag, dem 6. Juli, geht das RespekTiere-Radio wieder on-air! Bitte unbedingt zuschalten, der Menschen- und Tierrechtsaktivist Günther Kurz wird mit uns im Studio sein und von Unfassbarem berichten: er war zum Zeitpunkt des fürchterlichen Erdbebens in Nepal direkt vor Ort…
Zu empfangen auf der Welle der Radiofabrik, 97,3 oder 107,5, über livestream der Radiofabrik (
www.radiofabrik.at) oder über Cablelink 98,3, pünktlich um 18 Uhr! Wenn Sie am Montag keine Möglichkeit zum Hören der Sendung haben, es gibt am Mittwoch, 8. Juli, um 7 Uhr morgens eine Wiederholung, und dann noch eine weitere am Sonntag, 12. Juli, zur besten Sendezeit der Radiofabrik um 9 Uhr!

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