Lenny verzweifelt gesucht! Soooo viele Aufgaben rund um Krems!

Lenny verzweifelt gesucht!
Wir müssen Ihnen heute leider eine sehr traurige Geschichte ans Herz legen. Es geht dabei um Lenny, er ist ein etwa einjähriger Hund, der seit nunmehr 9 Tagen irgendwo in den Wäldern um Raabs an der Thaya (genauer: um den kleinen Ort Neu-Riegers) im nördlichen Niederösterreich herumirrt.
Was aber war passiert? Fangen wir von vorne an – Lenny ist im viel zu jungen Alter von nur 4 Wochen von seiner Mama getrennt und über den Zaun einer wunderbaren Hundepension in der Nähe von Pernik, unweit von Sofia, geworfen worden. Der Umstand, bewusst oder unbewusst gewählt, an diesem Platz zu landen, stellte sich aber alsbald als seine ganz große Chance im Leben dar, wird das ‚Hotel‘ doch von ‚unserer‘ Toni geführt, welche seit vielen, vielen Jahren heimatlosen, ausgestoßenen, Hunden ein sicheres zu Hause und einen Übergang zu einem neuen Leben irgendwo in Europa, meist Österreich oder Deutschland, bietet! Toni ist ganz nebenbei eine der unerlässlichen Stützen für unsere sämtlichen Kastrationsprojekte, einer jener unverzichtbaren Engel für die Tiere, ohne welche diese Welt ein wesentlich schlechterer Platz für uns alle wäre…
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WIR SUCHEN VERZWEIFELT NACH LENNY! (Lenny ist kleiner als er auf diesem Bild wirkt – der in etwa kniehoche Mischlingshund ist seit 9 Tagen abgängig!

Überall sonst wären nach diesem Start ins Dasein seine Überlebensmöglichkeiten, in einem harten Land wie es Bulgarien nun mal für Mensch und Tier ist, wohl schon zu diesem Zeitpuntk auf ein Minimum reduziert worden, doch Toni nahm sich seiner mit all ihrer Kraft an – und aus dem völlig verschüchterten keinen Baby wurde ein wunderhübscher, umsorgter Teenager.

Lenny blieb fast ein Jahr in diesem ‚betreuten Wohnen‘; dann endlich ergab sich eine Gelegenheit – er sollte nach Niederösterreich kommen, dort auf eine Pflegestelle, und ganz sicher – er ist ein prächtiger kleinerer Junge – würde sich bald ein fantastisches endgültiges zu Hause für ihn finden lassen!
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Nur, es kam leider völlig anders; der lange Transport, der Pflegeort und die Pflegemama stellten sich in ihrer Kombination sehr schnell als nicht ideal heraus, es kam zu Problemen, und letztendlich nützte der Arme schon am zweiten Tag die erstbietende Gelegenheit zur Flucht; wie er es schaffte, wir werden es nicht erfahren – Fakt ist, er wandert nun schon seit vorletzten Sonntag durch die herrliche, aber dann auch unübersichtliche Landschaft des Waldviertels, eine Gegend, welche es fast unmöglich macht ihn einzufangen. Weite Felder wechseln mit teils unzugänglichen Wäldern, überall Heuhaufen, Ruinen verfallender Häuser, Teiche und Auwälder; genau im selben Maße wie ihm die Region nun Deckung bietet, eröffnet sie auch eine ausufernde Quelle von Gefahren – besonders für ein Tier, welches noch nie in seinem Leben mit derartigen Bedingungen konfrontiert war! Auch die Tatsache, dass sich das Gebiet als ein einziger riesiger Spielplatz für JägerInnen präsentiert, lässt uns nicht ruhiger schlafen – ein Jagdturm folgt dem nächsten, überall finden sich Lebendfallen, Kameras, Anfütterungsstellen und dergleichen…
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Fotos: links: Jagdstände überall…. rechts: sehen Sie die kleinen Punkte im Hintergrund? Das sind wir bei der buchstäblichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen…

Die HelferInnen bei der kräfteraubenden Suche sind inzwischen müde; noch dazu wurde seit Samstag kein Lebenszeichen von Lenny entdeckt, am besagten Tag lief er ein letztes Mal fast direkt vor unseren Augen vorbei, allerdings sollten sich alle Versuche seiner habhaft zu werden als unzureichend herausstellen.

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Fotos: wir verneigen uns vor den wunderbarsten Menschen, wo Tierschutz immer an allererster Stelle steht: danke dass es Euch gibt, Rumi und Toni!

Rumi, ein wahrer Engel der Tiere, war am Wochenende angereist, direkt aus Sofia, um als große Hoffnung bei der verzweifelten Suche zu helfen. Am Montag dann holten wir im dunkelsten Morgengrauen dann auch noch Toni selbst, die Herbergsbesitzerin, vom Busbahnhof in Wien ab; auch sie hat die 15 Stunden-Fahrt samt aller damit verbundenen Strapazen auf sich genommen, um ihren Schützling in der Not beizustehen (ich habe schon oft darüber gesprochen und werde nicht müde es weiterhin zu tun: Bulgarien, neben all seinen Problemen, beherbergt dann auch einige der wunderbarsten Menschen dieses Planeten)! Die Müdigkeit der langen Reise schnell abgeschüttelt, unterwegs seit dem frühen Nachmittag des Vortages bis um 5 Uhr in der Früh, gequetscht in der Enge eines Reisesbusses, folgte nun auch noch die gut 2 Stunden dauernde Anfahrt ins Waldviertel.

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Fotos: es gibt auch schöne Momente während der Suche – das Zusammentreffen mit Hunden, welche aus Toni’s (Bildmitte) und Rumi’s (rechts) Hand ein wunderbares zu Hause im Waldviertel gefunden haben! rechts: auch diese Süßen sind über unser Kastrationsprojekt zu glücklichen Hunden im selbigen Umfeld geworden!

Doch als sich selbst nach 9 Stunden intensiver Suche mit zwei Fahrzeugen, kreuz und quer den Radius um Raabs durchquerend, keine Anzeichen von Lenny findet, müssen wir – nicht zuletzt der beginnenden Dämmerung Tribut zollend – schließlich erneut w/o geben. Dutzende Landwirte haben wir gefragt, ebenso viele PassantInnen oder SpaziergängerInnen, RadfahrerInnen, Menschen von der Straßenmeistei, Jäger und Kinder, niemand hat Lenny seit dem Wochenende mehr gesichtet.

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Foto: das letzte Bild von Lenny – so nahe waren wir drann…

Hat er den Standort gewechselt? Ist er gar über die ‚grüne Grenze‘ ins steinwurfnahe Tschechien gewandert? Wir wissen es nicht!

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Nun möchten wir Sie bitten – wer in der Gegend wohnt, oder eine Möglichkeit hat ins Waldviertel zu kommen, helft uns bei der Suche! Lenny ist irgendwo da draußen, einsam und alleine, ganz sicher hungrig und verzweifelt – wir sind seine einzige Chance. Lasst es uns versuchen, nur eine Vielzahl von SucherInnen in dem so weitläufigen Gebiet kann zum Erfolg führen – ansonsten gleicht jeder noch so engagierte Versuch wohl viel mehr der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen.
 

Wer helfen kann, bitte ruft 0676-7840841 (Tom) oder 0664-4139850 (Frau Evelyn Dreher)! Lenny braucht uns – jetzt!!!!

Wenn sie sich anschließen, bitte sagen sie unter den angegebenen Nummern Bescheid! Wir bitten Sie vom Herzen, unternehmen sie keine selbstständigen Versuche ihn einzufangen – solche würden ihn mehr und mehr verunsichern und letztendlich ganz sicher viel mehr schaden als nützen! Wenn Sie ihn sehen, bitte tun Sie als ob Sie ihn nicht bemerkten, gehen oder fahren Sie hundert Meter weiter und melden Sie dann sofort die Sichtung! Nur so und nicht anders kann Lenny wieder eingefangen werden!
 
 
Sind wir schon einmal in Wien und Niederösterreich, ist unser Rahmenprogramm dann auch ein äußerst vielfältiges. So trafen wir uns auch wieder mit dem Naturschutzbund, um Ideen bezüglich der nächsten Krötenwanderung in Scheibenhof bei Krems oder zur Zieselproblematik auszutauschen sowie die Erstehung eines so dringend benötigten hunderte Meter langen Krötenzaunes voranzutreiben. Das Treffen in entspannter Atmosphäre in den Räumlichkeiten des Naturschutzbundes verlief wirklich äußerst produktiv, sogar einige Verkehrsschilder zur Krötenwanderung durften wir mit uns nehmen – und auch solche für ein neues wunderbares Projekt, auf welches wir zu diesem frühen Zeitpunkt erst einmal nur kurz eingehen möchten – die Marktgemeinde Hadersdorf/Kammern gestattet uns die Schaffung eines Naturlehrpfades in ihren Wasserauffangbecken am Dorfrand von Kammern, hierzu trafen wir uns zu Gesprächen mit dem Vizebürgermeister Herr Heinrich Becker!
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Foto: die Arbeit ist sooo vielfältig geworden – hier Tom und der unentbehrliche Papa Putzgruber mit neuem Becken für den Schildkröten-Gnadenhof, im Hintergrund eine wintertaugliche Holzhütte für Streunerkatzen in Hollabrunn, dazu Schilder für die Krötenwanderungsstrecke und für ein neues Projekt!

Besagte Verteifungen, eigentlich zum Zwecke der Hochwassersicherung geschaffen, sind inzwischen aber dicht bewachsen und bilden die Heimat für viele, viele Tiere. Nun sollen sie gerodet werden, aber im letzten Moment konnten wir erreichen, dass zumindest einige Bäume und Buschgruppen stehen bleiben dürfen – Gehölz welches wir dann auch schon in mühevoller Kleinarbeit mit Absperrbändern kennzeichneten!

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Fotos: Tom und die so wunderbare Frau Mama Putzgruber  beim Kennzeichnen!
Wir errichten in Folge Insektenhotels, Schutzräume für allerlei kleine Tiere, Vogelhäuser und dergleichen – so soll über den Winter hinweg bis zum Frühjahr ein Stück Heimat entstehen, welches den zahlreichen Wanderern eine Vielzahl von Information bieten wird! Wir werden noch eingehend über das wunderschöne Projekt sprechen!

Dann folgte auch noch eine lange Fahrt nach Bratislava sowie zu ‚unserer‘ Katzenfrau in der Gegend um Hollabrunn – doch dazu kommen wir in den nächsten Nachrichten!
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Foto: respekTIERE IN NOT-Katzenfutterlieferung inklusive winterfester Straßenkatzen-Hütte für Hollabrunn!

Am Samstag ist Großeinsatztag! Sie können uns besuchen, an unserem ganztägigen wunderschönen Stand am ‚Tag der offenen Tür‘ bei der Pfotenhilfe in Lochen! Wir freuen uns vom Herzen auf anregende Gespräche und bedanken uns bei der so wunderbaren Organisation für die erneute, fast schon traditionelle, einmalige Gelegenheit – Ihr seid sooo toll! Besuchen Sie den Gnadenhof und überzeugen Sie sich selbst – es gibt keinen schöneren Platz für Tiere (www.pfotenhilfe.at)!!!
Am selben Tag werden wir auch wieder eine Foto-Ausstellung für die Esel in Mauretanien zeigen, an einem Ort, der dafür nicht besser geeignet sein könnte, nämlich die Pfarre Großgmain um den so wudnervollen Herrn Pfarrer Schmatzberger, beim diesjährigen Tiergottesdienst (Beginn 16 Uhr, die Ausstellung können Sie ab 15 Uhr begutachten)!

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