Mauretanien – die Esel brauchen uns!!!

 

Jetzt beginnt sie wieder, die heißeste Zeit im fernen Mauretanien! In den Sommermonaten klettert das Thermometer regelmäßig auf über 40 Grad Celsius, und trotzdem müssen die geschätzten 60 000 bis 100 000 Arbeitsesel in Nouakchott, Mauretaniens Metropole (und gleichzeitig der größten Stadt der Sahara), von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang extremst schuften.  Nicht nur die alles erdrückende Hitze macht den Armen zu schaffen, zusätzlich  – und sind die Strapazen in den ‚Wintermonaten‘ schon unfassbare – steigert sich in den kommenden Monaten ihr Arbeitsvolumen bis zur Grenze der Erträglichkeit – und viel zu oft weit darüber hinaus! Selbstredend, je heißer es wird, desto mehr Trinkwasser wird benötigt; die Esel sind, wie bei fast allen zu befördernden Gütern, die Haupttransporteure der überlebensnotwendigen Flüssigkeit.
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Foto: Nouakchott, die Hauptstadt Mauretaniens, vom Flugzeug aus gesehen! Ein Wüstenmoloch, beherrscht von Sand und Hitze…

So ziehen sie die schweren Eisenkarren  durch den gleisenden Wüstensand oder über holprige Asphaltwege hinter sich her, beladen mit zwei 200-Liter-Fässern Wasser, dazu kommt dann noch das Gewicht des Fahrers. Eigentlich ist es kaum vorstellbar, dass sie die Strapazen überhaupt durchstehen können, aber tapfer stemmen sie sich dem, dem sie nicht entkommen können.

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Neben den völlig übersteigerten Gewichten kommt auch ein weiterer Faktor hinzu – die Karrenlenker werden nach Menge bezahlt, je schneller sie ihre Fracht abliefern, desto früher können sie zum nächsten Haushalt eilen; deshalb sollen permanente Schläge auch noch die letzten Kräfte aus den armen Tieren herausholen! Der Kreislauf beginnt – wird ein Tier schwächer, werden die Schläge stärker, es muss seine Leistung bringen. Die Schläge ihrerseits verursachen bald Wunden, diese machen es den Eseln noch schwerer ihre Arbeit zu tun. Die geiselnde Sonne, ohne Möglichkeit eines Schattens, tut ihr Übriges, und so darf es nicht wundern wenn die Lebenserwartung eines Esels in Nouakchott nur ein paar wenige Jahre beträgt, wobei ein Grauohr unter normalen Umständen weit über 50 werden könnte…

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Foto: zerbrochen an der Last des Lebens… wir haben diesen Esel in den Schatten geschleppt, mit Wasser übergossen und ihm frisches zum Trinken gebracht, ihn danach medizinisch behandelt… ob er überleben wird, steht dennoch in den Sternen!

Unser Team ist nun wieder besonders gefordert und kämpft mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Der Medikamentenverbrauch an den täglichen Behandlungsorten ist als Summe aus diesen Gegebenheiten natürlich ebenfalls ein erhöhter, die Anstrengung zeichnet ihre Spuren in menschliche wie in tierliche Gesichter. Aber gerade jetzt ist der Einsatz umso wichtiger, wir werden nun am allermeisten gebraucht!

Deshalb dürfen wir nicht müde werden um Ihre Hilfe zu bitten! Gut 1 300 Esel behandeln wir jedes Monat und alleine diese Zahl spricht für sich! Bitte unterstützen Sie das RespekTiere-Projekt ‚Esel in Mauretanien‘! Ohne Ihre Hilfe sind wir hilflos. Zusammen aber, da können wir unfassbar viel helfen! Die Esel brauchen uns – und wir brauchen Sie!

Achtung, Achtung! Heute, Samstag, ab 12 bis 20 Uhr – FairPlanet-Fest in Linz!!! Kommt’s uns besuchen, wir freuen uns auf Euch!!!

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