Das große Kastrationsprojekt in Temeswar steht bevor!!! Schildkrötengnadenhof nun ein eigener Verein!

Jetzt ist es endlich soweit – das unsagbar wichtige Kastrationsprojekt im rumänischen Temeswar startet!
Im Herbst letzten Jahres waren wir auf das entlegene Hundeheim gestoßen, mehr durch Zufall, aber sofort war klar: hier MÜSSEN wir helfen! Rund 150 Hunde leben in einem Areal der Familie Oprea, Herr und Frau beide über 80 Jahre alt, allesamt sind es von der Straße gerettete Ausgestoßene der Gesellschaft.

 

Foto: Frau Oprea mit einem ihrer Lieblinge

Die betagten Leute haben es so gut gemeint mit ihren Lieblingen, ihr ganzes Vermögen geopfert, doch die immense Aufgabe ist ihnen langsam und stetig über den Kopf gewachsen. Besonders nach einer schweren Erkrankung Herrn Opreas (er kann heute seinen Raum, welchen er mit rund 30 Hunden bewohnt, kaum mehr verlassen) drohte sich die Situation zu einer furchtbaren Katastrophe für Mensch und Tier auszuwachsen; fast alle Hunde litten schwer an Räude, mit Wunden übersät, die Essensration knapp, VeterinärIn? Fehlanzeige – den/die hätte man sich nie und nimmer leisten können… Ein erster respekTIERE IN NOT-Einsatz im September diente dann vorwiegend der Beschaffung von Nahrungsmitteln, beinahe 1 Tonne an Gütern, darunter auch viele, viele Sachen des täglichen Bedarfs für das Ehepaar selbst, konnten wir damals ins Asyl bringen. Schon einen Monat danach, wieder beladen mit selbiger Menge, begann auch schon die so nötige vorwiegend medizinische Aktion: ein großartiger Sponsor ermöglichte den Ankauf neuartiger Räudeschutzmittel, und gemeinsam mit einer Organisation aus der Schweiz, NetAP (www.netap.ch) verabreichten wir in einem körperlich und geistig höchst fordernden Einsatz die unbezahlbar wichtigen Tabletten. Nicht zu glauben, welcher Unterschied die Abgabe letzlich ausmachte, denn als wir kurz vor Weihnachten mit einer neuerlichen Ladung an Tierfutter sowie von Ihnen gespendeten Weihnachtsgeschenken für die Familie sowie deren Helfer wieder nach Temeswar reisten, schienen die Hunde bereits wie ausgewechselt: lebensfroher, zugänglicher, vom Erscheinungsbild wesentlich gesünder, erfreuten wir uns an der in diesem Ausmaß nur erhofften Wirkung! Den Tränen nahe sahen wir mit eigenen Augen – der flehende Blick war verschwunden, es gab nun praktisch kein Kratzen mehr, Kratzen, das zuvor bei vielen der Hunde schon so weit ging, dass die geplagten Körper mit blutigen Spuren über und über bedeckt waren…

                                              Vorher …. Nachher 🙂

Fotos: eigentlich unglaublich, dass es sich hier um den selben Hund handelt! Das Bild oben zeigt ihn vor der Behandlung, das Bild unten wenige Wochen nach der Behandlung – so einen Unterschied kann eine solche Aktion ausmachen ausmachen!

Das wichtigste bei derartigen Projekten ist aber ein umfassender Kastrationseinsatz – solange sich die Hunde vermehren, wird jede Hilfe im Endeffekt nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein… im Dezember, es ist in den Wintermonaten furchtbar kalt in Rumänien, wäre die Operation bei dem angegriffenen Gesundheitszustand nicht zweckführend gewesen, zu groß die Sorge, dass einige der vierbeinigen Patienten Probleme bekommen hätten können – doch jetzt ist es soweit; es gilt schnellstmöglich um die 100 (!!!) Hunde zu kastrieren! So werden wir schon nächste Woche aufbrechen, diesen weiteren, in seiner Auswirkung vielleicht wesentlichsten Schritt zu unternehmen…

 

Wir möchten Sie von ganzem Herzen bitten, bitte helfen Sie uns helfen! Wir benötigen hier wirklich jede Unterstützung, nur gemeinsam können wir es schaffen, diese Aufgabe zu bewältigen! Die Hunde brauchen uns, und wir brauchen Sie!


Die erfreuliche Nachricht – der Schildkrötengnadenhof, bisher ein Teil von RespekTiere, ist erwachsen geworden und zu einem so großen Projekt angewachsen, dass er ab nun als eigenständiger Verein agiert!
Der neu gegründete, unabhängige Verein nennt sich RespekTurtel, er wird sich vor allem um die zunehmende Problematik rund um die Schildkröten kümmern. Im Moment wird der Standort kräftig ausgebaut, neue Teichanlagen kommen hinzu, um den mittlerweile rund 120 (!!!) Schildkröten besten Bedingungen bieten zu können!
 

Dazu schreibt der Obmann des neuen Verein, Markus Putzgruber: „Vorrangiges Ziel dieses Vereins wird sein, sich um ausgesetzte oder nicht mehr gewollte Schildkröten zu kümmern, ihnen eine Überlebensinsel bieten und die einzig heimische Schildkrötenart, die europäische Sumpfschildkröte, vor dem Aussterben zu schützen. RespekTurtle steht erst am Beginn und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir sind zurzeit dran Mitgliedsverträge, Patenschaften, Spendenkonto und eine Web Seite zu fertigen und daher wird es noch ein paar Tage dauern bis wir mehr davon Preis geben können. Vielen Dank nochmals für eure tolle Unterstützung und eure Hilfe!"

   

Dem können wir uns mit der Hoffnung auf eine prächtige Zukunft für die so wichtige Aufgabe nur anschließen!

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