In memoriam Linda! Handeln wir – JETZT!!!

Das Unfassbare ist wieder passiert. Dieses Mal mitten am Tag. Am helllichten Tag. Im dicht bewohnten Gebiet noch dazu. Knapp nach Mittag, so gegen 13.50 Uhr, krachte in Sofias Nikolay-Hrelkov-Straße ein Schuss. Im nächsten Moment brach eine von den allermeisten AnwohnerInnen heiß geliebte Hündin namens Linda in sich zusammen. Blut tropfe augenblicklich aus ihren Mund, benetzte den heißen Asphalt. Alles direkt vor den Augen eines kleinen Kindes. Nur einen Meter entfernt von jenem Jungen hat sie der Tod ereilt. Brutalst aus dem Dasein gerissen. Chancenlos ist sie gewesen. Ein kleines Stück Metall, giftig und mit irrer Geschwindigkeit, hat sich in ihren malträtierten Körper gebohrt und beim Austritt alles Leben aus ihr mit sich genommen. Der Mörder, mit einem teuflischen Grinsen stand er nun höchstwahrscheinlich auf irgendeinem der umliegenden Balkone, ein irrer Geist in einem nach Moder stinkenden Dasein. eine fehlgeleitete Existenz auf unterster Stufe der Evolution. Ausgeburt der Hölle. Glaubt sich als Herr des Lebens, und bringt immer nur den Tod. Ein Parasit, ein Karzinom an der Menschlichkeit. Dennoch, er hat nichts zu befürchten. Das Sterben der Streuner, auch wenn es wie in diesem Falle mit lautem Krachen und mit der unmittelbaren Gefährdung eines Kleinkindes einhergeht, ist ein unbeachtetes. Ein unbeweintes.
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Aber nicht länger möchten die Tierschützenden des Landes – und auch solche gibt es in Bulgarien, viele sogar, ganz viele, und sie werden immer mehr – einen derartigen Wahnsinn hinnehmen. Es ist genug. Das Fass scheint übergelaufen. Nach Jahrzehnten des unfassbaren Blutzolls. Nach Jahrzehnten des unfassbaren Leides, der unfassbaren Grausamkeit. Widerstand regt sich, leise noch und langsam, aber durchaus spürbar. Selbst in einem harten Land wie Bulgarien wird der Schutz des Mitgeschöpfes nämlich unaufhaltsam zum Thema. Das Schweigen zu solchen Untaten, es ist vorbei.
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Zurück zu unserer so herzzerreißend traurigen Geschichte: ein desillusioniertes, völlig geschocktes Kind lief also nach Hause zur Mama; diese fordert nun Schutz für die Kinder, aber auch Gerechtigkeit für den Tod der Hündin Linda. Kaum 10 Minuten nach der Tat war die junge Frau wieder vor Ort, wollten den Schützen ausfindig machen; was sie fand, war nur mehr eine Lacke Blut. Eine Lacke Blut, alles was übriggeblieben von einer wunderschönen, stolzen Hündin, die nie niemanden auch nur das Geringste angetan.
Es stellte sich nu heraus, sämtliche Überwachungskameras der Wohnanlage hatte in diesen Stunden aus Gründen warumauchimmer nicht funktioniert. Keine Spuren, kein Hinweis. Der Hausbesitzer – er sollte später bestätigen, er hätte die tote Hündin einfach so in den nächsten Müllcontainer geworfen – verstand die Aufregung nicht. Es war doch nur ein Hund! Er hatte das tote Tier zudem ohnehin weggebracht. In einen Abfalleimer geschmissen. Entsorgt wie Abfall…
Genau das sind die Straßenhunde für viele Menschen leider noch immer. Für viel zu viele. Nicht zuletzt darum, der Kreis schließt sich, gelingt es solch erbärmlichen Feiglingen immer noch sich in der Masse der Anonymität zu verstecken. Keine Anklage. Nicht einmal ein schiefer Blick. Eher noch Schulterklopfen. Die Behörde hat andere Sorgen. Reagiert trotz des zweifelsfreien Gesetzbruches nicht einmal mit einem Schulterzucken. Wie lange noch????
Über Linda wird uns später berichtet, sie ist eine sehr intelligente Hündin gewesen. Die ihren Tag damit verbrachte, emsig durch das Stadtviertel auf der Suche nach Futter und paar Streicheleinheiten zu wandern. Sie spielte dabei gerne mit anderen Hunden, genau wie mit den Kindern der Nachbarschaft. Sie hat nie gebellt. War überhaupt sehr unauffällig. Höchstwahrscheinlich lebte Linda früher einmal bei einer Familie, vor langer Zeit, die Erinnerung daran musste bestimmt längst in ihrem Inneren verblasst sein. Nur mehr ein schwacher Schimmer davon dämmerte wohl im hintersten Winkel ihres ständig mit elementarsten Dingen des Lebens beschäftigten Gehirns, von der wunderbaren, alten Zeit, die leider längst zur nur mehr verstaubten Vergangenheit geworden war; jedenfalls, seit mindestens 2019 lebte sie nun ohne zu Hause in den Gossen der Großstadt; von jenen, für welche sie alles getan, welche sie mit ihrem Leben verteidigt hätte, einfach auf der Straße zurückgelassen – ein Schicksal, so todtraurig und dennoch so alltäglich. Eines von so vielen anderen auch in Bulgarien bzw. Osteuropa. Der Kreis schließt sich erneut: entsorgt, wie ein lästig gewordener Haushaltsgegenstand.
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Aleko von unserem Partnerverein ‚SARI‘, Street Animal Rescue International, drückt die Situation in aller Klarheit aus, schnörkellos: ‚Obwohl Linda sehr lieb und unauffällig war, bedeutete das keinerlei Schutz für sie. Ganz im Gegenteil, gerade deswegen war sie umso mehr bedroht – Grund hierfür sollte ironischerweise ihr zutraulicher Charakter und die Tatsache sein, dass sie viel im Viertel herumkam. Das ständige Umherlaufen erhöht nämlich selbstredend die Wahrscheinlichkeit, noch mehr Menschen zu begegnen. Und die Dichte an bösen, kranken und perversen Hundenhassern in der Gesellschaft Bulgariens ist extrem hoch – einer der Höchste in der europäischen Union.‘
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Foto: In einen dieser Mistkübel wurde Linda’s Leiche gestopft. Das Töten muss ein Ende haben! Bitte fordern Sie Bulgariens Präsidenten auf, endlich entsprechende Maßnahmen zu ergreifen!!!
Für Linda gab es übrigens bereits mehrere Anfragen aus Deutschland und Österreich. Eine ganz neue Chance, verhindert nun von einem hinterhältigen Mörder. Einer Memme, die nicht den Mut hat, sich offen zu zeigen, lieber im Versteckten die Schwächsten der Schwachen quält und mordet. Eine Bestie, der Du am nächsten Tag an der Supermarktkasse begegnen kannst und Dir dabei vielleicht denkst: ‚Was für ein netter Zeitgenosse‘. Der unerkannt bleibt; camoufliert in seiner Welt des Wahnsinns. Und der wieder töten wird. Heute den Straßenhund, morgen vielleicht Dein Kind. Denn Gewalt gegen Tiere, die mündet ganz oft ansatzlos auch in Gewalt gegen Menschen. Das vergessen leider viele!
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Für Linda, deren Tod nicht völlig umsonst gewesen sein darf! Stopp dem Hundetöten, in Bulgarien und in der gesamten EU!!!
Täter wie jener, sie sind tickende Zeitbomben. Sie gehören enttarnt, isoliert und weggesperrt. Therapiert, und wenn nicht erfolgsversprechend, ein Leben lang hinter Gittern behalten. Gnadenlos. Genau wie es die Bibel wollte: Auge um Auge, Zahn um Zahn.
Für Linda. Für hunderttausende andere Opfer, deren Geschichten zuallermeist unerzählt bleiben. Und die dennoch passieren. Tagtäglich.
Gemeinsam mit ‚Street Animal Rescue International‘ fordern wir Bulgariens Politik auf, endlich Schritte gegen den fortlaufenden Wahnsinn zu setzen! Bitte schreiben auch Sie an Bulgariens Präsidenten Rumen Radew sowie an den Prime Minister Stefan Janew und setzen wir gemeinsam ein Zeichen!

‚Sehr geehrte Amtsinhaber und Verantwortliche,
stoppen Sie unverzüglich die Zerstörung der Natur und das Töten von streunenden Hunden, Katzen und anderen Tieren!
 
Уважаеми отговорници и органи на властта,
спрете насилието над животнитe! Спрете незабавно унищожението на природата и на убиването на бездомни кучета, котки и други животни!
 
Dear office holders and responsible persons,
immediately stop the destruction of nature and the killing of stray dogs, cats and other animals!‘


E-Mail Adressen:
priemna@president.bg – Präsident Bulgarien – Rumen Radev
ms_priemna@government.bg  /  infocenter@parliament.bg – Regierung von Bulgarien – Regierungschef
gis@government.bg – Prime Minister Stefan Yanev
ecoravnovesie@mail.orbitel.bg – Kastrationsbehörde der Hauptstadt Sofia

 
Apropos Straßenhunde: Ihr erinnert Euch bestimmt an Tuky, jenen Hund, welchen wir kürzlich aus Rumänien mit in die Heimat gebracht hatten; Tuky sollte von der Gesundheitsbehörde veranlasst aus seinem zu Hause verdrängt und wieder auf in die Ungewissheit gesetzt werden. Was wir verhindern konnten, vor allem deshalb, weil sich die seit vielen Jahren an unserer Seite kämpfenden, so herzensguten TierschützerInnen aus Waidhofen/Ybbs – Gertrud und Werner Aigner – nach dem Aufruf sofort bereit erklärt hatten, ihn zumindest vorübergehend zu beherbergen.
Bald ist dann auch der schönste aller Fälle eingetreten: Tuky ist so richtig angekommen, in die Familie integriert und nun längst ein untrennbarer Teil deren – er darf für immer bleiben! Endlich, endlich, endlich, nach so vielen Jahren, ist er, welch schönes Wort, wirklich zu Hause!!!
Nun berichteten auch die renommierten ‚Niederösterreichischen Nachrichten‘ aus dem Bezirk Waidhofen über den neuen Gemeindebürger:
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Wie immer an dieser Stelle möchten wir Euch bitten, wer Zeit und Lust hat, bitte schreibts den Nachrichten (hier zufälligerweise gibt es sogar die Auswahl, zu einem der beiden Themen – Hauptsache es geht um Tiere! :))! Ein paar Worte genügen, je mehr Reaktionen auf solche Artikel kommen, desto mehr wird auch in Zukunft über derartige Thematiken berichtet werden!
redaktion.ybbstal@noen.at
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