Leider wieder unfassbare Bilder aus Bayern – dieses Mal aus der Rinderfarm!

Unfassbare Bilder haben uns da wieder aus Bayern erreicht – nachdem wir erst vor kurzem von einem Skandal-Rinderhof in Niederösterreich berichten mussten, entsetzen uns heute jene Fotos aus dem oberbayerischen Rupertigau. Da geht es um einen Stall in einem kleinen Ort, wo es neben der Milchwirtschaft auch einen abgesonderten Mastbereich gibt. Besonders dort, in völlig überfüllten Buchten, noch dazu auf Vollspaltenboden, vegetieren die Armen buchstäblich in den eigenen Fäkalien.

Rinder stehen im Schmutz

Eines der Mastrinder lag dann zum Zeitpunkt des ‚Besuches‘ auch noch am Boden, offensichtlich nicht fähig, sich zu erheben. Jedenfalls drängten sich die Mitgefangenen um ihn, stießen ihn beim Zurückgehen, stiegen sogar immer wieder auf das offensichtlich kranke Jungtier. 

Auf wenigen Quadratmetern tummeln sich dabei jeweils mehrere hundert Kilo schwere Individuen; es gibt kaum Platz genug, um allen ein gleichzeitiges Niederlegen zu ermöglichen. Nur ein Wort fällt dazu ein: Schande! Derartige Bedingungen – ohne jede Polemik, aber wo ist da der Unterschied zum letzten Jahrhundert? Oder gar zu den letzten Jahrhunderten? Denn wahrlich, schlimmer noch konnte man ja sebst im Mittelalter die uns so völlig hilflos Ausgelieferten fast nicht halten…

Rind am Boden

Foto oben: ein Leid, welches leider viel zu oft übersehen wird! unten: unfassbare Enge – hier verbringen 6 Individuen ihr ganzes Leben – können sie überhaupt nur alle zusammen liegen???? Umfallen können sie jedenfalls nicht!

Unfassbare Bilder - Rinder auf engstem Platz

Eine Tatsache, eine völlig unverrückbare, ist – In Österreich genau wie in Bayern – dass die traditionelle Kuhhaltung aus irgendeinem nicht verständlichen Grunden immer noch hinter dem rosa Nebel einer in der Realität nie gewesenen Bauernhofidylle verschwindet; und dass, obwohl wir nie müde werden, die aktuelle Situation aus der Verschleierung zu holen, die Wahrheit zu enttarnen. Wieviele Fälle von miesester Kuhhaltung haben wir in den letzten Jahren aufgedeckt? Dutzende, hundert? Dennoch, und das muss schon schwer zu denken geben, schafft es die Bauernkammer trotzdem immer wieder ein absolut verklärtes Bild in die Köpfe der Menschen zu pflanzen. Sie zeigt viel lieber grüne Wiesen und saftige Almen, ‚Heidi‘-Panorama.

Schmutz im Rinderstall
Rind am Boden
Rind liegend am Boden
Enge in der Rinderbox

Und verleumdet jene, welche anders beweisen; beweisen? Selbst das scheint offensichtlich nicht genug, denn in jenem Bereich siegt wie kaum anderswo die Illusion gegen die Realität. Aber sowas von.

Warum das so ist? Weil wir alle uns eine andere Welt, eine bessere, eine tiergerechtere, wünschen. Die Landwirtschaft bedient dieses Verlangen in der Werbung perfekt – und die Menschen wollen es dann meist auch gar nicht besser wissen, weil alleine die Vorstellung von frei auf der Alm grasenden Kühen eine nur allzu schöne ist…Wunsch-Trugbilder zu zerstören, es ist ein gar schwieriges Verlangen. Wie – auch im Angesicht dieser Bilder – lange noch wollen wir aber eher der Fabel Glauben schenken als der Wirklichkeit?

Enge in Rinderbox
Mastrinder in enger Box

Foto oben: unfassbare Enge in der Rinderbox – ist so etwas tatsächlich ‚zeitgemäß‘? War es das überhaupt jemals?

Unfassbare Bilder, nicht nur von Kühen!

Nicht nur für die Rinder, auch für andere Tiere dürfte besagtem Landwirten das Herz fehlen; hinter dem Haus, dort, wo die Futterreserven gelagert werden, baumelt eine bereits mumifizierte Krähe an einem Strick – zur Abschreckung von ArtgenossInnen! Diese vom Bauern erhoffte Wirkung wird allerdings stark bezweifelt, wesentlich mehr abgeschreckt dürfte davon doch schon die Menschlichkeit sein…

Unfassbare Bilder - toter Rabe auf Feld

Foto: Wir haben es bereits im Text erwähnt, Tierhaltung passiert manchmal noch immer so wie sie in Filmen aus dem  Mittelalter gezeigt wird. Aber nicht nur die Haltung selbst erinnert an Jahrhunderte zurückliegende Zeiten, auch der allgemeine Umgang und der Respekt mit den Tieren scheint unverändert ‚mangelhaft‘ ausgeprägt – wie sonst kann es sein, dass selbst im 3. Jahrtausend noch die zerfallenden Leichen von Tieren aufgehängt und ausgestellt werden, um deren ArtgenossInnen zu vertreiben? Wie wird so etwas den Kindern erklärt? Wie der eigenen Menschlichkeit?

Während in Österreich – aber diese Tatsache sagt dann leider trotzdem nichts über die Haltungsbedingungen aus, die hüben wie drüben immer noch teilweise geradewegs katastrophal sind – zumindest entsprechende Gesetze vorliegen, gibt es in Deutschland unfassbarer Weise tatsächlich nur ‚Empfehlungen‘ in Bezug auf die Rinderhaltung! Dieser Umstand harrt längstens einer Neuüberdenkung. Bilder wie diese und die damit einhergehenden Veterinäramt-Einsätze können und müssen dazu beitragen… Gerade deshalb ist jeder einzelne Fall so wichtig! Ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt, mit einem Aufschrei versehen, wird dem Gesetzgeber bald schon keine andere Wahl mehr bleiben, als den armen Geschöpfen endlich jenen Schutz zuzugestehen, welchen sie so dringend brauchen. Wir, das ist ein heiliges Versprechen, werden unseren Teil dazu beitragen – gemeinsam mit Euch!!! Bitte schaut nicht weg wenn Ihr von derartigen Fällen wisst! Schaltet ie Behörde oder den Tierschutzverein Eures Vertrauens ein – die Tiere haben keine Stimme, lasst unsere die ihre sein!!!

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