Letztens war es ruhiger geworden um das leidige Thema – einige Wochen nun schon mussten wir keine neuen Anzeigen in Bezug auf Kaninchenhaltung tätigen. Aufatmen? Mitnichten! Denn das hat sich jetzt leider wieder geändert – besorgte TierschützerInnen meldeten uns einen Fall im öberösterreichischen Traun, wo vier der Nager in kleinen Käfigen ihr Leben fristen!


Dabei verlangt das Gesetz gerade in jenem Bereich tatsächlich fortschrittliche Haltungsweisen. So müssen Unterbringungen eine größere Grundfläche aufbringen, es müssen zudem zwei Ebenen geboten werden und eine Nestkammer zur Verfügung stehen. Verboten ist auch die Haltung übereinander. die süßen Nager dürfen nur in Buchten untergebracht sein.

In jenem Fall in Traun passt das alles nicht. Die Holzboxen beherbergen die Kaninchen eben übereinander, dazu gibt es keine zweite Ebene. Außerdem steht das Ganze dann auch noch in der direkten Sonne – bei den zuletzt vorherrschenden Temperaturen eine Katastrophe, welche man wohl nur mit „Gefahr im Verzug“ betiteln kann!

Fotos: Kaninchen in den viel zu kleinen Käfigen. Tatsächlcih muss den Süßen eine Fläche von mindestens 6 000 qzm zur Verfügung stehen. Das vermeintliche Freigehege im Bild rechts ist unbeutzt, Tiere dort hat noch nie jemand gesehen. Außerdem: Wie sollen die Kaninchen aus der oberen Reihe überhaupt dorthin gelangen???

Da es schon Beanstandungen gab, ist zwar eine Art Freigehege um die Stallungen gebaut, aber schon beim genaueren Betrachten erkennt man, dass dies wohl nur alibimäßig passiert sein kann. Denn im Freien hat man die Tiere tatsächlich nie gesehen, das bestätigen AugenzeugInnen. Wie denn auch, wo offensichtlich ist, dass das vorhandene Gitter sie nicht vor einem „Ausbruch“ zurückhalten würde können. Fazit: Anzeige!
