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Wieder Anzeige wegen Kaninchenhaltung – wann ist das Maß voll?

Kaum zurück aus dem Osten, gibt es schon wieder Probleme. Einmal mehr, Gesetz der Serie, erreichte uns noch knapp vor der Rückfahrt ein Anruf, wo von einer schlechten Haltung von Kaninchen gesprochen wurde. So führte uns der nächste Weg in die Mitte Österreichs, genauer nach Oberösterreich, dort nahe Linz. Erinnert Ihr Euch, im selben Umfeld mussten wir doch erst vor kurzem einschreiten, weil Kaninchen in einem Garten eines Einfamilienhauses ohne Freilauf in kleinen Käfigen zu leben hatten. Die Anzeige ist noch nicht abgeklungen – es sei vorweg genommen – schon folgt die nächste…

Kaninchen im verdreckten Holzkäfig

Und wieder betrifft es das selbe Veterinäramt, Linz Land. Denn schnell stellte sich heraus, auch der neue Fall ist einer für die Behörde. Hinter dem Haus nämlich, direkt am Waldesrand, stehen die Käfige. Gut versteckt, fast nicht zu entdecken. Wäre da nicht eines dieser Gefängnisse, welches man von der anderen Seite, an der schmalen Straße entlang, erblickt. Genau dort ist ein weißer Nager untergebracht, und der springt ins Auge.

zwei schwarz-weiße Kaninchen im kleinen Holzkäfig
zwei graue Kaninchen im kleinen Holzkäfig

Jedenfalls, wir haben die gesetzlichen Bedingungen für Kaninchen oft und oft wiederholt, erzählt von einem Grundmaß von mindestens 6 000 qcm pro Tier, dazu keine Käfige, nur Buchten erlaubt; 2 Ebenen, ein „Rückzugsgebiet“. Alles Fehlanzeige. Alleine, fast überraschend gibt es Futterraufen in den Käfigen. Doch das ist offensichtlich viel zu wenig, um die Bedürfnisse der kleinen Nager abzudecken.

zwei Kaninchen im kleinen Holzkäfig an der Hausrückseite

Dabei wären gerade für die Kaninchenhaltung die gesetzlichen Bestimmungen sogar ziemlich strenge. Aber was hilft das strengste Gesetz, wenn es nicht ausreichend vollzogen wird? Stets im Kopf schwebt der Satz eines wunderbaren Amtstierarztes, der leider vor einigen Jahren sein Amt niederlegte; der da meinte: „Will man bei der Kaninchenhaltung Ungesetzliches finden, ist das ungefähr so, als ob man im Fußball einen Elfmeter zugesprochen bekommt, ausgeführt ohne Tormann zwischen den Stangen.“ Weil sich eben kaum jemand an die behördlichen Vorgaben hält. Warum niemand die Vorschriften umsetzt? Weil viele Menschen nach dem Motto „schon immer so gemacht“ leben, oder oft und oft gar nicht wissen, dass ein einsperren in Käfige längst nicht mehr erlaubt ist. Doch darf Nichtwissen schützen? Niemals, da werden wir alle uns einig sein!

zwei schwarz-weiße Kaninchen im Käfig auf schmutzigem Stroh

Aber auch deswegen ist der Umgang mit Kaninchen ein derart katastrophaler, weil die Behörden offensichtlich das Vergehen aus welchen Gründen dann auch fast ausnahmslos als ein „Kavaliersdelikt“ betrachten. Das ist zum Haare raufen, das ist schrecklich, furchtbar und völlig unverständlich. Muss man direkter werden? Ok, es ist ganz einfach Mittäterschaft. Deshalb hoffen wir mit jeder neuen Anzeige in diesem Bereich auf ein Umdenken. Für diese Tiere, welche jahrhundertelang unter den schrecklichsten Umständen als lebender Nahrungsmittelvorrat existieren mussten. Und wo es nun höchst an der Zeit ist, ihnen endlich Gerechtigkeit angedeihen zu lassen.

drei dunkle Kaninchen auf engem Raum im Käfig
Kaninchenkäfige an der Wand zwischen Gerümpel

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