Der „Österreichische Kynologenverband“, kurz ÖKV, ist DER Hundezuchtverband in unserem Land. Mit dieser Bestimmung geht auch eine Menge an Verantwortung einher. Tatsächlich würde ein Meilenstein im Kampf gegen Qualzuchten bei Hunden erreicht werden, würde die Institution massiv gegen solche auftreten. Und wir sind guter Dinge, dass das eines Tages auch passiert. Nur, heute ist es leider zumindest aus unserer Sicht noch nicht soweit…


Dieses Resumee legte jedenfalls die „Internationale Hundemesse“ in Tulln eindrucksvoll nahe. Hier wollen wir Euch noch ein paar Bilder präsentieren, welche den Entschluss, mit Anzeigen die Tierschutzposition zu unterstreichen, mehr als nur rechtfertigen.



Tatsächlich und wie selbstverständlich wurden auf besagter Veranstaltung leider auch wieder ganz viele Tiere ausgestellt, welche im Allgemeinen zum Bereich der sogenannten Qualzucht dazugezählt oder zumindest entsprechende Symptome aufweisen. Aber was sagt das Gesetz dazu?
Gemäß 8b Tierschutzgesetz ist es verboten, Tiere mit Qualzuchtsymptomen oder äußerlich erkennbaren Qualzuchtmerkmalen auszustellen oder zu präsentieren.
Dies wurde in der letzten Novelle des Tierschutzgesetzes so geändert, zuvor war grundsätzlich die Ausstellung von Tiere mit Qualzuchtmerkmalen verboten.

Foto rechts oben: Stand, Haltung, Größe, alles ist dem Zuchtbuch unterstellt… selbst bei halbwegs ursprünglichen Rassen schleichen sich da ganz schnell auf die Zucht rückführbar gesundheitliche Poblematiken ein; rechts unten: Wer findet hier überhaupt noch ein Gesicht? Noch dazu, die ohnehin viel zu kurze Nase, welche all di enegativen Aspekte noch unterstreicht…

Fotos: Starkes Speicheln ist oft auch ein Zeichen von starkem Stress; Irische Wolfshunde werden jetzt nicht direkt zu den Qualzucht-Rassen gezählt, aber auch sie leiden an verschiedenen Problematiken, welche mit dem Stammbaum einhergehen. Besonders der Bewegungsapparat ist ob der Größe anfällig, die Lebenserwartung mit 6 – 8 Jahren eine geringe…


Gegen diese Bestimmungen wurde unserer Meinung nach auf der Tullner Messe massiv verstoßen. Der Verband hat nicht nur die Zulassung eindeutig als „Qualzucht“ nominierter Rassen nicht unterbunden, er hat sie sogar gefördert, indem er jene Rassen auch noch durch seine ZuchtrichterInnen bewerten und beurteilen ließ. Bitte beachten Sie dazu den Artikel auf unserer Homepage, wo wir die Vorwürfe untermauern und mit Fotos belegen. https://www.respektiere.at/2025/10/13/wenn-beste-freunde-des-menschen-zu-ausstellungsstuecken-werden-hundemesse-in-tulln/
Hervorheben möchten wir dann insbesondere das Ausstellen von Mops, Englischer Bulldogge – eindeutige Qualzucht; Französische Bulldogge; Shih Tzu mit allen möglichen Zwerghundproblemen, rückgezüchtete Nasen, etc.; Deutsche Dogge; Shar Pei – Faltenhund; Bordeaux-Dogge; Welsh Corgi, viel zu kurze Beine; Schäferhunde mit gekrümmten Rücken; Stafford mit offensichtlichen Problemen; Mexikanische Nackthunde; Pekinese; und, und, und…


Was nützen gesetzliche Bestimmungen zum Wohle der Tiere, wenn sie dann so direkt und konsequent übergangen werden? Wir bitten Sie deshalb, lasst uns gegen solche Verstöße aktiv vorgehen. JETZT ist die richtige Zeit!
RespekTiere hat Anzeige gegen den ÖKV erstattet. Nicht, um dort zu Verärgern, nein, vielmehr, um zu einem Umdenken zu bewegen! Denn nur gemeinsam können wir den Wahnsinn rund um veschiedenste Zuchtproblematiken beenden!
Die Kronenzeitung berichtet über unseren Einsatz - sogar am Titelblatt!

Wie immer an dieser Stelle möchten wir Euch bitten, bitte schreibt’s der Zeitung ein paar Zeilen zu Eurer Meinung! Ihr wisst, je mehr Reaktionen auf solche Artikel folgen, desto mehr wird auch in Zukunft über derartige Themen berichtet werden! leser@kronenzeitung.at
