In den letzten Wochen war es etwas ruhiger geworden um das Thema; in der warmen Jahreszeit gerät die Problematik tatsächlich regelmäßig etwas in den Hintergrund. Man möchte dann schon denken, ok, das Hundeleid hat vielleicht ein Ende. Leider ist dem aber nicht so, denn jetzt, wo die Tage wieder kürzer, die Nächte kälter, die Fußgängerzonen voller werden, kehrt es zurück, vor allem in die Einkaufsstraßen der Großstädte. Und was wir jetzt gerade dabei bezeugen müssen, es dämpft jeglichen Hoffnungsschimmer!
Denn das gewerbsmässige Betteln mit Tieren, und nichts anderes ist es, hat anscheinend reagiert auf die Trägheit und das Stillschweigen der Behörden; tatsächlich, nun wird der Hund des Öfteren nicht mehr alleine als „Partner“ dargestellt, sondern in der nächsten Stufe als Folklore-Objekt missbraucht. Plötzlich sitzt der Bernhardiner ganz dem Klischee entsprechend mit Schnapsfässchen vor dem bittenden Menschen, ein anderer Vierbeiner lauscht als offensichtlicher Aufputz der Musik seiner Halter. Das alles ist, kennt man erst die Hintergründe, nicht „putzig“, nicht nett oder lieb… es steckt viel zu oft reines Tierleid dahinter!

Wer sich aber noch immer täuschen lässt und weiterhin argumentiert, „die Hunde sind doch der letzte Halt im Leben dieser Armen“, dem oder der sei gesagt: Glaubt Ihr wirklich, ein bettelarmer Mensch kommt hunderte Kilometer weit hierher zusammen mit seinem oder ihrem Hund, weil der Vierbeiner doch der „bester Freund“ ist? Wer das denkt, der oder die glaubt wohl auch an Märchen. Eine andere Erklärung gibt es dafür nämlich beim besten Willen nicht – auch nicht dafür, das Leid hinter der Maskarade nicht zu sehen! Hier geht es in Wahrheit um Hundehandel, um ausgesetzte Tiere, um kranke, verletzte noch dazu. Um solche, welche herumgereicht werden in der Kommune, wo vormittags dieser und nachmittags jene mit dem Tier sitzt. Ein Mitgeschöpf, welches dann durchgehend Schichtarbeit zu verrichten hat, auf kaltem Beton, fast bewegungslos ausharrt. Stundenlang. Einen ganzen Tag lang. Das ganz oft in Kisten im Auto zu übernachten hat, oder durchgehend an der Kette hängt, 24 Stunden am Tag. Das, machen Sie den Versuch, am Nachhauseweg nach der Saison oft und oft wie Ware verscherbelt wird. Und wenn sich kein Käufer findet, einfach ausgesetzt zurückbleibt. Fragen Sie im Tierheim nach, fragen Sie bei „Tierschutz Austria“ im größten Asyl Österreichs, in Vösendorf.

Tatsächlich litten bei Freikäufen in Salzburg (getätigt, um die Mär des Veterinäramtes zu widerlegen, man könne nichts machen, weil alle Hunde gesund seien, Anm.) 100 % der Betroffenen an verschiedensten, teils lebensbedrohlichen Erkrankungen! Lassen Sie sich deshalb bitte nicht täuschen! Unterstützen Sie das Tierleid nicht! Wenn Sie helfen wollen, dann bitte spenden Sie viel lieber Nahrung für Mensch und Tier! Helfen Sie mit, lassen Sie uns das Tierleid stoppen! Genauso wie es heute selbstverständlich ist, dass das Betteln mit Minderjährigen untersagt bleibt, muss es auch mit Tieren unterbunden werden! Schreiben Sie uns, wie Sie über die Situation denken – Ihre Meinung dazu ist enorm wichtig!

Foto: Was meinen Sie, ist hier ersichtlich, dass dieser kleine Welpe der „beste Freund“ des Halters ist? Am Strick festgebunden, am kalten Beton liegend, die Aufmerksamkeit vielmehr auf das Telefon gerichtet? „Betteln mit Tieren“ bedeutet zu allermeist pure Ausbeutung des Mitlebewesens, es handelt sich dabei um offensichtliches Tierleid! Wir dürfen da nicht wegsehen, auch wenn die Initiative zu ergreifen manchmal unangenehm ist…
P.S.: Niemand hat etwas dagegen, wenn jemand mit dem eigenen Hund die eine oder andere Stunde in der Fußgängerzone sitzt – sofern Besagter gesund, offensichtlich gut behandelt und auf den Namen gemeldet ist, sich die Beziehung „Mensch-Tier“ nachweisen lässt! Meist merkt man ja sofort, ob der Vierbeiner wirklich „dazu“ gehört. Wenn die Halter aber schon bei der Frage nach dem Namen des Tieres zu stottern beginnen, spätestens dann weiß man Bescheid! Wenn Papiere nicht nachvollziehbar sind, wenn heute er und morgen sie und übermorgen wieder wer anderer an der selben Stelle mit demselben Hund sitzt, ebenfalls. Melden Sie solche Fälle bitte umgehend an des zuständige Veterinäramt (plus an deen Tierschutzverein Ihres Vertrauens) – die Tiere haben keine eigene Stimme, seien Sie die ihre!
