Es ist Weihnachten, das Fest der Liebe. Eigentlich wunderschön. Aber leider auch ein Datum, unter welchem ganz besonders die sogenannten „Nutztiere“ zu leiden haben. Auf diese Tatsache möchten wir Jahr für Jahr hinweisen, und genau deshalb versammeln wir uns alljährlich vor den Heiligsten Häusern der Christenheit. Nun schon seit mehreren Jahren ist es allerdings gar nicht so einfach, in Salzburg die traditionelle Weihnachtskundgebung anzumelden. Seit nunmehr 20 Jahren findet diese zwar statt und reiht sich somit ansatzlos in jene Kundgebungsserien, welche zum fixen Bestandteil der jeweiligen Feierlichkeiten geworden sind. Ob nun Weihnachten, Ostern, Jagd, der RespekTiere-Kreuzzug für Tierrechte, allesamt sind die Ereignisse fest in unserem Kundgebungsplan integriert. Und das ist auch gut so!



Obwohl auch 2025 der Christkindlmarkt wieder bis 15 Uhr geöffnet hatte und während dieses Zeitraumes „Hausrecht“ am Domplatz besitzt, wir dadurch unsere Beginnzeiten anpassen müssen, fanden sich dennoch viele Tierschützende vor Ort ein, einmal mehr mit der so unverzichtbaren Unterstützung der großartigen Salzbuger-VGT-AktivistInnen (www.vgt.at) – und dann vom alleinigen Anliegen beseelt, die einen oder anderen Beobachtenden vielleicht zum Nachdenken zu bewegen.

Denn, wir wiederholen unsere Worte aus den letzten Jahren, viel zu oft wird leider vergessen: Weihnachten, das Fest der Liebe, ist gleichzeitig auch jene Zeit, wo die Schlachthöfe auf Hochbetrieb laufen; warum? Weil wir ungeachtet des großen Sterbens zwar von Liebe reden, aber damit meist leider immer nur unsere Allernächsten in die heheren Gedanken miteinschließen. Die Gabentische biegen sich, und wie um die eigene Unvollkommenheit zu unterstreichen kann das ‚Große Essen‘ beginnen, ohne noch je einen Gedanken daran zu verschwenden, von wo her all das Gekochte, Überbackene, Panierte, Gegrillt und Gebratene überhaupt nur kommt; ach ja, die fleischlichen Teile meist „eh aus der Bio-Haltung“, hören wir zwar immer wieder. Fakt ist aber: Es gibt keine solchen von ‚glücklichen Tiere‘ – sondern immer nur von toten…

Tierschützende in Tierkostümen, dazu der Totenkopf-Santa, der ein Schild vor sich trug, welches ‚Für die Tiere muss der Weihnachtsmann wohl so aussehen!‘ verriet, das war es, was die Kirchenbesuchenden schließlich zu sehen bekamen. ‘Blutige Weihnachten? Werden Sie VegetarierIn und retten Sie Leben, jeden Tag!‘, stand da in dicken Lettern auf den Transparenten. Oder ‚Wir kreuzigen Jesus jeden Tag auf ein Neues – in den Mastanstalten und Schlachthöfen!‘. Botschaften wie ‚Weihnachten – Fest der Liebe! Go Vegan! Weil Du ein Herz für Tiere hast‘, ‚Ich habe Angst vor Weihnachten (gezeigt werden Tiere in Intensivhaltung)‘ oder ‚Es gibt kein Fleisch von glücklichen Tieren – nur von toten!‘, erregten große Aufmerksamkeit unter den Passierenden.




Foto oben: Wie in jedem Jahr – ganz freundliche und zuvorkommenden PolizistInnen, immer ein bisschen Stress mit der Security… also alles beim Alten im besten Sinne! 🙂
Wieder, wie zuletzt immer öfters, konnten wir die Kundgebung dann aus diversen Gründen erneut nicht am Abend vor der Mette abhalten, sondern mussten auf den Nachmittag ausweichen. Aber auch der ist ein guter Zeitpunkt, vor allem deswegen, weil dann die Christ-Vesper im wunderschönen Dom stattfindet und sich nicht zuletzt deswegen stets ganz viele Menschen am Platz selbst aufhalten.

Foto: …dafür wie immer auch besonders nette Gespräche mit Menschen aus allen Teilen der Welt! Und warum auch immer, es sind dann besonders jene, welche sich so richtig über die Kundgebung zu jener Zeit und an jenem Ort freuen!
So sollte es einmal mehr eine ganz und gar wunderbare Kundgebung geworden sein, eine herzerwärmende, mit besonders viel Interesse bedachte!
Selbstredend ist nicht jedermensch mit dieser Art von Protest zu den heiligsten Stunden im Jahr einverstanden; aber so viel Kritik muss eine Gesellschaft, muss eine Religionsgemeinschaft wohl aushalten können, noch dazu dann, wenn aufgrund der begangenen Feierlichkeiten und extra hierfür ganz besonders viele Tiere sterben müssen. Mehr wollen wir an der Stelle auch gar nicht zur Ausgangslage sagen, und sollte jemand mit der Formulierung nicht einverstanden sein, so genügt der Hinweis: Schaut im kommenden Jahr in der Vorweihnachtszeit am nächsten Schlachthof vorbei – dort wird teilweise in Schichten gearbeitet, und Meere von Blut vergossen, um nur ja der Nachfrage gerecht zu werden.

Gesagt sei auch, wir möchte mit solchen Veranstaltungen niemanden verärgern, niemanden in den Gefühlen verletzten. Letztendlich hoffen wir mit Protesten wie diesem nur, den vielen Menschen einen anderen Aspekt des Weihnachtsfestes aufzuzeigen – und der ist dann leider ein furchtbarer! Aber es gibt ja da eine Alternative: „Blutige Weihnachten? Werden Sie VegetarierIn oder noch besser VeganerIn und retten Sie Leben – jeden Tag! Was für ein Vorsatz für 2026!!!


Euch allen wünschen wir aus tiefstem Herzen ein gesegnetes, tierleidfreies Weihnachten und ein 2026, wo wir einmal mehr gemeinsam für die Rechte der Tiere ganz viel erreichen können – und erreichen werden!!!
