Neben dem alltäglichen Einsatz rund um die Esel-Arbeitsstätten ist das Team um Dr. Dieng auch ganz oft in „außertourliche Fälle“ involviert. So auch jetzt wieder, wo innerhalb kürzester Zeit gleich an zwei Stellen Alarm gegeben werden musste!
Das Schöne daran: Inzwischen weiß die ganze Stadt, wohin man sich wenden muss, wenn es sich um tierliche Notfälle handelt. Wir sind die Anlaufstation und täglich mehr gefordert! Denn wegsehen, das geht nicht. Schon gar nicht bei der unfassbaren Wucht, mit welcher solche Begebenheiten auf uns einbrechen…

Foto: Erst nach dem Einfangen erkennt das Team die Schwere der Verletzung – der Fuß ist unrettbar verloren…
Jedenfalls, RespekTiere ist die einzige Organisation, welche hilft – noch dazu schnellstmöglich und völlig unkompliziert. So zum Beispiel entdeckte ein junger Mann einen Hund mit zerfetztem Hinterbein. Wie der Unfall passiert ist, wir wissen es nicht. Und werden es auch nie erfahren. Fakt ist aber – trotz aller Gefahren – z. B. ist Tollwut eine extreme Herausforderung in einer Stadt, wo alljährlich dutzende Menschen an jener Krankheit elendiglich sterben – dass immer mehr Menschen nicht wegsehen. Das Leid wahrnehmen. Und uns anrufen. Noch vor wenigen Jahren wurden solche Fälle geschlossen übersehen. Nicht einmal bemerkt, so konzentriert war man auf das eigene Überleben in einer rauhen Umwelt.





Fotos: Der Patient wird geborgen; dann erst erkennt man das wahre Ausmaß – das Bein ist völlig zerfetzt, die Knochen stehen vor. Dr. Dieng und Moussa bereiten die Not-OP vor.
Fotos: Kann sich irgendjemand vorstellen, welches Leid mit einer derartigen Wunde verbunden ist?
Bereits wenige Stunden nach dem Anruf hatte das Team den armen Hund eingefangen und betäubt. Der Fuß musste amputiert werden, was beim Anblick der Bilder auch von Anfang an klar war. Die Not-OP ging gut, der Patient wurde für ein paar Tage sicher untergebracht und ist inzwischen wieder in seinem Revier. Die Wunde heilt und das Team sieht regelmäßig nach ihm. Auch ein bemerkenswertes Detail am Rande: Die Nachbarschaft reagierte mit Jubelschreien und aufmunterndem Händeklatschen, als der Arme wieder zurück an seinem Ort gebracht wurde!

Foto: die Wunde heilt gut! Nachversorgung erfolgt täglich!
Zwei Tage später erneut ein Anruf. Wieder ein Hund, in Fakt eine Hündin. Ein Mann hat sie auf der Müllhalde gefunden, offensichtlich gelähmt. Und er hat sie mitgenommen, ihr einen Sonnenschutz gebastelt und mit Nahrung versorgt. Jetzt sind unsere Tierärzte an der Reihe. Wir übernehmen die Versorgung und den medizinischen Teil. Ob sie allerdings je wieder wird gehen können, es scheint sehr unwahrscheinlich. Wir suchen noch nach einer Lösung.


Die beiden Fälle zeigen aber einmal mehr: die RespekTiere-Hilfe in Mauretanien, sie ist tatsächlich völlig essentiell. Niemand sonst, der bei derartige Begebenheiten zur Stelle ist. Um unseren Beistand weiterhin sicherzustellen, bitten wir Euch von ganzem Herzen: Helft uns helfen! Die Tiere Nouakchott’s brauchen uns – und wir brauchen Euch. Ohne Euch sind wir hilflos…
