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Serbien, der große Einsatz, Teil 3!

Auch gestern ist es wieder alles in allem weit nach Mitternacht geworden, bis wir die Augen endlich schließen konnten. Was für ein Tag ist das gewesen! Dass ihn der heutige fast noch toppen würde, das konnten wir zu jenem Zeitpunkt natürlich noch nicht wissen. Vorest aber sollte uns gar ein bisschen „Auszeit“ gegönnt sein; Tagwache um 8 Uhr, der Wecker wird weitergedrückt; letztendlich ist es halb 9, bis sich die müden Knochen schließlich doch in Bewegung setzen. Bevor allerdings der Geist folgt, dauert es sogar noch länger. Tee wird dann schnell aufgesetzt, Kaffee gebraut. Besser, überbrüht. Ein Frühstück gezaubert, inklusive Orangen. Super. Herz, was begehrt Du mehr!

Wetterbedingungen im Rückspiegel

Foto: Eine Wetterveränderung kündigt sich an – im Rückspiegel ziehen die Wolken auf!

Voller stolz bin ich übrigens auf Töchterlein Nelli, welche all den Einsatz der letzten Tage so problemlos mitmachte. Nicht nur das, sogar offensichtlich große Freude daran hatte! Ihr Herz für Tiere, so wunderschön zu sehen, war und ist ein riesengroßes. Völlig egal, wie schmutzig wir uns machten im Asyl, sie genoss jede Umarmung der vierbeinigen Freunde. Lange, lange Zeit im Auto, ohne jede Beschwerde; die Wetterbedingungen, sehr grenzwertig – sie nahm all das extrem gelassen. Die Wartezeiten an der Grenze, die vielen Proteste, Einsätze, Ausladungen, alles war ihr eine echte Freude. Wie dankbar man dafür nur sein kann!

Jedenfalls, bis wir die letzten Vorbereitungen fertig haben, alle Sachen im Auto verstaut, den Wohnungsschlüssel abegegeben, zeigt die Uhr bereits halb 11. Das so großartige RespekTiere-Mobil schlängelt sich schließlich durch die unfassbar engen Gassen Locnica’s, rechts und links zugeparkt mit kreuz und quer abgestellten Autos. Weitere „Besonderheit“ – auf Einbahnstraßen scheint hier niemand wirklich Acht zu geben, man kann sich nie sicher sein, ob nicht doch ein Wagen entgegenkommt. Oder, passiert auch manchmal, ob man nicht das entgegenkommende Fahrzeug selber lenkt! 🙂

Wir fahren nochmals zurück zu Tierheim; geben aber bloss die gestern vergessenen, mitgebrachten Schokoladeköstlichkeiten ab; ein Tierheimhelfer übernimmt sie und schon sind wir am Weg! Das Navi macht ein paar Probleme, aber irgendwie ergibt sich der Weg hinaus aus der Stadt dennoch. Bald entern wir die Autobahn, und es geht – ausnahmsweise bei teilweisen Sonnenschein – in Richtung Novi Sad. Die Landschaft fliegt an uns vorbei, Impressionen, Eindrücke zurücklassend. Allerdings, mit der Geschwindigkeit ist es bald zu Ende, dann, wenn der Highway ausläuft und in die enge Straße, welche wir von der Herfahrt zur genüge kennen, übergeht. Wieder lässt sich Erschütterung auf den Gesichtern ablesen, aber auch Faszination und Hingabe. Sagte ich es schon mal? Ich liebe den Osten! Und deshalb wird das Herz umso schwerer, sieht man all diese Baustellen. Allerdings praktisch nur an den Verkehrswegen soll gearbeitet werden, kaum wo repariert und baut man Gebäude. Eher verfallen solche, manche davon sogenannte „Mega-Bauten“, mit welchen vielleicht eher Geld gewaschen als die Aussicht auf moderen Infrastruktur gelegt werden sollte. Neben den Straßen jede Menge Hunde, viele selbst aus der Entferung erkennbar in ganz schlechtem Zustand. Auch tote Tierkörper säumen das Bankett, sooo traurig anzusehen.   

Straßenhunde in Serbien

Foto: Straßenhunde finden sich in Serbien noch immer viel zu häufig…

Immer wieder bleiben wir stehen, verteilen ein bisschen Hundefutter, beobachten, fotografieren. Es gibt so unglaublich viel zu sehen!

Irgendwann geht es bergauf; hin zu jenem Pass, wo uns noch am Tag zuvor der Winter derart überrascht hatte. Mit Schneefall, Nebel, Eiseskälte. Fürchteten wir die Überquerung zuvor noch beim bloßen Gedanken ein bisschen, bleibt man letztendlich erneut überrascht zurück – dieses Mal aber gegenteilig! Denn tatsächlich, selbst „oben“ angekommen klettert das Thermometer nicht unter 7 Grad, fast der ganze Schnee geschmolzen. Nichts mehr übrig vom Winter, der, wie gesagt, erst gestern noch die Umgebung beherrscht hatte! Am Pass entfalten wir das Transparent „Stop Killing Stray Dogs“  und mit aufgesetzter Hundemaske wird die Botschaft dem vorbeieilenden Verkehr präsentiert. Zuviel Zeit bleibt nicht, und so sitzen wir bald wieder im RespekTiere-Mobil, den Serpentinen runter ins Tal folgend. Was wir gestern noch nicht so bemerkt hatten: Oben teilt sich die Straße, was bedeutet, eigentlich ist die Auf- und Abfahrt eine Einbahn. Eigentlich deshalb, weil auch hier, wie in der Stadt, selbst in solcher immer wieder Gegenverkehr herrschte. In Folge der Teilung aber fahren wir nun nicht wieder direkt am China-Tunnelportal vorbei, wo wir gestern aufgrund der Witterung das Fotografieren auf das Heute verschoben hatten. Und so – drehen wir im Tal um und nehmen das ganze Prozedere nochmals auf uns. Was sich aber auch bezahlt macht, denn nicht so oft kriegt man einen Vor-Ort-Eindruck von chinesischer Straßenbaukunst, siehe Bilder!

alter Bauernhof in Serbien

Foto oben: Typischer serbischer Landbauernhof! Unten: China hat wohl auch hier, mitten in Europa, seinen Einflussbereich längst ausgeweitet…

aus Locnica zurueck 4
aus Locnica zurueck 2

Fotos: Bei der Hinfahrt hat uns der Winter von einem Zwischenstopp beim Tunnelportal der chinesischen Baufirma abgehalten, bei der Rückfahrt allerdings nutzen wir die Möglichkeit!

Tunnelbau von chinesischer Firma
Nelli mit chinesischer Flagge beim Tunnelportal

Der Stress und die Anstrengung vergangener Tage macht sich langsam bemerkbar; Grund dessen erreichen wir schließlich Novi Sad recht müde, so müde, dass wir das gestern gebuchte und jetzt in selbes eingecheckte Motel am liebsten gar nicht mehr verlassen möchten. Auch deswegen, weil es anscheinend ein echter Glücksgriff war. Für 25 Euro, zwei Personen, aber sowas von gemütlich! Schööön, das manchmal die Bilder aus dem Internet sogar noch von der Realität übertroffen werden – meist ist es nämlich genau umgekehrt….

Protest auf der Passhöhe für die Hunde Serbiens

Foto: direkt auf der Passhöhe unweit von Novi Sad nutzen wir noch den Augenblick, um für die Straßenhunde unsere Meinung kundzutun!

Es hilft alles nichts; wir haben einen engen und wichtigen Termin in Subotica, etwa 1 Stunde und 20 Minuten entfernt. Und so findet sich das RespekTiere-Mobil umgehend am Highway wieder! Wo in diese Richtung – hin zur EU-Außengrenze – die Autobahn eine wirklich ausgebaute ist und wir gut vorankommen. In Subotica gilt es schließlich eine Adresse zu finden – jede von der Parteizentrale der SSP, der Partei „Freiheit und Gerechtigkeit“. Ivan Rakic erwartet uns, ein unfassbar netter Politiker. Er, der das Thema „Zoo von Palic“ aufgegriffen und schließlich landesweit in die Medien gebracht hatte – zusammen wollen wir jetzt noch weiter gehen. Aber darüber werden wir alsbald in vollem Umfang eigens berichten. Jedenfalls, es erwartet uns in Anbetracht der folgenden Gespräche viel Arbeit, aber auch hochspannende Aussichten. Das angesprochene Meeting, fast 2 volle Stunden lang trotz der späteren Stunde (ein Zeitrahmen und eine Uhrzeit, welche für Politiker normalerweise fast schon tabu sind; Ivan nahm sich für uns tatsächlich alle Zeit der Welt, darum wohl, weil er das Thema Tierschutz offensichtlich als überaus wichtig erachtet, Anm.). 

Subotica 10

Fotos, oben: Das Parteischild beim Eingang wurde vermeintlich von politischen Gegnern zerbrochen! Unten: Nelli vor dem Büroeingang der SSP; rechts: Im historischen Stiegenhaus; der Lift ist der älteste der Stadt, wurde vor rund 120 Jahren errichtet!

Nelli vor dem Büro der SSP
Subotica 4

Unten: Ivan und Tom beim Gespräch in der Parteizentrale und ganz unten bei Shakehands!

Gespräch in der Parteizentrale
Tom von RespekTiere und Ivan von der SSP schütteln sich die Hände

Es ist bereits finster, als wir die Parteizentrale verlassen. Ivan zeigt uns noch den prächtigen Hauptplatz. Nicht umsonst wohl wird Subotica zu den schönsten Städten Serbiens gezählt; dann aber gilt es sich zu verabschieden. Wo können wir uns für die Tiere im Zoo bestmöglich einsetzen, wo können wir Gemeinsamkeiten in der Kampagne finden, wo werden wir uns ergänzen? All diese Fragen wird die Zukunft beantworten! Die ersten davon – wie erwähnt – sollen dann auch schon im bald folgende Newsletter erörtert werden, wo wir dezitiert auf diese so wundervolle Entwicklung eingehen möchten. Eine Entwicklung, die anknüpfen könnte an Balkan-Sternstunden im Verein, als wir beispielsweise vor vielen Jahren als erstes und einziges ausländische Mitglied in die „Serbien League“ von lokalen Tierrechtsvereinen aufgenommen worden sind…

wunderschöner Hauptplatz von Subotica

Nach dieser wunderbaren und vielleicht zukunftsweisenden Begegnung offenbart sich ansatzlos eines: Wir können auch heute den Zeitplan, der vorgesehen hatte, ein einziges Mal früher in der Herberge zu sein, ganz und gar nicht einhalten. Es soll nach 20 Uhr sein, bis wir uns im Motel wiederfinden und den Computer für diese Nachricht starten!

Wow, es war eine gute Nacht gewesen! Wohl, weil langsam doch etwas von der Anspannung abfällt, da wir schon so viele Programmpunkte abhacken konnten. In Fakt lässt es sich deswegen gleich wesentlich besser atmen!

Schnell sind die paar persönlichen Sachen zusammengepackt, dann gilt es Abschied nehmen, vom wahrscheinlich schönsten Zimmer, welches wir auf dieser ganzen, langen Reise benutzen durften! Bald steuert das RespekTiere-Mobil in Folge hinaus aus Novi Sad, nun in Richtung Djurdjevo. Eifrige RespekTiere-NewsletterleserInnen wissen es vielleicht: dort hat Frau Brukner ihr einzigartiges Refugium erschaffen. Auf mehreren Hektar Land wurde ein Lebenstraum umgesetzt – und zwar 1:1! Es ist wie das Betreten einer anderen Welt; ich sagte es bereits öfters: Kennt ihr das Sprichwort „Das Gras ist beim Nachbarn immer grüner“? Hier wird die Floskel für sämtliche Anrainer zur Realität; kaum betritt man das Grundstück, findet man sich wieder – in Natur Pur! Hunderte, aberhunderte Raben in den Bäumen, eine mächtige Kolonie der wunderschönen schwarzen Vögel. Pferde auf den weitläufigen Weiden, Kühe dazu. Und Esel. Schweine. Hühner. Natürlich Hunde! Besonders die großen Sarplaninaz und Co haben es uns immer angetan! Es ist soooo ein schöner Platz, man glaubt es nicht. Reibt sich verlegen die Augen, weil das Gehirn gar nicht packen kann, dass hier inmitten der Triste und gefühlten Hoffnungslosigkeit so etwas entstanden ist. Ein Paradies. Andere Worte gibt es dafür nicht.

Pferde und Kühe grasen zusammen auf der Weide
Nelli wird von Hunden am Gnadenhof empfangen

Fotos: Schon auf der Zufahrt bemerkt man den Unterschied – man nähert sich dem Paradies! links, Kühe und Pferde und Esel auf den weitläufigen Weiden; Nelli wird am Hof gebührend empfangen!

bei Frau Brukner 13

Frau Brukner ist immer mein persönliches Vorbild gewesen. Heute vielleicht sogar noch mehr als je zuvor. Nun, da sie auch ein bisschen Verzweiflung zeigt, eine gewisse Desillusion; was sie meines Erachtens einfach nur noch menschlicher macht. Seit so vielen Jahrzehnten lebt sie an jenem Platz, doch geändert an der Mentalität, an der Brutalität gegenüber dem Mitgeschöpf hat sich nach ihren Worten praktisch nichts. Hat sich aber doch, finden wir Außenstehenden; nur sieht man das „in der Blase“ oft nicht, in welcher wir allesamt gefangen sind. Jedoch, bloß ein Schritt hinaus, und man kann es erkennen, das Rumoren, den Drang nach anderen Werten. Die Liebe zum Tier, eine Pflanze, die wächst und wächst. Auch in der serbischen Gesellschaft hat sie ohne jede Frage längst Wurzeln geschlagen.

Jedenfalls sitzen wir zusammen, wie immer in Anbetracht unser aller wartender Aufgaben eigentlich wesentlich zu lange. Es gibt aber unendlich viel zu erzählen. Und die Zeit vergeht wie im Flug, zwischen all den wunderschönen Hunden, dem Rabengeschrei, dass bei längerem Zuhören urplötzlich zur Melodie, zur Musik, zur Symphonie wird. Ein Besuch bei den Schweinen: Zwei sind unlängst gerettete. Aus Temerin, wo wir sie entdeckt hatten! In winzigen Zwinger, auf purem Beton. Frau Brukner sollte unser damaliger Bericht nicht losgelassen haben. Und sie hat sie abgeholt, beide. Aus ihrer Verzweiflung entrissen und in ein riesiges Gehege mit einer Burg aus Stroh gebracht. Soooo unfassbar schön!!!

bei Frau Brukner 1
bei Frau Brukner 10

Fotos: Im Hundeparadies! Unten: Diese beiden Schweine haben wir im letzten Sommer unter miserablen Bedingungen entdeckt – jetzt leben sie bei Frau Brukner am Gnadenhof!

zwei Schweine im Zwinger auf Beton

Fotos: Vorher-Nachher: Soooo wichtig und schön kann unsere Arbeit sein! Danke, Frau Brukner, von ganzem Herzen!!!

Nelli streichelt im Stroh liegende Schweine

Den Hauptgrund unseres Besuches, wenn es so einen braucht, haben wir aber noch gar nicht verraten. Und zu ihm, da werden wir sowieso ebenfalls noch einen ausführlichen Bericht schreiben. Eine Extra-Story. Eine, wie im Falle der Scheine, wunderschöne. Denn Hund Sam soll heute mitkommen, jener Hund, welchen wir im Herbst letzten Jahres im Straßengraben entdeckt und geborgen hatten. Übersät mit 1 200 (!!!) Zecken. Noch mehr Flöhen. Mit gebrochenem Vorderbein. Abgemagert, dem Tode nahe. Sam steigt heute mit uns ins Auto und kommt nach Österreich. Tränen in den Augen….

Frau Brukner versorgt uns wie immer mit vielen Lebensmitteln, herrlichen. Selbstgemachten. Der Hof ist ein absoluter Selbstversorger geworden. Längst schon. Vom Brot über das Obst, hin zum Gemüse. Eine vegane Landwirtschaft der höchsten Klasse.

Frau Brukner ladet Hund Sam ins Auto

Foto: Frau Brukner hebt Hund Sam in das RespekTiere-Mobil; der Abschied fällt ihr merklich schwer, auch noch nach hunderten Hunden, welchen sie im Laufe der Jahre das Leben gerettet und die Ausreise ermöglicht hat!

Dieses Mal habe ich Tränen in den Augen als wir uns verabschieden. Frau Brukner, ein Leuchtturm. Nelli umarmt sie, Nelli, die mit den allergrößten Hunden geschmust hat; nicht zum ersten Mal übrigens, wir waren schon mal gemeinsam hier, wo mein Mädchen noch ein Kind war. Damals bereits hat sie nie Angst vor den Großen gezeigt. Und es ist bis heute so geblieben!

Der Abschied fällt heute dennoch ein bisschen leichter. Warum? Weil wir, aber das ist eine andere Geschichte, schon in drei oder vier Wochen wieder hier sein werden!

Frau Brukner und Tom mit Hunden, über Papiere gebeugt
bei Frau Brukner 2

Fotos: Frau Brukner und Tom über den Papieren, welche Sam endlich nach fünf Monaten die Ausreise ermöglichen! rechts: von den Straßen Serbiens im RespekTiere-Mobil gelandet – Hund Sam!

Und so gilt es ein letztes Mal den neuen Highway in Richtung Grenze zu bewältigen. Bei 14 Grad übrigens, Sonnenschein, frühlingshaft warm. Die Grenze soll kein Problem darstellen, Sam hat alle Papiere. Ab Ungarn dann wir es allerdings zunehmen kälter. Und feuchter. Regen setzt ein. Wird zum Starkregen. Sam soooo unfassbar brav im Laderaum. Bei einer Tankstelle halten wir schließlich. Ein bisschen Gassi gehen. Es regnet, bei jetzt knapp über 5 Grad.  

Weiter geht es, gegen 16 Uhr 30 sind wir in Budapest. Wie fast immer Mega-Stau. Aber wenigstens nicht auf unserer, sondern auf der Gegenseite! Dort jedoch nicht bloß einer, der erste knapp 10 Kilometer lang; ein weiterer nur wenig später. Und noch einer. Kein Wunder bei den dutzenden Riesenbaustellen (eine davon ist fast 60 Kilometer lang!!!). Aber unsere Fahrspur hält. Allerdings, es setzt nun auch noch Nebel ein. Die Fahrtgeschwindigkeit nimmt weiter ab. Dann der Regen. Erneut läuft der prasselnde Niederschlag zur Hochform auf. Es wird langsam dunkel, als der Grenzposten zu Österreich auftaucht. Polizei hält uns, lässt das RespekTiere-Mobil mit dem deutschen Kennzeichen aber gleich weiterfahren. Sam interessiert sie nicht.

LKW's stehen an der Grenze zu Ungarn
Sam und Tom gehen Gassi am Parkplatz
prächtige Abendstimmung auf der Autobahn
Nelli und Tom am Nachhause-Weg

Wir halten nochmals, erneut Gassi gehen. Jetzt beginnt es zu schneien. Und der Schneefall artet aus. Schritttempo auf der Autobahn, zumindest zeitweise. Selbst Wien tiefwinterlich zugeschneit. Irgendwo bei Stockerau halten wir wieder. Es ist nun nach 20 Uhr. Der Schnee fällt, wie selten zuvor. Schon gar nicht im normalen zu diesem späten Datum. Aber wir wissen es ja längst. Das Klima spielt verrückt. Verrückter von Jahr zu Jahr, von Monat zu Monat, von Woche zu Woche… Die Tankuhr leuchtet inzwischen seit gefühlten 150 Kilometern. In Stockerau finden wir warum auch immer keine Tankstelle. Der Sprit aber nun tatsächlich gefährlich knapp. Nochmals raus auf die Autobahn, und wahrscheinlich wirklich mit den letzten Tropfen im Tank passiert die Erlösung bei Tulln – 78 Liter werden hier eingefüllt, im normalen dachten wir bisher kaum mehr als 75 packt der Tank! 🙂

Fahrtverhältnisse gehen über von Regen zu Schnee

Fotos: Die Fahrtverhältnisse wechsel dem Abend zu langsam von schwerem Regen zu starkem Schneefall über!

Fahrtverhältnisse gehen über von Regen zu Schnee
Fahrtverhältnisse gehen über von Regen zu Schnee
Fahrtverhältnisse gehen über von Regen zu Schnee

Erst gegen 23 Uhr laufen wir ein im Elternhaus. Vater schläft im Wohnzimmer. Wird sofort von Sam beglückt, der zu ihm hochspringt und sich mit einkuschelt. Als wäre er immer hier gewesen.

Gegen 1 Uhr erst schalten wir die Computer ab. Und danken Gott; was für eine Fahrt! Sooo viel passiert, so viel durchlebt. Alleine die Wettereinflüsse. Sonnenschein, Kälte, strömender Regen, Wintereinbruch am Pass in Serbien, frühlingshafte Temperaturen, undurchdringlicher Nebel, heftigster Schnellfall zurück in Österreich. So viele „Tiergeschichten“, die nun aufgearbeitet werden müssen. So viel an Erfolg, es ist einfach nur wunderbar und fantastisch. Die zwei geretteten Schweine, die Änderungen im Zoo, Sam, der Straßenhund. Das Treffen mit der großen Oppositionspartei, das Tierheim in Locnica. Die Erlebnisse in Rumänien, wo alles schon so sehr „Familie“ geworden ist. Ich werde gar nicht fertig, Superlativen aufzuzählen.

Schnee Impressionen 7

Nochmals, danke, Gott. Danke für dieses Dasein, für die so unglaubliche Tochter, für die Chance, Tieren helfen zu dürfen. Und dorthin, wo sie gebraucht werden, Güter bringen zu dürfen. So viele Menschen zu wahren FreundInnen zählen zu können. All das lässt „Mensch“ das Leben spüren. Sich als Krieger fühlen. Krieger für die Tiere. Nichts anders wollten wir alle je sein…

Fotos: Opa und Sam sitzen auf der Bank im Wohnzimmer; rechts: Nelli geht schon früh am nächsten Tag mit Sam in die Winterlandschaft!

Opa und Sam sitzen auf der Bank im Wohnzimmer
Nelli und Sam im Schnee

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