„Betteln mit Tieren“, besser gesagt das von uns gewünschte „Betteln mit Tieren-Verbot“, beschäftigt RespekTiere jetzt immer intensiver. Besonders jener Tage, wo wir viel Zeit in Wien verbringen, um entsprechende Recherchen umzusetzen und die Ergebnisse daraus in Fotoberichte umzuwandeln. Da taucht man schnell so richtig ein in die Geschehnisse, kommt kaum mehr zur Ruhe. Warum? Weil genau in besagtem Bereich enormes Tierleid passiert, ein Tierleid aber, welches aus Gründen „warum auch immer“ nur allzu gerne übersehen wird.
Auch um das Ganze zu verarbeiten und die angesammelte Information unter die Menschen zu bringen, entschlossen wir uns zu einem neuerlichen Protest; und um sicherzustellen, dass dann möglichst viele Menschen mit der Botschaft konfrontiert würden, wählten wir ein Mega-Event hierfür aus; so konnten RespekTiere-Aktivisten in Hundemasken vor dem Wiener Rathaus gesehen werden, wie sie das Transparent „Betteln mit Tieren-Verbot – JETZT!!!“ an verschiedenen Stellen rund um das Gebäude sowie bei der Zielankunft das Wien-Marathons entrollten.
Aus der vorangegangenen Recherche wussten wir einmal mehr, die tatsächliche Situation zeigt sich so eindeutig. Hier geht es nicht um den „Bettler“ von nebenan, den jeder kennt, oder um die Punk-Gruppe, welche Hunde mit sich führt. Hier geht es um aggressives, organisiertes und gewerbliches Betteln im großen Maße. Um das in jenem Falle oft und oft zum Geschäftsmodell modellierte Mitleid-Erregen; ein solches, Geschäftsmodell, ist es nämlich ohne Frage, auch wenn viele von uns das nicht sehen oder hören möchten. Hier geht es um pure Tierqual, das völlige Ausgeliefertsein der Vierbeiner, um unbehandelte Krankheiten, um Parasitenbefall, um stundenlanges Verharren – Schichten bis zu 12 und mehr Stunden „passieren“ für manche der Armen jeden Tag (und nein, „Herrchen“ oder „Frauchen“ hat nicht selbiges zu ertragen, die Hunde werden getauscht und weitergegeben) – auf im Winter eiskalten und im Sommer glühend heißen Betonboden. Da kann auch die schnell herbeigezauberte Decke nicht darüber hinwegtäuschen, genauso wenig wie das bereitgestellte Futter. Denn all das, beobachtet man nur lange genug, stellt sich ganz schnell als reine Geschäftsmasche heraus. Ihr erinnert Euch, da gab es beispielsweise diesen Hund, der eine weihnachtliche Decke um sich geschlungen hatte; die behielt ihre Form, egal, ob er dann lag, stand, sich kratzte, trank oder sonst was tat… (im Bild weiter unten)
Foto: Wer kennt sie nicht in Wien? Die herzallerliebste Hündin Clara! Sie bewegt sich im Rollstuhl fort; obwohl ihre Halterin sehr besorgt um sie scheint, muss sie dennoch, wenn auch mit befreundeten, anderen Männern betteln…
Die Bildfolge zeigt: Betteln-mit-Tieren-Verbot muss umgesetzt werden!
Ist der Dienst dann irgendwann doch vorbei, wird der Hund meist an der Leine weggeschleift; Zum „Gassi-Gehen“ nimmt sich kaum wer Zeit, vielmehr verschwinden die Armen irgendwo hin in die Versenkung; oft schlafen Gruppen unter Brücken (die Ausführenden sind meist für Turnusse, Saisonen, im Land, was heißt, für ein paar Wochen, dann geht es zurück in die Heimat, bis der Kreislauf von vorne startet), wobei die mitgebrachten Hunde stets angekettet verbleiben. Oder in angemieteten Gemeinschaftswohnungen, wo selbiges passiert. Andere, von deutschen Tierschützenden aufgezeichnet, werden in regelrechten Laden im Van gepfercht, müssen dort in Dunkelhaft und in gnadenloser Enge die Nacht wie in einem Sarg verbringen.
Foto: Die Decke rutscht keinen Millimeter – als ob unsichtbare Hände sie festhalten (oder Klebestreifen am Brustgeschirr…)
Es geht hier aber zudem um Hundehandel, dann selbstredend werden die Tiere auch Bestbietern weitergegeben. Bitte, an dieser Stelle sei es gesagt, kaufen Sie keine Hunde von der Straße! Das ist zum einen in Österreich natürlich verboten, was heißt, Sie machen sich strafbar genau wie der Verkäufer, zum anderen wird der Vierbeiner sofort ersetzt. „Ich gehe ab morgen zurück, brauche aber noch Geld für die Heimfahrt“. Weil die Leute aber längst wissen, dass eventuelle Käufer dann auch gerne hören „Ich bleibe dann dort. Komme nicht mehr zurück, mit keinem anderen Hund“. Und schon öffnet sich aus Mitleid und falschem Verständnis ganz schnell die Geldtasche. Das Dumme nur – morgen, Sie könne sich darauf verlassen, sitzt Selbiger wieder an jener Stelle, nun mit einem anderen Hund. Und das Spiel beginnt von vorne… Ja, Sie haben damit zwar einen Hund gerettet, was natürlich großartig ist; aber andererseits, dessen Schicksal nur an einen anderen weitergegeben! Den grausamen Markt belebt. Dafür gesorgt, dass herzlose Menschen noch mehr Geld mit „Hund“ verdienen, nochmals zusätzlich angehalten werden, die so traurige Praxis zu prolongieren…
Bilder: Selber Beagle mit verschiedenen Männern…
Stoppen lässt sich das Ganze nur durch einen Schritt – das Erlassen von gesetzlichen Schranken, welche das Mitführen von Tieren zum Betteln verbieten! Dem Himmel sei Dank ist ja das Mitführen von Minderjährigen in Österreich nicht erlaubt; selbstverständlich, meinen Sie. Und ja, Sie haben natürlich vollkommen recht – aber, um den Schritt zu beenden, genau im selben Maße müsste auch das Betteln mit Tieren verboten sein. Denn beide, Tiere und Kinder, sind hilflos. Könne sich nicht wehren, wenn sie keine Stimme haben, welche für sie spricht. Darum, lasst uns die Stimme der Tiere sein! Helfen Sie mit, ein Verbot umzusetzen – JETZT!!!
Und weil eine eventuelle solche gesetzliche Vorlage Ländersache ist, muss ein Verbot für jedes Bundesland neu erarbeitet werden! Darum wäre es umso wichtiger, die Bundeshauptstadt dazu zu bringen, ein solches auszusprechen. Was in Salzburg längst geschehen ist, und auch in der Steiermark vollzogen wurde, muss doch in Wien ebenfalls und erst recht möglich sein. Nicht GEGEN das Betteln – aber FÜR die Tiere!
Bitte unterschreiben auch Sie die Petition!
Verleihen Sie dem Leid eine Stimme! Ihre Stimme! Unterschreiben Sie jetzt für ein österreichweites Verbot des Bettelns mit Tieren! Wir machen Ihre Stimme hörbar: https://tinyurl.com/bettelhunde