Es ist wieder soweit – von heute, 26., bis zum 30. Mai findet das alljährliche Islamische Opferfest statt. Es ist das höchste Fest im Islam, aber auch eines, welches (ähnlich Weihnachten und Ostern im Christentum) unfassbares Tierleid mit sich bringt. Denn hierfür werden alleine an diesen Tagen weltweit geschätzte mindestens 60 000 000 Tiere getötet. Nach festgelegten Regeln – und diese besagen, dass das zu schlachtende Mitgeschöpf diesen Vorgang unbetäubt über sich ergehen lassen muss.
Genau an diesem Punkt stoßen sich aber zunehmend die Geister. Und nicht nur in der westlichen Welt, auch in der islamischen selbst regt sich dagegen zunehmend Widerstand. Besonders junge Gläubige kritisieren mehr und mehr den Ablauf, stellen die Prozedur in Frage. Die Ansichten über die Betäubung (oder eben Nicht-Betäubung) steht dabei im Mittelpunkt; denn nicht alle Glaubensströmungen nehmen das betäubungslose Töten inzwischen als gegeben, als absolutes MUSS hin. Manche gestatten die vorangegangene Narkose, können darin keinen Bruch der Tradition erkennen; andere hingegen beharren auf jenen Standpunkt, welchen wir in aller Form ablehnen: Den Kehlschnitt ohne vorangegangene Anästhesie.
In vielen westlichen Staaten sorgt der Umstand für Kopfzerbrechen; Lösungen werden gesucht, aber in den verschiedenen Verfassungen der einzelnen Länder hat die Religionsfreiheit zuallermeist die Überhand über den Tierschutz. Und so kommt es zu teils grotesken Gesetzgebungen. In Österreich beispielsweise ist das Töten sogenannter „Nutz“tiere selbstverständlich im Prinzip nur unter vorangegangener Betäubung erlaubt. „Im Prinzip nur“ deshalb, weil, als Kniefall an die Religionsfreiheit, eine gar furchtbare Regelung – das „Post Cut Stunning“ – eingesetzt wurde. Welches bedeutet, dass das „religiöse Töten“ – was für ein Widerspruch in sich – mit Sondergenehmigungen ausgestattet ist, im Falle des Islams stellt sich das dann folgendermaßen dar: Der Halsschnitt bei dem zu schlachtenden Wesen wird gesetzlich konform (!!!) ohne jede Betäubung durchgeführt, danach aber, „unmittelbar danach“, sagt Vater Staat, muss eine Betäubung erfolgen. Nicht zu unrecht meinen viele, das wäre dasselbe, als wenn man operiert wird, die Narkose aber erst nach dem ersten tiefen Schnitt erlaubt…
RespekTiere setzt sich als ziemlich einzige NGO in Österreich seit vielen Jahren gegen diese Praxis ein. Tatsächlich fordern wir ein ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schlachtens. Und entgegen den Zurufen aus der Politik, wo man sich hinter Akten versteckt, ist ein solches möglich; hieß es denn früher, ein dahin gehende Gesetzesänderung wäre nicht mit dem EU-Gesetz vereinbar, wissen wir heute Gegenteiliges. Selbst der EU-Gerichtshof hat festgestellt, dass ein Verbot oder Nicht-Verbot Ländersache sei, heißt, jedes Mitgliedsland kann dies für sich selbst bestimmen. Viel mehr Mut als Österreich zeigt etwa das kleine Slowenien, wo das Schächten genau wie in Schweden, Dänemark oder Estland tatsächlich verboten ist!
Fotos: Aktivist mit Transparent und Schafmaske am Bahnhof SBG und an verschiedenen stark befahrenen Kreuzungen in der Stadt!
Wir haben heute mit einer Protestkundgebungsserie begonnen; so konnte man bereits AktivistInnen in Salzburg und Oberösterreich mit Transparent und blutiger Schafmaske neben den Straßen sehen! Morgen sind wir dann in Niederösterreich, wo an vielen Orten entsprechende Proteste passieren werden. Zum Abschluss, am Samstag, gibt es eine Kundgebung beim Stephansdom in Wien, sowie den Abschluss vor dem Parlament in der Bundeshauptstadt! Sei dabei – die genauen Termin erfährst Du unter unserer Mail-Adresse!
Bitte unterschreiben Sie unsere Petition! Je mehr Menschen sich dafür einsetzen, desto eher wird sich die Bundesregierung gezwungen fühlen, über ein solches Verbot nachzudenken! Vergessen Sie nicht, Schächten ist die schlimmste staatlich geduldete Tierquälerei in unserem Land! Daher: Schächtverbot JETZT!!! https://www.respektiere.at/2021/10/08/verbot-des-betaeubungslosen-schlachtens-jetzt-petition-und-medien/