Nun war es wieder mal soweit – das große Stallreinigen bei Rita und ihren Ziegen stand an. Dort, wo Ziegenmann „Maxi“ plötzlich alleine zurückgeblieben war, nachdem seine zwei weiblichen Begleiterinnen im hohen Alter verstorben sind. Aber dann kam Jungspund „Hexi“, und die Lebensfreude kehrte zurück! Hatte er sich zuvor ziemlich in den Stall zurückgezogen gehabt, vor lauter Kummer, blüht er nun wieder auf und verbringt zusammen mit der Zwergziege endlich wieder viel Zeit auf der weitläufigen Wiese – super!
Foto: Ausmisttag am Hof! Ziegenmann Max und seine Gefährtin Hexi warten schon auf das neu gemachte Wohnzimmer! 🙂
Dennoch, der Stall muss natürlich selbst bei noch so viel „Freilandaufenthalt“ regelmäßig geputzt werden; und wer je ausgemistet hat, weiß, dies ist eine ziemlich anstrengende Arbeit! 🙂 Rita, die Tierhalterin, macht wirklich viel für ihre Schützlinge; aber das Ausmisten des großen Stalles schafft sie alleine nicht mehr. Dazu beschäftigen sie gesundheitliche Probleme inzwischen zu sehr. Und Ausmisten ist je nur ein kleiner Teilaspekt von all den Dingen, welche ringsum gemacht werden müssen! Sie beherbergt neben den Ziegen ja auch noch jede Menge andere Tiere, vor allem Vögel. Hühner, Gänse und Enten tummeln sich am Hof, dazu Truthähne. Zu viele in Wahrheit, aber das ist eines der Probleme hier: Denn die Liebe kann nicht „nein“ sagen, und so landen Ungewollte stets auf ein Neues auf ihrem Hof. Was ihr auch schon eine Menge Ärger mit dem Veterinäramt eingebracht hat; nicht immer ganz zu unrecht, wenn man über die Geschichte Bescheid weiß. Aber für all das können die Ziegen nichts; und in erster Linie für diese machen wir den Aufwand doch…
Bevor wir jedoch mit der eigentlichen Arbeit beginnen, muss aber wie jedes Mal eine geeignete Unterlage für das später frisch aufgehäufte Heu besorgt werden – und genau hier springt immer und immer wieder Cousin Andi ein! Er, Zimmermann, beschäftigt bei der Zimmerei Klement in Haitzendorf, füllt für uns die benötigten Säcke mit Sägespäne; genau, was wir brauchen! An dieser Stelle geht wieder einmal ein herzlichstes Dankeschön an Andi und natürlich auch an seinen Arbeitgeber – denn nichts ist besser als Unterlage als eben diese frische, duftende Holzwolle!
Fotos: Ausmisten ist harte Arbeit! RespekTiere-TierschützerInnen Sylvia und Sabine geben Ihr Bestes – innerhalb und außerhalb des Stalles, wo ebenfalls eine dicke Schicht besonders matschiges und festgedrücktes Stroh zu entfernen ist!
Für die Arbeit selbst sind wir inzwischen bestens vorbereitet und mit der Erfahrung der letzten Jahre geht sie gut von der Hand. Aber nicht nur um den Stall alleine, auch um den gesamten Hof im Außenbereich müssen wir uns kümmern; der ist nämlich ebenfalls mit einer dicken Schicht Heu und Stroh überzogen, von den Tieren aus den Räumlichkeiten ringsum ins Freie getragen. Jene Schicht ist dann zusätzlich vom Regen und den Wasserbehältnissen durchtränkt, schwer wie Beton. Alleine deshalb, es dauert stets einige Stunden, bis das Ganze nicht nur den Ansprüchen von Maxi und Hexi genügt, sondern vor allem unseren eigenen, die wir stets höher schrauben! 🙂
Foto oben: Tom mistet und Hexi sowie Maxi beobachten ganz genau, ob eh alles gut gemacht wird! 🙂
Letztendlich, nach getaner Arbeit, sitzen wir immer noch ein bisschen mit Rita, zusammen. Der soziale Aspekt darf nämlich bei respekTIERE IN NOT nie zu kurz kommen; und natürlich genießen wir den Austausch ja auch. Eine Win-Win-Situation, wie man so schön sagt. Und sieht man dann auch noch Maxi und Hexi, wie sie sich in das frisch aufgebrachte Heu kuscheln, dann war der Aufwand jede Sekunde der Mühe wert! Jedenfalls, wir freuen uns schon auf nächstes Mal!
Fotos: Sylvia breitet die Sägespäne als Unterlage aus; dann noch frisches Stroh und fertig sind die Betten! 🙂 Unten: nach getaner Arbeit wird mit den Tieren geschmust. Rechts: Tom im Gespräch mit Tierhalterin Rita.