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steter Tropfen höhlt den Stein – ein RespekTiere-Erfolg!

Heute möchten wir bei all den schlimmen Entwicklungen rundherum aber endlich auch wieder einmal von etwas Erfreulichem berichten. Es geht um jene vermeintliche „Tradition“, welche unseres Wissens nach im niederösterreichischen Waldviertel begonnen hatte und sich langsam auf andere Regionen wie das Wein- und Industrieviertel ausbreitete. Was dabei genau gemacht wurde? Da wurde doch tatsächlich Männern, welche zu ihrem 30. Geburtstag noch nicht verheiratet waren, von Freunden und/oder von Vereinen, in welchen sie sich engagierten, auf Brettern und Bögen genagelte Schweineköpfe bzw. zu deren 40. unverheirateten Geburtstag dann Kuh- oder Stierköpfe vor den Eingangstoren aufgestellt. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen – echte, blutige, schließlich langsam in aller Öffentlichkeit verfaulende Tierköpfe!

Seit vielen Jahren setzt sich RespekTiere mit aller Kraft gegen diesen Brauchtumswahnsinn ein, der in Wahrheit keinerlei Erwähnung in was auch immer Nachschlagwerken jemals gefunden hat und daher gar nicht als „traditionell“ eingestuft werden kann. Aber selbst wenn, spätestens jetzt im 3. Jahrtausend darf ein derart blutiger, unmenschlich grausamer „Brauch“ sowieso keinen Halt mehr finden. Es dauerte dennoch 10 lange Jahre, bis wir endlich mit dem damaligen Amtstierarzt von Krems, Dr. Michael Oppitz, einen behördlichen Verbündeten gefunden hatten; zusammen gelang es schließlich, das Ganze offiziell zu ächten und den dafür notwendigen Gesetzestext in gesetzliche Bahnen zu lenken. Strafen bis zu 15 000 Euro stehen seither im Raum, will man gegen die Vorlagen verstossen.

abgeschlagener Kuhkopf auf ein Gestell montiert zur Feier

Und langsam nun verschwindet der ekelerregende Wahnsinn. Die Demütigung des Tieres selbst im Tod (tatsächlich wurden die Köpfe oft sogar noch „geschmückt“, mit Sonnenbrillen etwa, oder Bierflaschen in deren Münder gesteckt. Dicker Lippenstift aufgetragen, dem perversen Treiben stand Tür und Tor offen)…

Noch immer kommen Fälle vor, aber heute gibt es wie gesagt eine Handhabe. Und die ethische Einstellung hat sich nicht zuletzt wegen unserer nicht enden wollenden Anzeigen sowie der folgenden Berichterstattung wesentlich verändert. Ein neues Bewusstsein hat eingesetzt, was ja Grundlage dafür ist, solche Dinge endgültig auszumerzen. Kein Kavaliersdelikt, nein, das sind abgeschlagene Köpfe ausgestellt in aller Öffentlichkeit nicht. Sondern pure Dummheit, pure Demütigung, pures Barbarentum. Geächtet von allen Regionen außerhalb jener genannten.

abgeschlagener Kuhkopf auf ein Gestell montiert zur Feier
abgeschlagener Schweinekopf auf ein Gestell montiert zur Feier

Langsam setzt sich das Verständnis, dass eine solche Aktion ganz weit fernab von Spass und Feiern einzuordnen ist, aber nun wirklich durch. Soweit wir uns erinnern können, wurde 2025 und bisher auch 2026 keine solche Tat mehr gemeldet. Stattdessen aber dürfen wir bezeugen, auch heute wird bei besagten Anlässen noch ein Schweinekopf verwendet. Jener aber ist dann aus Plastik, nicht blutend und nicht halb verwest. Oder Plüschtiere kommen zum Einsatz, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und „Kreativität“ ist viel mehr das Zauberwort. Und die kommt ganz ohne Tierleid, ohne Verhöhnung aus! Selbstredend, wir würden uns dennoch ein anderes Vergleichsbild als den „Saukopf“ wünschen, keine Frage. Aber im Gegensatz zum „echten“ ist das nun schon ein Meilenstein. Den wir nur durch unermüdliche Arbeit und gegen die dauernde Anfeindung von „Brauchtumsgruppen“ und rechter Parteien setzen konnten. Entgegen all den Unkenrufen, „das bringt doch nichts“, „die wollen uns die Tradition verbieten“ und ähnlichem Absurden. Ein Zeichen dafür, dass Tierrechtsarbeit sehr wohl Dinge zu ändern im Stande ist, dafür, dass uns ZUSAMMEN selbst das davor für unmöglich Gehaltene möglich wird. Wie gesagt, Geduld und Beharrlichkeit als Grundvoraussetzungen, und steter Tropfen höhlt tatsächlich den Stein… 

Feierplakat mit Plastik-Schweinekopf

Foto: Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei jenen Menschen, welche ein Zeichen gegen mit Grausamkeit verbundenem Althergebrachtes und für neue, umfassendere Standpunkte setzen!

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