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es ist wieder passiert – RespekTiere deckt erneut Kuhstall-Horror auf!

...und einmal mehr ist diese unfassbare Rinderhaltung im Bezirk Braunau!

Es ist wieder passiert. Und erneut liegt der „Tatort“ im Innviertel, im Bezirk Braunau. Da gibt es einen Hof zwischen der Bezirkshauptstadt und Mattighofen gelegen, wo all die schlechten Erinnerungen von anderen Orten in der Umgebung wieder hochkommen. Schon beim Vorbeifahren wird schnell klar: Die Landwirtschaft ist wohl bestenfalls bedenklich, eher noch „mit hoher Wahrscheinlichkeit Tierleid pur“.

Hund mit verletzter Vorderpfote
Kuehe in Oberoesterreich 6

Fotos: Der Hofhund mit völlig kaputtem Vorderfuß lebt seit Jahren ganz alleine; die Zustände im Stall sind teils verheerend!

Und das Gefühl trügt nicht; der Hof scheint von Menschen unbewohnt, dass es aber Kühe gibt, ist augenscheinlich. Bestimmt wird das Ganze von einem Bauern als 2. Ort genutzt, weil er eben für einen zu viele Tiere hat.

Es gibt dann auch einen Hund, der Besuch lautstark zu verbellen versucht. Jener, der erste Blick verrät es, braucht aber selbst dringend tierärztliche Hilfe. Zuerst noch denkt man, der Arme ist dreibeinig. Später stellt sich heraus, das eine Bein durfte irgendwann einmal gebrochen sein, ist in Folge ganz schlecht verheilt. Jedenfalls hält der Hund es in sonderbarem Winkel unter dem Körper versteckt, kann es weder benutzen, noch dessen Stellung verändern. Es soll sich später herausstellen, unter dem Schultergelenk hat sich eine Hautfalte gebildet, die nun bei jedem Schritt scheuert. Es gibt Wundsekret, offene Bereiche. Bestimmt Schmerzen. Zudem ist der „beste Freund des Menschen“ von Parasiten geplagt, sein Fell stumpf, die Augen suchen nach Halt. Aber sie, eine Hündin, mag Menschen. Offensichtlich. Würde wohl dringenst ein anderes zu Hause benötigen, eines, wo man sie lieb hat und umsorgt. Und vor allem, wo jemand da ist. denn es wurde uns berichtet, sie wohnt da ganz alleine mit den Kühen, seit Jahren schon. Während der Bauer nur ab und zu vorbeikommt, fristet die Arme ihr ganzes Leben in der Abgeschiedenheit (wir würden uns nur zu gerne um ein neues zu Hause für sie kümmern)…

völlig verdreckte Melkanlage
Bauernhof im Bezirk Braunau 5

Und dann der Kuhstall. Im oberen Stallgebäude sind offensichtlich Jungrinder, vielleicht Kalbinnen. In einer Bucht schon, also nicht angekettet, die allerdings so verdreckt ist, dass jeder Schritt eines Aufstehens oder Gehens ein ploppendes Geräusch nach sich zieht. Was heißt, die Armen stecken im Mist, in der Gülle fest. Wie hoch ist bitte hier die Gefahr eines Beinbruches? Jedenfalls stetig gegeben. Fenster gibt es übrigens etliche; allerdings nur mehr deren Rahmen sind übrig. Sonst steht das Ganze stets offen. Im Sommer vielleicht gar nicht schlecht. Wie ist da die Situation jedoch im Winter? Wird da entsprechend vorgesorgt?

Kühe stehen im Stall in den eigenen Fäkalien
Kühe stehen im Stall in den eigenen Fäkalien

Im unteren Bereich sind noch mehr Kühe. Ein Teil, die Stiere, in Buchten. Auf bloßem Vollspalten. In einer derartigen Enge, dass man beim bloßen Betrachten in Platzangst verfällt… Unfassbar: Einer ist doch tatsächlich mit Stricken am Kopf angebunden! Extrem eng noch dazu. Eifrige RespekTiere-LeserInnen wissen vielleicht noch, wir hatten hierfür vor einigen Jahren eine eigene Kampagne. Eine hoch erfolgreiche, schafften wir es doch, diese Art der Anbindung wieder und wieder aufzudecken. So lange, bis der Gesetzgeber Einhalt gebot und eine dementsprechende Verordnung schaffte – jedenfalls, seither ist jegliche Form von Kopfanbindung dezitiert verboten. Ein großer RespekTiere-Erfolg, der uns irrsinnig stolz machte – und dessen Wiedergeburt hier den Nerv nicht zuletzt deswegen besonders trifft.  Fakt ist, dabei handelt es sich um eine schreckliche Tierquälerei! In jenem Fall erreicht der so Angebundene nicht einmal Wasser, nicht das Futter. Kann sich nicht hinlegen, ein Verharren in einer Stellung prolongiert. Und zu all dem ist er auch noch so festgebunden, dass er schräg stehen muss…

Stier in verbotener Kopfanbindung
RespekTaube Infotisch

Der andere Teil ist eine Art Laufstall. Mit sogar relativ viel Platz. Aber dann auch leider völlig verdreckt. Alleine dadurch extrem rutschig. Höchste Gefahr für die Kühe. Wo mindestens eine davon die Hinterfüße gefesselt hat. Wohl wegen einer schweren Geburt. Eine Tür nach außen ist offen; nur das Absperrgitter trennt die eingesperrten Tiere von der weitläufigen Wiese. Die sie wahrscheinlich noch nie betreten durften. Außerhalb des Gitters steht eine Schubkarre. Darin ein … Rinderembryo. Eine Fehlgeburt? Wir wissen es nicht. Jedenfalls ist der Anblick ein schrecklicher.

völlig verdreckter Kuhstall
Bauernhof im Bezirk Braunau 24
Kuh mit zusammengebundenen Hinterbeinen

Es geht weiter in einen Anschlussraum – dort steht die Melkvorrichtung. Die im Güllesee versinkt. Ob hier noch Milch gewonnen wird? Wer sollte die abkaufen? Sie müssten auf jeden Fall stark keimbelastet sein, der Anblick lässt keine andere Schlussfolgerung zu. Oder werden die Kühe vielleicht gar nicht mehr gemolken? Es riecht ja förmlich nach Überforderung. Die Euter müssten aber ansonsten bersten, denn Kälber haben sie offensichtlich schon geboren. Zumindest gibt es am Hof welche. Und zwar viele davon.

Kuh mit zusammengebundenen Hinterbeinen

Tatsächlich, im Innenhof stehen die Kälberiglus. Gut ein Dutzend. Dort gibt es allerdings wenigstens Stroh für die Süßen. Aber gewohnt extrem eingeschränkte Bewegungsfreiheit für die Tierkinder. Folterinstrumente, so ganz und gar gegen das Leben. Gegen jede Art von Artgerecht(ig)keit. Und wenn es regnet? Dann ist besagte Unterlage völlig durchnässt… Es kommt hinzu, zumindest, und wir werden das aufzeigen, ist an jenen Tagen – wir sprechen bewusst von „Tagen“ – in den meisten Boxen kein Wasser vorhanden.

Hinter dem Haus sind zwei große, tiefe Güllebecken. Ohne jede Absicherung. Wer da reinfällt, ob Mensch oder Tier, hat keine Überlebenschance. Solche Todesfallen derart ungesichert stehen zu lassen, das ist schon mehr als fahrlässig.

Kälberiglus miz schmutzigem Heu
nicht gesichertes Güllebecken
viel zu enge Mastbox

Das ist nur ein erster Bericht zur Situation. RespekTiere hat Anzeige erstattet, einen ersten Protest am Hof selbst abgehalten. Wir berichten in Kürze mehr!  

Kühe im total verdrecktem Kuhstall

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