Unsere neue Aufdeckung hat natürlich wieder die Gemüter hoch erhitzt. Die so offensichtliche Problematik in den Rinderställen lässt sich, dafür ist wohl erneut der Beweis erbracht, nicht totschweigen, auch wenn das für Viele der wesentlich bequemere Weg wäre. Da liegt im Gewerbe Gewaltiges im Argen, und jeder Versuch, das Ganze als „Ausnahme“ oder, ein gern getätigter Begriff, eine „Momentaufnahme“, abzutun, scheitert schon im Vorfeld kläglich. Warum? Alleine anhand der erdrückenden Beweislage zu jedem einzelnen Ereignis! Während wohl auch auf Seiten der tierhaltenden Betriebe der Zeit- udn Preisdruck ein enomrer sein muss, hat nebenbei der Tierschutz dazugelernt; im Wissen, dass da von verschiedensten Stellen wieder und wieder ein Vorhang zugezogen wird, eine Camouflage, um irgendwie und mit Hängen und Würgen eine Bauernhofromanik im rosa Nebel aufrechtzuerhalten, konzentriert man sich von Tierschutzseite umso intensiver auf eine entsprechende Indizienkette. Eien solche ist notwendig geworden, um eine wenigstmögliche Handhaben zu bietet, später das vorgelegte Ergebnis zu relativieren. Denn noch immer werden die meisten solcher Fälle von landwirtschaftlicher Seite her – sei es nun durch den oder die LandwirtIn selbst, den Bauernbund, die Kammer oder gar die Vet-Behörde – als „Kavaliersdelikt“, als „übertrieben“ oder gar als „unwahr“ dargestellt. Völlig gegenstandslos, dass sie viel zu oft auftreten, um mit der Farce, als bloße Einzelfälle abgetan, durchzukommen. Es genügt anscheinend schon, ein bisschen auf Verharmlosung zu setzen, um damit Misstrauen zu säen.
Fotos im Abstand von Tagen aufgenommen zeigen die anhaltende Misere und widerlegen sowas von eindeutig jede Ansicht von einer „Momentaufnahme“… warum dieser Deckmantel so gerne über einen offensichtlichen Tatbestand gelegt wird, ist nicht nur den Tieren gegenüber strengstens zu verurteilen, er schadet mit jendem neuen Fall auch ohne jede Frage der Bauernschaft selbst.
Viel erfährt man ja als anzeigende Partei nie, wie denn das Urteil bei Prüfung ausgefallen ist oder welche zukünftigen Schritte eingeleitet wurden. Dafür hat man behördlicherseits vorgesorgt; jeder Mensch, der je versucht hat, Dinge zu ändern, kann dies bestätigen. „Aufgrund von Datenschutzbestimmungen dürfen wir keinerlei Auskunft erteilen. Sie als Anzeiger haben keine Parteienstellung.“ So, und damit ist einem jedes Mitspracherecht, jede Einsicht von vornherein genommen. Auch dieser Umstand muss einmal erwähnt sein dürfen, muss zur Prüfung ausgesetzt werden. Ist er auf solche Weise tatsächlich noch zeitgemäß? Denn so einfach besorgte MitbürgerInnen mundtot zu machen, das ist kein Werkzeug einer echten Demokratie, sondern scheint beinahe totalitär. Und als undemokratisch betrachten wir ebenfalls jenes Faktum, Anzeigende und deren berechtigte Sorgen dann auch noch ganz oft, nur um vielleicht unbequemen Fragen auszuweichen, gleich als „unseriös“ oder mit einem überheblichen Schluckauf abzutun. Das gehört sich einfach nicht!
Fotos: Die Bilder gilt es zu Betrachten – auch sie wurden an verschiedenen Tagen aufgenommen.
Jedenfalls, in diesem neuen Falle ist durchgedrungen: Eine erste Intervention hat ergeben, der Stall wäre „natürlich schon recht schmutzig“. Aber von „Gefahr im Verzug“ zu reden, das sehe man anders. Es wären zwar „Tiere angebunden“, aber alle hätten Wasser und Futter erreichen gekonnt. Nun gut. Aber, eine Kuh, auf einem Hof, wo niemand wohnt und es Samstagnachmittag ist – also daher sehr wohl die Gefahr besteht, dass an jenem Tag niemand mehr kommen würde – derart knapp angebunden aufzufinden, dass sich diese unmöglich auch nur Niederlegen kann, noch dazu in einem extremen Winkel, sodass er Schmerz im Nacken direkt sichtbar wird, wo wenn nicht zumindest hier ist die berühmte „Gefahr im Verzug“ dann sosnt gegeben? Wie soll das arme Tier bitte Wasser oder Nahrung erreichen? Noch dazu, wo so weit das Auge blickt, nicht einmal eine entsprechende Vorrichtung besteht, woraus die Flüssigkeit überhaupt nur sprudeln könnte? Weiters, praktisch sämtliche Kälber, sehr Euch die Bilder an – wo bitte sollte da ein Wasser- oder Futterzugang versteckt sein? Daher, „keine Gefahr in Verzug“, dieser Feststellung muss aus gegenen Anlass mit aller Deutlichkeit widersprochen werden… Jedes Gericht der Welt wird das aufgrund der Beweislage wohl bestätigen.
Foto: „Keine Gefahr im Verzug“? In Anbetracht der Aufnahme wird sofort klar: Die Kuh kann sich weder Hinlegen noch überhaupt eine Bewegung machen. Kann unmöglich Wasser oder Futter erreichen. Und das auf einem ansosnten unbewohnten Hof an einem Samstag… Sofortiges Einschriten war somit oberste Pflicht!
Dann, die uns zur Verfügung gestellten Aufnahmen zeigen nicht Missstände auf, die gerade eben entstanden sind. Bis auf jene bezüglich der angebundenen Kuh, deren Situation wie gesagt sofortiges Einschreiten eindeutig erfordert hat, vielleicht. Die dürfte am Morgen festgebunden worden sein, und hoffentlich nicht schon am Abend zuvor. Den genauen Zeitpunkt können wir nicht eindeutig beweisen. Beweisen können wir aber, dass diese Art der Fixierung völlig dem Tierschutzgesetz widerspricht, und wäre sie nur für Minuten passiert.
Fotos: Bilder aus verschiednen Tagen zeigen immer dasselbe Bild – Wasserbehälter Fehlanzeige, zumindest in den meisten Fällen! Auch daher gilt: „Gefahr im Verzug“!
Beweisen können wir allerdings auch, dass die gezeigten Bilder keine „Momentaufnahmen“ sind. Jenes geflügelte Wort wird ja oft dazu benutzt, um jegliche Kritik gleich im Vorfeld abzuschwächen. Was haben wir da schon gehört; weil der Tag ein so langer war, weil es zu Hause Probleme gegeben hätte, weil gerade an jenem Tag die Arbeit so besonders intensiv gewesen ist, weil Holz gemacht werden musste oder der Traktor gerade heute nicht funktionierte, weil eine andere, gerade viel notwendigere Arbeit angestanden, weil die Großmutter in der Früh krank geworden wäre …
Foto: Wo ist hier das Wasser versteckt?…
Jedenfalls, es liegen uns Fotos und Videos vor, welche die angezeigten Tatbestände über mindestens eine Woche hinweg belegen. Wo dann keinerlei Spielraum für Ausreden bleibt.
Gesagt wurde tatsächlich auch, die Bilder, die wir vorlegten, wären doch schon einmal aufgelegt worden. Auf unserer Homepage, Anfangs August. Wo wir ja dann denselben Tierhalter und den selben Hof bereits angezeigt hätten. Echt jetzt? Wie genau hat man denn dann bei der Überprüfung hingesehen, um Derartiges behaupten zu können? Tatsächlich ist das ja fast schon eine Unterstellung sondergleichen. Nicht nur, dass die besagten Höfe gut 30 Kilometer auseinanderliegen, gibt es – außer, dass es sich in beiden Fällen um Rinder handelt – keine Ähnlichkeiten. Zuletzt ja alleine schon durch die Ohrmarkennummer sowas von beweisbar.
Fotos: auch hier Aufnahmen von verschiedenen Tagen – Wasserversorgung? In den Behältern ist nichts als Stroh…
Fakt ist, alle Seiten wäre viel besser dran, wenn man wenigstens halbwegs auf Augenhöhe miteinander kommunizieren könnte. Ohne Vorurteile, ohne Polemik. Ohne der zum Kotzen überspannten Posse vom „armen Bauer“ und „bösen Tierschützenden“. Denn damit ist niemanden geholfen, auf jeden Fall nicht den Tieren. Und in weiterer Folge auch nicht den betroffenen Landwirten, denn das Totschweigen eines Problems hat noch nie zu Änderungen geführt. Ganz im Gegenteil, solange diese Politik betrieben wird, solange wird das Ansehen der tierhaltenden Landwirtschaft immer extremeren Schaden erleiden. Und das kann nicht im Interesse ehrlicher und fleißiger Bauern sein. Die aufgrund all dessen einfach mit in den Schlund gezogen werden. Für die tut es uns wirklich leid. Das haben sich jene nicht verdient. Aber auch wir als aufzeigende Vereine nicht, dafür dann auch noch als Sündenböcke hingestellt zu werden.
Fotos: auch hier „Keine Gefahr im Verzug“? Wer hier reinfällt kommt zu 100 % nie mehr raus… und es gibt gleich zwei solcher völlig offener Becken!
Foto: Unfassbar… gleich fünf hunderte Kilo schwere Lebenwesen zu einem Dasein auf wenigen Quadratmetern verbannt…
Achtung, Achtung – eine Berichtigung: Wir haben einen Fehler begangen! Nämlich im Falle der angebundenen Kuh, welche wir in der ersten Aussendung als „Stier“ bezeichneten. Weil sie eben in einer Stierbox stand. Da sind wir vorschnell davon ausgegangen, dass die Großen vielleicht in Streit geraten wären, weshalb einer der Kontrahenten dann eben fixiert worden war. Jedenfalls, diese Fehleinschätzung, für die wir uns natürlich entschuldigen, wurde uns jetzt zur Last gelegt. Ganz so, als ob es deshalb Grundlegendes am Tatbestand ändern würde. Nach dem Motto, ja, dann wäre das Ganze also doch übertrieben und gar nicht so schlimm. Ist das aber tatsächlich so? Die Wahrheit scheint nämlich vielleicht sogar noch fürchterlicher: Die Kuh war nämlich deswegen festgebunden und auf brutale Art fixiert, weil der Stier sie „bespringen“ sollte. Also, dazu nun fehlen uns vollständig die Worte. Was die Vorgehensweise nämlich in klaren Worten heißt, das brauchen wir wohl nicht zu erklären… nur soviel vielleicht: Wen wundert’s im Angesicht solcher Tatsachen, dass diese Welt so ist wie sie eben ist…