Skandale am laufenden Band zumindest seit 1997

Heute erschien in den Salzburger Nachrichten ein Online-Artikel zum Falle des Seekirchner Bauerns.
Darin wird geschrieben, dass sich der Verdacht der Tierquälerei am Hof nicht bestätigt. Bitte lest die Zeilen, es ist ein echter zusätzlicher Skandal, wie man sich da nun von verschiedenen Seiten rauszureden versucht. Allein die Aussage des Amtstierarztes, dass die Zustände am Hof zwar eindeutig ‚inakzeptabel‘ sind, aber trotzdem könne nichts unternommen werden, bedeutet nichts mehr und nichts weniger als ein resignierendes Eingeständnis (eine letale Feststellung in Zeiten des Aufbruchs, wo Obama sei Dank ‚Yes, we can!‘ zum Hype erhoben worden ist…) und hinterlässt mehr als nur einen fahlen Nachgeschmack.

HIER KÖNNEN SIE DEN ARTIKEL ABRUFEN

 

Die uns gegenüber getätigte Feststellung, das arme Schwein könne doch jederzeit aus dem Freien in den Stall gehen, entbehrt jeder Grundlage: kein Schwein der Welt würde dort schlafen wollen, auf einem Güllehaufen, ohne jegliche Einstreu und bei selbigen Temperaturen wie im Freien!
Der Bauer kündigte lt. Artikel ‚rechtliche Schritte‘ gegen uns an – ist’s nicht ein Wahnsinn was hier passiert? Eine Schuldumlagerung, vielleicht sogar gedeckt durch die Zuständigkeit, die, auch wenn ungewollt, von eigenen Versäumnissen abzulenken versucht und auf diesem Wege völlig unverständlich dem Landwirten Rückendeckung gibt, allein um nicht selbst in ein vielleicht düsteres Licht zu geraten – es wird ein letzter Versuch sein, sich der Gerechtigkeit zu entziehen, dass ist ein Versprechen!
Herr Landwirt, Sie, die Sie ja alle diesen Zeilen mitlesen und fein säuberlich Ihren Akten zufügen, überlegen Sie: wäre es nicht besser, Sie würden Hilfsangebote annehmen und damit sich und vor allem Ihren Tieren eine bessere Zukunft in Aussicht stellen? Vom Streit allein ist niemanden geholfen, noch niemand zufriedener geworden, ausgenommen vielleicht die Anwälte 🙂 SIE haben mit dem Hof eine Aufgabe übernommen, genau wie Tierärzte einen Schwur zur Hilfe leisteten, wie Mediziner sich der Gesundheit ihrer Patienten verschrieben haben, haben Sie sich zur Verantwortung und zur Aufsicht gegenüber Ihren Tieren verpflichtet – kommen Sie diesen Attributen nach, Sie werden Ruhe haben, in sich selbst und von den TierschützerInnen!

Zum besseren Verständnis der Sachlage und des Zeitraumes, seit wann hier Mißstände bestehen, zu einem richtigen Eindruck, mit welchem Ausmaß an Vergehen gegen unsere Mitgeschöpfe wir es hier zu tun haben – und zu einer Richtigstellung des bisherigen Eingreifens von behördlicher Seite –

bitte lesen Sie die folgende Artikel von 1997

(HIER KÖNNEN SIE DEN ARTIKEL LESEN)

und 2003

(HIER KÖNNEN SIE DEN ARTIKEL LESEN) .

Was hier geschieht, ist die Fortsetzung einer Verkettung von Tierqual, eine Ohnmacht der Behörden und ein bitteres Armutszeugnis für den Rechtsstaat! Was bringen uns die besten (theoretischen) Tierschutzgesetze, wenn es einen derart weichen Vollzug gibt????? Das Gute daran: endlich ist so richtig Bewegung in die Angelegenheit gekommen, morgen erscheint der Fall in den Flachgauer Nachrichten und nächste Woche noch in weiteren Zeitungen. Es tut uns leid wieder bitten zu müssen – aber es wäre soooo wichtig, wenn Sie Ihre Meinung dorthin schreiben (wir werden selbstverständlich Kontaktadressen senden), wir dürfen nun nicht nachlassen und nur die öffentliche Beteiligung verspricht letztendlich Erfolg!!!!!!!!!!!! Egal, wie der Fall auch immer geschildert wird, die LeserInnen werden die Wahrheit dahinter erkennen, eine Wahrheit, über welche alle Personen, die involviert sind, angefangen von Tierärzten bis hin zu Nachbarn und Gemeinde, über die Politik (wir warten noch immer mit Spannung auf ein Statement der Frau Landeshauptfrau…) bis zur Polizei, sowieso längst Bescheid wissen.

 

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