Crocofant in Freilassing – Knie in Salzburg

Und wieder Zirkus-Alarm in Freilassing!
Es ist die alte, traurige Geschichte: während nur wenige hundert Meter vom Auftrittstort entfernt, nach der Grenze zu Österreich, das Mitbringen von Wildtieren den Zirkussen verboten ist, sieht man hier keinen Anlass, Löwen, Tiger und Elefanten wie im Mittelalter einen gierenden Masse zur Schau zu stellen. Tatsache ist, dass heute selbst die größten Faktenverweigerer, Rosa-Brillen-tragende, längst begriffen haben, dass Wildtiere nichts in den Manegen zu suchen haben, weil das Erlernen stupider Tricks – welche ein völlig artfremdes Verhalten erfordern – nur unter Aufwendung von Gewalt und Druck passieren kann. Gott sei Dank haben wir uns vom Tanzbären-Zeitalter verabschiedet, nun gilt es nachzusetzen und das Wildtierverbot für Zirkusse auf den EU-Raum auszudehnen.

Kettenhund mit Stachelhalsband, noch dazu kupiert, beim Zirkus Crocofant…


Crocofant gastiert dieses Wochenende im bayrischen Freilassing. Mit sich führt das Unternehmen ein halbes Dutzend Tiger, eingepfercht in einem LKW, dessen Ladebordwand zum gitterstarren Käfig umgebaut worden war. Selbst das Freilaufgehege (ein lächerlicher Ausdruck für eine nur wenige qm große, völlig zugegitterte Fläche) täuscht keine Sekunde darüber hinweg: was den armen Raubkatzen hier passiert ist Tierquälerei ersten Ranges! Stellen Sie sich vor, mal abgesehen von den unerträglichen Dauertransportstrapazen, Sie würden einen Zoo besuchen (bitte tun Sie das nicht: keine Unterstützung für Tiergefängnisse!!!), wo auf wenigen Quadratmetern sechs riesige Tiger eingepfercht ihr Leben fristen – der öffentliche Aufschrei wäre ein unüberhörbarer! Warum aber haben Zirkusse all diese Freiheiten, scheinbar mühelos setzen sie sich über tierhalterische Gepflogenheiten hinweg – und in den allerseltensten Fällen wird etwaigen Anzeigen von besorgten TierfreundInnen überhaupt nachgegangen?!
Wir waren zudem 2 mal vor Ort, jedes Mal war das Freigehege abgesperrt und die Tiger im Anhänger. Wir haben Anzeige erstattet, wie gesagt, die Hoffnung, dass sich dadurch etwas ändert ist aber leider gering.

unglaubliche Triste: Tiger im Anhänger…


Die Tiger auf dem Weg von der Manege zum Käfig

Die Elefanten, ‚die aus dem Asterix-Film‚, sind in einem Zelt platziert, wie sie dort gehalten werden, erkennt selbst ein suchendes Auge von Außen nicht. Zutritt ist jedenfalls verboten, außer man kann eine Vorstellungs-Eintrittskarte vorweisen.
In der näheren Umgebung des Zirkusgeländes konnten Hinweis-Flyer mit den Titel ‚Zirkus – kein Spass für Tiere‘ erspäht werden!

Sieht so ein glücklicher Elefant aus?

            
Zirkus Knie gastiert in Salzburg. Auch hier haben aufmerksame Beobachter Schlimmes gemeldet – wie schon vor einiger Zeit gibt es dort wieder Hundewelpen, kleine Pudel, die allem Anschein nach in winzigen Käfigen untergebracht sind. Der Eindruck wurde vermittelt, dass sich hier irgend jemand mit dem Verkauf von Welpen ein ständiges Zubrot verdient – Beweise hierfür zu liefern, fällt allerdings schwer, weil die Schausteller in der Zwischenzeit sehr aufmerksam geworden sind und TierschützerInnen auf Meilen zu riechen scheinen…
Wir haben auch hier dem Amtstierarzt unsere Befürchtungen mitgeteilt und um Kontrolle gebeten!

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