Kastenstandverbot – Jetzt! Auf den Spuren des BM Berlakovich…

Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich war heute auf Tour im Salzburger Land!
Und natürlich nutzen RespekTiere- und VGT-AktivistInnen gemeinsam die Gelegenheit ihn dabei erneut auf die Kastenstandproblematik aufmerksam zu machen! BM Berlakovich, oder ‚Berli‘, wie er von seinen Fans gerne liebevoll genannt wird, machte bisher ja viel eher als Blockiere denn als Umsetzer auf sich aufmerksam. Obwohl nämlich der Bundesgesundheitsminister Stöger, in seiner Funktion als Tierschutzminister, längst die Unvereinbarkeit zwischen dem Tierschutzgesetz und dem Kastenstand (Stichwort Bewegungsfreiheit: §16 besagt, die Bewegungsfreiheit eines Tieres darf nicht so eingeschränkt sein, dass dem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden‘, §13 besagt, wer ein Tier hält, muss dafür sorgen, dass das Platzangebot, die Bewegungsfreiheit, die Bodenbeschaffenheit, … den physiologischen und ethologischen Bedürfnissen angemessen sind‘) erkannt hat, versucht sein Kollege Berlakovic sich als Anwalt der Bauernschaft zu etablieren, indem er dieser nach dem Mund redet – und so Verrat am Tierschutz betreibt!
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Die erste Station führte uns heute nach Fuschl am See, wo bei wunderschönem Wetter eine Energiekonferenz stattfand; bemerkenswert: die TeilnehmerInnen hatten hierfür eine Gebühr von weit über 2000 Euro zu berappen, eine Summe, welche es vielen BesucherInnen wohl unmöglich machte, dem Gesagten zu lauschen. Was auch auffiel: ein Porsche mit Elektroantrieb wurde vorgestellt, passend zur Thematik, allerdings war das Auto dann von einem riesigen Verlade-LKW gebracht worden, einem Monster der Straße, welches wohl bestimmt nicht unter 20 Liter Diesel auf 100 km seine Fracht beförderte……
Wie dem auch sein, Minister Berlakovich sowie sein ‚Chef‘, ÖVP-Vizekanzler Dr. Spindelegger waren als Redner nach Fuschl geladen. Wir waren dann aber, wie schön, beileibe nicht die einzigen, welche mit einem Protestanliege auf das Eintreffen der hochrangigen Politiker warteten – ein paar Dutzend GegnerInnen der Pläne zur 380 KV-Salzburgleitung hatten bereits vor unserem Eintreffen eine breite Front gebildet und mit zahlreichen Transparenten und Tafeln auf deren Anliegen – die ja auch unser aller sind – auf diese Problematik aufmerksam gemacht! So war es dann selbstverständlich, uns dem Demozug anzuschließen, der direkt vor dem Tagungsort, dem Jagdhotel Fuschl, Halt machte. Dabei sollte im weiteren Verlaufe die Zufahrtsstraße so stark in Beschlag genommen werden, dass es selbst für die Politiker in ihren teuren Amtswagen kein Durchkommen gab. Vizekanzler Spindelegger’s Fahrzeug, mit den beiden Staatsmännern im Fahrgastraum, musste dabei direkt vor unseren Transparenten Halt machen und so geschah es, dass Minister und ÖVP-Chef die Botschaft vor Augen hatten und mit freundlichem Gruß auf den Vorwurf antworteten.

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Die Kundgebung wurde dann auch noch von Dutzenden JournalistInnen beehret, das österreichische Staatsfernsehen filmte den Protest.
Am frühen Nachmittag besuchten wir dann Lebensminister Berlakovich bei seinem 2. Salzburg-Auftritt des Tages, dann in Bergheim! Dort stellte der Minister im Rahmen der Fahrradfachmesse "Bike & Trimm" die Initiative "Fit für E-Bike" vor. Dipl.-Ing. Berlakovich, Mag. Gernot Kellermayr (Präsident des VSSÖ) und Vertreter der WKO und Wifi wollten sich in einer Diskussionsrunde mit dieser Thematik auseinandersetzen und die Fragen der anwesenden Medienvertreter beantworten.
Die Polizei überwachte natürlich die Zugänge ins Radparadies, aber dennoch konnten sich TierschützerInnen vor dem Haupteingang der Messehalle positionieren; nur, sie bekamen den Minister leider nicht zu Gesicht. Der dürfte in der Zwischenzeit an einem anderen Tor in das Ausstellungszentrum gelangt sein. Dennoch war der Protest ein guter, viele PassantInnen und MessebesucherInnen mussten direkt an der Botschaft vorbei und so entstanden manch sehr aufschlußreiche Gespräche. Detail am Rande: die Bergheimer Polizei wurde ihrem Ruf, eine Tierschutzinstanz zu sein, erneut mehr als gerecht, so zeigte Postenkommandant Naderer (im Bild links) echtes Interesse an unserem Anliegen.

Es ist unsere unverrückbare Pflicht gegenüber den Tieren deren im Tierschutzgesetz verbürgte Rechte ohne Wenn und Aber zu vertreten, auch wenn dieses Bestreben mit sich zieht das Landwirtschaftsministerium an dessen Verantwortung gegenüber der Schöpfung zu erinnern! 

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