Unfassbar – italienische Pferdehändler auf lebensgefährlichem Konfrontationskurs!!!!

DSC 1071Maishofen 2011; auch heuer waren wir wieder wie jedes Jahr vor Ort, um auf das Leid hinter der Fassade des dortigen ‚Rösslmarktes‘ aufmerksam zu machen.
Bei strahlendem Sonnenschein sollte der Auflauf an PferdehändlerInnen, InteressentInnen und zufälligen MarktbesucherInnen dann ein riesengroßer sein. Am frühen Vormittag errichteten wir in Windeseile unseren Infostand, im Bewusstsein, dass der heutige Tag ganz im Zeichen des Aktionismus stehen würde – wie jedes Jahr betrachteten wir es auch 2011 als unser höchstes Anliegen durch – zugegeben ab und dann vielleicht etwas provokante Zur-Schau-Stellung der bitteren Wahrheit hinter der Traditionsveranstaltung – die Menschen zum Nachdenken anzuregen.

Was wirklich schön war: es herrschte großes mediales Interesse, so wird der W(est)D(eutsche)R(undfunk) bald einen Bericht ausstrahlen, ebenso auchdie ARD in ihrer so renommoierten Sendung ‚Brisant‘, und auch Printmedien haben zugesagt, über den Pferdemarkt berichten zu wollen! Wie die Öffentlichkeit zu den ‚Rösselmärkten steht, hat einen Umfrage der Tennenguer Bezriksblätter unlängst drastisch gezeigt, wo 96 % (!!!!) aller Menschen sich aus tierschutzrechtlichen Überlegungen eine Beendigung solcher Tiermärkte wünschten!!!!

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Pferdemarkt Maishofen 2011                                                                     das große Zittern beginnt… (Bilder: E. Denkmayr/Sternenhof)

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Teil des wunderschönen RespekTiere-Standes, ink. Fotoausstellung          Leid ins Gesicht geschrieben…

DSC 1113So macht sich bald ein Metzger in blutverschmierter Arbeitsbekleidung mit einem als Pferd verkleideten Aktivisten an einem Strick auf den Weg zum persönlichen Kreuzweg durch die Menge, vorbei an Dutzenden Pferdemüttern mit ihren Kindern (die so schmerzhafte endgültige Trennung unmittelbar bevorstehend), an PferdehändlerInnen, leider oft schon in diesen frühen Stunden mit halbgeleerten Bierflaschen in den Händen und dementsprechend gebrochenen Stolz in den Augen, hin zur Auktionshalle, wo das unselige Schachern um Leben bereits voll eingesetzt hat. Die Aktivisten planen vor den Toren haltzumachen, eine Mahnwache am Eingang ins Verderben, im Hintergrund die johlende Menschenmenge; das Tor ‚bewacht‘ von eintrittskassierenden Feuerwehrleuten, dahinter die Stiegenaufgänge zu den Arenaplätzen – und der Zugang zum sägespäne-eingestreuten Versteigerungs-Rund selbst.
CIMG4084In Anbetracht der erstarrten Tiere im Hintergrund, die Szenerie beherrscht vom angsterfüllten Schnauben bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit nervöser Pferde, sollte aber im Moment des Augenblickes im blinden Einverständnis ein völlig anderer, spektakulärer Entschluss gefasst werden – was wäre, wie schon vor zwei Jahren – wenn man plötzlich losstürmen würde, vorbei an den Feuerwehrleuten, hinein in die nach besten Aussichtsplätzen drängende Menge, über die Brüstung hinweg, mitten ins Zentrum des Geschehens? Keine Zeit zum Nachdenken, würde man es tun, dann würde man den Plan weit vor dem Vollzug verwerfen, attackiert und zurückgehalten von der Pferdehändlerschaft, zu unmöglich erscheint die Chance, tatsächlich den ganzen Weg bis in die Arena gehen zu können…
Aber was kümmert den Verzweifelten die Zukunft? Jetzt muss auf das Schicksal der Pferde aufmerksam gemacht werden, je lauter,  je spektakulärer, desto besser! Und so stürmt das Duo einfach los, lässt den unzweifelhaft folgenden Tumult auf sich zukommen, auch die Möglichkeit, wie man denn – sollte man es tatsächlich erneut ins Innere schaffen, wieder aus der Arena wird fliehen können (im Bild links erkennt man bei genauem Hinsehen den Metzger – weiße Haube – und das Pferd in der Menschenmenge, beim Versuch die Arena zu erreichen)…
DSC 1048Die Menschenmenge, völlig überrascht, macht Platz, Schimpftiraden folgen; jemand versucht das kleine Tor zu schließen, welches sich noch zwischen den Aktivisten und der Bühne befindet, vergeblich – die beiden Männer springen einfach über die Abgrenzung! Befinden sich im nächsten Augenblick inmitten der Arena, ein Pferd wird an einem Strick durch selbige gezerrt, zum Verkauf angeboten; aufgeregt schnaubt das arme Tier, weniger wegen uns, viel mehr wegen der Brutalität des Geschehens: Leben angeboten, zur freien Weiterverwendung!
Sekundenlang herrscht nun staunende Stille; dann hebt ein Wind an, der sich schnell zum Sturm verstärkt, ein Sturm gebildet nicht aus bewegter Luft, viel mehr erzürnt er sich an einer Aneinanderreihung von Wörtern, welche nicht für jugendliche Ohren bestimmt sind. Die Menge tobt alsbald, Buhrufe folgen, ‚de kern daschlogn‘, wird uns entgegen geworfen. Anders als beim letzten Versuch vor 2 Jahren trachtet der Auktionssprecher dieses Mal nicht danach die Menge zu beruhigen, im Gegenteil, er schimpft über sein Mikrophon fest mit; eine Einheit, ein Mob, der – würden Gesetzte dies nicht verhindern – ganz bestimmt zu höheren Gewalttaten gegenüber Andersdenkenden fähig wäre…
Trauriges Detail am Rande: es sind dann auch bei weitem nicht immer nur die männlichen Mitglieder einer gewaltbereiten Gesellschaft, von welchen ein Höchstmaß an Aggressivität ausgeht – immer mehr – genau wie es in den letzten Jahren zu einem starken Anstieg weiblicher Lustmörder, Jägerinnen, gekommen ist – Frauen greifen ganz tief in die verbale Schmutzkiste wenn es darum geht, jene, welche andere Meinungen vertreten, anzugreifen…
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Ein besonnener Mann, der einzige in der Masse wie es scheint, stürmt plötzlich in die Arena, drängt uns zwar mit Bestimmtheit ab, jedoch ohne der Anwendung von Brutalität; er versucht uns mittels Einsatzes seines unübersehbaren Körpers zum Verlassen derselben zu bewegen; wir drehen noch eine Runde, der selbsternannte Bewahrer veralterter Werte hängt an uns wie eine Klette, degradiert uns zum Dreiergespann – nicht einmal unpassend: das Pferd am Strick, der Metzger, der Seelenfänger.

Nun stürmt ein weiterer Mann herein, offensichtlich von Aggressivität gepackt, gelenkt, eine drohende Lawine testosterongesteuerter Gewalt, ein speiender Vulkan kurz vor dem Ausbruch – wir befürchten das Schlimmste, aber unser ersterer Bewacher redet sofort auf den Tobenden ein, verhindert so eine wirkliche Eskalation. Nicht zuletzt deshalb werden wir, von einigen Schlägen in die Rippen abgesehen, einigermaßen wohlbehalten unter dem tobenden Applaus des Publikums nach außen verfrachtet (ein Applaus, welcher leider nicht unserer Sache galt…), nicht aber ohne ‚Tiere haben Rechte, so wie wir‘ und ähnliche Rufe in das Geschehen einfließen zu lassen!
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Später erscheint Gevatter Tod in zweifacher Form vor besagtem Zugang; links und rechts positionieren sich die beiden Knochenmänner an dem schweren Tor, Schilder mit Aufschriften wie ‚Welcome to my Paradise‘ und ‚Pferdehändler-Seelenfänger‘ in den Armen. Die Aufregung ist groß, Fernsehkameramänner filmen, hoffentlich auch die diversen oft fast unglaublichen Reaktionen des Publikums, welche so weit gehen, als dass ein betrunkener Mann sein verschrumpeltes Geschlechtsteil entblößt und versucht, auf einen der Aktivisten zu urinieren – inmitten der Menschenmenge! Ein weiterer ruft zum Widerstand auf, versucht die Menge aufzuhussen, fordert das ‚Tierschützer-Problem‘ nun, direkt vor Ort, ein für alle Mal zu erledigen…
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Und nochmals scheint die Situation zu kippen, zu eskalieren; erneut dreht der Metzger mit seinem pferdemaskenbekleideten Freud seine Runden, dieses Mal steuert er aber auf die Verladestelle zu; wieder setzt sofort ein Sturm der Entrüstung ein, wieder muss man sehr schnell um die Gesundheit der Aktivisten fürchten. Eine Szenerie, wie sie düsterer nicht hätte können sein: ein blutverschmierter Tierschänder, an der Hand sein Opfer, beobachtet mit ernster Miene das Aufladen, die Entführung des Opfers Tier auf eine Reise ohne Wiederkehr… Wieder wünscht sich die versammelte Menge den kleinen Braun-auer zurück, der einst ausgezogen war um die Welt in einen Feuerball zu verwandeln; ja, dieser hätte gewusst, wie man mit AktivistInnen verfährt…
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DSC 1222Eine weitere Aufgabe erwartet uns an diesem Tag; heute wollen wir einem italienischen LKW folgen, welcher Pferde direkt in den Schlachthof oder zu einem Mäster bringen wird; wie gefährlich dieses Vorhaben sein würde, hatten wir in den schlimmsten Befürchtungen nicht erwartet; nichts desto Trotz, wir sollten es nur zu bald auf die brutale Art und Weise erfahren.
Einen Vorgeschmack auf Kommendes gab der Fahrer des Transporters schon in Maishofen: im Begriff, ein Foto von der Verladung zu machen, wagt sich ein Tierschützer etwas zu weit vor, gerät ins Visier des Wütenden; sofort schleudert ihm dieser eine gifttriefende Stampede von unverständlichen Schimpfwörtern entgegen, versucht ihm sogar die Kamera zu entreißen…
 
DSC 1225Einige Stunden später finden wir uns in der majestätischen Bergwelt Salzburgs und Kärntens wieder; über den Felbertauernpass geht es in Richtung Italien, vor uns der Tiertransporter. An den Kreuzungen kann man die armen Tiere hören, wie sie einen verzweifelten doch letztendlich immer hoffnungslosen Kampf gegen die Blechwände des Fahrzeuges führen…
Strömender Regen setzt ein, macht unser Vorhaben immer surrealer; Nebel kommt hinzu, wie von Geisterhand bewegt fallen die Schwaden in die Umgebung ein und verhüllen das Land in einem Anflug von Scham ob der Geschehnisse. Der LKW braust mit hoher Geschwindigkeit, längst hat uns der Fahrer bemerkt. Es ist nun stockfinster, so gegen 8 Uhr Abends, wir befinden uns gut 100 km hinter der österreichischen Grenze.
Seit gut einer halben Stunde klebt ein Fahrzeug an unserer Stoßstange – Zufall? Selbst nachdem wir einige Wendungen vollzogen, von anderen VerkehrsteilnehmerInnen überholt werden, bleibt das Auto im Rückspiegel, wie zäher Kaugummi scheint es an uns zu kleben. Es wird schnell zur Gewissheit – der LKW-Fahrer hat Verstärkung angefordert! Nun kommt es zu ersten Manövern – der LKW beschleunigt ob der prekären Fahrverhältnisse auf irre 90 km/h, ungeachtet der Gebotsschilder, die uns eine Höchstgeschwindigkeit von ‚60‘ entgegen schreien. Wir kontern, geben ebenfalls Gas und keinen Zoll nach. Als der Transporteur einsieht, dass er uns wohl nicht so einfach los werden kann, schaltet er plötzlich seine ganze Beleuchtung ein, Scheinwerfer an der Ladebordwand leuchten uns direkt ins Gesicht – darf, das wahr sein, fragen wir uns?! Inmitten eines Wetterchaos, schneeregen-nassen, glitschigen Straßen, immer wieder den Wassermassen auflaufend, setzt der Pferdehändler jegliche Mittel ein um uns abzuschütteln – und selbst wenn diese lebensbedrohlich sind! Geblendet versuchen wir den Kurs zu halten, streifen immer wieder das Bankett, umgeben von einem Meer aus Regentropfen, von einem ungütigen Wettergott uns entgegen geschleudert. Erst als mehrere Fahrzeuge von hinten nachkommen beendet er die Wahnsinnstat, die Scheinwerfer erlöschen, der Fahrer drosselt jedoch das Tempo nicht.
DSC 1229Dann plötzlich, wie aus dem Nichts, heften sich ein weiteres Fahrzeuge, ein Pick Up – mit selbigen Ortskennzeichen wie der LKW – auf unsere Fersen; mit ungläubigen Staunen müssen wir zur Kenntnis nehmen – der Fahrer ist entweder geistig abnorm oder einfach lebensmüde, hat im Diesseits nichts zu verlieren – er fährt auf uns auf, selbst das mörderische Tempo hindert ihn nicht daran an unserer Stoßstange zu kleben, und zwar so nah, dass er nur um Haaresbreite das eine oder andere Mal einen Auffahrunfall verhindern kann. Zuerst können wir die Gefährlichkeit der Situation noch gar nicht ganz wirklich einschätzen, zumindest nicht so lange, bis der Pick-Up-Fahrer urplötzlich zum Überholen ansetzt, auf halsbrecherischste Art und Weise, um sich zwischen uns und dem LKW zu drängen. Wir müssen schließlich nachgeben, die Motorhaube des Geländewagens schiebt sich wie eine unbesiegbare Mauer Zentimeter um Zentimeter vor die unsere,  immer näher an den LKW heran, bis schließlich das ganze Fahrzeug in die sich langsam vergrößernde Lücke passt. Nun versucht uns der von offensichtlicher Wut Getriebene brutalst auszubremsen, was nicht so wirklich gelingt.
Eine Ampel vor uns, grünes Licht mahnt zur Weiterfahrt – LKW und Pick Up jedoch halten ruckartig, wir im letzten Moment ebenso, nur durch eine Vollbremsung einen Crash verhindern könnend – mit drehenden Reifen, Kupplungsspielchen, verkünden die Fahrzeuge vor uns den Ernst der Situation, langsam scheinen die Herren Tierausbeuter warm zu werden, ihren Spaß zu haben – den folgenden Trick 17 aber, den haben schon unsere Großväter in der Pfeife geraucht! Die Ampel schaltet auf Rot, plötzlich brausen die beiden Fahrzeuge davon – so einfach wird man uns aber nicht los, und schon im nächsten Moment geht das Duell Stoßstange an Stoßstange in die nächste Runde! Nun setzt auch der Pick Up-Fahrer sein gesamtes Repertoire ein, die Scheinwerfer an seinem Überrollbügel, in unsere Richtung gedreht, blenden uns – was ein mildes Lächeln verursacht, hat schon Dein großer Bruder versucht und ist gescheitert, durchläuft ein Gedankengang unsere strapazierten Gehirne. Dann der Konter: unser großartiger Fahrer schaffte es nämlich erneut rückzuüberholen; wohlgemerkt, auf regennassen Bergstraßen, nebelig, regelrechtem Dauerschüttens aus den Wolken – was den Pick-Up-Fahrer nun aber endgültig zur Weißglut treibt – trotz der Unübersichtlichkeit des Weges setzte der Ausgebootete, in seinem männlichen Irrsinn verletzt, zum Vorbei ziehen an und lieferte sich mit uns ein minutenlanges unglaubliches Rennen um Zentimeter. Er auf der Gegenspur (!!!), gibt keinen Deut nach, muss uns überholen um uns vom LKW weg zu bringen; wir gebannt in der Aufgabe genau dies zu verhindern – eine fatale Ausgangslage. Mehrmals trennte nur ein Papierblatt die beiden Fahrzeuge, der Wahnsinnige versuchte uns tatsächlich an die Felsenwände und das Geländer an der Seite zu drücken, mit allen Mitteln – so etwas hat man bisher noch nicht erlebt; wir werden auf das Bankett gedrängt, der Reifen verliert Grip, nur mit Mühe kann der Wagen auf gerader Spur gehalten werden; eine Wasserfontäne entstehend unter dem Geländefahrzeug schießt uns entgegen, nimmt ständig die Sicht – einzige Orientierung: die roten Rücklichter des LKW’s, wie Leuchttürme, wir treibend in einer schäumenden See des Wahnsinns, das rettende Ufer so knapp vor uns und dennoch unerreichbar…
Letztendlich, das Ganze artete nun wirklich zu einem Rennen auf Leben und Tod aus – müssen wir den Pick Up nicht zuletzt auf Grund der überlegenen PS passieren lassen, und er quetschte sich mit fast 100 km/h, ohne jegliche Rücksicht auf Verluste, erneut zwischen uns und LKW, und zwar so knapp, dass es ein wahres Kunststück ist, nicht auf seine Stoßstange zu knallen.
Nun greifen wir zum letzten Trick, überholen adrinalingeladen alle Fahrzeuge, um uns, so der kühne Plan, nach dem Passieren des LKW’s erneut hinter diesen einordnen zu können – aber das 3-Auto-Gespann nützt die Chance, biegt im selben Moment in eine Seitenstraße; wir wendeten, mit Vollgas zurück – rein in den Verkehrsweg, doch der mündete schnell in einen wirklich engen Pfad; im Höllentempo erkennen wir bald wieder die Lichter des Konvois vor uns, und tatsächlich macht das letzte Fahrzeug überraschend auch Platz, lässt uns vorbeibrausen – aber dann bremste der Pick-Up – und bleib einfach stehen. Ein Trick, wir sind gefangen, richtiggehend in der Falle! Der Wagen hinter uns schließt sofort auf, wir finden uns eingeklemmt wieder. Der LKW, an erster Position, gibt nun Gas, setzte sich ab, lässt uns mit den Wahnsinnigen zurück – neben dem Auto kaum Platz zum Aussteigen, fast wie im Tunnel, links und rechts gut vier Meter hohe unerklimmbare Felswände!!!!
Wir befürchteten das Schlimmste, geben schnellstmöglich die Autonummern der Italiener nach Hause durch, fürchteten den nunmehrigen Einsatz eines Rollkammandos – falls wir nun ernste Probleme bekommen würden, wüsste die Polizei später wenigstens an wen sie sich zu wenden hätte.

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die Falle ist zugeschnappt…

Aber nichts passiert, der strömende Regen wie eine Mauer des Vergessens, die Wagen hinter und vor uns rotieren, mit Vollgas und angezogener Handbremse, vor und zurück (ein Versuch uns einzuschüchtern, neben strömenden Regen, Finsternis, nun auch eingehüllt in Auspuffgase – oder aber nur ein Mittel der Fahrer, um sich selbst Mut zu machen – TierschützerInnen sind längst keine JausengegnerInnen mehr, so viel hat sich inzwischen herumgesprochen…). Ein dritter Wagen erscheint, jetzt wird es wirklich ernst. Wir bereiten uns auf ein Handgemenge vor, verschließen alle Türen, umklammern jene Dinge, welche uns ein klein wenig Sicherheit versprechen. Doch es kommt anders, erneut eine völlig unerwartete Kehrtwendung im Geschehens: der Pick-Up Fahrer stiegt aus, nimmt Platz im ankommenden Fahrzeug – nun sind wir uns sicher: ein perfider Plan, jetzt werden auch der Fahrer und Beifahrer hinter uns nach Hause gehen, wir werden die Nacht gefangen zwischen zwei Autos an diesem einsamen und gottverlassenen Ort verbringen. Bevor wir uns jedoch mit der neuen Situation abzufinden lernen, startet der Pick-Up allerdings erneut, wir wieder sofort im Höllentempo hinterher – aber hier ist der Fahrzeuglenker offensichtlich unweit von zu Hause, kennt jede Biegung, jeden Meter Boden, jedes Schlagloch – und schüttelte uns schließlich ab. Eigentlich eine coole Aktion der Tierausbeuter, so ehrlich muss man sein, müssen uns diese Tatsache eingestehen – sie haben uns an der für ihre Zwecke bestmöglichen Stelle völlig auflaufen lassen!
Wir suchen nun die ganze Nacht nach möglichen Zielen, am frühen Morgen, völlig durchnässt und übermüdet, jedoch müssen wir abbrechen – es gibt zu Hause zu viel zu tun, als dass wir uns noch länger im Ungewissen aufhalten könnten.
Fazit: die Tierausbeuter hätten einen sogar einen wohl tödlichen Verkehrsunfall in Kauf genommen, indem sie versuchten uns an die Felswände und Leitplanken zu drücken. Aus dieser Tatsache sollten wir lernen und für die Zukunft die richtigen Schlüsse ziehen!

Bitte lassen Sie sich das nicht entgehen – wir möchten Ihnen vom ganzen Herzen zwei hautnahe Erlebnisberichte von beteiligten AktivistInnen nahelegen. Bitte nehmen Sie sich die Zeit dazu, Sie werden es nicht bereuen; noch nie wurden Sie so unter die Haut gehend informiert!!!
 

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