‚Inhumanity is not the prophet’s way!‘ Kundgebung vor Saudi-Botschaft!

RespekTiere versucht wenn immer möglich nach dem Vereinsmotto ‚Tierschutz ist bestenfalls auch Menschenhilfe‘ zu agieren. Während wir in unseren Einsatzgebieten diese Devise sehr nahe am Puls umsetzen können – indem wir zum Beispiel Nahrungsmittel oder Kleidung an Bedürftige verteilen (oder in der Heimatstadt alle paar Wochen sogenannte ‚Gratisflohmärkte‘ für obdachlose und hilfsbedürftige Menschen veranstalten) – tun sich dann auch immer wieder furchtbare ‚externe‘ Thematiken auf, wo wir einfach nicht anders können als unsere Meinung hierzu kundzutun und für die Opfer einzutreten.
Nun beschäftigt wieder so ein schrecklicher Fall die internationalen Medien; die Vorgeschichte: der saudi-arabische Blogger Raif Badawi wurde, wie Sie bestimmt wissen, wegen seiner Ansichten zu Religion und Staat im Juni 2012 von den Behörden des Königreiches verhaftet. Raif hatte zuvor, 2008, das Online-Forum ‚die Saudischen Liberalen‘ gegründet, worauf die Staatsmacht mit völlig unverhältnismäßigen Repressalien antwortete – unter anderem waren praktisch über Nacht sämtliche seiner Konten eingefroren und ein Reiseverbot verhängt worden. Es sollte noch schlimmer kommen, denn postwendend folgte ein Verfahren gegen ihn wegen Apostasie (Abkehr vom Islam). Der Vorwurf: er hätte in seinen Internet-Einträgen Moslems, Juden und Christen als gleichwertig bezeichnet…
 
 
Im Juli 2013 wurde der Weltöffentlichkeit das Strafausmaß für seine ‚Vergehen‘ bekannt: 4 mal 150 Peitschenhiebe und 7 Jahre Haft! Im Mai 2014 erfolgte dann eine Abänderung, nun wegen ’Beleidigung des Islam‘ – neues Strafausmaß: 1000 Peitschenhiebe, 10 Jahre Haft, dazu eine Geldstrafe von 194 000 Euro!  
Mit der Durchführung der unfassbaren Peitschen-Strafe – die Hiebe sollten auf 20 Wochen zu je 50 Schläge aufgeteilt werden – wurde im Jänner 2015 begonnen. Schon der erste ‚Durchgang‘ hinterließ aber so schwere Verwundungen am Gefangenen, dass auf Anordnung des Gefängnisarztes Woche zwei ausgesetzt werden musste; eine Fortführung hätte Raif sehr wahrscheinlich das Leben gekostet.
Seit einigen Tagen berichten die Medien nun, Badawi soll jetzt in einem neuen Verfahren auch noch der ‚Abfall des Glaubens‘ vorgeworfen werden – ein Tatbestand, welcher in Saudi Arabien nach wie vor mit der Todesstrafe geahndet werden kann!
   

Detail am Rande: auch sein Anwalt Waleed Abu al-Khair wurde inzwischen zu 15 Jahren Haft verurteilt, zusätzlich mit einem Reiseverbot von 15 Jahren und einer Geldstrafe von umgerechnet ca. 40 000 Euro belegt. Die Liste seiner ‚Vergehen‘ ist ebenfalls eine lange; sie umfasst unter anderem ‚Ungehorsam gegenüber dem Herrscher‘, den ‚Versuch, dessen Legitimität zu untergraben‘, sowie die ‚Schädigung des Rufs des Staates durch den Austausch mit internationalen Organisationen‘. Waleed Abu al-Khair, seit April 2014 in Haft, berichtet von körperlicher und psychischer Folter während seines Strafvollzuges.

Vier RespekTiere-AktivistInnen bezogen deshalb direkt vor der Botschaft Saudi Arabiens Stellung; ein Transparent ‚Inhumanity is not the prophet’s way! Free Raif – Now!‘ wurde einerseits von einem ‚Gefangenen‘ in schweren Ketten, andererseits vom Gevatter Tod mit arabischem Kopftuch (Hatta genannt) bekleidet gehalten. Eine Aktivistin streckte den PassantInnen zudem ein Schild mit der Aufschrift ‚Free Raif‘ entgegen. Auch, um den Kreis zu schließen, ‚Animal Liberation, Human Right – One Struggle, One Fight‘, konnte da gelesen werden…
 

Erheben wir gemeinsam unsere Stimme – bitte schreiben Sie der Saudi-Botschaft ihre Meinung in freundlichen, aber klaren Worten; Saudi Arabien ist in der Jetztzeit herzlichst Willkommen – um dort anzukommen, muss es sich aber endlich aus der Steinzeit der Rechtsprechung lossagen!

 

Free Raif – NOW!!!!

 

Botschafter Prinz Mansour Bin Khalid AL SAUD

 
Fotos: AlexanderKaszler,freier Journalist

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Wer noch mithelfen möchte: Beginn der Arbeiten Freitag früh, über Essens- (besonders Kuchen-)Spenden würden wir uns sehr freuen! Für nähere Information: info@respektiere.at!
 

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