AST 2016 – Unfassbar!!!!

Die 7. Anti-Schlachthoftage sind Geschichte – wir können schon jetzt vorweg nehmen: erneut ist ein unglaubliches Ergebnis gelungen, mit hunderten Aktionen im ganzen Land – und: zum fünften Mal in Folge wurde der ‚Grand Slam‘ geschafft – es passierte also wieder das, was unseres Wissens nach noch mit keiner anderen Aktion in der österreichischen Tierrechtsgeschichte gelungen war; nämlich nicht nur Proteste in allen Bundesländern, sondern gleichzeitig auch noch in dieses mal 12 (!!!) anderen Ländern, nämlich in Bulgarien, Deutschland, Liechtenstein, Marokko, Mauretanien, Rumänien, Schweiz, Serbien, Slowakei, Spanien, Tschechien und Ungarn!!!
 
   
   
Fotos: Aktionen in Bergheim, Burgenland und in Bayern!
RespekTiere rief letzte Woche zu den bislang nunmehr 7. österreichweiten ‚Tagen gegen Schlachthöfe und Metzgereien‘ auf. Ziel dieser Proteste sollte es sein die Menschen über die schier unglaubliche Anzahl von Tieren, welche Tag für Tag für unsere Ernährungssünden sterben, zum Nachdenken zu bewegen. Tatsächlich werden in Österreich jedes Jahr mehr als 5,5 Millionen Schweine in Schlachthöfen getötet, dazu rund 610 000 Rinder, mehr als 80 000 Kälber und die unvorstellbare Menge von fast 70 Millionen Hühnern, Enten und Gänsen! Anders gesagt sterben in Österreichs Schlachthöfen pro Minute ca. 1,3 Rinder und Kälber, 10 Schweine und weit mehr als 100 Hühner – Minute für Minute für Minute, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr… (weltweit müssen jedes Jahr rund 45 MILLIARDEN Tiere für die menschliche Ernährung ihr Leben lassen!!!) Um unsere unersättliche Gier nach Tierfleisch zu befriedigen, werden weltweit rund 1 Milliarde Schweine, 1,3 Milliarden Rinder, 1,8 Milliarden Ziegen und Schafe und mehr als 15 Milliarden Hühner in abscheuliche Konzentrationslager gesperrt, in Käfige gezwängt, in Ketten gezwungen und letztendlich auf oft furchtbarste Art und Weise in riesige Transportwägen geprügelt und in die Schlachthäuser gezerrt. ‚Mensch‘ hat sich im wahrsten Sinne des Wortes aber zunehmend satt gegessen am Tierleid und an den damit verbundenen Skandalen in der Tierhaltung und -fütterung. Nicht zuletzt deshalb fand der Anti-Schlachthoftag derart riesige Zustimmung und österreichweit beteiligten sich Dutzende AktivistInnen am Geschehen. So können wir auf eine mehr als erstaunliche Bilanz zurückblicken; am ersten Anti-Schlachthoftag 2010 passierten 2 Dutzend Aktionen, am 2. im Jahre 2011 unglaubliche 88 und am 3. 2012 nicht mehr zu toppend geglaubte 218 Aktionen; dennoch, 2013 passierte dann noch einmal eine immense Steigerung, 288 Aktionen! Glaubten wir nun den Horizont erklommen zu haben, wir wurden 2014 eindrucksvoll eines Besseren belehrt – historische 431 Aktionen in elf Staaten fanden statt.
 
Foto: mutige Aktivistin in München!

Für 2015 war es eine große Herausforderung wenigstens annähernd an solche Zahlen heranzukommen; tatsächlich aber fanden in Österreich 390 Proteste, Aktionen und Kundgebungen statt, dazu in Deutschland 117, in Tschechien 17, in der Slowakei 14,2 in Bulgarien, sowie je eine in Mauretanien, Kroatien, Rumänien und in Ungarn!

In diesem Jahr, 2016, bereits zu Beginn gezeichnet von vielen, vielen Aufgaben, hieß deshalb die Devise: ein achtbares Ergebnis, vielleicht wieder ein annähernder Wert zu 2015, das wollten wir schaffen. Doch nun halten Sie sich fest: unfassbare weit über 600 (!!!) Aktionen (zählt man die 70 Bilder aus Rumänien hinzu, gab es 688 verschiedene Aktionen) fanden statt, exakt 421 davon in Österreich, aber auch wieder viele, viele in Deutschland, einige in der Slowakei, in Bulgarien, in Spanien, Liechtenstein, der Schweiz, Rumänien, Serbien, Tschechien, Ungarn, eine sogar in Mauretanien und noch eine Marokko!!! Wir bedanken uns vom ganzen Herzen bei Euch allen, Ihr seid es, welche die Anti-Schlachthoftage zu einem mittlerweile traditionellen, nicht mehr wegzudenkenden Event in der Tierrechtsbewegung gemacht habt!!!
 
   
   
   
 Fotos: AST in Bayern, Oberösterreich, Burgenland, Niederösterreich und Salzburg!
          
Unfassbar, kein anderes Wort wäre hier wohl treffender! 688 Aktionen!!!! Seit unserer ‚Erfindung‘ der Schlachthoftage im Jahre 2010 hat sich der Aktionsradius damit fast verdreißigfacht!!!!
Hier die genaue Statistik: 2016 brachte insgesamt
7 Proteste in Wien, 151 in Niederösterreich, 3 im Burgenland, 16 in der Steiermark, 45 in Oberösterreich, 2 in Kärnten, 2 in Tirol, 192 in Salzburg und 5 in Vorarlberg!!!! Und auch unser Nachbarland Deutschland machte begeistert mit, in Fakt war die Anzahl von 172 (!!!) Aktionen mitentscheidend für die nicht für möglich gehaltene Steigerung im Vergleich zum letzten Jahr… Dann gab es auch noch 70 kleine Aktionen in Rumänien, 6 in der Slowakei und in Liechtenstein, 4 in Ungarn, je 2 in Spanien sowie in der Schweiz, und jeweils eine in Bulgarien, Mauretanien, Marokko, in der Tschechischen Republik, sowie in Serbien!
Das wahrhaft Historische daran: Die ‚AST‘-Aktionstage repräsentieren die unseres Wissens nach erste zusammenhängende Kundgebungsserie in Österreichs Tierrechtsgeschichte, welche dann auch in jedem einzelnen Bundesland stattgefunden hat – und das nun schon zum 5. Mal in Folge! Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals allerherzlichst bei all jenen bedanken, die dazu beigetragen haben dass der Anti-Schlachthoftag in seiner Reichweite als Aktionsplattform in Österreich schon ab dem 1. Anlauf zu einem wohl einzigartigen Ereignis geworden ist! Das besonders Schöne daran – eine Änderung in der öffentlichen Meinung, angeheizt durch die unglaublichen Skandale der letzten Jahre, von BSE bis hin zum jetzigen Dioxinskandal – welcher uns einmal mehr lehrt, die TierausbeuterInnen-Industrie hat nichts aus ihren Fehlern der Vergangenheit gelernt, ist lebensverachtend wie eh und je – fand endlich statt! Der Beweis: österreichweit applaudierende PassantInnen, hupend bekundeten AutofahrerInnen an vorbeiführenden Straßen Ihr Solidarität mit den TierschützerInnen und der Sache für welche diese eintraten: ‚Stopp dem Töten!!!‘ Es ist vielleicht wirklich nur noch ein Schritt hin zur vegetarischen/veganen Revolution – wir dürfen nun keinen Zentimeter nachlassen, ganz im Gegenteil: lasst uns GEMEINSAM diesen Kampf für die Befreiung der Tiere fechten, so lange, bis auch der letzte Käfig geöffnet ist!!!!
 
   
   
   
Fotos: AST in Niederöstereich, Oberösterreich, Graz, Tirol und Salzburg!
              
               
Fazit: ein durch und durch hoch erfreulicher AST ging zu Ende, ein Aktionswoche wo wir, als Gemeinschaft, der Öffentlichkeit mitteilen konnten: ‚Beendet das Töten‘! Wir werden uns mehr und mehr formieren und nie mehr stumm zusehen wie unsere Mitlebewesen ein Dasein in Angst und Schrecken führen müssen, nur um als lebende Nahrungsvorräte zu dienen! Wir wollen sie nicht mehr ausgesetzt sehen der Hölle der Schlachthöfe! Gerne möchten wir diesen Bericht mit einer ganz, ganz großen Bitte beenden: Denken sie nach über das Tierleid, ziehen Sie die unvermeidliche Konsequenz – Essen Sie vegetarisch (oder noch besser vegan) und retten Sie Leben – so oft es für Sie geht, am allerbesten aber jeden Tag!!!!!!!!!
 
Foto: Metzgersprung Salzburg!
Ein weiterer Aspekt zur Beendigung des Schlacht-Wahnsinns ist einer, welcher letztendlich unser aller Überleben bestimmen wird – denn zusehend erkennt ‚Mensch‘ nun langsam neben dem enormen Tierleid auch noch andere, für den gesamten Globus lebensbedrohliche Umstände, welche sich hinter diesen nackten Zahlen verbergen, weil derartige Tier(und nicht zu vergessen natürlich auch Menschen-)’bestände‘ ergeben natürlich gravierende umweltrelevante Problematiken. Viel wurde in den letzten Jahren darüber geschrieben, welche unglaubliche Ressourcen der Fleischkonsum verschlingt und alle anerkannten Fachleute vertreten inzwischen die einhellige Meinung, dass eine Reduzierung dessen – neben dem ethischen Faktor – ein im höchsten Maße wirkungsvoller Umwelt- und Klimaschutz-Schritt wäre. Ganz in diesem Sinne besagt dann eine Studie der Welternährungsorganisation FAO, dass die Nutztierhaltung eine der Hauptursachen für die bedrohlichsten Umweltveränderungen, insbesondere für die globale Erwärmung, die Erosion, Luft- und Wasserverschmutzung und den Verlust der Artenvielfalt, darstellt. Sie verursacht mehr als 18 % der treibhauswirksamen Emissionen, d. h. mehr als alle Transportmittel auf diesem Planeten (Autos, LKW’s, Flugzeuge, usw.) zusammen!!!!!
 
AST Wien!
Rodung: 325.000 km² Regenwald werden jedes Jahr vernichtet, um darauf Tiere für den Verzehr zu züchten. Für jeden "Viertelpfünder"-Hamburger aus Regenwald-Rindfleisch werden 50 m² Land verbraucht. Umweltverschmutzung: Die Fleischindustrie verursacht mit die größte Wasserverschmutzung. Alleine in den USA produzierten die Tiere, die für den menschlichen Verzehr gezüchtet werden, 130-mal mehr Exkremente als die ganze Weltbevölkerung: 39.000 kg pro Sekunde. Eine typische Schweinefarm produziert so viel Exkremente wie eine Stadt mit 12.000 Einwohnern.               
Land: Etwa 80% der landwirtschaftlichen Fläche werden dafür benutzt, Tiere zu züchten. Auf einem Hektar Land können 22.500 kg Kartoffeln angebaut werden, doch nur 185 kg Rindfleisch können auf der gleichen Fläche produziert werden. Wasser: Die tierische Landwirtschaft ist mit eine der größten Wasserverbraucher in diesem Land. Es werden 20000 Liter Wasser benötigt, um 1 kg Fleisch herzustellen, aber nur 50 Liter Wasser für 1 kg Weizen. Die verbrauchte Wassermenge für 5 kg Fleisch entspricht dem durchschnittlichen Jahreswasserverbrauch von 2 Personen.
Energie: Mehr als ein Drittel der gesamten Rohmaterialien und des fossilen Brennstoffes in den USA werden für die Aufzucht von Tieren für den menschlichen Verzehr verbraucht. Die Produktion eines einzigen Hamburgers verbraucht genau so viel fossilen Brennstoff, wie ein Kleinwagen für eine Fahrt von 32 km und genug Wasser um 17-mal zu duschen. Ein Vergleich zwischen einem Gemüse- und einem Fleischlaibchen verdeutlicht den Wahnsinn hinter der Fleischproduktion nur allzu gut, liegt die Emission zweitgenannten doch bei fast genau 800 g CO2, jene des Gemüselaibchens bei nur 63 g. Somit ist die Klimabelastung beim Verzehr des Fleischlaibchens eine um 13-fach erhöhte! Eine Faustregel: 1 kg Gemüse ist um das zehnfache weniger belastend für das Klima als 1 kg Fleisch! Die Feststellung ‚Das Vieh der Reichen isst das Brot der Armen‘ ist zudem traurige Wirklichkeit – ein Beispiel: In Österreich stehen pro EinwohnerIn 560 kg Getreide zur Verfügung – 355 davon werden an so genannte ‚Nutz’tiere verfüttert. Wären alle Nationen so verschwenderisch, könnten weltweit nicht mehr als 3,5 Milliarden Menschen ernährt werden, eine Hungerkatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes fast die Hälfte der Weltbevölkerung betreffend, wäre die unvermeidbare Folge. Würde der weltweite Fleischkonsum nur um 10 % eingedämmt werden, könnte die zusätzliche Ernährung von rund 225 Millionen Menschen gesichert werden; würde allein die USA ihren Fleischverbrauch um 10 % mäßigen, könnten 100 Millionen Menschen mehr vegetarisch ernährt werden! Wussten Sie, dass an die ‚Schlachttiere‘ Amerikas jährlich mehr Getreide verfüttert wird, als die Bevölkerung von Indien und China zusammen zur Ernährung brauchen? Und wussten Sie, dass 90 Prozent der Weltsojaernte als Futtermittel verwendet wird? Fleischerzeugung ist also über alle Maße verschwenderisch! Um neue Futter- und Weideflächen zu schaffen wird der tropische Regenwald unwiederbringlich zerstört, die Bodenerosion schreitet unaufhörlich voran und nimmt uns die letzten Ressourcen. Für einen einzigen Hamburger werden etwa 5 m² Regenwald gerodet und in Weideland umgewandelt und nach 2-3 Jahren bleibt nur noch eine Wüstenlandschaft zurück. Der Treibhauseffekt wird auch zu einem wesentlichen Teil durch Brandrodungen und durch die riesigen Mengen Methangas, die in den Mastviehbetrieben entstehen, forciert. In einem mittleren Mastbetrieb mit ca. 5000 Kälbern entstehen pro Jahr 10.000.000 Liter Jauche. In Europa fallen durchschnittlich jedes Jahr 3.000 kg Gülle pro Einwohner an. Diese verseucht unsere Flüsse, Seen, Meere und damit, nicht zuletzt, unser Trinkwasser. Fakt ist: mehr als 800 Millionen Menschen hungern weltweit, alle 4 Sekunden stirbt irgendwo auf unserem Planeten ein Kind an Unterernährung! Dabei ist das Welthungerproblem keines zu wenig vorhandener Lebensmittel, sondern bloß eines der ungerechten Verteilung! So verbrauchen die Industriestaaten mit einem Bevölkerungsanteil von nicht mehr als 25 % an der Weltbevölkerung 75 % der gesamten Agrar-Produktion!
 
   
   
   
Fotos: Proteste sogar im fernen Mauretanien! In Bayern, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Vorarlberg und Graz sowieso!
Überall im Land nutzen TierrechtsaktivistInnen den ‚AST‘ für ihre Kundgebungen – in Feldkirch, Kitzbühel, Salzburg, Linz, Krems, Graz, Wien, St. Pölten und hunderten anderen Städten und Dörfern (421 Aktionen allein in Österreich, diese Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!!!) wurden Demonstrationen abgehalten!
Dazu beteiligten sich auch viele, viele deutscheTierschützerInnen in Freilassing, Teisendorf, Traunstein, Neukirchen, bis hoch in den Norden an der Aktion und setzten in ihrer Umgebung ein Zeichen hin zur vegetarisch/veganen Ernährung. ‚Wer Fleisch isst gibt den Auftrag zu töten‘, schallte es durch das ganze Land und dieser Ruf wird nicht mehr verstummen!!!!! Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr, wo dieser Tag dann ganz sicher erneut mit ganz großer Aufmerksamkeit begangen wird!              
AST-International:
Tatsächlich gab es überall im Land Proteste, und nicht nur in Österreich, auch aus der Slowakei, aus Bulgarien, aus Liechtenstein, Ungarn, Tschechien, Rumänien, Serbien, aus der Schweiz, Spanien, aus Marokko und Mauretanien und selbstverständlich aus Deutschland erreichten uns viele Bilder!
Fotoserie – Bild 1: ein unfassbar großartiges Bild, auf das wir so stolz sind – gesendet aus Liechtenstein! Reihe 2: ebenfalls aus Liechtenstein, daneben ein wunderbares Bild aus Sofia, Bulgarien! Reihe 3: ‚Meat Kills‘ aus Marokko, derselbe Schriftzug aus Mauretanien! Reihe 4: unglaublich: AST in Serbien! rechts: Anna aus der Slowakei! Reihe 5: wir freuen uns – ein Bild aus Spanien! rechts: Ungarn macht auch mit!!! Reihe 6: AST in Tschechien, rechts: aus der vegetarischen Hochburg Zürich, Schweiz!!!

Ganz besonders stolz sind wir auch auf die Bilder aus Rumänien – ein mehr als bewegender Moment für uns: 70 (!!!) Menschen beteiligten sich an der Aktion, Menschen, welchen wir seit Jahren zu helfen versuchen – weil ihr zu Hause zu einer Sackgasse des Lebens geworden ist. Nadrac, die aussterbende Stadt! Wir bedanken uns vom ganzen Herzen!!!!


Anzusehen ist eine Auswahl der unglaublichen Sammlung in den nächsten Tagen im Netz, ebenso die Fotocollage zum Runterladen, wir senden selbstverständlich den entsprechenden Link!
Wir möchten uns vom ganzen Herzen bei all jenen bedanken, welche diesen geradezu historischen Erfolg möglich gemacht haben – Tierrechtsarbeit in aktivster Form! Ihr seid alle großartig!!!
   
   
Fotos: AST-Tage in Salzburg, Oberösterreich und in Bratislava!
Im Vorfeld zum AST hatte die Auftaktkundgebung traditionell in Salzburg stattgefunden – dort  stand dann der traditionelle ‚Metzgersprung‘ in der Salzburger Altstadt am Programm; jene seltsam anmutende Veranstaltung, wo Fleischhauer-Lehrlinge vor tausenden ZuseherInnen durch einen Sprung in ein Wasserbecken von den Sünden der Lehrzeit reingewaschen werden sollen (der Verstoß gegen ‚Du sollst nicht töten‘ ist dabei allerdings nicht relevant…).
Vor einigen Jahren hatten wir dort schon einmal das Becken kurz vor den FleischerInnen gestürmt, den Platz darin mit aufgesetzten Tiermasken besetzt; es kam zum Eklat, die TierschützerInnen wurden angegriffen, es setzte später empfindliche Geldstrafen (zum Beispiel wegen ‚Erregung öffentlichen Ärgernisses‘); seit damals passt die Exekutive peinlich genau auf dass derartiges nicht mehr vorkommt, in Fakt haben TierschützerInnen keinen Zutritt mehr zum Innenhof der Pfarre St. Peter, wo das Spektakel stattfindet.
 

Nichts desto trotz können wir immer noch sehr auffällige Proteste umsetzen, wie der heurige eindrucksvoll bewies: so führte ein nur mit einem Lendenschurz bekleiderer Aktivist in Schafmaske und blutbeschmiert ein riesiges Kreuz hinter sich her schleppend, um den Hals ein Schild mit der Aufschrift ‚Lamm Gottes‘, den Zug der MetzgerInnen durch die Stadt an – flankiert wurde er dabei von Gevatter Tod und einem bluttriefenden Fleischer, welche ein Transparent geschmückt mit dem Slogan ’Wir kreuzigen Jesus und seine Lehren jeden Tag auf ein Neues – in unseren Schlachthöfen!‘ trugen; zwei weitere TierschützerInnen in blutigen Overalls und mit Tiermasken präsentieren die zweite wichtige Botschaft des Tages: ‚Wir sterben jeden Tag für Eure Ernährungssünden‘ …
Natürlich, und besonders im erzkonservativen Salzburg, erregte diese Art von Protest die Gemüter; aber: die ehrwürdigen Salzburger Nachrichten‘ schrieben Tags darauf wie jedes Jahr eine Lobeshymne auf den Metzgersprung selbst; dennoch, anders als im letzten Jahr, wo der Protest als ‚unzutreffend‘ abqualifiziert worden war, schrieb der Autor heuer kurz und bündig: TierschützerInnen vom Verein RespekTiere protestierten gegen Fleischkonsum. Diese Nennung werten wir als Erfolg, denn noch nie nämlich erweckten die TierschüzterInnen im eigenen Land für jene Schreiberlinge eine Art von Stolz, und selbst wenn diese den ‚Österreichischen Tierschutzpreis‘ gewinnen, stellt ein solches Faktum keinen Anlass dar um positive Zeilen zu verfassen – ob das damit zusammenhängt, dass eine gewisse Parteifarbe in der Medienlandschaft das beherrschende Element darstellt, eine Farbe, welcher sich als Beispiel der Großteil der LandwirtInnen zugehörig fühlen? Wenn wir dann, wie vor 10 Jahren geschehen, gegen den Vater eines einflussreichen Journalisten vorgehen, der trotz aller Verbote Schweine an Bauchgurten und Ketten hält, dann hat so etwas in der Kleinstadt ein laaanges Gedächtnis in den Reihen deren, die ungestraft Halbwahrheiten formulieren und einer breiten Öffentlichkeit – ohne die Chance für uns auf eine Richtigstellung – verfassen können…
 
Dennoch, der Zweck einer solchen Kundgebung ist erreicht, wenn es zu Diskussionen über die Art und Weise kommt, völlig egal ob deren Inhalt dann positiv oder negativ ausfällt – Hauptsache die Sache der Tiere wird besprochen! Dann haben wir erreicht was wir wollten, denn genau darum nehmen wir alle Mühen auf uns und führen solche Proteste durch – und lassen uns nicht und nicht vom Weg abbringen! 🙂
Ast in Bratislava, Gneixendorf, Tulln, Bergheim, Linz und in Obertrum!

Wir sind soooo stolz auf diese wirklich einzigartige Aktion und freuen uns auf 2017!

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