wir sind In Ungarn und in der Slowakei! Ast- die letzten Tage!

 

Ein erneuter Hilferuf aus Bratislava erreichte uns letzte Woche – die Futtervorräte von Frau Havranovra’s Katzen neigten sich dem Ende zu! Außerdem galt es die Stromrechnung für das kleine, feine Asyl zu bezahlen, über 300 Euro hatten sich hier angesammelt!
Seit das Magistrat für keinerlei Kosten mehr aufkommt, ist der Einsatz von RespekTiere für Frau Havranovras Katzenheim umso wichtiger geworden, und nicht nur das, er ist essentiell! Aber zusammen mit Ihrer Hilfe, da schaffen wir auch diese Hürde!
 
Foto: erneut machen wir uns für eine lange Fahrt bereit!

So fanden wir uns wieder auf der Ostautobahn in Richtung Slowakei; es sollte ein anfangs schöner Tag sein, angenehm frische Temperaturen und zaghafte Sonnenstrahlen begleiteten uns durch den frühen Morgen. Leider schlug das Wetter dann aber um, und bereits am Vormittag setzte, zuerst leichter, dann aber doch beständiger und letztendlich immer stärker werdender Regen ein. Viel Zeit bleib uns ohnehin nicht um über die Wettergegebenheiten nachzudenken, denn wir hatten uns eine ganze Menge vorgenommen – der Frachtraum des Mercedes Sprinters war vollbeladen mit Hunde- und Katzenfutter, sowie dutzenden Säcken mit warmer Kleidung für das wunderbare Obdachlosenheim in der slowakischen Metropole! Später sollte uns der Weg weiter nach Ungarn führen, bis hinunter zum Balaton-See, wo unsere langjährige Tierschutzfreundin Gabi Tunic seit 16 Jahren einen endlosen Kampf gegen das Straßentierleid führt. Doch dazu werden wir später kommen!

   
Foto: so viel Futter haben wir mitgebracht! rechts: im Tierasyl der Frau Havranovra angekommen gibt es erst mal Streicheleinheiten!

In Bratislava holen wir wie immer Anna, den Engel der Hauptstadt, von zu Hause ab. Anna wartet nun schon seit 2 Jahren auf eine neue Hüfte, heuer im Jänner hätte die so dringend benötigte OP stattfinden sollen; alleine, eine schwere Grippeinfektion verhinderte den Eingriff. Neuer Termin ist nun im April, bis dahin kämpft sich die 68-jährige Frau irgendwie durch den Alltag – und vergisst dabei niemals auf die armen Tiere in ihrer Umgebung! So füttert sie schon seit Gedenken an allen Ecken und Enden Straßenkatzen und hilft zudem seit der Öffnung von Frau Havranovra’s Asyl im kleinen Tierheim, wo immer ihre Unterstützung gebraucht wird. Erinnern sie sich noch an den 18 Jahre alten Blacki? Anna ist sein größter Schatz, er liebt sie vom ganzen Herzen – kein Wunder, ist sie es doch, die sein kleines zu Hause reinigt, ihn mit Leckereien verwöhnt, sie, der einzige Mensch der Welt, der ihn sauber machen oder sein Fell pflegen darf!
Zuerst fahren wir nun aber ins Obdachlosenheim; viel haben wir über diesen Ort schon geschrieben, und immer noch lehnen wir uns beim Gedanken an diese so enorm wichtige Sozialstelle ehrfurchtsvoll in den Autositzen zurück – hier gibt es angefangen von der Verkostung für die armen Menschen bis hin zur Jobsuche ein perfektes Rundum-Angebot, um den Bedürftigen ein bisschen Erleichterung in ihrem Dasein zu schaffen. Ein Arzt ist ebenfalls ständig präsent, es kann Kleidung getauscht, im Internet nach Arbeit oder Unterkunft gesucht, ein Fortbildungskurs besucht, etc., etc, werden – ein Vorzeigeprojekt also, nicht nur für die Slowakei, sondern wohl für sämtliche Metropolen der Europäischen Union!
 
   
Foto: das so wunderbare Obdachlosenheim in Bratislava; die Sozialarbeiterin hat ein riesen Herz für Hunde, und genau wie die Menschen erhalten auch die Vierbeiner Wärme und Versorgung!

Erneut bringen wir große Mengen an wunderschöner ausgesuchter Kleidung, sowie Hundefutter – ist eine der Sozialarbeiterinnen doch ganz nebenbei eine ‚Hundeflüsterin‘, welche zusätzlich zu ihren beiden eigenen Tieren auch immer besonders arme andere beherbergt, für welche sie dann ein zu Hause sucht! Wir konnten ihr schon mehrmals helfen, beispielsweise – Sie erinnern sich bestimmt – zuletzt bei jener blinden wunderhübschen Hündin namens Amba, für welche sich nach unserer Newsletter-Aussendung ein fantastisches neues Heim in Deutschland auftat!

Heute zeigt sie uns einen erneut ‚schwierigen Fall‘ – ein sehr adretter Hundemann, ein Beagle, aber sein Problem ist weder das Aussehen noch die Rasse, es ist vielmehr sein Alter: er ist nämlich über 10, und obwohl sehr fit, wird er in der Slowakei damit unmöglich ein neues zu Hause finden! Dabei ist der Arme unheimlich verschmust, ein ganz ein netter, nur mit anderen Rüden, da versteht er sich nicht immer wirklich gut… seine Lieblingsbeschäftigung ist das Essen, man merkt es noch leicht an seiner Figur, obwohl, wie wir hören, er ohnehin schon mehrere Kilos abspecken musste! Lässt man ihn aber gewähren, er wird buchstäblich bis zum Platzen essen…
Vielleicht wüssten Sie jemanden, der/die dem Hübschen den Lebensabend versüßen würde? Wenn ja, bitte schreiben sie uns!
   
Foto: für diesen wunderhübschen Beagle suchen wir dringend ein zu Hause!

Viele bedürftige Menschen sind heute im Hilfszentrum; am Gang werden Haare geschoren, drüben steht ein Gruppe und trinkt heißen Tee, ein junger Mann kommt mit seiner vierbeinigen Begleiterin – für die wir sofort Parasitenbekämpfungsmittel parat haben!

Die Zeit drängt, und schon hat uns die Straße wieder. Es geht nun direkt zu Frau Havranovra, wo uns einmal mehr Simon erwartet, jener junge Mann, der vor 15 Jahren aus Äthiopien geflohen war und zu Weihnachten endlich, endlich die so heißersehnte slowakische Staatsbürgerschaft bekommen hat! Seit einigen Jahren nun auch schon hilft er, völlig freiwillig, im Asyl mit und ist längst zum unentbehrlichen Englisch-Slowakisch-Englisch-Übersetzer für uns geworden! 🙂
 
 
 
   
Fotos: Asyl-Impressionen!

Viel Katzenfutter haben wir gebracht, und es dauert ein bisschen, bis wir alles entladen haben. Dann ist noch ein klein wenig Zeit für eine heiße Tasse starken Kaffee, sowie für Problemtröstung. Langsam drängt aber die späte Stunde, es ist bereits früher Nachmittag – und vor uns liegt noch ein weiter Weg! Herzlich verabschieden wir uns, mit dem Versprechen bald wieder hier zu sein, dann verschlingt uns der Highway in Richtung Süd-Osten. Inzwischen hat starker Regen eingesetzt, es ist trüb, nass und kalt geworden, so unfreundlich, dass wir geradezu mit Freuden im warmen Auto sitzen. Das Navigationssystem passt sich leider der Triste an und findet nur mit mehrmaligen Versuchen den richtigen Weg über die Grenze in das Magyarenland, welches uns mit seinen weiten Feldern und der typischen Flachheit der panonischen Ebene empfängt. Ich muss es zugeben, ich werde mich, selbst nun nach so vielen Fahrten, nicht an diese Landschaft gewöhnen wollen, sie vermittelt den Eindruck einer unmittelbaren Trostlosigkeit, einer aufwühlenden Verlorenheit, offenbart den Verdacht der nahen Endlichkeit; unwillkürlich sucht der Blick nach einem Punkt zur Behauptung, einer Beruhigung der Seele, aber er findet keinen Halt. Nirgends. Ganz im Gegenteil, die Schwere der Landschaft, gepaart mit dem feucht-kalten Wetter, legt sich wie ein bleierner Schatten auf das Gemüt. Der Umstand, dass man trotz aller Weiten kein Leben auf den Feldern sieht, kein Reh, kein Wildtier, ja nicht einmal einen Vogel, tut sein Übriges um die Gedanken im eigenen Kopf kreisen zu lassen, sie in ein Labyrinth der Einsamkeit zu entsenden. Stille! Jedes Wort würde bloß in den Ohren schmerzen…

Dann aber wird das Land plötzlich hügeliger, bergiger; Nadelbäume lösen den Buschbewuchs ab, Wälder dehnen sich aus. Mit Freude registriert der gequälte Geist die Abwechslung, aber leider ist es nun bereits so spät, dass sich die Dunkelheit auszubreiten beginnt.
 
Foto: traurige Stimmung, wie so oft auf unseren Fahrten durch Ungarn…

Erst gegen 7 Uhr abends erreichen wir unser Ziel. Gabi Tunic, sie führt zusammen mit einer Kollegin den Verein Hundehilfe Nordbalaton (www.hundehilfe-nordbalaton.de), leistet seit eineinhalb Jahrzehnten Unfassbares; das eigene Tierheim umgeben von mehreren Tötungsstationen im Umkreis beherbergt lauter Todeskandidaten, Hunde, welche ohne Hilfe der TierschützerInnen die staatliche Einrichtung nicht mehr lebend verlassen werden… könne sie sich vorstellen, wie große der Druck sein muss, wenn man weiß, jedes Tier dass man nicht mitnehmen, nicht unterbringen kann, wird alsbald und unweigerlich sterben? Wie entsetzlich das Verlangen sein muss, die eigenen Zwinger im Asyl einerseits ständig auf das Möglichste überzubesetzen, um nur ja zumindest den Großteil der Todeskandidaten retten zu können, andererseits aber immer im Zwiespalt ist, einige der Gitterunterkünfte sogar viel besser kurzzeitig unbesetzt zu haben, um genau solche Hunde aufnehmen zu können? Wie hektisch und verzweifelt Vermittlungsversuche sein müssen, immer im Hintergedanken, wenn ein Tierheimbewohner seine Zwischenstätte verlassen kann, dann hat man wieder Platz einen anderen der tödlichen Umklammerung zu entreißen? Es ist eine Sisyphusarbeit, eine unentwegte, eine solche, die an der psychischen Verfassung nagt, die das Gemüt auf ein Höchstes fordert, unfassbare Strapazen und Anstrengungen dem Körper und der Seele abnötigt…

 
   
   
Fotos: bei Gabi im Tierhiem – ein wunderschöner Ort der Liebe! Neben Hunde- und Kaztenfutter haben wir dank Ihrer Hilfe auch einen Kratzbaum bringen dürfen! 🙂

Für einige Wochen, Monate, ein, zwei Jahre, kann man sich einer solchen Tortur aussetzen, aber länger schafft das kaum jemand. Gabi tut es nun schon seit 16 Jahren…
Wir entladen, nun im strömenden Regen, den Transporter – einige hundert Kilo an Tiernahrung konnten wir bringen, und so wenigstens ein elementares Problem dämpfen. Ganz sicher aber wird nicht viel Zeit vergehen, bis wir wieder hierher kommen. Wir verneigen uns vor einer der ganz Großen des Tierschutzes!

Gerne möchten wir den Tierschutzverein Hundehilfe Nordbalaton vorstellen – hierfür lassen wir die Mit-Gründerin Gabi Tunic selbst zu Wort kommen:

Die Hundehilfe Nordbalaton ist ein gemeinnütziger Tierschutzverein mit angeschlossenem Tierheim in Balatonfüred / Ungarn unter deutscher Leitung.

 

(ungarischer Name: Északbalatoni Ebmentö Egyesület) http://www.ebmenhely.eu/

 Da wir ein sehr kleiner Verein sind, sind wir auf Hilfe in jeder Form egal ob Sach- Futter- oder Geldspenden angewiesen.

Unsere Konto Verbindung:

 MKB Bank *** Északbalatoni Ebmentö Egyesület

Iban: HU 15-1030-0002-1064-9582-4902-0013   SWIFT (BIC): MKkBHUHB

 

Unser Ziel und Zweck …

Der Tierschutzverein steht für engagierten Tierschutz. Eine der vordringlichste Aufgabe des Vereins besteht im Betrieb und Erhalt des Tierheims. Desweiteren kümmern wir uns um ausgesetzte und zum Teil schwer misshandelte Hunde 

Wir bemühen uns um kranke und alte Tiere, sowie natürlich um Welpen und bemühen uns möglichst viele Hunde aus den staatlichen Auffangstationen (Tötungsstationen) zu holen. 

Verletzte und kranke Tiere werden tierärztlich versorgt, alle werden entwurmt, geimpft, gechipt und  kastriert! 

Wichtig ist es uns auch, ein Umdenken der ungarischen Bevölkerung in Sachen Hundehaltung anzuregen. 

Wir versuchen den Tierbesitzern die Kastrationen ihrer Hunde und Katzen nahe zubringen und bieten wenn wir können auch Kastrationsaktionen an. 

Desweiteren bemühen wir uns darum, sie vom Gegenteil der Kettenhaltung zu überzeugen.


Bitte helfen Sie uns weiterhin helfen! Wir brauchen Ihre Hilfe, jeden Tag auf ein Neues. Nur zusammen können wir diese unfassbaren Herausforderungen des Alltags bewältigen, dorthin Unterstützung bringen wo sie am dringensten gebraucht wird!  respekTIERE IN NOT – YES, WE DO!!!! 

Und noch eine ganz wichtige Eilmeldung – wir sind auf der suche nach einem/r FlugpatIn für den allerliebsten James, der einen Traumplatz in Mattighofen bekommen würde! Allerdings sitzt er im Augenblick in einem Tierheim in Alicante fest! Kennt irgend jemand irgend jemanden, der/die vielleicht in den nächsten Tagen von Alicante nach Wien/Salzburg/Linz/München…. fliegt und James dabei übernehmen und mitbringen könnte? Natürlich sind alle Kosten gedeckt und es entstehen dem/der PatIn keinerlei Mühen oder Arbeiten! Wäre soooo schön würde es klappen!!!!

Die 7. RespekTiere-Antischlachthoftage (AST) neigen sich dem Ende zu! Nur noch bis Sonntag könnt Ihr Eure Beiträge posten und an uns senden! Schon einige hundert Aktionen haben stattgefunden, aber jede einzelne davon ist so unfassbar wichtig! Lasst uns den Menschen zeigen: die vegane Revolutuon hat längst eingesetzt!!! Mach mit, in Deiner Umgebung!

 
   

  
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