Tierschänder unter sich – von unfassbaren Ereignissen…

Heute gibt es leider nur von fürchterlichen Dingen zu berichten…
Es tut im Herzen weh diese Zielen zu verfassen – Kosaras Gesundheitszustand ist ein denkbar schlechter, ihr Überleben steht schwer in Frage. Bilder aus dem Röntgeninstitut veranschaulichen die entsetzliche Lage – die Kugel sitzt an einer derart ungünstigen Stelle, dass die behandelnden Ärzte nur auf ein Wunder hoffen können. Stand nach ersten Untersuchungen eine Querschnittslähmung im Raum, muss nun, sollte es überhaupt ein Morgen für die Arme geben können, davon ausgegangen werden, dass sie zusätzlich auch ihre Vorderbeine nicht mehr wird bewegen können…
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Alles nur, weil ein Monster von einem Menschen sich einen Spaß daraus macht, Mitgeschöpfen Derartiges anzutun. Wir haben nun einen offenen Brief an den Bürgermeister von Breznik gerichtet, mit der Aufforderung, dem Verbrechen nachzugehen und den Täter zu überführen und zu bestrafen. Die Tat passierte an einem Sonntagnachmittag, gegen 14 Uhr, inmitten einer 4500-EinwohnerInnen-Gemeinde. Das Oberhaupt des Städchens ist gefordert, wenn mitten in seinem Vollzugsgebiet ein Wahnsinniger mit einer Waffe im Stadtzentrum herumschießt! Ein Ambulanzfahrer hat die Tat gesehen, hat davon herumerzählt, aber er will den Namen des Täters nicht nennen; die Stadt ist videoüberwacht, aber niemand macht sich anscheinend die Mühe, die Bänder auszuwerten – war ja nur ein Hund!!!!
Sie können den offenen Brief an den Bürgermeister natürlich auf unserer Facebook-Seite nachlesen!
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Bulgarien ist ein EU-Land, aber wenn so eine Tat keine Konsequenzen hat, dann müssen wir uns endgültig von der Vorstellung verabschieden, dass wir jemals eine menschliche Gemeinschaft errichten können!

Als letzte große Fluglinie transportiert die Air France nach wie vor Schimpansen zu den Tierversuchslaboratorien! RespekTiere hat sich einer Kampagne von United Creatures angeschlossen – bitte lest mehr darüber – http://www.united-creatures.com/

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Die ‚Hohe Jagd‘ in Salzburg repräsentiert die größte und umfangreichste Fachmesse für den/die JägerIn in der gesamten Donau-Alpen-Adria-Region. Dementsprechend hoch ist auch der Andrang, Menschenmassen aus allen Herren Länder überfluten das Messegelände an den Ausstellungstagen. Tatsächlich, immer wieder muss sogar die Zufahrt gesperrt werden, weil dann sämtliche Parkmöglichkeiten völlig ausgeschöpft sind.
Seit vielen Jahren nun schon steht gleich gegenüber des Einganges das blaue RespekTiere-Zelt, und ein unübersehbares Fahnenmeer auf einer Länge von 30 Metern weht sämtlichen BesucherInnen entgegen. Für den/die TierrechtsaktivistIn bedeutet der Einsatz: schon im vornherein weiß man, es wird ein hartes Stück Arbeit, genau an diesem Standort eine Aktion abzuhalten – und jedes Jahr auf ein neues wird das mulmige Gefühl auf ein Gröbstes bestätigt! Und heuer ganz besonders…

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Wir bitten Sie, beachten Sie auf Facebook die Kommentare zum Posting über das brennenden Transparent – wie JägerInnen die Wahrheit verdrehen, lässt keine andere Alternative als eine entsprechende Wortwahl in unterem Artikel zu. Jemand bezichtigt da tatsächlich eine der langjährigsten Tierrechts-Aktivistinnen, welche gerade im Begriff ist weitere Transparente aus der Gefahrenzone zu bringen, das Feuer gelegt zu haben; genauso lächerlich der Versuch, das Ganze als Selbstentzündung hinzustellen, ‚weil Ihr ja so saudumm seid, Kerzen unter ein Lackspray-Transparent zu stellen‘ – nur: es war keine einzige Kerze unter dem Transparent – ja, es gab welche, gut 1 Meter entfernt, batteriebetrieben (ich hab noch nie von einem Fall gehört, wo eine Batterie-Grabkerze ein Leintuch entzünden konnte) und dann nicht einmal eingeschaltet, weil es keinen Sinn haben würde, dies bei taghelle zu tun – und nebenbei sollte die Farbe darauf dann auch noch eine, allem Wissen nach unentzündliche, Dispersionsfarbe gewesen sein! Leicht erkennbar im Bild übrigens, nur braucht man dazu einen IQ, der jenseits des Faktors 50 liegt!

Zur Ausstellung selbst: für eine kurze Beschreibung können wir getrost die Worte vom letzten Jahr wiederholen, mit ein paar Anmerkungen versehen!
Auf der mehrere Hallen umfassenden Schau bot erneut eine unübersehbar große Anzahl von AusstellerInnen aus mehreren Kontinenten alles rund um die Jagd und Fischerei an, so auch fast jedes Lebewesen gegen Bares zum Töten… Auf Preislisten konnte je nach Budget aus Löwen, Elefanten, Giraffen Zebras, Geparden, Leoparden oder Bären gewählt werden, eine ‚Elefantensafari‘ zum Beispiel wird gegen eine Gebühr von rund 25 000 Dollar angeboten (bei Jagdreisen nach Osteuropa werden üblicherweise Prostituierte als “Abendprogramm” gleich dazu gebucht, wie uns Jäger schon in den Jahren zuvor ganz offen erzählten)…Die Masse an AnbieterInnen und das Interesse am Angebot entlarvte die Jägermär vom ‚vielmehr Heger als Jäger’ und straften sie ganz offensichtlich Lüge…

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Dazwischen ein Gruselkabinett von ausgestopften Leichen, Bären, Löwen, Zebras, Bisons, usw.; welcher Mensch dann das Präsentieren von selbst im Tod noch um jegliche Würde betrogenen Geschöpfen als lustig oder unterhaltsam empfinden kann – wenn etwa Hasen, Füchse und andere Tiere mit Flügeln, mit Geweihen am Kopf oder gar mit Schwimmhäuten versehen – ist die Frage der Stunde. Dennoch gibt es solche, wie das allgemeine Gelächter von vorbeihuschenden, erbärmlichen Kleingeistern verrät…

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Im sogenannten “Jagdkino” und bei DVD-Vorführungen bei den Messeständen wurden Jagdfilme, dabei vor allem der minutenlange, schmerzhafte und verzweifelte Todeskampf der angeschossenen Tiere, gezeigt. In Trauben standen die Jäger davor, eine Dutzendschaft von Kindern mittendrunter, und ergötzten sich am gezeigten Leid, in der Hand meist eine Flasche Bier, wohl dazu da ob der gezeigten Grausamkeit Trost zu spenden….

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Anbieter von geländegängigen Fahrzeugen, und wir meinen hier nicht Jeeps und Konsorten, sondern von (meist) kettenbetriebenen Motorschlitten, werden immer mehr – ein Hinweis darauf, dass wohl auch die Nachfrage eine dementsprechende sein muss! Mit diesen Gefährten kann selbst die älteste und schwächste Memme in Nullkommanichts die entlegenste Region erreichen; natürlich sind die Fuhrwerke dann auch ausgestattet mit Gewehrhaltern, Wannen für getötete Tiere und anderen, allen möglichen und unmöglichen Beiwerken für die Zufriedenheit des/der JägerIn! Damit werden nun wohl auch die letzten Rückzugsgebiete für die Tiere erschlossen, überall hin folgen die Häscher nach, die einzigen Menschen übrigens abseits Bond, welche ohne jeder Belangung Lebewesen töten dürfen!
JägerInnen sprechen so gerne vom Gleichgewicht in der Natur – wo bitte, so die Frage, findet sich anhand solcher technischen Vorzüge noch ein Gleichgewicht? Vielmehr völlig chancenlos sind die Tiere ihren VerfolgerInnen ausgeliefert, hoch modernste Ausrüstung gegen uralte Instinkte, welche ihrerseits aber gegen Wärmebildkameras, Zielfernrohre, präzise Waffen und Motorschlitten so rein gar nichts mehr entgegenzusetzen haben…

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Das Kotzen muss denkenden Menschen überkommen, und so sind wir froh, als wir nach der Inspektionsrunde wieder aus den miefigen Hallen ins Freie kommen.

Dort, bei einem Blick über den Parkplatz, setzt sich der Wahnsinn allerdings weiter fort; fahrbare Jagdstände sind da gut positioniert, welche zukünftigen KäuferInnen erlauben werden, bis zum Ansitz im Auto zu fahren – sie können ihren Wehrturm gleich selbst mitbringen! Raus aus dem warmen Auto, ein paar Stufen rauf, und schon sitzt Herr oder Frau Weichei im beheizbaren Tötungshelfer! Kein Naturerlebnis mehr, von welchem diese Menschen gerne schwärmen, besser faseln, in kürzester Zeit vom Mittagstisch in die Berge, auf den Hochstand – und peng! Ohne einen Meter zu Fuß gehen zu müssen. Auch hier gibt es dann noch eine Steigerung – Suzuki bietet den kleinen Jeep gleich mit integrierter Jagdkanzel an, was den lästigen Anhänger erspart!

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Überall stehen die Luxuskarossen der Bordellbesitzer; für 8 Euro am Tag geparkt, übervoll mit Werbung für das Etablissement – warum wohl? Es wird der Jagd ein Nahverhältnis zum Sexgewerbe nachgesagt – hier der Beweis für diese ‚kühne‘ These?!

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Doch beim Betreten sowie Verlassen der Messehallen wartete die Brüskierung mit der Gegenseite; ein Fahnenmeer, wo Transparente mit Aufschriften wie ‚Ehrfurcht vor dem Leben ist Abscheu vor dem Töten’, ‚Für Blattschuss und Trophäenruhm bringen wir uns manchmal sogar selber um!’ oder gar ‚Schande, Schande, Mörderbande’ den PassantInnen entgegenwehten, sollte zum Nachdenken anregen, doch viele der Waidmänner (und leider immer mehr –frauen) reagierten auf die Herausforderung in altbekannter Art und Weise – anstatt eine Diskussion zu forcieren, sich des Gespräches zu stellen, griff man viel zu oft dann lieber ganz tief in den Schmutzkübel (‚eine kleine Granate zwischen Euch rein und Ruhe ist’, war zum Beispiel eine gängige Formulierung). Bemerkenswert ist wohl auch, AktivistInnen müssen derartigen Schwachsinn, offene Drohungen und maßlose Beleidigungen über sich ergehen lassen, sollten bestmöglich den gemeinen Redeschwall nicht unterbrechen, aber dann beim leisesten Gegenargument – vielleicht weil dann nicht widerlegbar? – wird ihnen vorgeworfen: ‚Mit Euch kann man ja nicht reden’… ganz so als ob es bei einem ‚der Hitler hätt Euch alle vergast’ noch Platz für eine nette Antwort wäre…
Noch eine Tatsache gilt es anzumerken: je später die Stunde, desto ausfallender so manche Gäste an unserem Stand! Mit anderen Worten: je höher der Alkoholpegel, desto tiefer fällt die Maske…

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Nichtsdestotrotz konnten am Infostand aber auch gute Gespräche geführt werden. Nicht wenige Jäger berichteten von traumatischen Erfahrungen bei Jagd, z. B. bei Baujagden mit dem Hund, an denen sie angeblich mehr oder weniger ahnungslos teilgenommen hatten und die in ein blutiges Gemetzel ausarteten. Auffällig in diesem Zusammenhang: vor allem Berufsjäger äußern sich immer öfter kritisch über Hobbyjäger, “Idioten” ist dabei noch die schmeichelhafteste Bezeichnung. In völliger Unkenntnis von biologischen und sozialen Strukturen bei Wildtieren wird nach Lust und Laune geschossen, protestieren sie, weitgehend unbeobachtet und unsanktioniert. Das Resultat ist dann beispielsweise die explosionsartige Vermehrung bei Wildschweinen durch völlige Zerstörung der Sozialstrukturen (Interessant: die Österreichischen Bundesforste wurden in vergangenen Jahren stark kritisiert, da auch dort laut Berufsjäger-Aussage offenbar zunehmend die Ökonomie im Vordergrund stehen soll. Gamswild wurde und wird zum Teil derart stark bejagt, dass sich bereits einjährige Tiere fortpflanzen, um die schweren Verluste durch die starke Bejagung wieder aufzuholen. In der Jägerschaft selbst sei dennoch kein Umdenken zu erwarten, diese handeln in wildbiologischer Unkenntnis oder sogar wider besseres Wissen, so die Berufsjägern).

Irgendwann erscheint Gevatter Tod vor den Messehallen – er trägt ein Schild mit sich, worauf geschrieben steht: Welcome to my paradise! Neben ihm hat eine Aktivistin im Fuchskostüm Aufstellung genommen, ihre Message lautet: Welcome to my hell…

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Später sieht man zwei blutverschmierte JägerInnen mit Gasmasken, sie halten in ihren Händen ein Transparent, welches den PassantInnen ‚Hier stinkts nach Tierquälerei‘ entgegenschreit.

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Und dann noch jener Jäger, der, zu seinen Füßen ein blutender Fuchs, sich selbst gerichtet hat, mit den Worten: Ich konnte die Schande nicht mehr ertragen ein Lustmörder zu sein!
Jetzt kommt es auch zu ersten wirklichen Eklat – ein erboster Wüterich beginnt plötzlich die Fototafeln und Transparente übereinanderzuwerfen, begleitet von schweren Beleidigungen gegen die AktivistInnen. Diese zahlen die bösen Worte mit barer Münze zurück…

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Gegen Ende der Kundgebung passiert noch Unfassbareres: plötzlich geht ein Transparent in Flammen auf, umherstehende JägerInnen nehmen es mit Gelächter und vereinzeltem Applaus zur Kenntnis! Der oder die TäterIn, ganz dem Berufsethos entsprechend, ist längst feige in der Menge untergetaucht!

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Fotos: ‚Ehrfurcht vor dem Leben ist Abscheu vor dem Töten!‘, stand auf jenem Transparent! Ehrfurcht ist solchen Menschen ein Fremdwort, Abscheu wohl ebenfalls…

Wir sind tief entsetzt, so etwas hat es in langen Jahren der Tierrechtsbewegung noch nicht gegeben! Ein öffentlicher Brandanschlag, und nur unser schnelles Reagieren verhindert schlimmeres – stellen Sie sich vor, die Flammen hätten übergegriffen auf die anderen Transparente, auf den Stand, auf die Sträucher ringsum! Stellen Sie sich vor, die Kleidung eines Menschen hätte Feuer gefangen…
Gerne stellt die Jägerschaft die Tierechtsbewegung als extremistisch hin – wo sind angesichts solcher Taten die ExtremistInnen wirklich beheimatet????
Wir haben natürlich Anzeige erstattet!

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Foto: ob das ein geeigneter Spielplatz für Kinder ist???

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Fotos: und uns nennen Sie Terroristen??? rechts: oft im Tierschutz vernachlässigt: auch die Fischerei ist pures Lustmorden!

Wir möchten nicht missen uns an dieser Stelle bei der Messeleitung der Reed Messe zu bedanken, welche uns den Protest Jahr für Jahr ermöglicht; das ist dann ganz sicher überhaupt nicht selbstverständlich, denn natürlich besitzt die Firma das Hausrecht (und damit jede Möglichkeit uns vom Messegelände fernzuhalten), und ganz bestimmt wird sie nicht zu selten von den grünberockten MessebesucherInnen auch kritisiert ob jenes Entgegenkommens. Allein für eine solche Zivilcourage und selbstverständlich auch für die immer so problemlose Abwicklung gebührt den Verantwortlichen zumindest ein vom Herzen kommendes ‚Dankeschön’!

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Und ein ganz spezieller Dank geht dann selbstverständlich an die Tierechtsaktivistin Alina – sie zauberte ein hervorragendes veganes Buffet für sämtliche AktivistInnen, angefangen von der so wohlschmeckenden Suppe bis hin zu Kaffee und Kuchen – soooo wunderbar!!!! Alina, wir alle drücken Dich!!!
 

 

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