die Opfer’fest’tage stehen vor der Tür – nächster Einsatz! Erster Erfolg: Sonnenschutz musste gebaut werden!

Heute folgte der nächste Einsatztag für unsere Bemühungen zu einem generellen Schächtverbot in Österreich. Dabei statteten wir zwei Betrieben in der Umgebung von Klosterneuburg einen Besuch ab. Dort warten neben Schafe und Ziegen vor allem Kühe auf das Kommende der nächsten Tage.

Später waren wir nochmals bei jenem Betrieb in bei Stockerau, um zu überprüfen, ob die vom hoch engagierten Amtstierarzt ohne zu zögern veranlassten Verbesserungen tatsächlich durchgeführt wurden.
Siehe da, wir haben uns auf einen direkten Dialog mit dem Besitzer des Hofes eingelassen, worauf sich ein langes und sehr interessantes Gespräch entwickelte. Jedenfalls, die Planen für den Sonnenschutz wurden tatsächlich aufgezogen, zu unserer Freude sogar, so fair muss man sein, sehr zufriedenstellend. Wir haben dem Besitzer schließlich erklärt, wir würden unsere Aktionen zu 100 % für die Tiere und zu 0 % gegen Menschen oder gegen Religionen veranstalten; auch dass wir übermorgen vor seiner Tür stehen werden, um ziemlich lautstark gegen das betäubungslose Schlachten zu protestieren, wurde angesprochen. Doch einigermaßen überraschend erklärte er daraufhin, dass er so ein Vorgehen völlig legitim findet, auch er möchte das Recht haben, wenn ihm irgendetwas stört, dagegen protestieren zu dürfen. Dasselbe Recht gesteht er natürlich auch uns zu.
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Foto oben: ein Erfolg – zumindest so viel konnten wir erreichen: Schutzplanen vor der gleisenden Sonne wurden installiert!
Fotos unten: auch diese Kühe in anderen Betrieben erwartet ein grausames Schicksal – es ist herzzerreißend!
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Foto: genau wie jene Schafe…
Völlig klar ist, Kommunikation ist ohne jede Frage der einzige Schlüssel zum Erfolg. Niemand, nicht einmal der Schlachthofbesitzer, kann zufrieden mit der Regelung des Post Cut Stunnings (dem Schächtschnitt folgt in der Verzögerung von einer Sekunde die Betäubung) sein, auch er wäre im Prinzip froh, wenn es einen anderen Kompromiss geben würde – der einzige Kompromiss wäre, unseres Erachtens, aber selbstredend nur die Betäubung vor dem Schlachten. So wie es schon jetzt in einigen Ländern Europas passiert ist, welche ein Verbot durchgesetzt haben (Schächtverbote gibt es in der Schweiz, in Dänemark, in Polen, Liechtenstein, Norwegen und Schweden, praktisch auch in Niederlande, wo beim Ansuchen nach einem betäubungslosen Schlachtens ein wissenschaftlicher Nachweis – der in der Tat kaum er erbringen ist – benötigt wird, welcher bestätigt, dass dem Tier im Vergleich zur herkömmlichen Schlachtung kein zusätzliches Leid zugefügt wird). Was in so vielen Ländern möglich ist, sollte, muss, doch auch in einem prinzipiellen Tierschutz-Vorzeige-Land – wie es Österreich im internationalen Vergleich durchaus ist – durchgesetzt werden können.
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Ein derartiger Durchbruch würde nicht nur den Tierschutzgedanken stützen, letztendlich – so provokant es klingen mag – würde er auch den muslimischen und jüdischen Gemeinschaften zugutekommen, weil den erbärmlich-faschistischen Gruppierungen damit ein gewichtiges fremdenhass-schürendes Argument entzogen werden würde.

In einem weiteren von uns überprüften Stall wird der zuständige Amtstierarzt schon morgen früh eine weitere Untersuchung durchführen, ob denn – wie wir befürchten – die Temperaturen im Inneren durch die gnadenlose Wüstenhitze nicht viel zu hoch wären!
Ja, und morgen sind wir dann auch wieder in einem anderen Gebiet unterwegs; am Mittwoch findet eine Kundgebung in Bruderdorf bei Stockerau statt, Beginn 13.30 Uhr, am Abend begehen wir ab 20 Uhr in Gneixendorf bei Krems eine Mahnwache. Am Donnerstag veranstaltet RespekTiere einen Protest in der Nähe von Horn, Beginn 10.30 Uhr!
Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr dabei sein würdet! Wie gesagt, all diese Kundgebungen sind zu 100 % für die Tiere, und in keinster Form gegen Menschen oder Religionen. Wir sind stolz auf jede/n, der/die mitmacht, wer aber damit ein Problem hat, der/die ist selbstredend nicht willkommen. Sollten im Verlaufe der Veranstaltungen rechtsgerichtetes Gedankengut von etwaigen AktivistInnen aufkommen, möchten wir darauf hinweisen, dass wir den Protest in diesem Falle sofort beenden werden! Denn für die Tiere stehen wir dort, aus keinem anderen Grunde!!! Echte TierschützerInnen wissen das natürlich!
 
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