Anti-Schächt-Proteste – von Erfolgen und Problemen!

Kurzer Zwischenbericht zur Anti-Schächtwoche!
Darum steh’n wir vor den Schlachthäusern…
DAS Bild zur Kampagne, aufgenommen gestern vor dem Schlachthof in Frauenhofen bei Horn!
ff550842 234d 41ab 81f6 df42f60a7ec4
Heute zogen wir direkt vor den Schlachthof in Brudersdorf, wo rund 15 TierschützerInnen in lauten Sprechchören ihre Meinung zur aktuellen Thematik in die Welt schrien. Fast ebenso viele PolizistInnen waren dabei vor Ort im Einsatz, bei welchen wir uns an dieser Stelle allerzlichst für den perfekten Ablauf der Kundgebung bedanken möchten. Keine Frage, die Welt braucht mehr solche BeamtInnen, die eine ideale Balance zwischen deeskalierender Amtshandlung und zwischenmenschlicher Korrektheit vorbildlich umsetzten!
Historisch hatten wir auch erreicht – es war bestimmt die allererste Kundgebung in der kleinen Ortschaft, was wohl helle Aufregung bei den Gemeindeverantwortlichen hervorgerufen haben musste! 🙂
0186a971 730a 4bf4 b12d 446d95154fb8
7b880540 a688 47a0 ba04 dc4e43ac4d66 7f13a525 ef4c 4ef5 905f c44fac0e9423
Am Abend reichten wir eine schriftliche Anzeige wegen der Tatsache, dass die aberhunderten Schafe in Bruderndorf so viele Tage unter prallster Sonne ohne Wetterschutz ausharren mussten, bei der Polizei ein. Wem dafür die Schuld trifft, ist allerdings nicht ganz klar; der Betreiber hatte in den Vorjahren Planen verwendet, welche ihm aber schließlich wegen einer Verletzung des Bauerechtes verboten worden waren. So auch heuer, bis der beherzte Amtstierarzt Dr. Hofer-Kasztler klipp und klar feststellte: Tierschutz geht vor Baurecht! Nun sollte aber jemand Verantwortung tragen, denn dass die Schafe in der brutalen Hitze völlig unnötig gelitten haben, ist keine Frage.
Ob deshalb der Betreiber die Schuld trägt, oder doch die zuständigen BeamtInnen, sei es wie es sein, auf jeden Fall darf ein solches ‚Missgeschick‘ nie mehr passieren – manche der Schafe zeigten deshalb schon sehr schwere Symptome, unter dem dicken Fellmantel staute sich die Hitze lebensbedrohlich. Auf einem Bild ist nebenbei klar erkennbar, dass das fotografierte Schaf bereits stark speichelte – dies kann verschiedene Ursachen haben, am allerwahrscheinlichsten jedoch ist derartiger Speichelfluss die Auswirkung von eklatant zu geringer Flüssigkeitsversorgung!
6bbcd369 b68c 40d0 bb3e 41545e70d1aa
Etwas irritierend einmal mehr – wir hatten schon einmal vor einigen Jahren eine Diskrepanz, damals, weil die Organisation mit einem Foto, wo eine Inderin am Markt sitzt, im Hintergrund Ihre kleinste Kaninchenkäfige samt Gefangene, welche sie zum Verkauf anbot – ein Auftritt des SOS Kinderdorfes; ein Bus mit Jugendlichen samt deren Betreuerin kam an, die jungen Menschen luden später mehrere Kisten mit Schächtfleisch in den Wagen; ob ein derartiger Kniefall einer Integrierung hilft? Ist vielleicht zu bezweifeln…
e540cf34 60a3 4ae1 a529 737ac390e3ac
Auch bei der Anlage in der Nähe von Krems konnten wir Verbesserungen erreichen; wir hatten die Unterbringung in einer wackeligen Stallanlage mit Blechdach beanstandet – jedermann/frau weiß, wie heiss es unter einer solchen Abdeckung werden kann!
Tatsächlich erfuhren wir aus berufenem Munde, der Besitzer musste Ventilatoren anschaffen plus für eine permanente ‚Wasserkühlung‘ sorgen. Die Verordnung dürfte wohl dem ebenfalls hoch geschätzten Amtstierarzt von Krems, Dr. Michael Oppitz, zugeschrieben werden – Dr. Oppitz ist übrigens jener Veterinär, welcher die Beschlagnahmung der ‚Kistenhunde‘, eifrige LeserInnen erinnern sich, vor einigen Monaten innerhalb weniger Stunden erwirkt hatte!
Ungute Szene gab es bei der Vorrecherche im Schlachthof bei Horn, wo uns schließlich das Fotografieren wutentbrannt verboten worden war – nicht von den ausführenden Muslimen, aber vom Sohn des Schlachthofbesitzers.
7bf8c645 c870 405c b471 a9cee2f5424d
1c69b01d ea1d 4763 8782 8d7efc8bd505 4b6fc4b4 83ec 4fcc a81e 71b451f3e379
Aber hier gab es einen eigentlich riesigen Erfolg; es sollten auch 35 Kühe geschächtet werden, aus berufenem Munde erfuhren wir, diese Schächtungen wurden sofort nach dem ersten Schnitt eingestellt und alle weiteren untersagt!
Probleme gab es bei der angemeldeten Kundgebung in Krems; aufgrund eines Formfehlers – welcher nur allzu leicht von der Behörde ausgebessert hätte werden können – bei der Anmeldung wurde diese untersagt. Angemeldet war bei der Bezirkshauptmannschaft, wie man das so tut, allerdings ist Krems eine Magistratsstadt, da muss dem Magistrat Bescheid gesagt werden. Dieses leitete die Anzeige zwar weiter, aber erst am folgenden Tag – wo dann die 48 Stunden-Frist unterschritten war…
Wir machten das Beste aus der Situation; statt einer Kundgebung präsentierten sich nur zwei AktivistInnen in Demokleidung, eine anzeigepflichte Versammlung wäre es ab drei teilnehmenden Personen. So umgingen wir das Diktat, wo dann auch noch ein Journalist der Niederösterreichischen Nachrichten Material für einen kommenden Bericht sammeln konnte!
Über all dies berichten wir in den kommenden Tagen, nach dem letzten Protest der Serie morgen vor dem Schlachthof Angelmayr in Frauenhofen!
7fea7b7d ce53 45e4 b960 aa7d4ed32090
Das journalistische Interesse war ein gutes – hier einige Beispiele (auch die Zeitungen Österreich und Heute berichteten)!
 
https://www.noen.at/korneuburg/schaechtbetrieb-verein-respektiere-demonstrierte-in-bruderndorf-schaechtbetrieb-schaechten-verein-respektiere-111186296
 
https://www.krone.at/video-nachrichten
 
https://www.noen.at/korneuburg/bruderndorf-hunderte-schafe-litten-unter-hitze-und-wassermangel-tierschutzverein-amtstierarzt-schaechten-tierschaechtung-schafe-110811770
 
Nach oben scrollen